Saiten: Das sind knapp 2000 abonnierte, von unseren Mitgliedern bezahlte Hefte und rund 3500 in der ganzen Ostschweiz aufliegende Gratisexemplare. Saiten im Abo monatlich im Briefkasten – und Saiten gratis, zum Mitnehmen, Mitlaufenlassen quasi, zum Mitnachhausenehmen: Das ist seit jeher das doppelte Modell.
Wo aber liegt Saiten auf? Willkürlich herausgegriffen: zum Beispiel im Bundesverwaltungsgericht St.Gallen und im Bioladen Zürich, im Brustzentrum des Kantonsspitals St.Gallen und im Gasometer Triesen, im Kulturforum Amriswil und im Alten Kino Mels, bei Visilab, im Blumenmarkt, bei der Unia und in der Tonhalle, in der Denkbar, in der Süd Bar, im Fanlokal, im Treppenhaus, im Salzhaus und im Kunsthaus, im Jeans Hüsli und bei Amiata, in der Stadtkanzlei Amriswil und bei Kultur is Dorf Herisau, in Buchhandlungen, Schwimmbädern, Schlössern, Kneipen, Musikschulen, bei den Architekten und an der HSG…
244 Auflageorte für Paketabos sind aktuell gemeldet, sie bringen etwa 3500 Saiten-Exemplare Monat für Monat an den Mann und die Frau. Sie sind Saitens Multiplikatoren, altmödischer gesagt: Sie sind das Netzwerk, sie ziehen die Fäden, sie kennen ihre Pappenheimerinnen, die zuverlässig am letzten Freitag im Monat «ihr» Heft holen, und sie melden sich manchmal, wenn eine Nummer vorzeitig ausgegangen ist, und bitten um Nachschub.
Ostschweizer Kulturmagazin: Der Titel bestätigt sich beim Blick auf die Auflageorte. Die Ostschweiz ist da sogar grösser als die Region zwischen Diepoldsau und Winterthur, Sargans und Schaffhausen, Rapperswil und Romanshorn. Zum einen gehört das Vorarlberg dazu, das wir kurzerhand ostschweizerisch eingemeinden und kulturell bewundern. Zum andern geht es bis in Regionen, in denen Saiten noch nicht in aller Munde ist. Bekannte in Lavin im Engadin, in Olten, Luzern oder in Rikon im Tösstal legen Saiten auf.
Klick zum Vergrössern.
Erst recht buntfleckig präsentiert sich die Liste der Saiten-Mitglieder oder -Abonnenten. Deren weitaus grösster Teil lebt in der Stadt St.Gallen, eher wenige sind es in den Nachbardörfern. Nächste Schwerpunkte sind Wil, Rorschach und Winterthur.
Ein knappes Dutzend Postleitzahlen sind international – mutmasslich am weitesten entfernt liest Roger Walch Saiten: in Kyoto. Mit weniger als zehn Abos ist die Romandie noch Brachland. Dafür freuen wir uns über starke Mitglieder-Fraktionen im Toggenburg, in Amriswil und Umgebung oder in der politkulturell aufgeweckten Region Trogen-Speicher-Rehetobel-Heiden.
Und wir freuen uns sehr über die drei Saiten-Patenschaften mit einem Jahresbeitrag von 1000 Franken. Pate, Patin, das ist die Anfang 2017 neu eingeführte VIP-Kategorie der Saiten-Unterstützerinnen und -Unterstützer. Wir überreichen ihnen – und allen, die Saiten lesen und schätzen – hiermit feierlich die Goldmedaille zur Förderung der Medienvielfalt in der Ostschweiz.
Dieser Beitrag erscheint im Dezemberheft von Saiten.
Human Human spielen melancholischen und fragilen Indie-Pop, der trotzdem warm und lichtdurchflutet ist. Das St.Galler Duo hat jetzt seine erste EP veröffentlicht und tritt am Wochenende gleich zweimal im Bahnhof Bruggen auf – erstmals mit einer Band.
Kommentar zur Beratung der Inklusionsinitiative im Nationalrat
1976 lässt sich Gerd Zikeli in der evangelischen Kirchgemeinde St.Gallen-Straubenzell zum Pfarrer wählen. Drei Jahre später wird er als gut vernetzter Holocaust-Leugner und Vorstandsmitglieder der ersten Neonazigruppe der Schweiz enttarnt. Heute beobachtet er Laufenten.
Bildhauer Peter Kamm haut keine Steine mehr im Atelier. Trotzdem entstehen neue Skulpturen, die aktuell in Steckborn zu sehen sind. Wie geht das?
In vielen Ausserrhoder Dörfern klapperten früher Webstühle und später Stickmaschinen. Inzwischen sind sie alle verstummt. Der Film Das Ende einer Ära porträtiert die Sticker Walter Sonderegger Senior und Junior aus Rehetobel und setzt der Branche ein Denkmal.
Der Schweizer Filmemacher Kaspar Kasics überlässt in seinem neuen Film Das unendliche Jetzt Menschen, die mit Demenz leben, die Bühne. Ein Experiment mit einem aussergewöhnlichen Storytelling, auf das es sich einzulassen lohnt.
Die Schweizer Rocklegenden Krokodil haben kürzlich ihr neues Album Beyond The Eye veröffentlicht. Ur-Krokodil Düde Dürst schwärmt von der Energie der 2019 wiederbelebten Band – und hat noch lange nicht genug. Am Freitag spielen sie in der Grabenhalle.
24/7 Traumacore
Kunst in Oberuzwil
Musik
Patrick Kessler erhält den Ausserrhoder Kulturpreis 2026. Der Kontrabassist, Klangkünstler und Kurator aus Gais reist mit alten Lautsprechern nach Wien und Hanoi, tritt mit Insekten in einen musikalischen Dialog und findet seine wichtigsten Lektionen nicht unbedingt an Hochschulen.
Die Mobilitätsallianz Ostschweiz will Pendler:innen zum Umstieg vom Auto auf Bus, Bahn und Velo bewegen. Bei den zehn beteiligten Grossunternehmen lässt bereits jede fünfte Person das Auto am Morgen stehen. Nun sollen 500 weitere Firmen folgen.
Augustin Rebetez macht keine halben Sachen. Seine Kunst ist ausufernd und dicht zugleich. Er entwickelt anspielungsreiche Bildwelten – aktuell in der Kunsthalle Arbon.
Der Kanton Appenzell Innerrhoden plante am Landsgemeindeplatz in Appenzell ein neues Gebäude für die Gerichte, die Bibliothek und die kantonale Verwaltung. Die eidgenössischen Kommissionen für Natur- und Heimatschutz und jene für Denkmalpflege brachten das Projekt jedoch zu Fall.
Offener Brief an die Bundespolitik
Das Figurentheater St.Gallen wird 70. Was sich verändert hat, warum Puppen Kinder wie Erwachsene faszinieren und wie man auch Jugendliche erreichen kann: ein Gespräch zum Jubiläum.
Die zweite Ausgabe des audiovisuellen Festivals Susurrus in der Mülenenschlucht widmet sich der «mehr-als-menschlichen» Mitwelt. Mit akustischen und performativen Interventionen erkundet das Festival neue Formen der Beziehung zwischen Mensch und Natur.
In der Ausstellung «Die leisen Unterschiede» im Haus zur Glocke in Steckborn befassen sich fünf Künstler:innen mit der Wahrnehmung von Unterschieden.
Kolumne: Heppelers Bestiarium