«Wir dürfen wieder tanzen!» So steht es mit Ausrufezeichen auf der regionalen Website des Tanzfests. Vom Schnupperkurs oder Flashmob bis zu professionellen Produktionen bietet das Tanzfest ein breites und zum Mitmachen animierendes Programm – Gelegenheit, die pandemiebedingt eingerosteten Knochen wieder in Gang zu bringen. In St.Gallen werden wie gewohnt öffentliche Plätze bespielt, daneben sind Offene Kirche, Grabenhalle oder Flon mitbeteiligt.
Tanzfest: 11. bis 15. Mai, diverse Orte
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Als «Highlights» in St.Gallen werden die Berner Compagnie Kollektiv F angekündigt, die sich mit domino race durch den öffentlichen Raum tanzt, oder Choreograf Joshua Monten mit Überlegungen zum Thema Spiel in Game Theory.
Swingsoirée, Tanznacht und Urban Dance Show gehören weiter zum Programm, das mit dem Stück MITreden der Compagnie DOXS endet, bei dem das Publikum den Ablauf der Choreografie mitbestimmt: Sollen die Tänzerinnen vom Boden angezogen werden oder wie ein Ballon in die Höhe entschweben? In Zeitlupe oder Affenzahn? Swing oder Walzer?
MITreden entführt gemäss Ankündigung das Publikum in eine bewegte Welt zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein und zeigt, wie die Kunstform Tanz kommuniziert und verstanden werden kann.
MITreden der Schaffhauser Compagnie DOXS.
Das Tanzfest findet zwischen dem 11. und 15. Mai in gut 30 Städten und Gemeinden der Schweiz statt – darunter sind in der Ostschweiz neben St.Gallen auch Rapperswil-Jona und Winterthur.
Steps mit Spitzen-Tanzensembles
Steps tanzt ebenfalls durch den Mai – das Festival bringt in seiner Ausgabe 2022 quer durch die Schweiz bis zum 22. Mai neun nationale und internationale Compagnies in insgesamt 71 Vorstellungen auf die Bühne. Für einmal ist die Lokremise St.Gallen einer der Hotspots, die Besprechung der St.Galler Premiere und mehr dazu hier.
Tanzfestival Steps: bis 22. Mai
steps.ch
In der Ostschweiz macht Steps neben St.Gallen im Phönix Theater Steckborn sowie in Winterthur und in Schaffhausen Station. Die Termine: Compagnie Massala (12.5., Schaffhausen), Annie Hanauer (16.5., St.Gallen), Portraits in Otherness (19.5., Steckborn), Wonderful World von Martin Zimmermann/Kinsun Chan (20. und 21.5, Theater Winterthur), Cocoon-Dance (22.5., St.Gallen).
Das Ensemble Cocoon Dance.
Eigentlich wollte Zsuzsanna Gahse keine Bücher mehr schreiben. Nun hat sie mit Angerichtet ihr Werk doch noch einmal erweitert. Ihre Sprache darin bleibt neugierig, humorvoll und spielerisch. Und wirkt fast wie ein Kommentar zum eigenen literarischen Schaffen.
Bücherherbst: Ausser mir von Micha Friemel
Jakob Stutz, Volksschriftsteller und Reformpädagoge mit «zwiespältigem» Charakter: Ihn lässt Ex-Kellerbühnenleiter Matthias Peter 150 Jahre nach seinem Tod noch einmal aufleben – unter anderem in Trogen, wo Stutz im Gefängnis sass.
Auf seinem neuen Album Three Chords and a Shaking Hand besingt der Rheintaler Singer-Songwriter Mo Klé die gegenwärtige Debattenkultur, Regenstürme und Selbstakzeptanz. Die Albumtaufe findet am 7. November im st.gallischen Bahnhof Bruggen statt.
Boukhalfa und Görtler bringen die Espen in Führung, welche das Team dann über die Zeit bringt.
Alexander Veljanov ist die unverwechselbare Stimme der Dark-Wave-Band Deine Lakaien. Mit seinem neuen Soloalbum gastiert er am 9. November in Frauenfeld. Ein Gespräch über Schubladen, Lüge, Wahrheit und die Frage, was Musik mit unserem Menschsein zu tun hat.
Zumthor plant in Wildhaus
Ein Wahlgang genügte: Die SP der Stadt St.Gallen schickt Peter Olibet ins Rennen um die Nachfolge von Stadtrat Peter Jans. Er erhielt 109 von 182 Stimmen. In der Fragerunde ging es um Sparpolitik, bezahlbare Wohnungen und die Frage, wie viel Opposition ein künftiges Regierungsmitglied noch machen kann.
Während Zürich und Genf geraubte Benin-Bronzen zurückgeben, laviert das Kulturmuseum St.Gallen. Derweil untersucht der Thurgau seine ethnografische Sammlung und schliess Restitutionen nicht aus. Ausserdem im Novemberheft: Der solidarische Protest der St.Galler Kulturszene gegen die Sparpläne des Kantons, die neue Ausstellung zum Zehnjährigen im Naturmuseum St.Gallen, das erste elektronische Soloalbum von Kafi-D und vieles mehr.
Seit einigen Jahren sind Benin-Bronzen in Schweizer Museen ein heisses Eisen. Im St.Galler Kulturmuseum laviert man bei der Frage einer möglichen Rückgabe zwischen Dialogbereitschaft und Verweigerungshaltung.
Bücherherbst: Nie ist alles gut von Raffael Rihs
Ein Festival über den Tod – darf das auch lustig sein? «Last Call» lädt am 31. Oktober in St.Gallen dazu ein, über das Sterben zu sprechen. Interview mit Michelle Mauchle von der Geschäftsstelle Palliative Care Stadt St.Gallen.
In St.Gallen hat am Samstag zum ersten Mal ein emanzipatorisch-antifaschistisch-queerfeministisches Kampfsportturnier stattgefunden. Wie das aussieht? Schon ziemlich brutal, aber dann auch wieder herzlich.
Bücherherbst: Unwucht von Sarah Elena Müller
Seit 35 Jahren untersucht Patrick Rohner Naturprozesse, insbesondere im Zusammenhang mit Geologie, zeichnerisch, malerisch und bildhauerisch. Die Ausstellung «Faltungen» im Museum Bickel zeigt noch bis zum 22. November einen Querschnitt dieser kontinuierlichen Beschäftigung.
Klimaseniorinnen besuchen Bern
Vor dem Karlstor ein Picknick unter Bäumen am Ufer, die Mittagspause mit den Füssen im Wasser vor der Kantonsschul-Bibliothek oder ein Bier am Bächlein zwischen der Bar La Buena Onda und dem «Bierhof» – das alles soll gemäss der Machbarkeitsstudie «Alte Steinach» möglich werden. Am Montag haben sie die Verantwortlichen vorgestellt.
Delfine, Herzen und Flaggen. Die «Illo Konstanz Vol. 5» zeigt über 60 Arbeiten von internationalen Illustratoren. Die Schau lässt viel Raum für eigene Zugänge, übt aber auch Kritik und zeigt Haltung.
Der Verein Lattich im Güterbahnhofareal St.Gallen feiert das 10-Jahr-Jubiläum. Noch immer kämpft er mit Einsprachen. Der Vorstand der Gründungsphase hat aufgegeben. Seit gut einem Jahr bilden Adelheid Karli und Florim Šabani das Co-Präsidium.
Nachruf auf Urs Ullmann