Das kantonale Sozialamt müsste dann schnell für rund 1.200 zusätzliche Menschen Platz schaffen. „Vor allem wären wir bei der Unterbringung und Betreuung stark gefordert“, sagt Amtsleiterin Florentina Wohnlich. Bis jetzt stehen dem Kanton rund 300 Plätze in sechs Durchgangsheimen zur Verfügung. Diese werden von der Peregrina Stiftung, einer Institution der Landeskirchen, betreut.
Bund will Situation in Empfangszentren entschärfen
Aktuell spitzt sich vor allem die Lage in den Empfangs- und Verfahrenszentren (EVZ) zu, von denen eines in Kreuzlingen steht. Diese Zentren werden vom Bund betrieben und sind die ersten Anlaufstellen für Asylsuchende. Die Situation in den EVZ soll entschärft werden. Dafür sucht der Bund zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten in Schutzanlagen und anderen Einrichtungen. Auf dem Gebiet der Stadt Kreuzlingen und in der Gemeinde Sulgen bestehen solche Möglichkeiten.
In den Kantonen St. Gallen und Schaffhausen hat der Bund den EVZ vorgelagerte Voraufnahmezentren eingerichtet, wo Asylsuchende untergebracht werden, bis sie in einem EVZ befragt und registriert werden können. Zivilschutzangehörige betreuen diese Einrichtungen. Im Kanton Thurgau gibt es keine Voraufnahmezentren und vorerst auch keine Zivilschutzangehörigen für die Betreuung von Asylsuchenden.
Kapazitäten der Durchgangsheime werden erhöht
In einer ersten Phase erweitert das kantonale Sozialamt bis Ende Jahr die Kapazitäten der Durchgangsheime um 50 bis 90 zusätzliche Plätze. In einer zweiten Phase verteilt das Sozialamt nach einem vom Regierungsrat nach Massgabe der Einwohnerzahlen festgelegten Schlüssel die Asylsuchenden auf die Gemeinden. Amtsleiterin Florentina Wohnlich rechnet mit einer Zunahme der Flüchtlingszahlen, ist aber zuversichtlich, dass die Herausforderung bewältigt werden kann.
Kanton St. Gallen öffnet zusätzliche Unterkünfte
Im kommenden Winter werden in den Städten St. Gallen und Rapperswil-Jona für vier Monate je eine Jugendherberge für die Unterbringung von insgesamt 143 Asylsuchende bereitgestellt. In den bestehenden, auf den Kanton verteilten Zentren stehen 500 Plätze zur Verfügung, in den temporär geöffneten Zivilschutzanlagen Riethüsli in St. Gallen und Holz in St. Gallen-Kappel können maximal je 100 Plätze angeboten werden. Im Zentrum Thurhof gibt es zudem bis zu 27 Plätze für unbegleitete minderjährige Asylsuchende.
In Amden (maximal 120 Plätze) und Vilters-Wangs (maximal 150 Plätze) öffnen im Januar 2016 zwei weitere kantonale Zentren für Asylsuchende. Die Einsprachen wegen der baulichen Veränderungen an den bestehenden Gebäuden sind erledigt, der hartnäckige Widerstand in Teilen der Bevölkerung besteht aber weiterhin.
Analog der Eventualplanung im Kanton Thurgau plant auch der Kanton St. Gallen, bei der Verlagerung der Migrationsströme an die östliche Landesgrenze den Bund zu entlasten. Zivilschutzanlagen im Rheintal, im Werdenberg und im Sarganserland – allenfalls auch die geschützte Operationsstelle des Spitals Walenstadt – werden zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt.
SP-Mann Peter Jans tritt Ende Juni 2027 aus der St.Galler Stadtregierung zurück. In seiner Partei startet die Suche nach einer Nachfolge mit einem klaren Favoriten. Bei den Bürgerlichen sind Schmiede für eine grosse Allianz gefragt.
Im Botanischen Garten St.Gallen geht es ab nächsten Samstag wundersam zu und her: Künstler:innen aus verschiedenen Sparten laden zum szenischen Rundgang unter dem Titel In der Dämmerung wächst ein Flüstern. Ein Probenbesuch.
Der Dramatiker Andreas Sauter liest am 27. August im Literaturhaus Thurgau aus seinem unfertigen Manuskript Einbruch der Wildnis. Im Zentrum des Werks steht die Frage, was es für einen gesellschaftlichen Wandel braucht.
Die deutsche Filmemacherin Regina Schilling bringt zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann Jemand, der einmal ich war ins Kino. Der Dokumentarfilm verknüpft grossartige Archivaufnahmen mit fiktionalen Szenen aus dem letzten Lebensjahr der Dichterin zu einem zugänglichen Plot.
Die SVP macht seit Wochen Stimmung gegen die geplante neue Moschee der albanisch-islamischen Gemeinschaft El-Hidaje in St.Gallen. Anlässlich eines öffentlichen Rundgangs der SP stellten die Verantwortlichen das Projekt vor – und räumten mit vielen Vorurteilen auf.
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Jubiläum
Durch bunte Galaxien bis in ein Meer aus Katzenstreu. Die Ausstellung «Hinter’m Mond» vom Künstler:innenkollektiv U5 und Monika Stalder im Stellwerk in Heerbrugg lädt zu einer intergalaktischen Reise ein.
Die Ostschweizer Band Drill bringt mit Catharsis eine neue EP raus. Die sechs Songs sind ein wilder Ritt auf schweren Gitarrenriffs, bei dem Metalcore auch mal auf Hyperpop trifft.
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