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Zwischen Gleis, Gegenwart und Gesellschaft

Der Vorstand der Kulturlandsgemeinde von links nach rechts: Kilian Mösli, Barbara Kiolbassa, Wassili Widmer, Kendra Alder und Fridolin Schoch. (Bild: Oleksandra Tsapko)

Der Vorstand der Kulturlandsgemeinde von links nach rechts: Kilian Mösli, Barbara Kiolbassa, Wassili Widmer, Kendra Alder und Fridolin Schoch. (Bild: Oleksandra Tsapko)

Die diesjährige Kulturlandsgemeinde findet entlang der Bahnlinie zwischen Gossau und Wasserauen statt. Es ist ein interdisziplinäres Experimentzwischen Kunst, Gesellschaft und Aktivismus. Ausserdem stellt die Kulturlandsgemeinde künstlerisch und organisatorisch die Weichen für die Zukunft.

Ei­ne Zug­fahrt ist nicht nur ei­ne Rei­se von A nach B, son­dern steht auch sym­bo­lisch für ei­nen Orts- und Per­spek­ti­ven­wech­sel. Für ein Aben­teu­er ins Un­be­kann­te und Über­ra­schen­de. Für die dies­jäh­ri­ge Aus­ga­be der Kul­tur­lands­ge­mein­de be­deu­tet es ge­nau das: ei­nen räum­li­chen Orts­wech­sel und ei­nen or­ga­ni­sa­to­ri­schen Per­spek­ti­ven­wech­sel. Räum­lich fin­det der An­lass nicht an ei­nem ein­zi­gen Ort statt, son­dern gleich an meh­re­ren. Und or­ga­ni­sa­to­risch steht das Fes­ti­val in die­sem Jahr erst­mals un­ter der Ver­ant­wor­tung ei­ner jün­ge­ren Ge­ne­ra­ti­on von Kunst- und Kul­tur­schaf­fen­den.

Die Kul­tur­lands­ge­mein­de gibt es seit mehr als 20 Jah­ren. Sie ist ein in­ter­dis­zi­pli­nä­res Kul­tur­fes­ti­val in Ap­pen­zell Aus­ser­rho­den, das seit 2005 Kunst, Ge­sell­schaft und Po­li­tik mit­ein­an­der ver­bin­det. Die­ses bringt Künst­ler:in­nen und Ak­teur:in­nen aus ver­schie­de­nen Be­rei­chen zu­sam­men und ver­steht sich als Platt­form für Aus­tausch, Ex­pe­ri­men­te und ge­sell­schaft­li­che Fra­ge­stel­lun­gen. Ent­stan­den ist der An­lass ur­sprüng­lich aus dem Be­dürf­nis nach mehr Raum für Kul­tur zwi­schen und hin­ter den Hü­geln des Ap­pen­zel­ler­lan­des. Mit der Kul­tur­lands­ge­mein­de woll­ten die ur­sprüng­li­chen In­iti­ant:in­nen – nach­dem die po­li­ti­sche Lands­ge­mein­de in Ap­pen­zell Aus­ser­rho­den 1997 vom Stimm­volk an der Ur­ne ab­ge­schafft wor­den war – die Tra­di­ti­on der Bür­ger:in­nen­ver­samm­lung als kul­tu­rel­le In­sti­tu­ti­on wie­der auf­le­ben las­sen und den Fo­kus auf Kunst und ge­sell­schaft­li­che Fra­gen le­gen.

Trotz ih­rer über 20-jäh­ri­gen Ge­schich­te – 20 Durch­füh­run­gen un­ter der Mit­wir­kung von rund 450 Künst­ler:in­nen – ist die Kul­tur­lands­ge­mein­de bis heu­te noch zu we­nig breit ver­an­kert. Vie­le Men­schen in der Re­gi­on ken­nen sie kaum, und auch das Pu­bli­kum ist über die Jah­re mit den Or­ga­ni­sa­tor:in­nen äl­ter ge­wor­den. Jün­ge­re Be­su­cher:in­nen und ei­ne neue Ge­ne­ra­ti­on von Kunst­schaf­fen­den wa­ren zu­letzt ent­spre­chend eher we­nig prä­sent.

Als Ge­nos­sen­schaft or­ga­ni­siert

Um das zu ver­än­dern und die Kul­tur­lands­ge­mein­de lang­fris­tig wei­ter­zu­füh­ren, wur­de die Ver­ant­wor­tung im Mai 2025 be­wusst über­ge­ben: an ein jün­ge­res Kol­lek­tiv aus Künst­ler:in­nen und Krea­tiv­schaf­fen­den. Das fünf­köp­fi­ge Vor­stands­team – Ken­dra Al­der, Bar­ba­ra Ki­ol­bassa, Fri­do­lin Scho­ch, Ki­li­an Moes­li und Was­si­li Wid­mer – führt das Fes­ti­val seit­her ge­mein­sam un­ter der ad­mi­nis­tra­ti­ven Lei­tung von Fa­bi­en­ne Du­el­li wei­ter, die be­reits seit 2023 da­bei ist.

«Wir sind als Ge­nos­sen­schaft or­ga­ni­siert und ent­schei­den al­les ba­sis­de­mo­kra­tisch», er­klärt Was­si­li Wid­mer. Der An­spruch des neu­en Teams ist klar: Die Kul­tur­lands­ge­mein­de soll of­fe­ner wer­den, zu­gäng­li­cher und vor al­lem auch für ein jün­ge­res Pu­bli­kum re­le­vant blei­ben. Da­für wer­den neue Or­te er­schlos­sen, an­de­re For­ma­te aus­pro­biert und fri­sche Per­spek­ti­ven ein­ge­bracht, oh­ne da­bei die ge­wach­se­ne Ge­schich­te des Fes­ti­vals aus den Au­gen zu ver­lie­ren. Seit Mo­na­ten ar­bei­tet das Kol­lek­tiv dar­an, ei­ne zeit­ge­mäs­se, neu ge­dach­te Ver­si­on der Kul­tur­lands­ge­mein­de zu ent­wi­ckeln.

Mit der Ei­sen­bahn Kunst er­fah­ren

En­de Mai wird es kon­kret: Am Sams­tag, 30. Mai, fin­det mit der «Hal­te­stel­len­schwär­me­rei» die ers­te Aus­ga­be der Kul­tur­lands­ge­mein­de un­ter der neu­en Lei­tung mit re­gio­na­len und in­ter­na­tio­na­len Künst­ler:in­nen statt. Das Spe­zi­el­le: An je­dem der ins­ge­samt elf Bahn­hö­fe auf der Stre­cke, die über drei Kan­to­ne führt, gibt es Per­for­man­ces, Aus­stel­lun­gen oder an­re­gen­de The­men. «Die Zü­ge der Ap­pen­zel­ler Bah­nen fah­ren im 30-Mi­nu­ten-Takt von Gos­sau nach Was­ser­au­en und um­ge­kehrt», sagt Wid­mer, der in Zü­rich lebt, aber in der Re­gi­on auf­ge­wach­sen ist.

Be­reits am Start­bahn­hof Gos­sau geht das Fes­ti­val auf Sen­dung: Auf dem Per­ron wird ein his­to­ri­scher Zug­wag­gon zur Ra­dio­sta­ti­on um­funk­tio­niert. In Zu­sam­men­ar­beit mit dem Kunst­ra­dio «Lum­pen Sta­ti­on» ent­steht ein Live­stream, in dem Ra­dio­kunst, Poe­sie und Dis­kurs in­ein­an­der­flies­sen.

Robotic Nailart von Amelie Goldfuss

Robotic Nailart von Amelie Goldfuss

An der Hal­te­stel­le Urn­äsch trifft ro­bo­ti­sche Äs­the­tik auf lo­ka­les Hand­werk: Die Leip­zi­ger Künst­le­rin Ame­lie Gold­fuss ent­wi­ckelt ge­mein­sam mit ei­nem He­ri­sau­er Na­gel­stu­dio das Ro­bo­tic Nail Art Stu­dio. Bei die­sem Pro­jekt kön­nen Be­su­cher:in­nen ih­re Fin­ger­nä­gel von ei­nem Ro­bo­ter be­ma­len las­sen und sich gleich­zei­tig mit der Be­zie­hung zwi­schen Mensch und Ma­schi­ne aus­ein­an­der­set­zen. In Schwen­di ver­wan­delt der Mu­si­ker Pa­trick Kess­ler den Bahn­hof in ei­nen Klang­kör­per, der hör­bar macht, was sonst ver­bor­gen bleibt. In Urn­äsch wird durch das Kol­lek­tiv Streu­nen­der Hund die Land­schaft selbst zur Pro­jek­ti­ons­flä­che und aus dem fah­ren­den Zug sicht- und er­leb­bar.

«Die künst­le­ri­sche Aus­wahl ori­en­tiert sich be­wusst an Po­si­tio­nen, die sich mit po­li­ti­schen The­men aus­ein­an­der­set­zen», sagt Wid­mer. Das Pro­gramm soll nicht nur un­ter­hal­ten, son­dern auch her­aus­for­dern – po­li­tisch wie in­tel­lek­tu­ell, so der An­spruch. Ei­nen ak­ti­vis­ti­schen An­satz ver­folgt die Kul­tur­lands­ge­mein­de bei­spiels­wei­se mit ei­nem Pro­jekt beim Bahn­hof Ap­pen­zell.

Der Ver­ein Sol­iSo­li be­spielt den Ort mit ei­ner In­ter­ven­ti­on, die So­li­da­ri­tät mit ge­flüch­te­ten Frau­en und gen­der­quee­ren Men­schen the­ma­ti­siert. Über of­fe­ne Ge­sprä­che mit dem Pu­bli­kum und be­que­me So­fas am Gleis ent­steht ein Raum für Aus­tausch, der po­li­ti­schen Ak­ti­vis­mus und künst­le­ri­sche For­men be­wusst mit­ein­an­der ver­schränkt. Für die­se In­ter­ven­ti­on hat der Ver­ein ei­gens ein Waf­fel­ei­sen ent­wi­ckelt, mit dem sich Waf­feln vor dem Ver­zehr in Zie­gel­stein­form pres­sen las­sen. Die Sym­bo­lik ist für Was­si­li Wid­mer klar: «Der har­te Stein wird weich und ess­bar – die Mau­er von Mi­gra­ti­on und Ab­schot­tung be­ginnt sich auf­zu­lö­sen.»

Alt­be­währ­tes bleibt – und ver­schiebt sich

Das neue Or­ga­ni­sa­ti­ons­team er­fin­det die Kul­tur­lands­ge­mein­de nicht kom­plett neu. Be­währ­te Ele­men­te blei­ben be­stehen, wer­den aber neu ge­dacht. Da­zu ge­hört et­wa die «Send­schrift», mit der sich das Fes­ti­val selbst re­flek­tiert. In die­sem Jahr trägt die Künst­le­rin Le­an­dra Mat­tea im Zeug­haus per­for­ma­tiv ei­nen Text vor, der die Ein­drü­cke des Ta­ges auf­greift und in ei­nen grös­se­ren Zu­sam­men­hang zwi­schen Ver­gan­gen­heit und Zu­kunft stellt.

Auch die Vir­tu­el­le Re­si­denz bleibt Teil des Pro­gramms. Seit 2022 er­wei­tert sie das Fes­ti­val um ei­ne di­gi­ta­le Ebe­ne: Künst­ler:in­nen ent­wi­ckeln über meh­re­re Mo­na­te hin­weg Pro­jek­te, die schritt­wei­se on­line sicht­bar wer­den – und so auch zwi­schen den Aus­ga­ben prä­sent blei­ben.

Mit elf be­spiel­ten Hal­te­stel­len ist das Pro­gramm wohl nicht nur in­tel­lek­tu­ell und künst­le­risch her­aus­for­dernd, son­dern auch zeit­lich. Wer ver­sucht, je­den Bahn­hof zu be­su­chen, wird da­bei zwangs­läu­fig an Gren­zen stos­sen. «Theo­re­tisch ist es mög­lich, al­les zu se­hen», sagt Wid­mer, «man muss sich ein­fach ein biss­chen spu­ten.» Ge­ra­de dar­in liegt viel­leicht auch ei­ne Qua­li­tät: Die Kul­tur­lands­ge­mein­de ent­zieht sich der voll­stän­di­gen Kon­trol­le. Sie for­dert Be­we­gung, Ent­schei­dun­gen – und auch den Mut, im FO­MO-Zeit­al­ter die Be­reit­schaft zu ha­ben, et­was zu ver­pas­sen und sich da­für auf das ei­ne oder an­de­re kon­zen­trier­ter ein­zu­las­sen.

Schluss­par­ty und Zu­kunfts­plä­ne

Am Sams­tag­abend tref­fen sich Be­su­cher:in­nen, Or­ga­ni­sa­tor:in­nen und Künst­ler:in­nen am Bahn­hof He­ris­au. «In ei­nem ge­mein­sa­men künst­le­ri­schen Alp­auf­trieb lau­fen wir zu Fuss ins Zeug­haus, wo es ein Abend­essen, ein Kon­zert und ei­ne Par­ty gibt», freut sich Wid­mer. Mit dem Abend ist das Fes­ti­val aber noch nicht vor­bei: Den ei­gent­li­chen Aus­klang gibt es am Sonn­tag. «Die Kul­tur­lands­ge­mein­de wol­len wir am Sonn­tag mehr­heit­lich im Zeug­haus ge­müt­lich aus­klin­gen las­sen.»

Ne­ben dem Wunsch nach ei­ner brei­te­ren über­re­gio­na­len Wahr­neh­mung ha­ben Wid­mer und sein Kol­lek­tiv be­reits Ideen für künf­ti­ge Fes­ti­vals. «Wir kön­nen uns vor­stel­len, in den kom­men­den Aus­ga­ben die an­de­ren vier Li­ni­en der Ap­pen­zel­ler Bah­nen zu be­spie­len», sagt Wid­mer. Jetzt aber erst­mals die Li­nie zwi­schen Gos­sau und Was­ser­au­en. «Es ist ein span­nen­des Ex­pe­ri­ment.»

Es ist nicht nur ein Ex­pe­ri­ment für die Or­ga­ni­sa­tor:in­nen, son­dern auch für das Pu­bli­kum. Es dürf­te in­ter­es­sant wer­den zu se­hen, wer in den Zug steigt und wer an den Bahn­hö­fen wie­der aus­steigt und sich auf die Kunst ein­lässt. Viel­leicht liegt ge­nau dar­in die Stär­ke die­ses For­mats: dass es nichts fest­hal­ten will, son­dern et­was in Be­we­gung setzt. Zwi­schen An­kunft und Ab­fahrt liegt schliess­lich das span­nen­de Le­ben. Gu­te Fahrt!

Kul­tur­lands­ge­mein­de 2026: Sams­tag, 30. Mai, und Sonn­tag, 31. Mai, ent­lang der Bahn­li­nie Gos­sau–Was­ser­au­en.
kul­tur­lands­ge­mein­de.ch

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