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Disorder findet statt – aber nicht wie geplant

Das Disorder-Bandraumfestival findet dieses Wochenende zum siebten Mal statt. Doch wir hätten ja nicht 2020, wenn nicht alles ein bisschen anders wäre. Die Organisation sei ziemlich herausfordernd gewesen, so die Veranstalter.
Von  Sandro Zulian , 
Wie schon letztes Jahr mischelt Café Deseado auch 2020 am Disorder wieder mit. (Bilder: Skiba Shapiro)

Man kennt es noch aus vergangenen Jahren: Dunkle, fensterlose Kellerräume, tanzende Menschen, dicht an dicht, der Schweiss tropft sprichwörtlich von der Decke. Was damals noch den Charme des kleinen Bandraum-Festivals ausgemacht hat, ist heute undenkbar.

Frische Luft statt Proberaum

Stattfinden kann das Disorder zum Glück nach Plan, allerdings mit Auflagen der Behörden und ganz viel frischer Luft. Denn: «Die meisten Proberäume sind der Horror in Corona-Zeiten, darum haben sich auch einige Bands bei uns gemeldet und ihr Unbehagen geäussert», sagt OK-Chef Thiemo Legatis. Mitunter habe man sich gar überlegt, das Festival ganz abzusagen. «Das wäre speziell für kleine und unbekanntere Bands sehr schade gewesen. Diese haben es momentan ohnehin schon schwierig, Orte für Auftritte zu finden.» Es sei schon immer die Idee gewesen, Bands mit wenig Bühnenerfahrung eine Plattform zu bieten.

Disorder ist das alternative Musikfestival der Stadt St.Gallen und findet jährlich statt. Insgesamt elf Bands spielen an vier verschiedenen Locations in der Innenstadt. Teilnehmende Bands, Adressen und Auftrittszeiten sowie eine Karte mit der Übersicht:
disorder.ch

In der Stadt gibt es nur eine Handvoll Proberäume, die gross und hoch genug wären für ein Konzert während der Corona-Zeit. Als Beispiel führt Legatis die Reithalle auf der Kreuzbleiche an: «Dort werden dieses Jahr einige Bands spielen.» Mit dem Rest der Gigs musste man aber kreativ werden, um geeignete Orte für Konzerte zu finden. Und das sei ziemlich herausfordernd gewesen.

Der erste Kontakt mit der Stadt St.Gallen habe über die Fachstelle Kultur geführt: «Dort war man ziemlich begeistert und wollte sehr gerne helfen», sagt Legatis. Nicht nur die Fachstelle, auch Privatpersonen hätten sich spontan entschieden, das Festival zu unterstützen.

St.Galler öffnen Dachterrassen – Bewilligung wird nicht erteilt

So haben zwei St.Galler auf die Schnelle ihre Dachterrassen zur Verfügung gestellt. Fast ein halbes Dutzend solcher passender Orte hatten die Veranstalter bereits gefunden. Dann machte sich die Polizei ein Bild der Locations: «Nein. Geht nicht, nur schon feuerpolizeilich. Und vor allem zu viele potentielle Lärmklagen», hiess es ziemlich fix. Legatis ist darüber enttäuscht: «Wir haben auch ein bisschen gemerkt, dass es einigen Beamten ziemlich egal war.»

Letztes Jahr am Disorder: Mo Klé.

Nun sind alle Locations trotz vieler Extraschlaufen und grossem organisatorischen Aufwand gesichert und das Disorder kann am Freitag und Samstag wie geplant über die Bühne(-n) gehen. Inkluive Sicherheitskonzepte. Auch von den schlechten Wetteraussichten lässt sich Legatis nicht die Stimmung vermiesen: «Das ist etwas, das man als Organisator immer mit einberechnen muss.» Ob wir das wohl irgendwann auch über Corona sagen werden?

 

 

Kampf­sport als Safe Space

In St.Gal­len hat am Sams­tag zum ers­ten Mal ein eman­zi­pa­to­risch-an­ti­fa­schis­tisch-que­er­fe­mi­nis­ti­sches Kampf­sport­tur­nier statt­ge­fun­den. Wie das aus­sieht? Schon ziem­lich bru­tal, aber dann auch wie­der herz­lich.

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Be­stän­dig­keit, die ero­diert 

Seit 35 Jah­ren un­ter­sucht Pa­trick Roh­ner Na­tur­pro­zes­se, ins­be­son­de­re im Zu­sam­men­hang mit Geo­lo­gie, zeich­ne­risch, ma­le­risch und bild­haue­risch. Die Aus­stel­lung «Fal­tun­gen» im Mu­se­um Bickel zeigt noch bis zum 22. No­vem­ber ei­nen Quer­schnitt die­ser kon­ti­nu­ier­li­chen Be­schäf­ti­gung. 

Von Angela Kuratli,
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Chil­len am Steinach­strand

Vor dem Karls­tor ein Pick­nick un­ter Bäu­men am Ufer, die Mit­tags­pau­se mit den Füs­sen im Was­ser vor der Kan­tons­schul-Bi­blio­thek oder ein Bier am Bäch­lein zwi­schen der Bar La Bue­na On­da und dem «Bier­hof» – das al­les soll ge­mäss der Mach­bar­keits­stu­die «Al­te Stein­ach» mög­lich wer­den. Am Mon­tag ha­ben sie die Ver­ant­wort­li­chen vor­ge­stellt. 

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«Die­ser Ort braucht ei­ne Per­spek­ti­ve»

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Nachruf auf Urs Ullmann

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Kolumne: 24/7 Traumacore

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Am 29. Ok­to­ber ent­schei­det die SP der Stadt St.Gal­len, wen sie in die Er­satz­wahl um den Stadt­rats­sitz von Pe­ter Jans schickt. Was ur­sprüng­lich wie ei­ne For­ma­li­tät aus­sah, hat sich zu ei­nem span­nen­den Ren­nen ent­wi­ckelt. Mit of­fe­nem Aus­gang.

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