Kategorie
Autor:innen
Jahr

Tiefschwarze Zahlen, die Geldsorgen aber bleiben

Die finanziellen Aussichten der Stadt St.Gallen bleiben weiterhin getrübt. (Bild: Ueli Steingruber) 

Die finanziellen Aussichten der Stadt St.Gallen bleiben weiterhin getrübt. (Bild: Ueli Steingruber) 

In der Jahresrechnung 2025 der Stadt St.Gallen resultiert statt eines Lochs von 27 Millionen Franken ein Überschuss von 1,9 Millionen. Rechnet man die neu gebildeten Reserven dazu, resultieren schwarze Zahlen von 13,6 oder ein Besserabschluss gegenüber dem Budget um 40,6 Millionen.

Die Me­di­en­kon­fe­renz, an der die St.Gal­ler Stadt­prä­si­den­tin Ma­ria Pap­pa und ihr Fi­nanz­chef Ar­min von Wehr­den am Mitt­woch den Jah­res­ab­schluss 2025 vor­ge­stellt ha­ben, stand un­ter spe­zi­el­len Vor­zei­chen. Statt ei­nes wei­te­ren Lochs in der ge­beu­tel­ten Stadt­kas­se konn­ten die bei­den fürs ver­gan­ge­ne Jahr tief­schwar­ze Zah­len prä­sen­tie­ren. Man fühl­te sich zu­rück­ver­setzt in die Zei­ten «des Fi­nanz­wun­ders von St.Gal­len»: In den Nuller­jah­ren wur­den oft ro­te Zah­len bud­ge­tiert, und ein Jahr spä­ter prä­sen­tier­te man ein tief­schwar­zes Re­sul­tat. 

In die­ser un­ter dem Strich er­freu­li­chen Si­tua­ti­on ist Ma­ria Pap­pa nicht mehr. Schon am En­de der Amts­zeit von Vor­gän­ger Tho­mas Scheit­lin war von struk­tu­rel­len Pro­ble­men im Bud­get, vom Ab­schie­ben von Kos­ten und Min­der­erträ­gen von Bund und Kan­ton auf die Stadt, von Spar­pa­ke­ten und von ei­nem zu ho­hen Steu­er­fuss die Re­de. Seit 2021 und dem Amts­an­tritt der jet­zi­gen Stadt­prä­si­den­tin hat sich die Si­tua­ti­on wei­ter ver­schärft. Die Kos­ten al­lein für Bil­dung und Pfle­ge so­wie die Lohn­teue­rung beim Per­so­nal stie­gen in den ver­gan­ge­nen fünf Rech­nungs­jah­ren für die Stadt dra­ma­tisch an, näm­lich um ins­ge­samt rund 50 Mil­lio­nen Fran­ken.

Zu­kunft der Stadt­kas­se bleibt un­ge­wiss

Die­se Kos­ten­trei­ber so­wie nicht ab­ge­gol­te­nen Zen­trums- und Zu­satz­las­ten der Kan­tons­haupt­stadt sind es, die Stadt­prä­si­den­tin Ma­ria Pap­pa trotz des gu­ten Re­sul­tats von 2025 mit Sor­gen in die fi­nan­zi­el­le Zu­kunft bli­cken las­sen. Die Rech­nung 2025 sei «sehr er­freu­lich», um die Spar­brem­se zu lo­ckern sei es aber zu früh, sag­te sie am Mitt­woch. Be­triebs­auf­wand und -er­trag sei­en nicht im Gleich­ge­wicht. Und die Hö­he der Steu­er­erträ­ge, auf die man zum Aus­gleich an­ge­wie­sen sei, schwan­ke von Jahr zu Jahr sehr stark. Auf der Stadt­kas­se las­te wei­ter­hin ein struk­tu­rel­les De­fi­zit von rund 20 Mil­lio­nen.

An­ge­sichts die­ser Si­tua­ti­on will der Stadt­rat das nächs­te Spar­pro­gramm na­mens «Al­li­ance» wei­ter­füh­ren. Das neue Mass­nah­men­pa­ket, das hel­fen soll, künf­ti­ge Jah­res­rech­nun­gen um ei­nen zwei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­trag zu ver­bes­sern, will er am 29. April vor­stel­len. An sei­ner Sit­zung im No­vem­ber wird das Stadt­par­la­ment die­se Vor­la­ge dann be­ra­ten und be­schlies­sen. Wie üb­lich soll das Bud­get fürs kom­men­de Jahr – un­ter Ein­be­zug von «Al­li­ance» – im De­zem­ber vom Par­la­ment dis­ku­tiert und ver­ab­schie­det wer­den.

Um vor­her­zu­sa­gen, dass es an bei­den Ter­mi­nen (und auch zu­vor schon) zu hef­ti­gen Dis­kus­sio­nen kom­men wird, muss man kein Hell­se­her sein. Da­für sor­gen wird der Wunsch von rechts der Mit­te, den Steu­er­fuss zu sen­ken. Mit 138 Pro­zent liegt die­ser näm­lich im­mer noch 27 Pro­zent über dem kan­to­na­len Mit­tel­wert der Ge­mein­de­steu­er­füs­se. Wün­sche dürf­te es bei Spar­pro­gramm wie Bud­get 2027 aber auch von links ge­ben. Das gu­te Re­sul­tat der Jah­res­rech­nung 2025 könn­te auch Ge­lüs­te ver­stär­ken, schon ein­ge­führ­te oder neu vor­ge­se­he­ne Spar­mass­nah­men zu lo­ckern.

Ers­te Prio­ri­tät: Ho­he Ver­schul­dung ab­bau­en

Bei­den Sei­ten will der Stadt­rat grund­sätz­lich ei­ne Ab­fuhr er­tei­len: Vor der Steu­er­fuss­sen­kung ge­he es dar­um, die Aus­ga­ben- und die Ein­nah­men­sei­te der Be­triebs­rech­nung ins Gleich­ge­wicht zu brin­gen und die der­zeit ho­he Ver­schul­dung der Stadt (En­de 2025 wa­ren es 4843 Fran­ken pro Ein­woh­ner:in) zu sen­ken, sag­te Ma­ria Pap­pa am Mitt­woch. Und das neue Spar­pro­gramm «Al­li­ance» braucht es ge­mäss Stadt­prä­si­den­tin an­ge­sichts stei­gen­der Aus­ga­ben, stark schwan­ken­der Steu­er­ein­nah­men und ei­nes In­ves­ti­ti­ons­staus auf je­den Fall.

Stadtpräsidentin Maria Pappa und Finanzchef Armin von Wehrden haben angesichts der Jahresrechnung 2025 für einmal gut lachen. (Bild: Reto Voneschen)

Stadtpräsidentin Maria Pappa und Finanzchef Armin von Wehrden haben angesichts der Jahresrechnung 2025 für einmal gut lachen. (Bild: Reto Voneschen)

Die ak­tu­el­le Fi­nanz­pla­nung der Stadt zei­ge näm­lich kei­ne Ent­war­nung auf der Aus­ga­ben­sei­te, wäh­rend die Ent­wick­lung der Steu­er­ein­nah­men un­si­cher und nicht zu­letzt von der Wirt­schafts­la­ge ab­hän­gig blei­be. Erst im Au­gust er­fah­re man, wie die Pro­gno­se für die Steu­er­erträ­ge 2027 aus­se­he. Und ab Spät­herbst lau­fe dann der po­li­ti­sche Pro­zess zum Spar­pro­gramm «Al­li­ance» und zum Bud­get 2027. Das sei der Zeit­punkt, um sich bei­de Vor­la­gen im De­tail an­zu­schau­en. Die Stadt­prä­si­den­tin hofft des­halb dar­auf, dass sich die Par­tei­en vor­läu­fig mit For­de­run­gen zur Fi­nanz­po­li­tik zu­rück­hal­ten.

Ob die Par­tei­en die­sem Wunsch nach­kom­men wer­den, ist of­fen. Ge­nau wie die Fra­ge, was die In­ter­es­sen­ver­bän­de von den Ge­werk­schaf­ten bis hin zu den re­gio­na­len und lo­ka­len Wirt­schafts­ver­bän­den von der fi­nan­zi­el­len La­ge, den Spar­be­stre­bun­gen, den Aus­sich­ten der Stadt­fi­nan­zen und ei­ner Sen­kung des Steu­er­fus­ses hal­ten. Ant­wor­ten wird es in der nä­he­ren Zu­kunft ge­ben. Vor­erst kann man sich je­den­falls über das po­si­ti­ve Re­sul­tat der St.Gal­ler Stadt­rech­nung 2025 freu­en.

Tief­schwar­ze Zah­len dank den Steu­er­zah­ler:in­nen

Die Be­triebs­rech­nung 2025 der Stadt schliesst bei ei­nem Auf­wand von 635,7 Mil­lio­nen und ei­nem Er­trag von 616,9 Mil­lio­nen mit ei­nem Mi­nus von 18,8 Mil­lio­nen Fran­ken ab. Das ist zwar noch nicht gut, aber im­mer­hin um 31,8 Mil­lio­nen bes­ser als 2024. Dass das Be­triebs­de­fi­zit ge­senkt wer­den konn­te, ist mit je gut 6 Mil­lio­nen auch auf buch­hal­te­ri­sche Um­stel­lun­gen und auf die Wir­kung des aus­lau­fen­den Spar­pro­gramms «Fo­kus 25» zu­rück­zu­füh­ren. Ziel sei es, die Be­triebs­rech­nung noch bes­ser ins Gleich­ge­wicht zu brin­gen, sagt Ma­ria Pap­pa. Wie Bei­spie­le an­de­rer Städ­te zeig­ten, sei das mög­lich.

Dass die Ge­samt­rech­nung 2025 tief­schwarz ab­schliesst, ist – wie schon bei frü­he­ren Über­schüs­sen – dem Fi­nanz­ergeb­nis ge­schul­det. Bei ei­nem Er­trag von 56 Mil­lio­nen und ei­nem Auf­wand von 23,7 Mil­lio­nen re­sul­tiert hier ein Über­schuss von 32,2 Mil­lio­nen Fran­ken. 11,6 Mil­lio­nen wur­den den Re­ser­ven zu­ge­wie­sen, wo­mit ein Ge­samt­über­schuss von noch 1,9 Mil­lio­nen Fran­ken ver­blei­ben. Bud­ge­tiert war fürs ver­gan­ge­ne Jahr ein Ge­samt­de­fi­zit von 27 Mil­lio­nen. Die Rech­nung 2025 schloss da­mit um sat­te 28,9 Mil­lio­nen Fran­ken bes­ser ab als im Bud­get vor­ge­se­hen.

Die­ses aus­ge­zeich­ne­te Re­sul­tat ver­dankt die Stadt­kas­se den Steu­er­ein­nah­men, die um 31,1 Mil­lio­nen Fran­ken hö­her la­gen als im Vor­jahr. Die Ein­kom­mens- und Ver­mö­gens­steu­ern der na­tür­li­chen Per­so­nen war­fen 8,8 Mil­lio­nen, die Ge­winn- und Ka­pi­tal­steu­er der ju­ris­ti­schen Per­so­nen 6,8 Mil­lio­nen mehr ab als bud­ge­tiert. Aber auch die Grund­stück­ge­winn- (plus 4,7 Mil­lio­nen), die Hand­än­de­rungs- (plus 4,1 Mil­lio­nen) und die Quel­len­steu­ern (plus 1,7 Mil­lio­nen) wa­ren er­gie­bi­ger als pro­gnos­ti­ziert. So­gar die Hun­de­steu­er warf 100’000 Fran­ken mehr, die Grund­steu­er hin­ge­gen – als ein­zi­ge Steu­er – 200’000 Fran­ken we­ni­ger ab als er­war­tet.

31 Mil­lio­nen «zu we­nig» in­ves­tiert

Nicht ganz so po­si­tiv sieht die In­ves­ti­ti­ons­rech­nung fürs ver­gan­ge­ne Jahr aus. Bud­ge­tiert wa­ren hier Aus­ga­ben von 89,2 Mil­lio­nen. Tat­säch­lich aus­ge­ge­ben wur­den 58,2 Mil­lio­nen, was knapp un­ter dem lang­fris­ti­gen Ziel­wert des Stadt­rats von 60 Mil­lio­nen liegt. Dem Pro­blem, das bud­ge­tier­te In­ves­ti­tio­nen et­wa we­gen Ein­spra­chen nicht aus­füh­rungs­reif sei­en, müs­se man wei­ter­hin Be­ach­tung schen­ken, sag­te Stadt­prä­si­den­tin Ma­ria Pap­pa da­zu. Der Selbst­fi­nan­zie­rungs­grad der In­ves­ti­tio­nen lag im ver­gan­ge­nen Jahr bei 129 Pro­zent (2024: 36 Pro­zent). Ein Wert über 100 Pro­zent gilt als ide­al.

Die Mit­tel aus der In­ves­ti­ti­ons­rech­nung flos­sen in ver­schie­dens­te städ­ti­sche Pro­jek­te. Die gröss­te Tran­che ging mit 13,3 Mil­lio­nen an die Fer­tig­stel­lung des Schul­hau­ses Riet­hüs­li. 5,1 Mil­lio­nen wur­den für Sa­nie­rung und Aus­bau des Hal­len­ba­des Ler­chen­feld, 4,5 Mil­lio­nen für den Fuss- und Ve­lo­tun­nel zwi­schen Lok­re­mi­se und Reit­hal­le, 4,2 Mil­lio­nen für die Schlamm­ent­wäs­se­rung in der ARA Hof­en und 3 Mil­lio­nen für den Aus­bau des Schul­hau­ses Rot­mon­ten mit ei­nem Mo­dul­bau ver­wen­det. Zu­dem ging ein Dar­le­hen für die En­er­gie­ver­sor­gung von 5 Mil­lio­nen an die Stadt­wer­ke.

Jetzt mitreden:
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Dein Kommentar wird vor dem Publizieren von der Redaktion geprüft.

Kolumne: Heppelers Bestiarium

Hor­ror un­ter dem Mi­kro­skop

Von  Jeremias Heppeler

Vie­le Spu­ren und ein Tat­ort

Ein paar Fe­dern, ein an­ge­knab­ber­ter Tan­nen­zap­fen, ein Stück Plas­tik: Tie­re und Men­schen hin­ter­las­sen Spu­ren. Die­sen wid­met das Na­tur­mu­se­um St.Gal­len sei­ne ak­tu­el­le Son­der­aus­stel­lung «Spu­ren – Fähr­ten, Frass und Fe­dern».

Von  Vera Zatti
1 Intro Dachs 20260515 NM SPUREN  Urs Bucher

Wor­an soll man noch glau­ben?

In ei­ner neu­en Aus­stel­lung wagt sich das Kunst­mu­se­um Thur­gau in der Kar­tau­se It­tin­gen an ei­ne Neu­ver­mes­sung des Ver­hält­nis­ses von Kunst und Re­li­gi­on.

Von  Michael Lünstroth
O0 A5990 02

St.Gal­len plant Kon­sum­raum für Sucht­kran­ke

Hin­ter dem St.Gal­ler Haupt­bahn­hof soll ein Kon­sum­raum für Men­schen mit schwe­ren Sucht­er­kran­kun­gen ent­ste­hen. Die­se Wo­che ha­ben die Stadt und die Stif­tung Sucht­hil­fe An­woh­ner:in­nen ein­ge­la­den, um ei­nen ers­ten Dia­log zu star­ten. 

Von  Philipp Bürkler
Liegeschaft Lagerstrasse 2 4

Auf der Ziel­ge­ra­den

Es ist sei­ne letz­te Ses­si­on nach zehn Jah­ren im St.Gal­ler Kan­tons­rat. SP-Kul­tur­po­li­ti­ker Mar­tin Sai­ler setzt künf­tig ganz auf den Zel­tai­ner. Das Geld für den Neu­bau in Wild­haus ist fast zu­sam­men, 2027 soll es los­ge­hen.

Von  Peter Surber
Foto1 Zeltainer

Im di­gi­ta­len Dschun­gel zu Hau­se

Die An­sied­lung des In­ter­net Ar­chi­ve Switz­er­land in St.Gal­len ist Pie­ro Sti­nel­li zu ver­dan­ken. Er kon­tak­tier­te vor zehn Jah­ren die Ver­ant­wort­li­chen von ar­chi­ve.org aus ei­ge­nem An­trieb. In den 90er-Jah­ren war der Mit­grün­der von Va­di­an.net und Klang und Kleid ein In­ter­net­pio­nier.

Von  David Gadze
2606 Internet Archive pino stinelli andri voehringer

Ohm41 stellen wieder aus

Kunst auf der Kip­pe

Von  Daria Frick
Bildschirmfoto 2026 06 03 um 11 14 39

Sehn­sucht nach Frei­heit

Das Thur­gau­er Pop-Phä­no­men Noe­mi Be­za ver­öf­fent­licht An­fang Ju­ni ih­re neue EP. You’ll Find Me The­re ver­eint Coun­try-Vi­bes mit ast­rei­nem Pop – was man ein we­nig ver­misst, sind Ecken und Kan­ten.

Von  Jeremias Heppeler
1 Pressefoto Noemi Beza Youll Find Me There

Kolumne: Stimmrecht im Juni

Back to the Fu­ture

Von  Liliia Matviiv

Ausstellung in Herisau

70 Jah­re und 70 Pup­pen

Von  Vera Zatti
70 Jahre SG Ausstellung

«Gros­ses Lob für die­sen Kel­ler»

Nach 22 Jah­ren gibt Mat­thi­as Pe­ter die Lei­tung der St.Gal­ler Kel­ler­büh­ne ab. Vom Raum ist er nach wie vor be­geis­tert. Aber dem Ka­ba­rett ging es auch schon bes­ser, er­zählt er im Ge­spräch.

Von  Peter Surber
2606 Redeplatz Matthias Peter

Für ei­nen Mo­ment be­rührt

Die Thur­gau­er Künst­le­rin Mi­cha Stuhl­mann be­fasst sich in ih­rem neu­en Pro­jekt mit dem Da­sein im Mo­ment. Am 7. Ju­ni fin­det da­zu ein Work­shop in St.Gal­len statt und am 26. Ju­ni zeigt sie mit ih­rem En­sem­ble die fi­na­le Per­for­mance in Kreuz­lin­gen. 

Von  Vera Zatti
Martin Schweingruber DA SEIN Vorpremiere 20260509 tgkultur 31 von 49

Mu­si­ka­li­sches Fest zum 150.

Die Ton­hal­le Wil wur­de 1876 er­öff­net. Seit­her be­rei­chert sie prak­tisch un­un­ter­bro­chen das kul­tu­rel­le Le­ben der Äb­te­stadt. An den kom­men­den zwei Wo­chen­en­den wird ge­fei­ert.

Von  Roman Hertler
DSC2639

Lau­te Ein­sam­keit

Jo­nas Ul­rich taucht mit sei­nem ers­ten Spiel­film in die Black-Me­tal-Welt ab. Wol­ves ist ei­ne bild­star­ke Ge­schich­te über Ein­sam­keit und das Da­zu­ge­hö­ren, vol­ler Ge­gen­sät­ze und mit et­was holp­ri­gen Dia­lo­gen.

Von  Daria Frick
001 wolves

Das Ge­dächt­nis der Zu­kunft

St.Gal­len be­wahrt nicht mehr nur 1000-jäh­ri­ge Hand­schrif­ten. Mit dem In­ter­net Ar­chi­ve Switz­er­land ent­steht hier ein Ar­chiv für Web­sei­ten, künst­li­che In­tel­li­genz und das di­gi­ta­le Ge­dächt­nis der Zu­kunft.

Von  Philipp Bürkler
2606 Internet Archive 01
Heftvorschau 06/26
archive.org, Generalverdacht, 80er-Aufbruch

Mit In­ter­net Ar­chi­ve Switz­er­land ent­steht in St.Gal­len ein Ab­le­ger des gröss­ten Ar­chivs für Web­si­ten und Künst­li­che In­tel­li­genz welt­weit. Aus­ser­dem im Ju­ni­heft: Män­ner un­ter Ge­ne­ral­ver­dacht, das gros­se St.Gal­ler 80er-Buch, das Ab­schieds­in­ter­view mit dem lang­jäh­ri­gen Kel­ler­büh­nen­chef und die Fla­schen­post aus Ve­ne­dig.

Saiten 2606 01 Cover

«Han­deln wi­der bes­se­res Wis­sen ist wie­der po­pu­lär»

Der WWF St.Gal­len wird 50 Jah­re alt. Sein Ge­schäfts­lei­ter Lu­kas In­der­maur zieht bei der Be­ur­tei­lung der ak­tu­el­len Si­tua­ti­on von Na­tur und Um­welt ei­ne durch­zo­ge­ne Bi­lanz.

Von  Reto Voneschen
2605 Redeplatz Lukas Indermaur

Freu­de am Ma­chen

«Urs Frei. A – Z» im Kunst­mu­se­um St. Gal­len ist die ers­te Re­tro­spek­ti­ve zum aus­ser­or­dent­li­chen Schaf­fen von Urs Frei (1958 – 2023). Rund 140 Ar­bei­ten ge­ben Ein­blick in ein Werk, das kaum zu fas­sen ist. Das ge­hört zu sei­ner Qua­li­tät.

Von  Ursula Badrutt
Urs frei online

Ideen für die Zu­kunft

Wie wol­len wir künf­tig le­ben und un­se­re Nah­rungs­mit­tel pro­du­zie­ren? Die Aus­stel­lung «How goes To­mor­row» der Ost­schwei­zer Künst­le­rin Clau­de Büh­ler in der Shed­hal­le in Frau­en­feld sen­si­bi­li­siert für nach­hal­ti­ge Hand­lungs­stra­te­gien. 

Von  Vera Zatti
IMG 9114

Vom Un­glück der Frau, die ihn ge­bo­ren hat

«Das Kind zu­rück­las­sen? Wie kann man so dumm und herz­los sein», schreibt der Schwei­zer Au­tor Lu­kas Bär­fuss über sei­ne Mut­ter, die kei­ne Mut­ter für ihn sein konn­te. In sei­nem neu­en Buch schaut er in die Ver­gan­gen­heit und hat Ver­ständ­nis, nicht für die Mut­ter, aber doch für die­se Frau, die nie Glück und im­mer zu we­nig Geld hat­te.

Von  Sieglinde Wöhrer
Jhqzg1tg 1 1 Stefano de Marchi