Apostel, 26. Juni 2014 um 12:31 Uhr Danke für die alternative und politische Antithese zum restlichen WM-Müll. Jedoch aufgepasst mit dem Begriff der "Multikulturalität"! Der Fokus auf den Bereich der "Kultur" kann zu einer Depolitisierung von Migration führen. Migrant_innen werden dann als Vertreter_innen einer "fremden" Kultur exotisiert, ihnen wird damit jedoch die politische und rechtliche Mitbestimmung abgesprochen (Kebap und Folklore anstatt Stimmrecht und Familiennachzug). Migranten wie die Tschutter werden dann zu "Vorzeige-Jugos" hochstilisiert, die sich zwar ihre kulturellen Eigenheiten bewahrt, aber sich vorbildlich an das "Schweizer System" assimiliert hätten. Mal ganz abgesehen davon, dass man sich durchaus fragen kann, ob es denn so etwas wie verschiedene, einheitliche Kulturen überhaupt gibt, die sich dann in einer Multi-Kulti-Gesellschaft so schön nebeneinander stellen lassen (wie am alljährlichen Begegnungstag in St.Güllen)