Sam, 1. Juli 2023 um 15:06 Uhr Irgendwie ist das auch eine Diskussion über Menschen die masturbieren und solchen die darüber schreiben oder singen.
Claudio, 27. Juni 2023 um 13:26 Uhr Die Humorlosigkeit geht mir auf den Sack. Jack ist ein Feminist, ein Punk, ein Menschenfreund.
Bixente, 24. Juni 2023 um 13:20 Uhr Ich habe mich köstlich amüsiert. Wenn verkopfte Wohlfühlstudierte Ironie nicht mehr verstehen ... Knöppel als testosterongeladene Machos ...ich kann nicht mehr
Christian, 23. Juni 2023 um 21:40 Uhr Ich möchte doch die herren? bitten nicht anzunehmen, dass ein mensch der andrea martina heisst eine frau sei. Das ist doch von gestern. Ich ging auch nie an techno-disco weil mir die musik nicht zusagt. Man muss als mensch ja nicht an jedes konzert gegen, nur weil es in der grabenhalle ist und man gerade nichts besser zu tun hat. Ich komme gerne nach st güllen um mich beleidigen zu lassen. Bier gibts noch oder nur matetee? Grüsse
brnz, 20. Juni 2023 um 10:27 Uhr Also was mir als ehemaliger Kulturschuppengeldverdiener nicht einleuchtet ist warum man als Community etwas verstösst wenn doch einzelne einfach an diesem Tag nicht arbeiten könnten, weil sie sich nicht wohl fühlen. Die durchschnittliche ü30 party war damals viel primitiver (und humorlos) und wenn kein bock drauf hatte war man froh wenn man schicht tauschen konnte. Hier geht es zudem um kunst und nicht um geldmacherei und form (punk) und inhalt (gliedgesang) passen gut zusammen, so dass man es mögen oder nicht mögen kann ohne sich falsch fühlen zu müssen.
Chrigel, 19. Juni 2023 um 22:06 Uhr Hilfe, es hat begonnen. Passend dazu (auf eine andere Sache gemünzte Einschätzung): «Überpriviligierte fundamentalistisch-freudlose akademische Sekten urbaner Prägung, die eine Gesellschaft der Verbote und der Zensur für Andersdenkende, Anderssprechende und Anders-Agierende einrichten wollen und sich dabei als gerechte RichterInnen über Gesetze verstehen, die alles andere als demokratisch zustande gekommen sind.» Viele Grüsse, ein ex-Grabenhalle-Arbeiter
Muwmuw, 19. Juni 2023 um 21:57 Uhr Wow, eine debatte über kunst über mehrere paragraphen, sobald es darum geht zu verteidigen inklusiv und nicht frauenfeindlich zu sein. Also, die Faustregel besagt ja, dass das genau die bestätigung des befürchteten sein soll.
Bixente, 19. Juni 2023 um 20:35 Uhr Absurd! Grabenhalle macht auf Moralapostel und ist damit mindestens 3 Meter im Abseits und wird unter die Dusche geschickt. Sie haben ein typisches Grundsatzproblem, partizipative Beteiligung, jedoch keine Akzeptanz. Knöppel - Kultur pur, musikalische zornige Kunst mit beissendem Humor, Kreuzstich, einfädeln, abspulen, verwickeln, blutige Finger.
Oliver Losehand, 19. Juni 2023 um 18:16 Uhr „Es ist bei Knöppel mitnichten Herrschaftsgerät, sondern viel eher organischer Rumpfbestand. Und so wird in all den einschlägigen Knöppeltexten der Penis gerade permanent vom Symbol der Potenz zu potenzieller Lächerlichkeit transformiert und wird zur Chiffre prekärer und prekarisierter Männlichkeit.“ Danke Rolf für diese wunderbaren Zeilen!
Andreas, 19. Juni 2023 um 10:13 Uhr Zwei Sachen: 1. Ich ging damals in die Grabenhalle, gerade weil ich mich immer mal wieder unwohl gefühlt habe und wegen leicht abseitiger Dinge (bei meiner Herkunft brauchte es da nicht viel). 2. Ich war am Freitag im Oberland bei Gölä an der Bar: alle zahlen cash, niemand ist vegan, brüllen ohne ersichtliches Unwohlsein „kenni "Indianer" meh!“ Mir ist klar, dass es schon immer Welten gab (der Beatle geht nicht zu Stones, Blur nicht zu Oasis, Hiphop nicht zu Heavy). Die Gräben werden nicht kleiner. No hard feelings: Aber bei Knöppel sah man beide Welten. Auch dafür gehört er gefeiert und subventioniert.
Andrea Martina Graf, 18. Juni 2023 um 13:04 Uhr 's war glaub eher das viktorianische Zeitalter, das sehr prüde eingestellt.
Mark, 18. Juni 2023 um 12:19 Uhr @Frau Graf, es muss nicht immer alles intellektuell hochstehend sein, um KULTURELL von Bedeutung zu sein und den Leuten einen Raum für die Unterhaltung u Auseinandersetzung mit der Zeit zu geben. Im Übrigen gibt es viele Codes und Gags, die für Nicht-Punk-Fans nicht unmittelbar verständlich sind. Langweilig ist es den Besuchern sicher nicht.
Andrea Martina Graf, 18. Juni 2023 um 10:54 Uhr Die wenigen Texte, die mir von Jack Stoiker bekannt sind, find ich sowas von langweilig. Im elisabethanischen Zeitalter hätten sie allenfalls Sinn gemacht, aber heutzutage ... nicht mal provokant, einfach nur gäääähn.
Flori, 18. Juni 2023 um 10:48 Uhr Diesen Entscheid verstehe ich etwa so: das ist wie wenn man bei Robert Crumb das Cover und die *schlimmsten 3 Seiten sucht und dann sein Urteil fällt. Ich finde den Entscheid ignorant und äusserst spiessig
Roman, 18. Juni 2023 um 10:15 Uhr Stark, dass Midi sich hier in den Kommentaren meldet und arschcool bleibt. Aber leider finde ich überhaupt nichts „sperrig“ in der Haltung der Grabenhalle, sondern sehr viel ängstlich und wokegesp … ähhh … weichgespült.
Mark, 17. Juni 2023 um 22:38 Uhr Dass die neuen Kulturmanager superwoke und hypersensibel sind, ist ja schon kaum mehr auszuhalten, aber dass sie nicht mehr den Unterschied zwischen Punk und Humor auf der einen Seite und Politik und Hetze auf der anderen Seite verstehen, ist ja nur noch armselig u haarsträubend. Humor ist das wichtigste Ventil für die Gesellschaft: zu sagen, was einem —- doofes, unanständiges, unmoralisches — in den Sinn kommt, zugleich aber zu wissen, dass man so nicht denken sollte bzw. darüber lachen muss. Verdrängen kommt langfristig nicht gut.
Barbara Camenzind, 16. Juni 2023 um 14:10 Uhr Grüezi, als alter weiblicher Musikpunk (4 Jahre jünger als der Autor) aus der so genannten Klassikabteilung ist es purer Zufall, dass ich Jack Stoiker kenne. ;-) Ich hab sein Auftreten als Satire über eben solche frustrierten Mannsbildern eingetütet. Mit der Unterwanderungstaktik, da eben keiner vorher mit einem Schild oben stand und eine Triggerwarnung abgab. Mir fällt auf, dass sich solche „Kunstfiguren“ dann wohl überlebt haben, wenn sie, bzw. ihre Botschaft nur noch eindimensional wahrgenommen wird. Beziehungsweise, wenn sich die Gruppe bestätigt fühlt, die eigentlich parodiert wird. (Vielleicht sollte ich mal bei den übriggebliebenen Mantafahrern nachfragen, ob Giaccobos Harry Hasler damals für sie eine ähnliche Funktion übernahm…) Grundsätzlich ist es sicher richtig, dass die Grabenhalle versucht, ihr weibliches Publikum vor möglichen Übergriffen solcher Subjekte zu schützen, die‘s einfach nicht raffen. Andererseits muss man sich als Künstler*in in Zeiten zunehmender Eindimensionalität auch gut überlegen, ob man nicht nur Provokation, sondern auch Aufforderung vermittelt. Nüd ganz äfach. Übrigens, in der bourgeoisen Hochkultur laufen ähnliche Diskurs. Weil gewisse Opernlibretti echt einfach nur noch für den historischen Mottenschrank sind. Die Musik aber fägt.
Midi, 16. Juni 2023 um 10:59 Uhr Hoi zäme, hier ist Midi bzw. Jack. FYI: Mein/unser Standpunkt war und ist, dass die Grabenhalle selber entscheiden kann und soll, wen sie auftreten lässt und wen nicht. (Als Subventionsempfänger hat sie da zwar einen gewissen kulturellen Auftrag, aber daraus abzuleiten, dass Knöppel spielen sollen fände ich gewagt.) Wir finden die Entscheidung natürlich völlig falsch und würden gerne spielen, aber eben in einer Grabenhalle die von ihrer Community getragen wird, und in dem Fall ist mir tausendmal lieber die Grabenhalle bleibt die Grabenhalle - sperrig und meinetwegen ohne Knöppel-Konzert - als dass das ein völlig austauschbarer Veranstaltungsort wird der sowas rein kommerziell betrachtet. In dem Sinne no bad feelings, wichs on und Peace! Midi