Es war ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk der unerfreulichen Art: Der Stadtrat verweigerte die beantragte Subventionserhöhung für Palace und Sitterwerk. Gesamtbetrag: 25’000 Franken. Hintergrund des Entscheids war die Steuerfusssenkung um 3 Prozent, die das Stadtparlament gerade einmal eine Woche vorher beschlossen hatte. Und das Resultat: lautstarke Proteste von allen Seiten.
Die politischen Parteien kritisierten den «Schnellschuss», die SP reichte eine dringliche Interpellation ein. Und die Kultur reagierte mit einer Petition. Die Initiative dafür ging vom Dachverband visarte-ost aus, die Unterstützung war breit und intensiv. 910 Unterschriften sind es zur Stunde. Und vielleicht werden es ja noch 1000 bis zum morgigen Diskussionsabend. Unterzeichnen kann man weiterhin (noch 17 Tage lang) hier.
Debatte zur Kultursparpolitik mit Angela Kuratli (Nextex), Patricia Hartmann (Sitterwerk), Johannes Rickli (Palace) sowie Stadtpräsident Thomas Scheitlin, SVP-Fraktionschefin Karin Winter-Dubs und SP-Fraktionschef Dani Kehl. Moderation Peter Surber (Saiten): 14. Februar, 20.15 Uhr, Palace St.Gallenpalace.sg
Im Palace soll jetzt zum einen dieser weitherum verständnislos aufgenommene Entscheid diskutiert werden. Auskunft geben wird Stadtpräsident Thomas Scheitlin – seine bisherigen Antworten (hier nachzulesen) dürften nicht alle zufriedengestellt haben. In der Politrunde neben Scheitlin diskutieren die Fraktionschefs von SP und SVP im Stadtparlament, Daniel Kehl und Karin Winter-Dubs. Zur Debatte soll nicht bloss eine Strafaktion gegen die Kultur stehen, sondern die Finanzpolitik der Stadt.
Auf der anderen Seite die Kultur-Runde: Angela Kuratli, die Initiantin der Petition, sowie Patricia Hartmann vom Sitterwerk und Johannes Rickli vom Palace werden sich dazu äussern, was die Folgen für die finanzielle Situation ihrer Institutionen sind (mehr dazu auch hier) und wie sie das kulturpolitische Umfeld generell einschätzen.
Mitdiskutieren soll im Anschluss an das Podium auch das Publikum. Es geht um 25’000 Franken beziehungsweise um rund 5 Millionen Franken (soviel kostet die Steuerfusssenkung) – es geht aber auch um eine Stadt, die sich aktuell gerade ein neues Kulturkonzept massschneidert und überhaupt ein attraktiver Lebensraum sein will. Nicht zuletzt dank der Kultur. In der Petition steht: «Wer nicht in die kulturelle Zukunft investiert, hat keine.»
24/7 Traumacore
Kunst in Oberuzwil
Musik
Patrick Kessler erhält den Ausserrhoder Kulturpreis 2026. Der Kontrabassist, Klangkünstler und Kurator aus Gais reist mit alten Lautsprechern nach Wien und Hanoi, tritt mit Insekten in einen musikalischen Dialog und findet seine wichtigsten Lektionen nicht unbedingt an Hochschulen.
Die Mobilitätsallianz Ostschweiz will Pendler:innen zum Umstieg vom Auto auf Bus, Bahn und Velo bewegen. Bei den zehn beteiligten Grossunternehmen lässt bereits jede fünfte Person das Auto am Morgen stehen. Nun sollen 500 weitere Firmen folgen.
Augustin Rebetez macht keine halben Sachen. Seine Kunst ist ausufernd und dicht zugleich. Er entwickelt anspielungsreiche Bildwelten – aktuell in der Kunsthalle Arbon.
Der Kanton Appenzell Innerrhoden plante am Landsgemeindeplatz in Appenzell ein neues Gebäude für die Gerichte, die Bibliothek und die kantonale Verwaltung. Die eidgenössischen Kommissionen für Natur- und Heimatschutz und jene für Denkmalpflege brachten das Projekt jedoch zu Fall.
Offener Brief an die Bundespolitik
Das Figurentheater St.Gallen wird 70. Was sich verändert hat, warum Puppen Kinder wie Erwachsene faszinieren und wie man auch Jugendliche erreichen kann: ein Gespräch zum Jubiläum.
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In der Ausstellung «Die leisen Unterschiede» im Haus zur Glocke in Steckborn befassen sich fünf Künstler:innen mit der Wahrnehmung von Unterschieden.
Kolumne: Heppelers Bestiarium
Mit dem Ensemble TAK aus New York gastierte am Dienstag ein Neue-Musik-Quintett von Weltrang im St.Galler Kultbau. Organisiert vom Zyklus Contrapunkt, hätte der Abend mehr Publikum verdient. Ein Bubble-Problem?
Das St.Galler Kulturmuseum öffnet in der neuen Ausstellung «Stereotypes: Neanderthalerin» den Blick auf diese Steinzeitmenschen. Die Schau mit viel Pink verknüpft geschickt Spiel mit Wissenschaft und Vergangenheit mit Gegenwart.
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An Kleinbauten gehen wir oft achtlos vorbei: Buswartehäuschen, öffentliche WCs, nicht mehr gebrauchte Telefonkabinen oder Feuerwehr- und Strassenwärtermagazine. Aktuell gibt es dazu eine Ausstellung im 1. Stock des Rathauses St.Gallen.
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