Urs Kaufmann, 8. Juni 2017 um 12:06 Uhr DANKE für Deine Worte! Du sprichst Bände! Musste leider schon selbst die Erfahrung machen, dass man finanziell Schiffbruch erlebt, wenn man einen guten Künstler für eine Sonntags-Show in der Grabenhalle bucht. "Twinscapes" (Bassist von Porcupine Tree). Gerade mal 10 Knochen fanden sich ein (Vielen Dank nochmals!). Leider aber keine Spur von den Revolutions-Führern. Anyways, ist ja mein Problem. Immerhin gab es einen kleinen Zustupf von CHF 500.00 von der Stadt St. Gallen (Auch hier ein Danke). Was ich damit sagen will. Das Weihern Open Air ist ein Bünzli-Anlass! Genau so wie das St. Galler Fest, das Honky-Tonk Festival etc. Hier geht es um KOHLE und nicht um Kultur! Während also dem Weihern Open Air Veranstalter die KOHLE in den Arsch geschoben wird, muss ich leider als Bünzli um 16.00h noch arbeiten, um den Verlust wieder wett zu machen und habe keine Zeit, mich im Stadtpark zu treffen und gross auf Empörung zu machen. So was kotzt mich einfach an!!
Philippe Rieder, 5. Juni 2017 um 13:55 Uhr ...und da sind sie wieder, die Grabenkämpfe. Ja, ich bin auch nicht gerade glücklich mit der grossspurigen Revolutionsrhetorik. Ja, auch ich wünsche mir etwas mehr "Stadt für Alle" und nicht nur Freiheit fürs Event-Unternehmertum. Aber was R9000 meiner Meinung nach unterm Strich und unter den ganzen Bünzli-Kampfbegriffen will, die aus der Frustration entstanden sind, ist ein runder Tisch für Alle. Und genau das müsste im Sinne der Gastautorenschaft sein. Also kommt am Mittwoch in den Stadtpark. Diskutiert mit. Überzeugt uns von eurer Vision. Anstatt wie meistens in SG etwas von Grund auf kleinzureden, weil es einem nicht weit genug geht oder aus einer anderen Ecke kommt. Wie ihr sagt: das ganze hat noch keine echte Stossrichtung aber ev. Sollten wir mal zusammen reden, was wir denn für diese Stadt möchten.... Gruss Philippe
uvo, 4. Juni 2017 um 06:33 Uhr danke für die vielschichtige denkanstösse und fürs namentlich dafür einstehen
Daniel Steuri, 2. Juni 2017 um 18:02 Uhr Danke für euren Beitrag, ich fühle mich an die Reithallen-Diskussion erinnert. Wollte da nicht ein Stadtbekannter Organisator per Volksabstimmung uns dazu bewegen, die Reithalle endlich zur Eventhalle um zu funktionieren? Damit wir endlich auch Bands wie "Blumentopf" auf Stadtboden geniessen können? Ich bin nicht von hier, aber bei meiner Ankunft in St.gallen habe ich mich mit vielen Anderen für eine "Halle für Alle" eingesetzt und unendlich viel meiner freien Zeit für eine unabhängige Kultur investiert , dazu kann ich auch heute noch stehen. Die Grabenhalle , notabene Asyl des Weihern-Debakels, war und ist für mich immer noch Der Ort der Revolution gegen das bünzlitum.mal schauen, ob die 2000 revolutionäre auch hinkommen, das wär mal was. Wahrscheinlich verbietet Ihnen Mami und Papi dahin zu gehen, und die anderen gehen auch kaum hin. Wer geht schon donnerstags an Konzerte für 8.- wo es noch ein gratis Bier gibt dazu? Das kann ja nichts gescheites sein, sonst würde das viel mehr kosten. Geht doch an die Stadtparkrevolution ihr Kulturverträumten, die Che Guevara Shirts nicht vergessen, ich bin zu müde und eure Revolution interessiert mich einen Furz.
kwakiutl, 2. Juni 2017 um 15:52 Uhr Toller und wichtiger Beitrag, welcher auf die wirklichen Unschönheiten in unserer Stadt hinweist. Und diese sind, meiner Ansicht nach, nicht massgeblich ein Werk der sogenannten Bünzlis, sondern der geschichtsblinden und selbstverliebten Versuche, mit ein paar griffigen Schlagwörtern (die 68er drehen sich im Grabe um..) auf dem Rücken der Kultur ein Höchstmass an Aufmerksamkeit zu erhaschen.. Dank an das schreibende Kollektiv (möge es so anonym sein wie es gerne möchte..)
SENF - Das St.Galler Fussballmagazin, 2. Juni 2017 um 14:00 Uhr @Consecutio: Der SENF ist nicht anonym. Sowohl im Heft als auch online (http://senf.sg/impressum/) finden sich unsere Namen. Wir schreiben aber als Kollektiv.
Die Gastautoren, 2. Juni 2017 um 13:54 Uhr Den Versuch einer Dekonstruktion des Weihern Openairs haben wir mit dem Text unternommen, jetzt schliessen wir uns gerne einem mittlerweile abgeänderten Post der Revolutionäre an: „Vergesst Weihern - nutzt die Revolution“. Und reden wir über Inhalte, statt wie in den Kommentarspalten moralisch-empört über die Anonymität, die wir hier preisgeben. Wir hatten die Namen schlicht als irrelevant erachtet und wollten keine personalisierte Diskussion lostreten. Wir sind der Meinung, dass gerade die Verknüpfungen/Verstrickungen und der Fokus auf einzelne Personen und Projekte der Idee einer breiten solidarischen Bewegung zuwiderläuft. Dafür erscheint gerade auch die "Revolution9000" ein gutes Beispiel. In dem Sinne: stürzen wir uns in die inhaltliche Diskussion - gegen die ökonomische Verwertungslogik! Der Text entstand im Kollektiv - "Mir schaded de wirtschaft": Roman Rutz, Matthias Fässler, Christian Huber, Hans Fässler, Tim Rüdiger
Doro, 2. Juni 2017 um 13:15 Uhr Genau, warum anonym? Warum pocht Saiten nicht darauf, die Verfassenden mit Namen nennen zu dürfen? Soooo brisant ist der Text ja nun auch wieder nicht...
Consecutio, 2. Juni 2017 um 13:10 Uhr Wo bleibt eigentlich die Empörung über die Anomymität beim Senf-Kollektiv?
Andi Mueller, 1. Juni 2017 um 21:39 Uhr Wow. Endlich spricht jemand aus, was so viele denken. Herr Aemisegger hat zu hoch gepokert und ist grandios gescheitert. Er wollte mit seinem Open Air und seinen Profitoptimierungsmassnahmen immer grösser, lauter und auch elitärer werden. Alles unter dem Deckmantel "Kultur". Wie schön, hat ihn die Schutzverordnung Drei Weihen gestoppt. Es ist anzunehmen, dass er mit seinem Gejammer und dem Aufruf zur "(Pseudo)Revolution" nur erreichen will, dass er nächstes Jahr mit seinem Konzept "grösser, lauter, hipster" eine Bewilligung für einen Monsteranlass auf Drei Weihern erhält. Offenbar unterstützt ihn die Stadt St. Gallen sogar mit Fr. 10'000. Wofür eigentlich?
Frank A. Meyer, 1. Juni 2017 um 17:29 Uhr Ich kann vielen Punkten nur zustimmen. Wie wichtig wärs da mit Namen hin zu stehen! Was soll das?
Lukas Hofer, 1. Juni 2017 um 17:23 Uhr Sehr guter Artikel, der vieles aufdeckt und so auch die Scheinheiligkeit der Veranstalter bloss stellt. Wunderbar. Spricht mir aus der Seele. Danke.
Roger Berhalter, 1. Juni 2017 um 17:02 Uhr ja, ein schöner beitrag, auch wenn ich vieles anders sehe. aber warum anonym?!?!? das entkräftet den text. man kann von dario aemisegger halten, was man will. aber er steht wenigstens hin und hält den kopf hin. anonym rumstänkern kann jeder, und das geschieht im netz leider schon genug.
Revolution 9000, 1. Juni 2017 um 17:00 Uhr Liebe anonyme, allgemeine gesellschaftliche Fragen abhandelnde Schreiber und Schreiberinnen. Unsere Idee: "Wir wollen ehrlich, mutig & offen Leben. Wir wollen miteinander statt übereinander reden. Haltung, Mut und Vision. Das ist unsere Revolution! Der Bünzli ist ein ignoranter, kleinkarierter und missgünstiger Besserwisser. Er hockt in uns allen. Direkt neben der Revolution. Er weiss es besser aber macht es nicht." Wir laden euch herzlich ein, auch in den Stadtpark zu kommen und mit allen zu reden, statt hier anonym über gerade mal einen von uns zu herzuziehen. Er hat bestimmt nicht alles richtig gemacht, das macht niemand der etwas wagt, aber er hat etwas gemacht und ist dafür hingestanden - ohne sich wegen "allgemeiner gesellschaftliche Fragen" zu anonymisieren. Macht es besser und erklärt den Leuten im Stadtpark, wie es besser ginge! Dafür treffen wir uns dort - für die freie Meinungsäusserung und Diskussion ganz ohne Hierarchie! Und nochmals aus unserer Idee: "Wir haben vergessen, dass wir Menschen mit Sport, Wirtschaft & Kultur nur gemeinsam abheben können. Wir wollen das bereinigen. Demokratisch und echt. Ehrlich und fair. Unter den Bäumen mit allen – im Stadtpark zu Sankt Gallen." @Marcel Baur: Die Demonstration richtet sich gegen den Bünzli in uns allen und gegen jene, die vom Bünzli in sich selber beherrscht werden. Sie setzt sich ausserdem für ein grossartiges Sankt Gallen und einen gesellschaftlichen Diskurs ein, wie wir ihn seit Generationen nicht mehr hatten. Nämlich mit allen und absolut gleichberechtigt unter den Bäumen im Stadtpark zu Sankt Gallen.
Ostler, 1. Juni 2017 um 16:13 Uhr Sehr sehr schöner Beitrag auf den wie lange haben warten müssen. Vielen Dank!
Marcel Baur, 1. Juni 2017 um 15:51 Uhr Schade, dass sich die Gastautoren, beinahe in jedem Abschnitt mit "wir finden es ja gut, aber..." entschuldigen. Ich kann nicht beurteilen, ob es sich bei der Revolution tatsächlich nur um "persönliche empfundene Unrechtbehandlung" handelt. Ich hoffe einfach nicht, dass die Autoren diesen Text aus den selben Gründen geschrieben haben, nämlich, weil ihnen die "Revolte" vor der Nase weggeschnappt wurde. Den Verdacht werde ich auf jeden Fall nicht ganz los. Da noch niemand so genau weiss, wer am nächsten Mittwoch im Stadtpark auftaucht und was sich daraus entwickelt, hätte ich erwartet. dass der, mit Vorbehalten vollgestopfte Text, im Nachhinein veröffentlicht wird. Erst dann lässt sich wirklich sagen, ob sich die Revolution GEGEN jemanden speziell richtet oder es eben doch um eine Stadt FÜR ALLE geht.