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FCSG vs. Basel 0:0 – Torlos.

St.Gallen und Basel trennen sich torlos, es gibt für beide Mannschaften einen Punkt. Es war ein munteres Spiel, in dem der FCSG gezeigt hat, es mit allen Gegnern in dieser Liga aufnehmen zu können. Das Spiel jetzt in der Nachlese im SENF-Ticker.
Von  SENF Kollektiv

FCSG – FC Basel 0:0

Spielende – Ein Tor zu kommentieren war uns beiden Rheintalern nicht vergönnt. Schlecht daran ist: St.Gallen hat nicht gewonnen. Gut ist: St.Gallen hat nicht verloren. Es war ein gefälliges Spiel, das soeben zu Ende gegangen ist. Und der Punkt geht in Ordnung, für beide. Das ist fast zu kitschig, deshalb schliessen wir den Ticker an dieser Stelle ab.

Minute 93 – Okafor, der im Abschluss gefährlichste Basler, will es nochmals wissen, doch Stojanovic ist da. Und dann tänzelt Quintillà, statt abzuschliessen oder abzuspielen. „Wa macht er, worum!!!!“ ruft T.A., der ob der eigenen Emotionalität erschrocken ist.

Minute 92 – Es bleibt bis zum Schluss spannend. Gimöno und Demirovic stehen sich im Weg, ein „Nai!“ brandet durchs Winkler Rechteck.

Minute 90 – Nachspielzeit drei Minuten. Ein lautes Hopp Sanggalle aus der Heimkurve.

Minute 89 – Soeben hat Basel den ersten Eckball dieses Spiels treten dürfen, ohne Torerfolg. Aber der FCB drückt, will den Sieg. Dr Schtoggr bleibt im Strafraum liegen und wedelt mit den Armen, kriegt aber keinen Freischuss aus elf Metern zugesprochen. Wir schnaufen durch.

Minute 88 – Yay, T.A. bringt Bier. Derweil vergibt Ademi den Matchball für Basel. Wir schnaufen durch und schmauchen noch eine taiwanesische Zigarette. Trotz weissen Filters.

Minute 87 – „Äs cha nöd jede us Sanggalä choo“, singt der Espenblock. Wir haben diesen Anspruch gar nicht. Wir sind da daheim, wo Werni Zünd und Betim Fazliji herkommen. Und da, wo Beat Breus Kamele weiden.

Minute 86 – „Wie cha denn da e Foul sii!“, regen wir uns auf nach dieser feinen Intervention Ittens gegen Alderete. Der Schiedsrichter hat’s anders gesehen. Aber Basel macht nichts aus dem Freistoss.

Minute 83 – Zuffi, dieses fleischgewordene Phlegma (Man verzeihe den Ausflug in die Ruefersche Ausdrucksweise), treibt den Ball zu lang und verliert ihn. Die Zuschauer stehen wieder auf, weil sie St.Galler sind. T.A. meint, bei Sion-Lugano stehe es nun „oasoas“, aber wen interessiert das?

Minute 82 – „Scho wieder so e schiiss koarzi Egga“, sagt T.A. völlig zurecht, denn Ruiz‘ Abschluss wurde zu einem Einwurf.

Minute 81 – Ein lautes „Hoppsanggala“ brandet durchs Stadion. St.Gallen glaubt an den Sieg, ist besser als Basel. Aber es mangelt am Abschluss und der Entschlossenheit, diesen erfolgreich anzubringen.

Minute 77 – Zeidler hat sich seiner Jacke entledigt. Der Grund: Ruiz schiesst nach wunderbarer Vorarbeit Ittens aus guter Position drüber. Das Spiel kann auf beide Seiten kippen und wird ein wenig offener.

Minute 75 – „Wa isch denn da, kasch do eifach irgend en Blooscht schriibe?“, meint mein Bruder D.Z. über diesen Ticker. Da widerspreche ich doch vehement. Es passiert im Moment einfach nicht viel. Es ist wie gehabt: Cömert ist unsicher, St.Gallen bemüht, aber erfolglos anrennend und T.A. und ich unterhalten uns über die Farbe von Zigarettenfiltern, weil meine taiwanesischen Bäcke einen weissen Filter haben und T.A. dies hasst, obwohl das Balkanstyle ist.

Minute 72 – „Uuuuuuui“, meint mein BAZ-/MAZ-Kollege. Cömert bekommt für ein rüdes Foul Gelb. Wirklich, so viel hat er bisher echt nicht gebracht.

Minute 71 – „Siiiiilvan Hefti“ pababababamm, singt der Espenblock. Er widmet das Lied dem angeschlagenen Captain, der vom Feld muss. Für ihn kommt Kräuchi.

Minute 70 – Sächzätusigungrad Zuschauer sehen, wie Itten den Sarganserländer Babic ersetzt. Damit sieht St.Gallens Aufstellung nun so aus: Stojanovic; Hefti, Stergiou, Letard, Muheim; Görtler, Ruiz, Gimöno, Quintillà; Demirovic, Itten.

Minute 68 – Während R.Z. Bier geholt hat, hat Zuffi aus nächster Nähe über das Ziel geköpfelt. Mal ehrlich: Uns ist’s egal.

Minute 64 – Und siehe da: Cömert schiesst einen Bock. Und Gimöno daneben. Weit daneben. Die Leute stehen trotzdem auf, weil sie St.Galler sind. Ein Fussballnachmittag in der Ostschweiz.

Minute 61 – Gleich kommt ein weiterer Ostschweizer ins Spiel: Ademi wird einen Mitspieler ersetzen, Mäse Koller hofft wohl auf mehr Schwung in Basels Offensive. Und auf mehr Fehleranfälligkeit in der Abwehr, denn auch Cömert wird bald den Rasen betreten, um seiner Arbeit als bezahlter Fussballspieler nachzugehen.

Minute 60 – R.Z. enerviert sich: „Jeda Junioraträäner wör da vebüta, die hoara Bäall hinne dor d Mitti!“. Gottlob kenne ich nicht jeden Juniorentrainer.

Minute 59 – Babic, der Sarganserländer, erläuft sich einen Ball, doch verliert ihn auch gleich wieder. Es bleibt intensiv, aber ereignisarm hier.

Minute 56 – Ein Basler wälzt sich im eigenen Sechzehner. Der Espenblock und auch die Haupttribüne sind in Rage, sie pfeifen, was die Lungen hergeben. Es ist Feuer im Spiel. „Und das ganz ohne Pyros“, würde ein Kolumnist schreiben. Basel darf den Ball weghauen, jetzt ist nicht mehr „Gellert“, sondern gellend. Pfeifkonzert.

Minute 54 – „Vom Gellert übers Klybeck bis hi zue dr Schützematt“, klingt es seit der Pause aus dem Gästesektor. Wir geben zu: Die Basler sind wunderbare Poeten, ihre Lieder schöner als Demirovics Frisur.

Minute 51 – Okafor stolpert, wir schnaufen durch. Dann schiesst Campo um Haaresbreite daneben. Puh.

Minute 48 – „Falsches Bier för zwoa Rhintaler“, meint Leser D.S. und wir geben ihm Recht. Wir würden ein schönes Sonnenbröü auch bevorzugen, aber haben halt keine Wahl. Noch eine Enttäuschung.

Minute 46 – Fertig seriös, die zweite Hälfte läuft. Und das nach einer Enttäuschung: Weder eine Kiss Cam noch Katzenvideos in der Pause. Aber wir sind selber schuld: Als bei Rorschach-Goldach 2 gegen Rebstein heute Mittag ein Ziz aufs Feld rannte, zückten wir die Kamera halt auch nicht. Schwach.

Pause – Null zu Null. St.Gallen spielt gefällig, meint T.A. – „nun freuen wir uns auf Katzenvideos anstelle der Kiss Cam zur Pause“, fügt er an.

Minute 45 – Mein Juniorentrainer, Bierbrauer Heini Graf aus Rebstein, sagte einst: „Zu viele Hunde sind des Hasen Tod“. Das gilt auch für Babic und Gimöno. Der darauf folgende Eckball, eine offenbar schlecht einstudierte Variante, bringt nichts ein.

Minute 43 – Cabral ist ein ziemlicher Kasten. Nicht gerade der Hohe Kasten, der steht im Rheintal. Aber es reicht, um einen Grün-Weissen umzuschubsen und dafür die gelbe Karte zu bekommen.

Minute 42 – Basel meldet sich mit Cabral auch einmal, aber er tut’s Babic gleich und schiesst drüber. T.A. nimmt das mit einem Schulterzucken zur Kenntnis. Gefährlich war’s nicht.

Minute 39 – R.Z. und ich waren bei einem Testspiel zwischen Bad Ragaz und St.Gallen. Es ging 2:19 aus. Der Speaker nannte Babic da exzessiv „den Sarganserländer“. Jetzt fasst sich der Sarganserländer ins Gesicht, weil er weit übers Tor geschossen hat. Wir wünschen uns heute Abend eine grosse Party im Sarganserland: Ich wohne ja da um die Ecke und es würde bedeuten, dass der Sarganserländer ein paar Tore gemacht hat.

Minute 37 – Eine Reihe „üüüüüüüü“ geht durchs Stadion, die Haupttribüne klatscht im Takt. St.Gallen spielt gefällig und fast hätte Demirovic, bosnische Leihgabe von Deportivo Alavés, FCB-Goalie Omlin die Kugel abgeluchst. Sie sehen: Wir nehmen diese Aufgabe ernst hier.

Minute 33 – Aufregung im Basler Strafraum: Babic, der Sarganserländer, taucht und fordert einen Penalty, Gimöno sieht Gelb, wahrscheinlich für ein Handspiel. Wir und die Basler Zeitung rätseln.

Minute 33 – R.Z. ist ständig im Austausch mit seinem MAZ-Kollegen von der Basler Zeitung. Menschen aus Grenzregionen scheinen sich zu verstehen.

Minute 29 – Info aus dem Rheintal: Bei Lustenau gegen Liefering, also dem Zwei des Dosenkonzerns aus der Mozartstadt, hat Jasper van der Werff die rote Karte gesehen.

Minute 27 – Erfreut nehmen wir zur Kenntnis, dass der Espenblock wieder singt und seine Fahnen zeigt. Mal ehrlich, es ist doch kein St.Gallen-Basel, wenn nur der Gästeblock seine Liadln zum Besten gibt. Wir hoffen mal, dass das Spiel jetzt auch wieder besser wird und versuchen mal, biergetränkten Zweckoptimismus zu verbreiten.

Minute 24 – Das Spiel ist abgeflacht, T.A. hat Bier gebracht. SENF – Dein Alltagspoet.

Minute 21 – „Oh, Drünull, sehr schüa“, sagt R.Z. Das hier noch torlose Spiel kann er damit nicht meinen, es sind wohl seine Italiener aus Bergamo gemeint.

Minute 20 – Gestern war in Altstätten Viehschau. Nicht dabei: Muheim.

Minute 18 – Ein Basler streichelt den Ball in Richtung St.Galler Tor, doch Stojanovic ist auf dem Posten. Die Basler brennen ein, zwei Freudenfeuerchen ab, den Speaker nervt’s.

Minute 16 – Der Espenblock nimmt Stellung gegen Kollektivstrafen und gibt keinen Mucks mehr von sich. Ob das so bleibt? Das munter angefangene Spiel ist abgeflacht, aber unseren Katern macht das nichts aus.

Minute 11 – „Schiis koarzi Eggbäll, no nie häads e Goal geh!“ – ein Spruch, den ich von R.Z. schon seit Jahren höre. Und fast hätte Quintillà getroffen, aber ist ja egal geall…

Minute 9 – T.A., das Fashion-Opfer, sagt zufrieden: „Lueg, de Marcel Koller trait o Stän Smif!“ SENF – Dein Modeberater und Meistertrainer-Koller-Groupie.

Minute 5 – Babic, der Sarganserländer, zwingt Omlin zu einer Parade. Dieser Teufelskerl pariert bravourös. Der Schuss vom Sarganserländer hatte es nämlich in sich.

Minute 4 – Schon folgen die ersten Anweisungen aus ÜbeR.S.ee. Anweisung wurde umgesetzt.

Minute 2 – Das Spiel läuft. Ab jetzt müssen wir also lustig sein. Ob wir das können?

15 Uhr 58 – Jetzt haben’s auch die beiden Rheintaler begriffen: Die Fans des FCB spielen auf das Fahnenverbot im Espenblock an. Schön! Dazu gibt’s einmal 1. August für alle.

15 Uhr 54 – Die vielen Basel-Fans zeigen eine Choreo. Noch fehlt uns aber der Durchblick, um sie zu begreifen…

15 Uhr 47 – 10 Minuten später: Bier vorhanden, ein geborgter Stift auch, es kann losgehen. Der Speaker redet über St.Gallens Auswärtssieg in Basel, wir erspähen eine bosnische Flagge. Heisst das echt, dass Demirovic spielt?

15 Uhr 37 – R.S., R.S. und R.S sind im Ausland. Da sieht man mal wieder, was ihnen am FCSG liegt. Sie machen es möglich, dass dieser Ticker erstmals von zwei Rheintalern geführt wird: Rasenmäher-Experte T.A., in Buchs wohnhaft und aus Oberriet stammend, sowie der von den anderen Tickerern zum Ceneri-Experten geadelte R.Z. Wir sind ein wenig nervös, darum schon jetzt auf der Medientribüne. Und noch ohne Bier. So geht das ja nicht…

Das Spiel beginnt um 16 Uhr.
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