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Sonnen am Cellohimmel

Tonhalle St.Gallen, volles Haus und stehende Ovationen: Mit ihrem neuen Projekt «Die grosse Cellonacht» begeisterte Sol Gabetta und ihr Ensemble die Zuhörer mit Kunst, Lust und Leidenschaft, schreibt Daniel Fuchs.
Von  Gastbeitrag

Es beginnt im Dunkel. Im dämmrigen Licht der Pultlampen erscheint ein Chor von zwölf Celli und leise beginnen Klänge zu fliessen. Diese seien «Zeichen von der Existenz der Schönheit», so das Credo des russischen Komponisten Alexander Knaifel. In seinem Comforter. A Prayer to the Holy Spirit wird das zum ruhigen Gebet, ins Unendliche gesprochen.

Programmatisch sehr geschickt ist es, gleich attaca das Konzert für zwei Violoncelli, Streicher und Basso continuo g-moll, RV 531 von Antonio Vivaldi anzuhängen. Im vollen Licht, mit unglaublicher Verve durchgespielt, entfalten sich die drei Sätze des Werks, in der kunstvollen Bearbeitung für zwölf Violoncelli von Ivan Monighetti, zu einem Bravourstück. Und das war es dann mit dem Barock, für diesen Abend.

Con fuoco

Giovanni Sollimas Violoncelles, vibrez! lässt sprichwörtlich den Saal erstmals vibrieren. Allerdings ermüdet das Stück auch durch die befehlsmässig verordnete Beschränkung auf ihre Spielweise. Doch da steht vor der Pause noch Heitor Villa-Lobos Bachiana brasileira Nr. 5 auf dem Programm. Wieder wird das Cello-Ensemble umformiert. Die Schweizer Sopranistin Regula Mühlemann, die den Vokalpart der zweisätzigen Komposition übernimmt, tritt barfüssig auf. Die Aria (Cantilena) mit ihren Vokalisen singt sie innig und glockenklar. In der Dança (Martelo) überrascht sie mit dramatischem Ton und gestaltet das zur opernhaften Szene.

Sechs verschiedene Werke bilden den zweiten Teil der Cellonacht. Leicht der Einstieg: ein Konzertwalzer für vier Violoncelli von Wilhelm Fitzenhagen und Jacques Offenbachs Pas de six für sechs Violoncelli. Es folgt der «Klassiker», Maurice Ravels Bolero in einer Bearbeitung für zwölf Violoncelli. Am Ende Musik aus Lateinamerika: Antônio Carlos Jobims Girl from Ipanema im Bossa-Rhythmus und – gleichsam eine Rückkehr in Sol Gabettas Heimatland Argentinien – Astor Piazzollas tangoinspirierter Verano porteño.

Das ist alles, in wechselnden Formationen, so quirlig und musikalisch mit  unerhörter Präsenz und Feuer interpretiert, dass man den Potpourri-Charakter vergisst und sich selbst den ravel’schen Bolero wieder einmal gefallen lässt.

Zwölf Sonnen

Geben wir der Ansicht Recht, dass das Violoncello der menschlichen Stimme im Klang am nahesten kommt. Dunkel und voluminös, weich und lyrisch, hell und direkt wurde an diesem Abend von der Bühne her gesungen, auf höchstem Niveau. Und das teilweise auf Instrumenten von illustren Violoncellobauern wie dem Venezier Matteo Goffriller (1730) oder Francesco Ruggieri (1689) aus Cremona.

Die Schar einer jungen Generation von Cellistinnen und Cellisten, die Sol Gabetta hier um sich versammelt, lässt aufhorchen und macht neugierig, beginnende Karrieren, wie die der französisch-armenischen Musikerin Astrig Siranossian oder des Spaniers Alfredo Ferre weiterzuverfolgen. Sympathisch wirkte die Zurücknahme von Sol Gabetta während des ganzen Abends. Das war im Geist ein Auftritt im Ensemble, denn jeder Chorist kann jederzeit Solist sein. Zwölf Sonnen am Himmel!

Him­mels­stür­mend und oh­ren­be­frei­end

Der St.Gal­ler Kom­po­nist Charles Uz­or hat ei­ne Art po­li­ti­sches Ora­to­ri­um ge­schrie­ben. Am Sonn­tag wur­de es in der Kir­che Tro­gen auf­ge­führt: The Gre­at Wall. A La­by­rinth mit dem gran­dio­sen New Yor­ker Vo­kal­ensem­ble Ek­me­les.

Von  Peter Surber
Charles Uzor photo Michel Canonica

Ma­schi­nen­in­tel­li­genz trifft den Ton, aber nicht die Mu­sik

An den Ap­pen­zel­ler Bach­ta­gen er­klär­te die Me­di­en­wis­sen­schaft­le­rin Mer­ce­des Bunz, wes­halb die künst­li­che In­tel­li­genz krea­tiv sein kann – und war­um sie den­noch grund­le­gend an­ders ar­bei­tet als der Mensch. 

Von  Philipp Bürkler
Bachtage ki und musik 1

Kunstausstellung

Kunst öff­net Tü­ren

Von  Vera Zatti
Arthur Stobete nah

Weis­ses Va­ku­um und ei­ne ro­te Kra­wat­te

Ge­sell­schafts­kri­tik, Wir­bel­säu­len und Ge­len­ke, die kei­ne sind. Im Rah­men ei­ner Zwi­schen­nut­zung zei­gen vier Kunst­schaf­fen­de noch bis zum 29. Au­gust ih­re Ar­bei­ten im Ku­bik-Are­al in St. Gal­len.

Von  Vera Zatti
Transluzent Saiten 5

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Von  Peter Surber
Stadtkultur2

Ei­ne Por­ti­on Kunst

Im Kunst Kon­tor Ror­schach lud der Künst­ler Fe­lix Stöck­le zu ei­nem Din­ner, ei­ner Aus­stel­lung, ei­nem Hap­pe­ning – zwi­schen Fi­ne Di­ning, Ke­ra­mik, pop­kul­tu­rel­len Re­fe­ren­zen und der al­ten Idee ei­nes ge­teil­ten Ti­sches.

Von  Veronika Fischer
Kunstkontor dinner felix stoeckle 1

Hür­de um Hür­de

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Von  Andi Giger
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Ber­lin­gen hat ei­ne neue Me­tho­de der In­ter­es­sen­ab­wä­gung ent­wi­ckelt: ei­ne Ana­ly­se des Orts­bilds als Grund­la­ge, um die wert­vol­le Bau­kul­tur zu er­hal­ten und gleich­zei­tig die In­nen­ent­wick­lung vor­an­zu­brin­gen. Nun steht die Ver­an­ke­rung in der Orts­pla­nung an.

Von  Rahel Lämmler
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SP-Mann Pe­ter Jans tritt En­de Ju­ni 2027 aus der St.Gal­ler Stadt­re­gie­rung zu­rück. In sei­ner Par­tei star­tet die Su­che nach ei­ner Nach­fol­ge mit ei­nem kla­ren Fa­vo­ri­ten. Bei den Bür­ger­li­chen sind Schmie­de für ei­ne gros­se Al­li­anz ge­fragt.

Von  Reto Voneschen
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Von  Eva Bachmann
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Von  David Gadze
El hidaje rundgang david gadze

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Jim Di­ne ge­hört zu den be­deu­tends­ten zeit­ge­nös­si­schen Künst­ler:in­nen. Seit ein paar Jah­ren er­schafft er sei­ne Skulp­tu­ren vor­nehm­lich im Sit­ter­tal. In die Kunst­gies­se­rei ver­lieb­te sich der Pop-Art-Pio­nier bei sei­nem ers­ten Be­such vor fast 20 Jah­ren.

Von  David Gadze
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Al­les deu­tet drauf hin, dass die Uni St.Gal­len dem­nächst in den bis­he­ri­gen Haupt­sitz der Hel­ve­tia-Ver­si­che­rung, ge­plant vom Bas­ler Ar­chi­tek­tur­bü­ro Her­zog und de Meu­ron, als zwei­ten gros­sen Stand­ort auf dem Ro­sen­berg ein­zie­hen kann. Zu­sätz­lich ist ein Holz­bau mit Se­mi­nar­räu­men in Pla­nung.

Von  René Hornung
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Der FC St.Gal­len zeigt sich ge­gen She­riff Ti­ras­pol von sei­ner bes­ten Sei­te und ge­winnt das Spiel nicht nur sou­ve­rän, son­dern auch hoch mit 5:1. Wei­ter geh­t's im Play­off ge­gen den FC Nordsjæl­land aus Dæ­ne­mark.

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Jubiläum

«Je­de Ge­ne­ra­ti­on muss­te die Fir­ma neu er­fin­den»

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Durch bun­te Ga­la­xien bis in ein Meer aus Kat­zen­streu. Die Aus­stel­lung «Hin­ter’m Mond» vom Künst­ler:in­nen­kol­lek­tiv U5 und Mo­ni­ka Stal­der im Stell­werk in Heer­brugg lädt zu ei­ner in­ter­ga­lak­ti­schen Rei­se ein. 

Von  Vera Zatti
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Ex­ci­ting, un­hin­ged und häs­sig

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Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 7

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 7: Rat­haus­oper Kon­stanz, Charles Uz­ors The Gre­at Wall. A La­by­rinth, Clanx-Fes­ti­val und Rund­gän­ge zu Wi­bora­das Schwes­tern. 

Von  Redaktion Saiten
260708 Sommertipps Till The Morning Rises Pfister Noemi