An das frühere Quartier zwischen Rosenbergstrasse und Bahngleisen erinnert neben der Fachhochschule nur noch die Häuserzeile mit dem Klubhaus. Lange wohl nicht mehr, denn die weitere «Aufwertung» ist bereits in Sicht. Inzwischen weiss man, dass die Stadt mit der Ausgleichskasse des Gewerbes darüber verhandelt, damit dort über die ganze Zeile eine Gesamtüberbauung entstehen kann.
Doch auch mit diesen Plänen ist noch kein Bahnhofplatz-Nord gebaut. Ob später vielleicht ein Kiosk, besser noch ein paar Läden und ein Ort des Verweilens entstehen, ist unklar. Für das Areal gibt es nur rudimentäre Baulinien- und Gebäudehöhen-Vorschriften. Die SP fordert deshalb, dass auch Nutzungsvorschriften erlassen werden, denn nur wenn die Erdgeschosse öffentlich werden, kann ein gewisses Leben im Quartier entstehen.
Bis heute ist das Areal Bahnhof Nord. Der schiefe Platz vor der Fachhochschule ist nicht einladend, den Gleisen entlang haben sich die SBB für zwanzig Jahre das Recht auf einen Parkplatz gesichert. Die Stadt will die Velos mit einem oberirdischen Parkverbot in die kostenpflichtige Velostation vertreiben. Bahnkundinnen und -kunden, Quartierbewohner und die Studierenden und Dozenten der Fachhochschule sind unzufrieden und haben bei der Stadt Mängel-Listen und Wünsche deponiert.
Der Bahnhofplatz Nord hat aber noch eine Chance. Wenn die Klubhaus-Häuserzeile neu gebaut wird, muss dort das Platz habe, was zu einem Bahnhofplatz gehört: Zuerst eine Tafel mit den Bahn-Logos, die sagt: Hier gehts zu den Gleisen. Zum Bahnhofplatz gehörten ein Dach, eine Möglichkeit sich darunter zu setzen. Ein Taxistand, Kioske, Läden, Beizen, Plakate, Veloabstellplätze ohne Zutrittsschranken – und nicht zu vergessen: die Bahnhofsuhr.
Der Heimatschutz St.Gallen/Appenzell-Innerrhoden nimmt sich am Mittwoch 20. August, 19.30 Uhr, in der Lokremise der Thematik anlässlich einer öffentlichen Podiumsveranstaltung an. Es diskutieren:
Foto: Hansueli Rechsteiner
Der St.Galler Komponist Charles Uzor hat eine Art politisches Oratorium geschrieben. Am Sonntag wurde es in der Kirche Trogen aufgeführt: The Great Wall. A Labyrinth mit dem grandiosen New Yorker Vokalensemble Ekmeles.
An den Appenzeller Bachtagen erklärte die Medienwissenschaftlerin Mercedes Bunz, weshalb die künstliche Intelligenz kreativ sein kann – und warum sie dennoch grundlegend anders arbeitet als der Mensch.
Kunstausstellung
Gesellschaftskritik, Wirbelsäulen und Gelenke, die keine sind. Im Rahmen einer Zwischennutzung zeigen vier Kunstschaffende noch bis zum 29. August ihre Arbeiten im Kubik-Areal in St. Gallen.
Die Kultur hat keine Lobby? Am Stadtkulturgespräch vom Donnerstagabend im Talhof war sie da: Vertreter:innen von acht Berufsverbänden stellten sich vor. Brennendstes Thema waren einmal mehr die Honorare.
Im Kunst Kontor Rorschach lud der Künstler Felix Stöckle zu einem Dinner, einer Ausstellung, einem Happening – zwischen Fine Dining, Keramik, popkulturellen Referenzen und der alten Idee eines geteilten Tisches.
Nach zehn Jahren in der Schweiz wollte sich Samira Rahim mit ihrer Familie einbürgern lassen. Die zahlreichen bürokratischen Hindernisse und die hohen Kosten brachten die Familie zeitweise fast dazu, aufzugeben.
Berlingen hat eine neue Methode der Interessenabwägung entwickelt: eine Analyse des Ortsbilds als Grundlage, um die wertvolle Baukultur zu erhalten und gleichzeitig die Innenentwicklung voranzubringen. Nun steht die Verankerung in der Ortsplanung an.
SP-Mann Peter Jans tritt Ende Juni 2027 aus der St.Galler Stadtregierung zurück. In seiner Partei startet die Suche nach einer Nachfolge mit einem klaren Favoriten. Bei den Bürgerlichen sind Schmiede für eine grosse Allianz gefragt.
Im Botanischen Garten St.Gallen geht es ab nächsten Samstag wundersam zu und her: Künstler:innen aus verschiedenen Sparten laden zum szenischen Rundgang unter dem Titel In der Dämmerung wächst ein Flüstern. Ein Probenbesuch.
Der Dramatiker Andreas Sauter liest am 27. August im Literaturhaus Thurgau aus seinem unfertigen Manuskript Einbruch der Wildnis. Im Zentrum des Werks steht die Frage, was es für einen gesellschaftlichen Wandel braucht.
Die deutsche Filmemacherin Regina Schilling bringt zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann Jemand, der einmal ich war ins Kino. Der Dokumentarfilm verknüpft grossartige Archivaufnahmen mit fiktionalen Szenen aus dem letzten Lebensjahr der Dichterin zu einem zugänglichen Plot.
Die SVP macht seit Wochen Stimmung gegen die geplante neue Moschee der albanisch-islamischen Gemeinschaft El-Hidaje in St.Gallen. Anlässlich eines öffentlichen Rundgangs der SP stellten die Verantwortlichen das Projekt vor – und räumten mit vielen Vorurteilen auf.
Jim Dine gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstler:innen. Seit ein paar Jahren erschafft er seine Skulpturen vornehmlich im Sittertal. In die Kunstgiesserei verliebte sich der Pop-Art-Pionier bei seinem ersten Besuch vor fast 20 Jahren.
Alles deutet drauf hin, dass die Uni St.Gallen demnächst in den bisherigen Hauptsitz der Helvetia-Versicherung, geplant vom Basler Architekturbüro Herzog und de Meuron, als zweiten grossen Standort auf dem Rosenberg einziehen kann. Zusätzlich ist ein Holzbau mit Seminarräumen in Planung.
Der FC St.Gallen zeigt sich gegen Sheriff Tiraspol von seiner besten Seite und gewinnt das Spiel nicht nur souverän, sondern auch hoch mit 5:1. Weiter geht's im Playoff gegen den FC Nordsjælland aus Dænemark.
Jubiläum
Durch bunte Galaxien bis in ein Meer aus Katzenstreu. Die Ausstellung «Hinter’m Mond» vom Künstler:innenkollektiv U5 und Monika Stalder im Stellwerk in Heerbrugg lädt zu einer intergalaktischen Reise ein.
Die Ostschweizer Band Drill bringt mit Catharsis eine neue EP raus. Die sechs Songs sind ein wilder Ritt auf schweren Gitarrenriffs, bei dem Metalcore auch mal auf Hyperpop trifft.
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 7: Rathausoper Konstanz, Charles Uzors The Great Wall. A Labyrinth, Clanx-Festival und Rundgänge zu Wiboradas Schwestern.