Stefan Millius, 25. Januar 2019 um 16:50 Uhr Der im Artikel erwähnte angesprochene Romanautor hat für seine kulturelle Arbeit noch nie einen Rappen genommen. Entweder ist meine Arbeit selbsttragend oder aber ich muss selber bluten für meine Leidenschaft. Ich lasse garantiert nicht die Allgemeinheit bluten für etwas, das ich machen möchte. Warum auch?
Chrigel Neff, 8. Januar 2019 um 14:42 Uhr Sali Christian, Danke für die Reaktion. Ja. Wir haben tatsächlich nicht auf die einzelnen Kontonummern gezielt und dort Kürzungen verlangt. Weshalb? Weil wir daran glauben (hoffen..?), dass Stadträtinnen und Stadträte, die über 200'000 Franken verdienen, befähigt sind und es am besten wissen, wo man im laufenden Betrieb und gerade und speziell bei neuen, grösseren Projekten konkret sparen kann - ohne Einbussen bei Leistung und Qualität. Frau und Mann stelle sich vor, dass man solch hochbezahlte Führungspersönlichkeiten auf Stufe Konto/Checkbox motivieren muss... Ebenso. Wir sind die Legislative. Wir können, dürfen und sollen der Exekutive nicht in die Arbeit pfuschen. So könnten wir bei einem Konto zwar Geld streichen - aber wir haben nicht die Befugnis zu entscheiden, wo der Stadtrat diese Kürzung ansetzt. Wenn wir also bspw. bei der Polizei sparen würden, könnte der Stadtrat entscheiden, dass er dennoch mehr Polizisten anstellt, aber halt die Ausrüstung 3 Jahre länger halten muss. Und schon hat er die Ausgaben verschoben = im 2019 gespart. Ich bin überzeugt, dass der einzig richtige Weg es ist, der Stadtführung den Sparauftrag zu erteilen. Und zwar deshalb, weil wir, so sehr wir uns mit Vorlagen auseinandersetzen, nicht tag täglich in die produktiven (oder weniger produktiven) Prozesse in der Verwaltung eingebunden sind. Demnach sollte es absolut ausreichend sein, wenn der Stadtführung auferlegt wird: Spart soviel. Und diese Damen und Herren nutzen dann das massive Projektportfolio vom 2019 um anzusetzen. Klar, man kann Themen verhindern, indem man ganze Projekte streicht - oder aufschiebt. Hier aber schürt man willkürlich Widerstand und Missgunst. Bei einem fairen Auftrag, ohne auf einzelne Konten zu zielen, hat der Stadtrat freie Hand und 365 Tage Zeit, den Sparauftrag so gut als möglich zu erfüllen. Sprich: keine Interessensgruppe der Stadt wird stigmatisiert. Und hier ziehe ich wieder den Bogen zur Kürzung im Kulturbereich: Ich hätte das so nie getan. Das ist Trötzeln in Reinkultur. GlG und bis nächsten Dienstag.
Christian Huber, 8. Januar 2019 um 14:23 Uhr Lieber Chrigel Stimmt so schon nicht ganz: Auch von deiner Fraktion wurden an der Budgetsitzung keine konkreten Kürzungsanträge zu einzelnen Ausgabeposten im Budget 2019 vorgeschlagen. Einzig die CVP hat zwei präzise Vorschläge an der Sitzung eingebracht (Aufschiebung Sanierung Parkplätze Spelterini und Veloverbindung in der Ruckhalde). Beide Anträge wurden vom Parlament deutlich abgelehnt. Die Fraktion der SVP hat per Votum vom Stadtrat lediglich "Managemententscheide" gefordert, welche es "einfach" erlauben würden, die beschlossene Steuerfusssenkung von GLP-EVP-CVP-FDP-SVP wieder einzusparen. "Konkrete Beispiele für Sparmöglichkeiten mit Sinn" zu illustrieren mag gut und recht sein, letzten Endes habt ihr davon allerdings nichts per Antrag konkret in die Budgetdebatte 2019 eingebracht. Bis nächste Woche.
Chrigel Neff, 8. Januar 2019 um 08:11 Uhr Die SVP hat konkrete Beispiele für Sparmöglichkeiten mit Sinn (!) in der Budgetdebatte illustriert. Ich weiss das, weil ich das Votum dazu gehalten habe. Liebe Saiten-Redaktion, es tut nicht weh, wenn man der SVP einmal etwas Faires tut und in Artikeln richtig wiedergibt ;) Herzlichsten Dank und eine weiterhin erfolgreiche, erste Jahreswoche.