Eigentlich hätte die Veröffentlichung des dritten Samplers des Frauenfelder DIY-Labels gebührend gefeiert werden sollen. Doch das Lungenvirus machte auch diesen Musikerplänen einen Strich durch die Rechnung. So entschieden sich die Jungs von AuGeil Records kurzum, das GeilTape Vol. 3 schon heute auf Bandcamp und Spotify zu veröffentlichen. Den Trailer dazu hat Obacht Obacht-Frontmann Tobi Rüetschi beigesteuert, der schon die Clips zu deren Neuling Diorama produziert hat.
Auf dem dritten Label-Sampler finden sich altbekannte Namen, die auch schon an den Vorgängern mitwirkten, wie Gamma Kite, The Shattered Mind Machine, Kaktus Neus, Haile Selacid oder DAIF. Und Obacht Obacht steuert einen neuen Song bei. Aber auch neue Klänge sind da zu hören: Etwa vom Fribourger Electro-Duo Crème Solaire, Dream Pop von Prozpera oder trippiger Reggae von Louis Elvis.
Hier ist immer noch alles handgemacht. Solides, lokales, alternatives Musikschaffen eben. Und was das Winterthurer Radio Stadtfilter schon zum ersten Tape geschrieben hat, stimmt auch fürs dritte GeilTape: «Durch die grosse stilistische Bandbreite zieht sich (…) eine Auseinandersetzung mit dem Psychedelic Rock in all seinen Schattierungen, ob als fruchtbare Annäherung daran oder als ebenso fruchtbare Abgrenzung davon.»
Die CD soll im Herbst erhältlich sein, wenn wieder im Rudel gefeiert werden darf. Online gibt’s das GeilTape Vol. 3 schon heute hier oder hier.
augeil.ch
Das musste ja so kommen! Es konnte nicht bei einem bleiben. Zum Glück! Jetzt gibt es das zweite grosse, schwere Psychobuch von Beni Bischof. Darin verwirbelt der Künstler erneut Eigenes, Fremdes, Befremdliches, Bekanntes, Neues, Unkenntliches mit lockerer Hand, Humor und Hintersinn.
Die Sonderausstellung «Baustelle Erinnerung / ‹Hitler entsorgen› – Arbeiten am belasteten Erbe» im Vorarlberg Museum in Bregenz beschäftigt sich damit, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit Gegenständen aus der NS-Vergangenheit aussehen kann. Ausserdem berät das Museum Privatpersonen, die solche Gegenstände besitzen.
Es geht um uns Menschen und unser sonderbares und verheerendes Verhalten. «Humans» heisst die grosse Einzelausstellung des Ostschweizer Künstlers Olaf Breuning. Viele Arbeiten sind speziell für die Schau im Museum Allerheiligen in Schaffhausen entstanden.
In Wil fand am Wochenende das Rock am Weier statt. Seit 25 Jahren gibt es das Festival, und trotz inzwischen grösserer Namen ist es immer noch kostenlos. Ein Verein organisiert es nicht-profitorientiert und fördert regionale Acts. Unsere Autorin ist an den Ort ihrer musikalischen Sozialisation zurückgekehrt. Eine Reportage.
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Kabarett in Herisau
Debatten um Machismus, Deepfake-Pornos, häusliche Gewalt und Femizide sind beinahe alltäglich. Was können Männer gerade tun, wenn sie unter Generalverdacht geraten? Frauenhausleiterin Katja Hämmerli Keller, Florance Hildebrand vom feministischen Streikkollektiv Thurgau und Manuel Benjamin Lehmann vom Forum Mann diskutieren Lösungsansätze.
Kommentar zur SVP-Chaosinitiative
Das AFO, das Architektur Forum Ostschweiz, diskutiert und vermittelt seit 30 Jahren Baukultur. Am kommenden Freitag wird das Jubiläum gefeiert und die neuste Artikelserie der guten Bauten als Buch präsentiert.
Minasa bekommt also doch Geld aus dem Lotteriefonds: Der Kantonsrat hat dem von Saiten und Thurgaukultur.ch aufgebauten Projekt, das den grössten Veranstaltungskalender der Ostschweiz ermöglicht, die Finanzierung für drei weitere Jahre gesichert.
Inna Shevchenko fragt im Dokumentarfilm Girls and Gods, ob die monotheistischen Weltreligionen mit Feminismus vereinbar sind. Auf der Suche nach Antworten begegnet sie widersprüchlichen Theorien und mutigen Frauen. Und bleibt nicht nur stille Beobachterin.
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Ein paar Federn, ein angeknabberter Tannenzapfen, ein Stück Plastik: Tiere und Menschen hinterlassen Spuren. Diesen widmet das Naturmuseum St.Gallen seine aktuelle Sonderausstellung «Spuren – Fährten, Frass und Federn».
In einer neuen Ausstellung wagt sich das Kunstmuseum Thurgau in der Kartause Ittingen an eine Neuvermessung des Verhältnisses von Kunst und Religion.
Hinter dem St.Galler Hauptbahnhof soll ein Konsumraum für Menschen mit schweren Suchterkrankungen entstehen. Diese Woche haben die Stadt und die Stiftung Suchthilfe Anwohner:innen eingeladen, um einen ersten Dialog zu starten.
Es ist seine letzte Session nach zehn Jahren im St.Galler Kantonsrat. SP-Kulturpolitiker Martin Sailer setzt künftig ganz auf den Zeltainer. Das Geld für den Neubau in Wildhaus ist fast zusammen, 2027 soll es losgehen.