Die Bleierne Feder, 8. Juli 2023 um 11:33 Uhr Hallo Saiten Mit diesem Artikel hast du den Vogel abgeschossen. Selten eine so tendentiöse Berichterstattung gelesen. Über weite Strecken aus alternativen Fakten zusammengebastelt. Vom Hörensagen. Wo ist dein Anspruch auf Qualität ? Wieso lässt du dich für diese Schlammschlacht einspannen ? Oder bist du die treibende Kraft dahinter ? Und wem nützt das alles ? Toll, wirklich eine tolle Story, vielen Dank dafür.
ehemaliges Kollektivmitglied, 7. Juli 2023 um 23:20 Uhr Als ehemaliges Kollektivmitglied bin ich einfach nur fassungslos über diesen Artikel. Wie Reto schreibt, finanzielle Turbulenzen gehörten im schwarzen Engel immer wieder dazu. Auch Streitereien im Kollektiv hat es immer wieder gegeben. Ist es jetzt wirklich nötig, diese dermassen öffentlich breitzutreten? Im Kollektiv arbeiten, heisst GEMEINSAM die Verantwortung zu übernehmen: für die politische Ausrichtung, für den Beizenbetrieb, für die Kündigungen, für die Finanzen, für die Sauberkeit, für die Stimmung... Das ist nicht immer einfach, Mitdenken und Mitgestalten ist von jedem Kollektivmitglied gefragt. Wer die Verantwortung im Nachhinein jemand anderm in die Schuhe schieben will, hat den Kollektivgedanken nicht verstanden. Lieber David Gadze und Roman Hertler, es scheint mir für Saiten einfacher zu sein, mit dem Finger im Schlamm und betriebsinternen Protokollen zu wühlen als respektvoll und faktenbasiert zu berichten. Das Manifest, das Saiten sich gegeben hat, besagt: Saiten setzt sich ein für eine nachhaltige, solidarische und konstruktive Welt. Ist das euer Beitrag zu einer solidarischen und konstruktiven Welt?
Reto Voneschen, 7. Juli 2023 um 17:07 Uhr Besten Dank der SAITEN-Redaktion für den Versuch einer umfassenden Darstellung der Geschichte des Beinahe-Kollapses des Schwarzen Engel. Transparenz gegenüber allen, die sich seit Mitte der 1980er-Jahre für die Genossenschaftsbeiz eingesetzt haben, ist mit Sicherheit auch der beste Weg, eine Wiederholung der Ereignisse in dieser für mich persönlich stossenden Form zu verhindern. Der Schwarze Engel ist Zeit seines Bestehens immer wieder in finanzielle Turbulenzen geraten; das gehört irgendwie zu so einem Projekt dazu, dass ja auch ein Lehrblätz für immer wieder neue junge Leute ist. Allerdings: Die Ursachen für den aktuellen Absturz gehen gemäss SAITEN-Darstellung offenbar massiv über fachlich Fehlleistungen hinaus. Aufklärung ist da ganz sicher wichtig, um in die Struktur der Genossenschaft Schwarzer Engel Mechanismen einzubauen, die eine Wiederholung verhindern. Und bitte: Sollte tatsächlich jemand den Schwarzen Engel aus Eigennutz geschädigt haben und man ihm dies beweisen können, sollte dieser jemand zur Verantwortung gezogen und zur Rückvergütung allfälliger Schäden vergattert werden. Man kann dieses Geld immer noch in andere, auch antifaschistische oder soziale Projekte ausserhalb des Schwarzen Engels investieren.