Holz anfassen – wir dürfen noch draussen spazieren, joggen und velofahren. Da ich sowieso kein Fan von Gruppensport bin, trifft mich also noch keine Einschränkung. Meinen Bruder, Profi-Triathlet, trifft es da mehr. In der Vorbereitung auf diverse Ironmans muss er nun das Schwimmtraining zu Hause mit einem Tube- Band machen.
Wie das geht? Man liegt mit dem Bauch auf einen Hocker, streckt seinen Oberkörper, bindet das Tube-Band an der Türklinke fest und macht die Schwimmbewegung. Einfach, oder?
Einschränkung macht erfinderisch. Vor zwei Jahren hätte ich mich noch gefreut über Netflix & Chill, ohne mich dafür erklären zu müssen. Jetzt bedeuten die Anti-Corona-Massnahen für mich Einschränkung. Was ist, wenn ich nicht mehr raus kann für meine abendlichen Joggingrunden? Das Fitnessstudio ist bereits geschlossen, mein wöchentliches Krafttraining fällt somit auch weg.
Aber brauche ich das Studio? Nein. Tolle Bloggerinnen und Blogger, die sich bereits in der Ausgangssperre befinden, zeigen uns auf Instagram ihre Home-Activities für Bewegung in der Bewegungseinschränkung.
Auch gibt es Unmengen an Büchern mit Tipps, wie wir nur mit unserem eigenen Körpergewicht trainieren können. Damit wir dann trotz Dosenfutter – verstehe übrigens nicht ganz, weshalb der Run hier bereits jetzt darauf so gross ist – nicht komplett aus dem Leim fallen.
Mein Bruder hat mir vor mehreren Monaten das Buch Die 5 Tibeter geschenkt. Esoterisch angehaucht, anhand einer Sage erzählt, geht es um nichts anderes als um fünf perfekte Übungen für daheim. Die Sage sagt, wenn wir diese fünf Übungen täglich 21 Mal machen, bleiben wir für immer jung. Schön wärs, aber die Übungen sind wirklich zu empfehlen, trotz Esoterik.
Ihr findet genaue Anleitungen der Übungen online. Oder ihr nutzt eine der diversen Sport-Apps, die euch fit halten. Diese halten viele zwar für absurd, sie sind aber tolle Begleiter für Menschen im Homeoffice.
Dieser Tipp erschien im Aprilheft von Saiten.
Der Kanton St.Gallen hat Kunst- und Kulturschaffende zur jährlichen Kulturkonferenz nach Wil eingeladen. Spielerisch wurde versucht, die Ausrichtung der Kulturförderung zu klären und Möglichkeiten der neuen Kulturstrategie zu diskutieren. Doch die zentrale Frage blieb offen: Wie stark kann die Kulturszene den Inhalt der Strategie tatsächlich mitbestimmen?
Wer als Erntehelfer:in in der Schweiz arbeitet, tut dies in einer rechtlichen Grauzone. Das nützt vor allem einem System, das weder die Landwirt:innen noch die Konsument:innen im Alleingang ändern können. Ausserdem im Oktoberheft: zehn Jahre Unterwasser, eine Flaschenpost aus Halle (Saale), Kunst zum Thema Männlichkeit, Musik von The Black Salt und natürlich der Bücherherbst – mit neuer Literatur von Ostschweizer Autor:innen.
Human Human spielen melancholischen und fragilen Indie-Pop, der trotzdem warm und lichtdurchflutet ist. Das St.Galler Duo hat jetzt seine erste EP veröffentlicht und tritt am Wochenende gleich zweimal im Bahnhof Bruggen auf – erstmals mit einer Band.
Kommentar zur Beratung der Inklusionsinitiative im Nationalrat
1976 lässt sich Gerd Zikeli in der evangelischen Kirchgemeinde St.Gallen-Straubenzell zum Pfarrer wählen. Drei Jahre später wird er als gut vernetzter Holocaust-Leugner und Vorstandsmitglieder der ersten Neonazigruppe der Schweiz enttarnt. Heute beobachtet er Laufenten.
Bildhauer Peter Kamm haut keine Steine mehr im Atelier. Trotzdem entstehen neue Skulpturen, die aktuell in Steckborn zu sehen sind. Wie geht das?
In vielen Ausserrhoder Dörfern klapperten früher Webstühle und später Stickmaschinen. Inzwischen sind sie alle verstummt. Der Film Das Ende einer Ära porträtiert die Sticker Walter Sonderegger Senior und Junior aus Rehetobel und setzt der Branche ein Denkmal.
Der Schweizer Filmemacher Kaspar Kasics überlässt in seinem neuen Film Das unendliche Jetzt Menschen, die mit Demenz leben, die Bühne. Ein Experiment mit einem aussergewöhnlichen Storytelling, auf das es sich einzulassen lohnt.
Die Schweizer Rocklegenden Krokodil haben kürzlich ihr neues Album Beyond The Eye veröffentlicht. Ur-Krokodil Düde Dürst schwärmt von der Energie der 2019 wiederbelebten Band – und hat noch lange nicht genug. Am Freitag spielen sie in der Grabenhalle.
24/7 Traumacore
Kunst in Oberuzwil
Musik
Patrick Kessler erhält den Ausserrhoder Kulturpreis 2026. Der Kontrabassist, Klangkünstler und Kurator aus Gais reist mit alten Lautsprechern nach Wien und Hanoi, tritt mit Insekten in einen musikalischen Dialog und findet seine wichtigsten Lektionen nicht unbedingt an Hochschulen.
Die Mobilitätsallianz Ostschweiz will Pendler:innen zum Umstieg vom Auto auf Bus, Bahn und Velo bewegen. Bei den zehn beteiligten Grossunternehmen lässt bereits jede fünfte Person das Auto am Morgen stehen. Nun sollen 500 weitere Firmen folgen.
Augustin Rebetez macht keine halben Sachen. Seine Kunst ist ausufernd und dicht zugleich. Er entwickelt anspielungsreiche Bildwelten – aktuell in der Kunsthalle Arbon.
Der Kanton Appenzell Innerrhoden plante am Landsgemeindeplatz in Appenzell ein neues Gebäude für die Gerichte, die Bibliothek und die kantonale Verwaltung. Die eidgenössischen Kommissionen für Natur- und Heimatschutz und jene für Denkmalpflege brachten das Projekt jedoch zu Fall.
Offener Brief an die Bundespolitik
Das Figurentheater St.Gallen wird 70. Was sich verändert hat, warum Puppen Kinder wie Erwachsene faszinieren und wie man auch Jugendliche erreichen kann: ein Gespräch zum Jubiläum.
Die zweite Ausgabe des audiovisuellen Festivals Susurrus in der Mülenenschlucht widmet sich der «mehr-als-menschlichen» Mitwelt. Mit akustischen und performativen Interventionen erkundet das Festival neue Formen der Beziehung zwischen Mensch und Natur.
In der Ausstellung «Die leisen Unterschiede» im Haus zur Glocke in Steckborn befassen sich fünf Künstler:innen mit der Wahrnehmung von Unterschieden.