Kategorie
Autor:innen
Jahr

«Ich bin ja nicht in die Politik gegangen, um zu schweigen»

Der St.Galler CVP-­Stadtrat Nino Cozzio ist Vorsteher der Direktion für Soziales und Sicherheit. Er verlangt,
 dass auch in der Sozialhilfe die Würde der Menschen zuoberst steht. Sina Bühler hat mit ihm gesprochen.
Von  Gastbeitrag
Nino Cozzio (Bild: pd)

Nino Cozzio, sind die Kosten in der Sozialhilfe wirklich so explodiert, wie es Rechtsparteien und Medienberichte suggerieren?

Nein, explodiert sind sie nicht. Aber sie sind höher. Es kommt auch immer darauf an, was wir zu den Sozialausgaben zählen. Die Kosten für Platzierungen von Kindern haben tendenziell zugenommen, aber auch nicht explosionsartig. Für die Gemeinden kann das aber sicher eine Sorge sein, und ich begreife, dass sie sich Gedanken machen über diese Entwicklung.

Die Fallzahlen haben aber zugenommen?


Ja, das ist vor allem auf die Konjunktur zurückzuführen.
Es sind viele ausgesteuerte Arbeitslose, die in die Sozialhilfe kommen. Das sind eigentlich die, die nach meinem Verständnis nicht unbedingt dahin gehören.

Das liegt ja nicht nur an der Konjunktur, sondern auch an den konstanten Sparbemühungen, bei Stellen, Löhnen und bei der Arbeitslosenversicherung. Das ist eine Strategie.


Darum haben wir mit dem Städteverband 2010 auch die Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes (AVIG) bekämpft. Wir finden es nicht richtig, Arbeitslosentaggelder zu kürzen und die Lasten auf die Gemeinden zu überwälzen. Es geht nicht einfach um Geld, so etwas könnten wir mit dem Finanzausgleich regeln. Es geht mir darum, dass
es für Ausgesteuerte ungleich viel schwerer ist, wieder in den Arbeitsmarkt zu kommen. Wer von der Sozialhilfe unterstützt wird, bekommt kaum eine Stelle. Das geht auch an die persönliche Substanz und an die menschliche Würde. Sozialhilfe beziehen zu müssen ist – entgegen verschiedener Unkenrufe – kein Vergnügen.

Wer ist von Armut betroffen?


Vor allem Alleinerziehende und schlecht ausgebildete Personen.

Migrantinnen und Migranten?

Auch, sie sind oft schlechter ausgebildet.

Kinder, Jugendliche?


Innerhalb einer Familie natürlich, ja. Und wenn die SVP sagt: Wir müssen die staatliche Unterstützung kürzen, dann geht es eben nicht nur um die Erwachsenen. Sondern auch um die Kinder, die damit noch schlechtere Chancen haben.

Ist Armut vererbbar?


Die Chancen werden tendenziell schlechter. Das heisst natürlich nicht, dass das Familiengefüge bei armen Familien nicht funktioniert. Aber klar: Wenn man sich als Eltern nichts leisten kann, kann man einem Kind auch nicht so viel bieten. Bildung beispielsweise, Unterstützungsleistungen, wenn es schwieriger wird. Ein Kind vermögender Eltern schafft es unter den gleichen Umständen viel eher an
die Kantonsschule, weil hier Unterstützung möglich ist.

Die Frage sollte man also umkehren:
Je weniger Geld zur Verfügung steht, desto weniger kommt die nächste Generation aus der Armut heraus?

Wir können Leute schon aufs nackte Existenzminimum setzen, das nur Nahrung, Kleidung, Gesundheit und ein Dach über den Kopf abdeckt. Damit schliesst man sie aber von
der Teilnahme an der Gesellschaft aus, auch die Kinder. Und da muss man nicht wahnsinnig viel vorausdenken, um herauszufinden, dass das nichts Gescheites ist. In unserer reichen Schweiz, in der dein Nachbar teure Turnschuhe,
ein iPhone und ein Auto hat, ist die Gefahr grösser, dass Jugendliche ohne Perspektive versuchen, das alles auf
einem anderen Weg zu erreichen.

Es kann ja nicht sein, dass die SVP so etwas nicht sieht?


Ich glaube, es geht dabei nicht um Realpolitik, sondern um den Wahlkampf. Es ist aber auch nicht alles falsch, was
die SVP sagt. Wenn sie meint, «Arbeit muss sich lohnen», hat sie Recht. Sozialhilfe darf nicht attraktiver sein, als zu arbeiten. Und bei Missbrauchsdelikten müssen wir auch genau hinschauen.

Trotzdem hat die Stadt St.Gallen nie Sozialdetektive eingesetzt.


Nein, das ist nicht zwingend notwendig. St.Gallen ist überblickbar, es gibt zudem enge Kontrollmechanismen.
Man muss auch aufpassen, dass diese Stimmung des Misstrauens nicht weiterwächst. Wie gesagt: Vielen Leuten
geht es sehr schlecht, weil sie überhaupt Sozialhilfe benötigen. Sie dürfen in ihrer echten Not nicht auch noch pauschal als Betrüger verdächtigt werden.

Weitherum hat sich aber die Ansicht durchgesetzt, dass Armut selbstverschuldet ist.


Die Ansicht ist sicher falsch. Man muss sich nur die Schweizer Verfassung anschauen: Wir wollen hier jedem ein Dasein in Würde garantieren. Das ist eine Errungenschaft, die wir uns über Jahrhunderte und zum Teil in blutigen Auseinandersetzungen erkämpft haben und die wir nicht leichtfertig aufs Spiel setzen sollten. Daran sollte man
sich ausrichten. Nur eine Schweizerfahne herumschwenken nützt ja noch nichts. Die Fahne ist ein wichtiges Symbol, der wahre Gehalt liegt aber in der Verfassung. Der Tatsache, dass wir uns um jene kümmern, die nichts mehr haben, verdanken wir den sozialen Frieden, und diese Solidarität ist die Grundlage für eine vernünftige Wirtschaftspolitik, für die Sicherheit, die bei uns herrscht. Wenn man vom sozialen Existenzminimum aufs nackte Existenzminimum kürzt, schafft man einen neuen Unsicherheitsfaktor. Einen, der sich nicht lohnt. Unsere Gesetzgebung ist austariert – aber es ist klar, dass man in einem filigranen System immer irgendwo Korrekturen zu machen hat.

Eine dringende Korrektur ist auch nötig, damit die Gemeinden ihre Sozialhilfebezüger nicht abwimmeln können. So wie es Rorschach versucht hat: Die Gemeinde hat einer Bezügerin so lange die Wohnsitzname verweigert, bis sie frustriert wieder nach St.Gallen gezogen ist. Sie haben jetzt für die Stadt St.Gallen ein sogenanntes Richtungsstellungsbegehren beim Kanton eingereicht. Wie steht es damit?

Rorschach hat dazu Stellung genommen und das kantonale Departement des Innern wird entscheiden, wer Recht bekommt und bezahlen muss. Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass wir verlieren. Sollte die Stadt dennoch unterliegen, gehen wir vor Verwaltungsgericht und wenn nötig, auch vor Bundesgericht, es sei denn, es läge eine äusserst stichhaltige Begründung vor.

Die Gemeindesolidarität soll im Rahmen der Revision des kantonalen Sozialhilfegesetzes verstärkt werden. Das verlangt eine fraktionsübergreifende Motion im Kantonsrat. Eigentlich war das Ihr persönlicher Vorstoss, der dann von den Fraktionen unterstützt wurde. Sie wollten eine «Kantonalisierung der Sozialhilfe». Was meinen Sie damit?

«Kantonalisierung» war vielleicht das falsche Wort. Ich finde es richtig, dass die Gemeinden selber über das Sozialbudget verfügen, damit sie weiterhin genau hinschauen. Die Ausgaben müssen auch kontrolliert werden. Es ging mir mehr darum, dass die Regierung die Richtlinien der Sozialhilfe für die Gemeinden verbindlich erklären muss, falls die Solidarität unter den Gemeinden abnimmt. Das hat sie bisher nicht getan.

Warum nicht?


Weil es bisher nicht notwendig war und sie die Gemeindeautonomie nicht einschränken will. Aber dann kam mit grossem Getöse der Austritt von Rorschach aus der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe SKOS, und St.Margrethen kürzte die Sozialhilfe. Dieser Negativ­Wettbewerb muss verhindert werden. Unsere Motion sieht vor, dass die Regierung die Richtlinien verbindlich erklären muss, wenn ein gewisses Quorum von Gemeinden das verlangt oder eine bestimmte Zahl von Gemeinden sich nicht an die Vorgaben hält. Die Motion ist von allen Parteien ausser der
SVP gutgeheissen worden. Mit einem geänderten Wortlaut: Die Gestaltung des Quorums wird erst mit der Revision präzisiert. Grundsätzlich sind die Gemeinden übrigens nicht dagegen. Es gab in der VSGP, der Vereinigung der St.Galler Gemeindepräsidentinnen und ­präsidenten, den einstimmigen Beschluss, dass wir uns an die Richtlinien halten. Rorschach war allerdings nicht dabei.

Grundsätzlich sind wirklich alle solidarisch?

Natürlich sagen jene, die unsolidarisch sein wollen, das nicht. Aber dieser Konsens ist schon wichtig, denn es wäre mir lieber, wenn das ohne Zwang vom Kanton ginge.
Auf Gemeindeebene stelle ich auch gar nicht diese politische Radikalität fest.

Der Fragenkatalog der SVP, den Sie mit einer Interpellation im St.Galler Stadtparlament erhalten haben, deutet hingegen auf diesen radikalen, provokanten Ton hin. Gefragt wird beispielsweise, ob die Sozialhilfe Taxifahrten, Fitness-Abos und Akupunktur finanziere? Wer bestimmt eigentlich solche Dinge? Ob Zigaretten oder ein Haustier erlaubt sind?


Dafür gibt es ja ein Sozialbudget, das die Bezügerinnen und Bezüger selber einteilen können. Sie entscheiden selber,
ob Hundefutter und Zigaretten drin liegen. Oder ein Kinobesuch und Schokolade. Es ist Blödsinn, dass man solche Details vorschreiben will, abgesehen davon, dass das gar nicht durchsetzbar ist.

Aber die Fragen müssen Sie beantworten?


Wir werden sehen, wie wir das tun. Eine Interpellation
von einigen wenigen Parlamentariern kann nicht dazu führen, dass 100 präzise Fragen beantwortet werden müssen, mit denen ich zwei Mitarbeitende ein Jahr beschäftigen kann. Dafür braucht es ein Postulat und ergo eine Parlamentsmehrheit. Ein Postulat wurde ja kurz vorher eingereicht und für erheblich erklärt, doch den Interpellanten waren die Fragen zu wenig konkret.

Eine Frage lautet auch: Haben wir in St.Gallen einen «Fall Carlos», bei dem Kosten von mehr als 10’000 Franken im Monat entstehen?

Sondersettings gibt es bei uns nicht. Wenn wir Massnahmen für notwendig halten, beschliessen wir sie, aber einen Fall wie in Zürich gibt es nicht.

Aber es gibt teure Massnahmen, wo Dritte involviert sind.


Platzierungen sind teuer, je nachdem wo sie vorgenommen werden. Aber mir ist kein extremer Fall bekannt.
Zum «Fall Carlos» ist grundsätzlich zu sagen, dass es dabei nicht um Sozialhilfe ging. Diese Kosten sind im Rahmen einer strafrechtlichen Massnahme entstanden. Aber ob im Rahmen des Strafrechts oder Sozialhilfe: Solche horrenden Kosten lassen sich kaum rechtfertigen.

«Carlos» provozierte einmal mehr heftige Reaktionen und Bezeichnungen wie «Sozialschmarotzer». Muss man sich nicht dagegen wehren?

Natürlich darf man sich auch wehren. Darum sage ich auch: Man soll sich immer wieder das Recht auf die Würde der Menschen vor Augen halten. Was wir konkret dagegen tun können? In erster Linie: nicht mit den Wölfen mitheulen. Es gibt aber die Redefreiheit in diesem Land, und solange nicht gegen das Strafgesetzbuch verstossen wird, darf man solche Dinge sagen. Es ist wie mit hetzerischen Plakaten: Sie nerven mich vielleicht, aber wir müssen sie gestatten. Das Schlimme daran ist, dass so eine solidaritätsfeindliche Grundstimmung geschaffen wird. Das sieht man auch im Asylwesen.

Banale Systeme, in denen einfach Schuldige für alles benennt werden, funktionieren irgendwie immer.

Ja, sie funktionieren vor allem in einem Umfeld, in dem die Leute mehr Ängste haben. Vor 20 Jahren hatte niemand Angst um seinen Job. Heute verfügt zudem die öffentliche Hand über weniger Geld. Das gibt einen unglücksseligen Mix.

Sie äussern sich immer wieder klar zu solchen sozialen Fragen. Warum? Die Bürgerlichen tun sich sonst nicht so damit hervor.

Ich bin ja nicht in die Politik gegangen, um zu schweigen. Und natürlich war es auch eine Reaktion auf Äusserungen, die mir absolut missfallen haben. Wenn es schwieriger wird, muss man erst recht schauen, dass die Solidarität in unserem Land erhalten bleibt. Um an Wählerstimmen zu kommen, müsste ich in der Sozialhilfe wahrscheinlich eine härtere Linie fahren, was aber meines Erachtens nicht sachgerecht wäre. Da darf es nicht um Wählerstimmen gehen. Es ist mir ein Anliegen, dass die Mitte­Parteien darauf achten, sozialpolitisch nicht nach rechts zu driften, weil sie dort Stimmen vermuten. Das werde ich nicht tun. Und wem das nicht passt, der soll mich nicht wählen.

Sina Bühler, 1976, ist Journalistin beim Pressebüro St.Gallen. Dieses Gespräch erschien im Septemberheft von Saiten.

 

Jetzt mitreden:
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Dein Kommentar wird vor dem Publizieren von der Redaktion geprüft.

Der Kul­tur­kampf

Es war das Jahr­zehnt der Kul­tur: In den 80ern kam die Stadt St.Gal­len zu ei­ner Kunst­hal­le, ei­nem Pro­gramm­ki­no, der Frau­en­bi­blio­thek, der Gra­ben­hal­le, ge­nos­sen­schaft­li­chen Bei­zen und an­de­rem. Wie das ge­lang und wer die Fä­den zog, zeich­nen Ralph Hug und Co­rin­ne Schatz im Buch Der gros­se Auf­bruch nach.

Von  Peter Surber
2606 80er JF Mueller 01

Die sub­ver­si­ve Kraft des Auf­be­geh­rens

Das Film­dra­ma Fuo­ri er­zählt ein kur­zes Ka­pi­tel der aus­ser­ge­wöhn­li­chen Le­bens­ge­schich­te ita­lie­ni­schen Schrift­stel­le­rin, Schau­spie­le­rin und Wi­der­stands­kämp­fe­rin Go­li­ar­da Sa­pi­en­za.

Von  Karsten Redmann
Fuori 3

Die Ge­füh­le dre­hen sich

Mit ver­schreck­ten Se­cu­ri­tys in ei­ner bun­ten In­sze­nie­rung von An­ge­li­ka Zacek prä­sen­tiert das Vor­arl­ber­ger Lan­des­thea­ter in Bre­genz Shake­speares Ein Som­mer­nachts­traum.

Von  Sieglinde Wöhrer
Ein Sommernachtstraum David Kopp Maria Lisa Huber Nurettin Kalfa c Anja Koehler

Tri­umph­marsch ge­gen den Krieg

Die St.Gal­ler Fest­spiel-Oper spielt die­ses Jahr im Haus statt auf dem Klos­ter­platz – ein Glücks­fall für Ver­dis Ai­da, die mensch­lich und mu­si­ka­lisch in die Tie­fe geht. Mo­de­s­tas Pi­t­re­nas di­ri­giert ein letz­tes Mal, Ben Baur in­sze­niert bild­stark.

Von  Peter Surber
6477 konzert und theater st gallen aida 2026 036

Der Ap­fel, der bö­se Wolf und Will­helm Tell 

Im Werk 2 in Ar­bon dreht sich der­zeit al­les um My­then. «Sehn­sucht My­thos. Wie Ge­schich­ten un­se­re Welt ge­stal­ten» ist ei­ne äs­the­ti­sche Aus­stel­lung, die mit ih­rem sehr brei­ten My­thos­be­griff ar­bei­tet und viel­fäl­ti­ge Ge­schich­ten un­ter ei­nem Dach ver­eint.

Von  Vera Zatti
IMG 9656

Neue Eigenproduktion

Mit Walt Whit­man in die Zu­kunft 

Von  Vera Zatti
DB0 A7992

Tunneleröffnung

Von der Lok­re­mi­se zur Reit­hal­le gehts jetzt un­ten durch

Von  René Hornung
IMG 6792

Mit 1000 Um­dre­hun­gen durch den All­tags­irr­sinn

Das muss­te ja so kom­men! Es konn­te nicht bei ei­nem blei­ben. Zum Glück! Jetzt gibt es das zwei­te gros­se, schwe­re Psy­cho­buch von Be­ni Bi­schof. Dar­in ver­wir­belt der Künst­ler er­neut Ei­ge­nes, Frem­des, Be­fremd­li­ches, Be­kann­tes, Neu­es, Un­kennt­li­ches mit lo­cke­rer Hand, Hu­mor und Hin­ter­sinn.

Von  Kristin Schmidt
2606 Psychobuch 2

Auf­he­ben, ver­kau­fen oder zer­stö­ren?

Die Son­der­aus­stel­lung «Bau­stel­le Er­in­ne­rung / ‹Hit­ler ent­sor­gen› – Ar­bei­ten am be­las­te­ten Er­be» im Vor­arl­berg Mu­se­um in Bre­genz be­schäf­tigt sich da­mit, wie ein ver­ant­wor­tungs­vol­ler Um­gang mit Ge­gen­stän­den aus der NS-Ver­gan­gen­heit aus­se­hen kann. Aus­ser­dem be­rät das Mu­se­um Pri­vat­per­so­nen, die sol­che Ge­gen­stän­de be­sit­zen.

Von  Sieglinde Wöhrer
S0 A2501 Ausstellung Baustelle Erinnerung Foto Petra Rainer 1

Ge­trennt ge­mein­sam und mit gu­ter Aus­sicht

For­rer Stie­ger Ar­chi­tek­ten ge­lingt mit dem Drei­fach­kin­der­gar­ten und der Ta­ges­be­treu­ung im Hei­lig­kreuz­quar­tier in St.Gal­len die Qua­dra­tur des Krei­ses.

Von  Ursula Badrutt
01 260504 GBO2602 0101 MAX web

Should I Stay or Should I go

Es geht um uns Men­schen und un­ser son­der­ba­res und ver­hee­ren­des Ver­hal­ten. «Hu­mans» heisst die gros­se Ein­zel­aus­stel­lung des Ost­schwei­zer Künst­lers Olaf Breu­ning. Vie­le Ar­bei­ten sind spe­zi­ell für die Schau im Mu­se­um Al­ler­hei­li­gen in Schaff­hau­sen ent­stan­den. 

Von  Ursula Badrutt
2025 06 02 Ausstellungsaufnahmen 14

25 Jah­re Rock am Wei­er

In Wil fand am Wo­chen­en­de das Rock am Wei­er statt. Seit 25 Jah­ren gibt es das Fes­ti­val, und trotz in­zwi­schen grös­se­rer Na­men ist es im­mer noch kos­ten­los. Ein Ver­ein or­ga­ni­siert es nicht-pro­fit­ori­en­tiert und för­dert re­gio­na­le Acts. Un­se­re Au­torin ist an den Ort ih­rer mu­si­ka­li­schen So­zia­li­sa­ti­on zu­rück­ge­kehrt. Ei­ne Re­por­ta­ge. 

Von  Elisa Faes
Rock am weier elisa faes 1

Kolumne: 24/7 Traumacore

Spring Is Co­ming Wi­th A 425mg Pas­si­ons­blu­men-Dra­gée In The Mouth

Von  Mia Nägeli

Ausstellung im Museum Rosenegg

Fri­sches Wis­sen fürs Mu­se­um

Von  Vera Zatti
Uu Kirchenfenster

Kabarett in Herisau

Apo­ka­lyp­se ist auch nicht al­les

Von  Vera Zatti
P1200733 x jpg

«Es geht dar­um, sich sei­ner Pri­vi­le­gi­en be­wusst zu sein»

De­bat­ten um Ma­chis­mus, Deepf­ake-Por­nos, häus­li­che Ge­walt und Fe­mi­zi­de sind bei­na­he all­täg­lich. Was kön­nen Män­ner ge­ra­de tun, wenn sie un­ter Ge­ne­ral­ver­dacht ge­ra­ten? Frau­en­haus­lei­te­rin Kat­ja Häm­mer­li Kel­ler, Flo­rance Hil­de­brand vom fe­mi­nis­ti­schen Streik­kol­lek­tiv Thur­gau und Ma­nu­el Ben­ja­min Leh­mann vom Fo­rum Mann dis­ku­tie­ren Lö­sungs­an­sät­ze.

Von  Daria Frick , Bilder:  Lea Le
Bildschirmfoto 2026 06 11 um 12 25 26

Kommentar zur SVP-Chaosinitiative

Aus­län­der:in­nen sind nicht nach­hal­tig

Von  Christoph Keller
Nachhaltigkeitsinitiative

30 Jah­re Ar­chi­tek­tur­ver­mitt­lung

Das AFO, das Ar­chi­tek­tur Fo­rum Ost­schweiz, dis­ku­tiert und ver­mit­telt seit 30 Jah­ren Bau­kul­tur. Am kom­men­den Frei­tag wird das Ju­bi­lä­um ge­fei­ert und die neus­te Ar­ti­kel­se­rie der gu­ten Bau­ten als Buch prä­sen­tiert.

Von  René Hornung
2511 Gutes Bauen 1 Ladina Bischof

Im zwei­ten An­lauf: Kan­tons­rat sagt Ja zu Mi­na­sa 

Mi­na­sa be­kommt al­so doch Geld aus dem Lot­te­rie­fonds: Der Kan­tons­rat hat dem von Sai­ten und Thur­gau­kul­tur.ch auf­ge­bau­ten Pro­jekt, das den gröss­ten Ver­an­stal­tungs­ka­len­der der Ost­schweiz er­mög­licht, die Fi­nan­zie­rung für drei wei­te­re Jah­re ge­si­chert.

Von  David Gadze
Kantonsrat Sommersession 2026 Benjamin Manser St Galler Tagblatt

«Wer hält uns da­von ab, frei zu sein?»

In­na Shev­chen­ko fragt im Do­ku­men­tar­film Girls and Gods, ob die mo­no­the­is­ti­schen Welt­re­li­gio­nen mit Fe­mi­nis­mus ver­ein­bar sind. Auf der Su­che nach Ant­wor­ten be­geg­net sie wi­der­sprüchli­chen Theo­rien und mu­ti­gen Frau­en. Und bleibt nicht nur stil­le Be­ob­ach­te­rin.

Von  Daria Frick
Bildschirmfoto 2026 06 10 um 15 01 03