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Bad News.ch

Die Nachrichten-Plattform News.ch mit Sitz in St.Gallen geht nach 16 Jahren in Klausur. Es ist das Aus für einen Online-Pionier, der viele Jahre auch mit dem Saiten-Magazin verbandelt war.
Von  Frédéric Zwicker

«Wir stellen den Betrieb in der jetzigen Form ein und prüfen verschiedene Optionen für ein neues und zeitgemässes Konzept», sagt Pino Stinelli, Co-Geschäftsführer und Mitbegründer von news.ch.

Vadian.net, die Herausgeberin von news.ch, unterstützte während mehr als 20 Jahren auch Saiten. Unter anderem betreute Stinelli mit dieser Plattform rund fünf Jahre lang die Kulturagenda von Saiten.

Die Plattform Vadian.net werde weiterhin bestehen, sagt Stinelli. Man konzentriere sich nun auf wetter.ch, stellenmarkt.ch, den Relaunch von domains.ch, und erfolgreiche Mobile Produkte wie aspsms.com.

Das «Nicht-Medium»

News.ch leistete in der Schweiz Pionierarbeit in Sachen Online-News. Das Unternehmen war gemäss den Betreibern das erste, das einen Gesamtüberblick über das Geschehen in der Schweiz lieferte.

In den ersten Jahren nach der Jahrtausendwende war das ebenso revolutionär wie erfolgreich. Damals versorgte die hauseigene Redaktion externe Anbieter wie Sunrise, Orange, Bluewin, die Axpo Superleague und viele mehr täglich mit Nachrichten aus der Schweiz.

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War 16 Jahre im Geschäft: news.ch

Die Hauptaufgabe der news.ch-Redakteure bestand damals darin, sperrige SDA-Meldungen, die per Satelliten-Feed und noch nicht im Internet versendet wurden, zu lesergerechten Portionen zu verarbeiten und den Abnehmern zur Verfügung zu stellen.

Da ein Medienunternehmen, das ausschliesslich im Internet publiziert, in jenen Zeiten etwas Kurioses war, wurde News.ch im Vertrag mit der SDA als «Nicht-Medium» bezeichnet.

Qualität vor Quantität

Der Hauptgrund für das Aus von news.ch liegt indes in der Entwicklung der Werbeeinnahmen. «Der Wert eines Pageviews, also eines Seitenaufrufs, ist seit unseren Anfangszeiten um den Faktor 10 gesunken», erklärt Stinelli. Die Einnahmen aus Werbeinseraten seien heute entsprechend zehnmal tiefer als damals. «Insgesamt werden mit Online-Werbung zwar immer höhere Umsätze erzielt. Die Einnahmen fliessen aber in erster Linie zu Google und Facebook.»

Stinelli und sein Team legen Wert auf Qualität. Sie waren deshalb nicht bereit, mit lustigen Katzenvideos mehr Traffic auf ihre Seite zu bringen. Die Entwicklung der Preise habe aber dazu geführt, dass sich eine News-Seite mit Beiträgen von journalistischer Qualität nicht mehr wirtschaftlich erfolgreich betreiben lasse.

Kündigungen, Ruhe und Gespräche

Das hat zur Folge, dass jetzt 12 Mitarbeitern ihre Festanstellung gekündigt wird. Zusätzlich verlieren regelmässige Kolumnisten wie beispielsweise Regula Stämpfli oder Jürg Zentner ihre Schreibaufträge. Insgesamt sind es rund 20 Mitarbeiter, die unter der Klausur leiden.

Zurzeit werden intensive Gespräche mit verschiedenen potentiellen Investoren und innerhalb des Teams geführt. «Jetzt, wo wir das Tagesgeschäft einstellen, können wir in Ruhe überlegen, in welche Richtung wir uns in Zukunft orientieren wollen.» Der Online-Markt wird heute von unzähligen Spezialisten beackert. Aber wer weiss: Vielleicht gelingt ja die nächste Revolution.

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Heftvorschau 09/26
Luzern Winti St.Gallen, Neonazipfarrer, A(nita) bis Z(immermann)

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Von  Rahel Lämmler
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Nach dem Rück­tritt von Pe­ter Jans: Das Ren­nen um den va­kan­ten Stadt­rats­sitz ist er­öff­net

SP-Mann Pe­ter Jans tritt En­de Ju­ni 2027 aus der St.Gal­ler Stadt­re­gie­rung zu­rück. In sei­ner Par­tei star­tet die Su­che nach ei­ner Nach­fol­ge mit ei­nem kla­ren Fa­vo­ri­ten. Bei den Bür­ger­li­chen sind Schmie­de für ei­ne gros­se Al­li­anz ge­fragt.

Von  Reto Voneschen
Offizielles bild stadtrat 2021 Bild PD Ueli Steinbgruber

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Im Bo­ta­ni­schen Gar­ten St.Gal­len geht es ab nächs­ten Sams­tag wun­der­sam zu und her: Künst­ler:in­nen aus ver­schie­de­nen Spar­ten la­den zum sze­ni­schen Rund­gang un­ter dem Ti­tel In der Däm­me­rung wächst ein Flüs­tern. Ein Pro­ben­be­such.

Von  Peter Surber
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In den Wald hin­ein

Der Dra­ma­ti­ker An­dre­as Sau­ter liest am 27. Au­gust im Li­te­ra­tur­haus Thur­gau aus sei­nem un­fer­ti­gen Ma­nu­skript Ein­bruch der Wild­nis. Im Zen­trum des Werks steht die Fra­ge, was es für ei­nen ge­sell­schaft­li­chen Wan­del braucht.

Von  Vera Zatti
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«Ich bin mir voll­kom­men fremd, wenn ich nicht schrei­be»

Die deut­sche Fil­me­ma­che­rin Re­gi­na Schil­ling bringt zum 100. Ge­burts­tag von In­ge­borg Bach­mann Je­mand, der ein­mal ich war ins Ki­no. Der Do­ku­men­tar­film ver­knüpft gross­ar­ti­ge Ar­chiv­auf­nah­men mit fik­tio­na­len Sze­nen aus dem letz­ten Le­bens­jahr der Dich­te­rin zu ei­nem zu­gäng­li­chen Plot.

Von  Eva Bachmann
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Zu Be­such in der El-Hi­da­je-Mo­schee 

Die SVP macht seit Wo­chen Stim­mung ge­gen die ge­plan­te neue Mo­schee der al­ba­nisch-is­la­mi­schen Ge­mein­schaft El-Hi­da­je in St.Gal­len. An­läss­lich ei­nes öf­fent­li­chen Rund­gangs der SP stell­ten die Ver­ant­wort­li­chen das Pro­jekt vor – und räum­ten mit vie­len Vor­ur­tei­len auf.

Von  David Gadze
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