Als «Therapie gegen die Entphantasierung der Gesellschaft» versteht Stadtlesen-Initiant Sebastian Mettler seine Bücher-Tournee durch ingesamt 26 deutsche und österreichische Städte – und St.Gallen. Fantasy, populäre Romane und Sachbücher bilden denn auch das Gros des Lesestoffs in den Regalen und Buchtürmen rund um die Sitzkissenlandschaft. Über hundert Verlage stellen die Bücher zur Verfügung, zum Hierlesen und, falls gewünscht, auch zum Kaufen – günstiger als im Buchhandel, wie die örtliche Leiterin Irma Skenderovic sagt.
Stadtlesen: bis 18. Juni, jeweils ab 9 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit, Gallusplatz St.Gallen. stadtlesen.com
Schweizer Belletristikverlage wie Bilgerverlag, Nagel & Kimche, Kein & Aber, Rotpunkt, Der gesunde Menschenversand etc. sucht man allerdings vergeblich, einen Bezug zum Verein Buchstadt St.Gallen ebenfalls. Die Zusammenarbeit, via Stadtverwaltung, beschränkt sich auf das örtliche Leseprogramm. Dort ist immerhin eine junge Schweizer Autorin zu Gast: Am Samstag um 15.30 Uhr liest Julia Weber aus ihrem im Limmatverlag erschienenen Roman Immer ist alles schön. Zuvor ist bereits ab halb zwei Uhr das Literaturnetz Ostschweiz der Gesellschaft für deutsche Sprache und Literatur GdSL zur Stelle: Kinder der Begabtenförderung und drei Autorinnen lesen neue Texte.
Morgen Freitag sind von 19 Uhr bis 20.30 Uhr ebenfalls junge Stimmen mit Texten und Slam Poetry zu hören, darunter Livia Miliffi und Juno Stevens. Die St.Gallerin mit bürgerlichem Namen Stefanie Böni erschreibt sich ein eigenes Fantasy-Universum; der erste Teil ihrer Wolfsblut Chroniken ist 2016 erschienen, diesen Sommer soll Teil zwei folgen, und aus beiden wird Juno Stevens lesen. Veranstalterin dieses Programms ist die Offene Jugendarbeit Zentrum.
«Stadtlesen verwandelt den Gallusplatz in ein stimmungsvolles Lese- und Vorlesezimmer», wird Stadtpräsident Thomas Scheitlin im Programmheft zitiert. Vorlesen könne denn auch jede und jeder, bekräftigt das Veranstalterteam: Wer einen guten Text hat, sei willkommen am Mikrofon.
Die Jury (Bild) hat gewählt, die Schweizer Literaturpreisträger stehen fest und gehen auf Lesetour. In St.Gallen treten am selben Abend gleich drei Preisträger auf – an zwei Orten. Konkurrenz in der Buchstadt...
Seit 35 Jahren untersucht Patrick Rohner Naturprozesse, insbesondere im Zusammenhang mit Geologie, zeichnerisch, malerisch und bildhauerisch. Die Ausstellung «Faltungen» im Museum Bickel zeigt noch bis zum 22. November einen Querschnitt dieser kontinuierlichen Beschäftigung.
Vor dem Karlstor ein Picknick unter Bäumen am Ufer, die Mittagspause mit den Füssen im Wasser vor der Kantonsschul-Bibliothek oder ein Bier am Bächlein zwischen der Bar La Buena Onda und dem «Bierhof» – das alles soll gemäss der Machbarkeitsstudie «Alte Steinach» möglich werden. Am Montag haben sie die Verantwortlichen vorgestellt.
Delfine, Herzen und Flaggen. Die «Illo Konstanz Vol. 5» zeigt über 60 Arbeiten von internationalen Illustratoren. Die Schau lässt viel Raum für eigene Zugänge, übt aber auch Kritik und zeigt Haltung.
Nachruf auf Urs Ullmann
Bücherherbst: Mondläufer von Daniel Badraun
Eine benzinbetriebene Glühbirne? Ein robustes Schnapsglas? Oder ein Katzenhalsband, das die Raubtiere vom Vögelfangen abhalten soll? Im Historischen Museum Thurgau schlummern einige Gegenstände, deren Funktion auf den ersten Blick nicht ganz klar ist. Thomas Götz, Martina Hügi und Stefan Keller mussten diese am Icon Poet herausfinden.
Die St.Galler Rockband The Black Salt veröffentlicht ihr zweites Album. Und verabschiedet sich ein Stückweit von ihren Anfängen.
Die Welt ist in stetem Wandel. Und manche Veränderungen sind irreversibel – Gletscher schmelzen, Tier- und Pflanzenarten sterben aus. Die Ausstellung «Flimmern» widmet sich der Bewusstwerdung dieses Wandels – und dem Schmerz, den er auslöst.
Die Grundlagen, mit denen die Befürworter:innen die dritte Autobanhröhre durch den Rosenberg in St.Gallen und die Teilspange mit dem Anschluss im Güterbahnhofareal fordern, basieren auf fragwürdigen Zahlen. Zu diesem Schluss kommt der Raum- und Verkehrsplaner Thomas Hug-Di Lena.
Die St.Galler Tanzkompanie feierte vergangenen Samstag mit From England with Love Premiere. Das Stück wagt sich abermals aus dem Gleichschritt – mit unmissverständlichen Gesten.
Das Kunsthaus Bregenz zeigt in der neuen Ausstellung Arbeiten der US-amerikanischen Künstlerin Torkwase Dyson. Ausgangspunkt ihrer grossformatigen geometrischen Skulpturen und poetischen Malereien bildet das Leben und die Befreiung Schwarzer Menschen.
Wie stehts heute um die Gleichstellung? Und wie war das früher? Die Pop-up-Ausstellung «Frauenspuren im Hallenbad» in Gossau arbeitet ein Stück Gesellschaftsgeschichte auf. Zeigt, wo es heute noch hakt, und dass es nicht bleiben muss, wie es ist.
Kolumne: 24/7 Traumacore
Theater
Johanna und Szilamer arbeiten seit vier Jahren als Erntehelfer:innen in Fruthwilen. In ihrer Heimat Rumänien ist die wirtschaftliche Lage angespannt und die körperliche Arbeit auf dem Feld sind sie gewohnt.
Am 29. Oktober entscheidet die SP der Stadt St.Gallen, wen sie in die Ersatzwahl um den Stadtratssitz von Peter Jans schickt. Was ursprünglich wie eine Formalität aussah, hat sich zu einem spannenden Rennen entwickelt. Mit offenem Ausgang.
Jock Kobels zweiter Fall
Musik
Heppelers Bestiarium
Nach einer ganz passablen ersten Halbzeit der Espen sowie Führung durch einen Elfmeter von Görtler vor der Pause, spielen die St. Galler dieses Resultat anschliessend herunter und holen sich die 3 Punkte.