So wie 2013 (Bild oben) könnte es am Samstag wieder zu und her gehen in den Gassen St.Gallens: Das Tanzfest macht den öffentlichen zum bewegten Raum. Das beginnt heute Donnerstagabend auf dem Bohl mit Improvisationen und einem Volkstanz-Flashmob. Und setzt sich am Samstag fort mit Tanzrundgängen in der Altstadt.
Animiert werden sie von Profis, mitmachen können alle, die Titel versprechen einiges und lassen vieles offen – im Vorjahr etwa konnte man sich im Fussgängerstreifenhüpfen üben. Diesmal heisst es: «Stadtecho» am Bohl, «Ein langweiliger Tag» auf dem Aepliplatz, «umGang» am Multertor, «Callomania» auf dem Bahnhofplatz und «Instant-Composition» an der Hinteren Bahnhofsunterführung. Das Ganze mündet am Samstagabend in der Lokremise in ein kollektives Choréoke: Über die Leinwand flimmern Tanzszenen aus Filmen, das Publikum tanzt sie nach.
Wer lieber zuschaut statt mithüpft, kommt am viertägigen Tanzfest (es findet in 20 Schweizer Städten zeitgleich statt) ebenfalls auf die Rechnung. Zum Beispiel zum Auftakt heute Abend mit der Produktion «House» der iraelischen Compagnie LEV im Rahmen des Festivals Steps (Theater St.Gallen, 20 Uhr).
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Den Freitagabend bestreiten in der Grabenhalle regionale Kompagnien: Das Duo Kilian Haselbeck/Meret Schlegel tanzt sein Erfolgsstück «orthopädie or to be» – junger, explosiver Körper trifft auf älteren, fragilen. Danach zeigt die Rotes Velo Tanzkompagnie noch einmal «Uppercut». Zum Abschluss am Sonntag tritt die Formation Cambras aus Argentinien in der Grabenhalle auf und die Tanzkompagnie des Theaters St.Gallen mit «Magical Road» in der Lokremise.
Weitere Attraktionen: der Breakdance-Battle in der Lokremise (Samstag), Qi Gong-Einführungen, diverse Tanzangebote für Kinder und ein Tanzsonntag voller Workshops: Modern, Jazz, West Coast Swing, Volkstanz, Contact Improvisation, Ballett, Breakdance, Cha Cha Cha, Lindy Hop, Tanzende Stöcke, Disco, Afro, Salsa, Country, Ägyptischer, Irischer, Indischer, Arabischer Tanz…
2006 in Zürich erfunden, hat das Tanzfest inzwischen den Status eines Grossanlasses – jedoch mit starker regionaler Verankerung. In St.Gallen wird es von der IG Tanz OST koordiniert und von bekannten Namen der hiesigen freien Tanzszene organisiert: Oriana Berger, Judith Bösch, Danielle Curtius, Aline Feichtinger, Eli Frey, Jasmine Hauck, Claudia Römmel, Marco Santi, Mirjam Steinbock, Aleksandra Vohl und Cecilia Vretemark.
Und noch ein Blick nach nebenan: Steckborn ist zwar nicht Tanzfest-Station, aber traditionellerweise ebenfalls Gastspielort von Steps. Am 4. und 6. Mai sind dort im Phönix-Theater zwei indische Produktionen zu sehen: «Sama – I can try» mit der Tänzerin Arushi Mudgal und «Inhabited Geometry» von Mandeep Raikhy.
Bilder: Tanzfest/Martin Benz
www.dastanzfest.ch
www.steps.ch
Jim Dine gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstler:innen. Seit ein paar Jahren erschafft er seine Skulpturen vornehmlich im Sittertal. In die Kunstgiesserei verliebte sich der Pop-Art-Pionier bei seinem ersten Besuch vor fast 20 Jahren.
Alles deutet drauf hin, dass die Uni St.Gallen demnächst in den bisherigen Hauptsitz der Helvetia-Versicherung, geplant vom Basler Architekturbüro Herzog und de Meuron, als zweiten grossen Standort auf dem Rosenberg einziehen kann. Zusätzlich ist ein Holzbau mit Seminarräumen in Planung.
Der FC St.Gallen zeigt sich gegen Sheriff Tiraspol von seiner besten Seite und gewinnt das Spiel nicht nur souverän, sondern auch hoch mit 5:1. Weiter geht's im Playoff gegen den FC Nordsjælland aus Dænemark.
Jubiläum
Durch bunte Galaxien bis in ein Meer aus Katzenstreu. Die Ausstellung «Hinter’m Mond» vom Künstler:innenkollektiv U5 und Monika Stalder im Stellwerk in Heerbrugg lädt zu einer intergalaktischen Reise ein.
Die Ostschweizer Band Drill bringt mit Catharsis eine neue EP raus. Die sechs Songs sind ein wilder Ritt auf schweren Gitarrenriffs, bei dem Metalcore auch mal auf Hyperpop trifft.
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 7: Rathausoper Konstanz, Charles Uzors The Great Wall. A Labyrinth, Clanx-Festival und Rundgänge zu Wiboradas Schwestern.
Gegen dieses Luzern müsste der FC St.Gallen eigentlich drei Punkte einfahren. Zum Schluss muss er aber froh sein, dass es immerhin einer wird. Der Ausgleich gelingt erst weit in der Nachspielzeit per Penalty. Das Spiel zum Nachlesen im SENF-Ticker.
Herbert Rauch (1929–2012) war Briefträger und Künstler. In den Schwarz-Weiss-Fotografien des Rankweilers erscheinen Objekte wie Steine und Federn als abstrakte, grafische Gebilde. Nun ist ein Fotoband zu seinem Spätwerk erschienen, und im Schauraum René Dalpra in Altach sind seine Arbeiten ausgestellt.
Eine Bundesrätin, mehrere Nationalrät:innen und die Politrapper der Stunde: Alle kommen sie aus der Kleinstadt Wil. Eine Erkundung vor den Lokalwahlen.
Eines der vielen Gebäude des Sitterwerks, die vor genau 100 Jahren erbaute Schwarzfärberei, beherbergt heute die Kunstbibliothek und die Materialmusterschränke. Eine Aufstockung soll künftig mehr Platz schaffen.
Noch bis in den Herbst hinein und auch in den zwei folgenden Sommern bleibt die Voliere im Stadtpark eine Buvette. Ab 2029 wird sie zur «Maison des œufs», zum didaktischen Hühnerhof. Die eingereichten Ideen sahen noch ganz andere Nutzungen vor.
Der Streit ums St.Galler Verbot von Tempo 30 auf Hauptverkehrsachsen geht in die nächste Runde: Das Referendumskomitee hat die notwendigen Unterschriften gegen eine Änderung des kantonalen Strassenverkehrsgesetzes eingereicht. Damit wird das Stimmvolk über die Frage entscheiden.
Kolumne: 24/7 Traumacore
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 6: «Wegwarte 002», Sur le Lac, Winterthurer Musikfestwochen und Schlossfestspiele Werdenberg.
Der FCSG kriegt beim Auswärtsspiel in Lissabon die Grenzen deutlich aufgezeigt. Sie verlieren das Spiel 0:5. Damit geht's für den FCSG jetzt gegen Sheriff Tiraspol in der Conference League weiter. Das Spiel zum Nachlesen im SENF-Ticker.
Notizen zu Christopher Nolans The Odyssey
Anja Braun lebte bereits 18 Jahre in der Schweiz, als sie sich gemeinsam mit ihrer Familie entschied, sich einzubürgern. Es war ein logischer Schritt. Das Verfahren war es nicht immer.
Neues Buch
Bereits 1971 eröffnete Ursula Krinzinger ihre erste Galerie in Bregenz. Bis heute prägt sie die Kunstszene weit über die Bodenseeregion hinaus. Nun befasst sich die Bregenzer Sommerausstellung im Palais Thurn und Taxis mit der Galeristin.