Somm und die NZZ und die BaZ und die Luzerner und überhaupt – es ist ein Fest, eine grosse Alphatier-Party. Dort wird entschieden. Dort wird Geschichte gemacht, nicht von jenen, die das Blatt tagtäglich füllen. Doch genau diese Leute sind «Zeitung». Es sind die Leute, die rausgehen, Fragen stellen, Geschichten suchen, heimkommen und sie aufschreiben.
Bei Saiten schreiben ganz schön viele: insgesamt 140 Leute haben dieses Jahr bei uns mitgewercht, mitgeschrieben, mitgedacht, mitkorrigiert, mitfotografiert. Und sind wir ehrlich: Reich (im finanziellen Sinn) haben wir sie nicht gerade gemacht. Einige unserer externen Gang-Mitglieder verzichten sogar ganz auf ihr Honorar. Manchmal im Gegenzug für ein lauwarmes Spontan-Bier, manchmal auch, weil sie finden, dass sie dank ihrer eigentlichen Tätigkeit schon genug Geld haben.
Es ist uns eine grosse Ehre, mit solchen Menschen zusammenzuarbeiten. Mit jeder und jedem einzelnen. Danke, liebe Saiten-Gang, danke fürs Mittun! Hier drum die versammelte 2014er-Gang in alphabetischer Reihenfolge:
Aeberli Bruno, Affolter Barbara, Amerraye Cornel, Amman Daniel, Amstutz Martin, Bachmann Eva, Bachmann Florian, Badrutt Ursula, Baeggli Claudio, Bänziger Samuel, Baumann Marie-Claire, Ben Hamidi Amir, Benini Sayan, Biberstein Sandra, Bischof Beni, Bischof Ladina, Bodenmann Michael, Boller David, Bossart Rolf, Bracharz Kurt, Brühwiler Wendelin, Bucher Claudio, Bucher Jolanda, Butz Richard, Cajochen Melina, Caprez Cathrin, Cole Teju, Combo Tom, Debrunner Zora, Deér Katalin, Degen Fabian, Dörig Maja, Drongpatsang Gyatso, Dyttrich Bettina, Edel Tine, Egli Lukas, Eisenhut Heidi, Elmiger Dorothee, Elsener Marcel, Engeler Erica, Fagetti Andreas, Fässler Hans, Fässler Mathias, Fels Daniel, Fisch Chrigel, Fitze Urs, Flieger Katti, Florio Rosario, Forster Yuri, Frey Pius, Füglistaller Peer, Fürst Robin, Gatsas Georg, Gees Johannes, Genova Christina, Gerster Andrea, Ghiselli Luca, Hackerspace Ruum42, Hänni Tobias, Hasler Etrit, Hasler Ludwig, Holder Patricia, Hornung René, Hug Michael, Hug Ralph, Hungerbühler Esther, Isepponi Lorena, Kamber Marco, Kanyare Leyla, Kasper Larissa, Keller Hans, Keller Stefan, Kelter Jochen, Kessler Andrea, Klingenberg Daniel, Kneubühler Andreas, Kolb Michael, Koller Desiree, Krebs Geri, Kugler Bettina, Landwehr Dominik, Lassauer Silvan, Löpfe Robert, Lupo Una, Märklin Manuel, Mätzler Felix, Messner Rast Franziska, Mösch Andreas, Müller Peter, Müller Rolf, Nägeli David, Nemeth Jonathan, Nill Katharina, Noger Matthias, Nüssli Lika, Odermatt Jürg, Pfalbauer Charles jr., Ploog Jürgen, Raschle Elias, Rechsteiner Paul, Riedener Roger, Riklin Adrian, Rosenbaum Harry, Rosenwasser Anna, Ruckli Stoph, Ryser Sebastian, Sauer Marko, Schäfer Jurek, Schäfer Marcus, Schatz Corinne, Schmalz Sarah, Schmidt Kristin, Schnyder Rebecca, Schoch Verena, Schönenberger Ruben, Schwager Thomas, Siering Walter, Slamanig Monika, Späti Stefan, Spörri Hanspeter, Stadler Sebastian, Stahlberger Manuel, Steiger Wolfgang, Stettler Hansueli, Stieger Johannes, Stieger Valentina, Stocker Tatjana, Stöckli Rainer, Stühlinger Susi, Surber Kaspar, Tanner Samuel, Thalmann Hannes, Tittmann Sascha, Uzor Charles, Vetsch Daniela, Vetsch Florian, Vogt Laura, Volande Simone, Voorwinde Linda, Wang Sabine, Walch Roger, Werinos Samuel, Widmer Ruedi, Zehr Angelo und Zhang Jiajia.
Anna Beck-Wörner hat ein Wiborada-Unterrichtsheft erarbeitet. Im Postenlauf, der durch St.Gallen führt, können Schüler:innen anhand von Wiboradas Lebensweg lehrplankonform Themen wie Gemeinschaft, Lebensform, Bücher oder Identität erarbeiten.
Am Wochenende bringt das Aufgetischt-Festival wieder über 100 Strassenkünstler:innen aus aller Welt in die Gassen der Stadt St.Gallen. Wir haben mit Daiana Mingarelli vom Duo Daiana Lou über die Eigen- und Besonderheiten des Busking gesprochen.
Heavy Psych Sounds Fest
Der peinliche bis inhaltsleere Auftritt des Tech-Faschisten Curtis Yarvin hat die Berichterstattung über das diesjährige St.Gallen Symposium dominiert. Am Montag haben – vor allem geisteswissenschaftliche – Exponent:innen der HSG in einem öffentlichen Gespräch versucht, Yarvins langen Schatten zu verwedeln.
Die St.Galler Theaterkompanie Rohstoff zeigt am 22. und 23. Mai ihr aktuelles Theaterstück in der Kellerbühne. Wie in einem Rausch erzählt Orlando* von Geschlechternormen, Grenzauflösungen und Verwandlungen.
Kolumne: Heppelers Bestiarium
Eleanor Antin ist seit 60 Jahren künstlerisch tätig. Früh hat sie sich mit Technologie, Rassismus und Genderfluidität beschäftigt, doch zwischenzeitlich war sie fast in Vergessenheit geraten. Nun macht die erste europäische Retrospektive Station im Kunstmuseum Liechtenstein.
Der Musiker und Künstler Nicolaj Ésteban veröffentlicht ein neues Album seiner Band Loveboy And His Imaginary Friends. Es führt in eine faszinierende Welt – und in sein Inneres, wo es manchmal dunkel ist.
Nach vierzig Jahren kehrt Guido R. von Stürler in die Kunsthalle nach Wil zurück. Der Künstler, mit einem Faible für Fliegen, zeigt in «Zwischen den Systemen – Kunst im vernetzten Jetzt» eine Werkübersicht, die Organisches und Digitales vereint.
Eine halbe Million weniger von Kanton und Stadt – trotzdem machen Konzert und Theater St.Gallen vorläufig keine Abstriche beim Programm. Die Spielzeit 26/27 kündigt «Grenzgänge» an, sehr zeitgemässe insbesondere im Schauspiel.
Die Kritik an der Einladung des extremistischen und techno-libertären US-Bloggers Curtis Yarvin ans St. Gallen Symposium war gross – und berechtigt. Trotzdem war sein Auftritt am Ende vor allem eines: entlarvend. Selten traten die Widersprüche, die Selbstüberschätzung und die intellektuelle Leere der Neuen Rechten so öffentlich zutage.
In eigener Sache
Historische Überlieferungen sagen oft mehr über die Geisteshaltung der Verfasser aus als über geschichtliche Tatsachen. Was lässt sich also gesichert über die historische Person Wiborada sagen? Eine quellenkritische Spurensuche.
Ein Jahrhundert nach Thomas Manns Roman greifen Karl Kave & Durian das Motiv neu auf und erzählen mit Zauberberg ein vielschichtiges Konzeptalbum über Pflege, Perspektiven und gut betuchte Damen.
Paris, New York, Shanghai, Ittingen: Mit Fabrice Hyber gastiert mal wieder ein international renommierter Künstler im Kunstmuseum Thurgau. Eine Begegnung.
Treueprobe, Verkleidungsspuk, Partner:innentausch: Così fan tutte scheint definitiv von vorgestern. Trotzdem lohnt sich Mozarts Oper auch jetzt wieder am Theater St.Gallen. Am Samstag war Premiere.
Das Kunstzeughaus Rapperswil-Jona zeigt seit dem 26. April die aktuelle Sammlungsausstellung «wohin – woher – womit». Mitgestaltet von Menschen aus der Region untersucht sie, wie Teilhabe in Museen künftig aussehen kann.
St.Gallen verliert das Spiel gegen Sion und macht so Thun zum Meister. Doch in St.Gallen denken längst alle an den anderen Titel, der dann in drei Wochen vergeben wird. Das Spiel gegen Sion zum Nachlesen gibt es trotzdem im SENF-Ticker.
Filmfestival in Frauenfeld
Buch zur Migration in die Ostschweiz