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Bücherpost VI: Bücher wiegen schwer

Jeder Tag ist Zügeltag: Fleissige Velokuriere fugen täglich kistenweise Bücher zwischen den St.Galler Bibliotheken hin und her. Der Bücherkurier ist stolz auf seine edle Aufgabe, das Bücherschleppen.
Von  Urs-Peter Zwingli

Es gibt Zügeltage, an denen man einem Bücherfreund in eine Wohnung hilft, im fünften Stock ohne Lift. Ab der sechsten Bananenschachtel voller Bücher schmerzen die Arme und der bibliophile Lebensstil des Freundes wird verflucht. Aber eben – es sind Bücher, und die tragen mindestens so viel Erinnerung wie Gewicht mit sich. Bücher wiegen schwer, im doppelten Sinne. Bücherschleppen ist eine ehren- und verantwortungsvolle Aufgabe.

Auch Sebastian Schefer vom St.Galler Velokurier Die Fliege sagt: «Bücher sind ein fast schon nostalgisches Produkt, das zum Velokurier passt: Alles, was wir in die Hand nehmen, lässt sich eben nicht digitalisieren und online verschicken.» Schefer wuchtet sperrig-analoge Bücherboxen aus Plastik auf einen Paketrolli und versorgt so die Bibliothek Hauptpost mit frischem Lesestoff. «Klar behandle ich jedes Transportgut gleich – aber nur Bücher im Gepäck zu haben, ist schon etwas Besonderes.»

Traumjob: Velofahren und dabei Bücher entdecken

Seit heute Montag sind die Fliege-Kuriere täglich zweimal im Dreieck Hauptpost-Vadiana-Stadtbibliothek mit den Bücherboxen unterwegs. Diese Tour wird ab und zu mit einem Abstecher zur HSG-Bibliothek aufgelockert. Die aufwendige Logistik ist nötig, weil in der neuen Bibliothek Hauptpost bei weitem nicht der ganze Bestand der Vadiana und der ehemaligen Freihandbibliothek Platz hat. Bestellen die Nutzer Bücher, die nicht in der Hauptpost sind, werden diese im Vadiana-Magazin bereitgestellt und vom Kurier abgeholt. Umgekehrt bringt er auch Bücher aus der Hauptpost in die Stadtbibliothek Katharinen.

Bücherkurier, das tönt nach Traumjob: Unterwegs mit dem Velo bei Sonne, Regen und Wind auf den städtischen Strassen, im Gepäck (hoffentlich) gute Bücher, in denen man in einer Wartepause blättern kann.

Die Realität an diesem verregneten Montagmorgen ist anders: Weil rund 30 Bücherboxen und zusätzlich prallvolle Zügelkisten transportiert werden müssen, nimmt Kurier Schefer für einmal das Fliege-Auto. Und zum Blättern im Transportgut bleibt einfach keine Zeit: Zu eng getaktet ist der Alltag der Kuriere, Wartzeiten gibt es praktisch nicht. «Unser Anspruch ist, dass alle Sendungen innerhalb von spätestens einer Stunde beim Empfänger sind», sagt der 26-jährige Schefer, der seit 2006 für Die Fliege fährt und auch Co-Geschäftsleiter ist. Rund 170 Sendungen bringt der St.Galler Kurierdienst täglich von A nach B, an einem normalen Tag sind dafür drei bis vier Fahrer unterwegs.

Der Lastwagen unter den Velos

In der Regel sollen die Bibliothekstransporte aber mit dem Velo abgewickelt werden: Dafür hat sich das Fliege-Team extra ein Cargo-Velo gekauft, eine Art LKW-Velo mit einem grossen, tiefer gelegten Gepäckfach hinter dem Vorderrad. Damit lassen sich bis zu 50 Kilogramm transportieren. «Das Teil ist super, aber an das Fahrgefühl müssen wir uns alle zuerst gewöhnen», sagt Schefer.

Gewöhnungsbedürftig ist auch der neue Auftrag: Zwar haben die Fliege-Fahrer schon vorher für die Bibliotheken Bücher transportiert, nun aber kommt ein neues Gebäude hinzu. Die Fragen sind scheinbar alltäglich, aber eben doch entscheidend, wenn viele Kilos möglichst schnell verschoben werden müssen: Hat es in der Bibliothek einen Paketrolli? Und wie funktioniert eigentlich der Lift in der alten Hauptpost? «Die ersten zwei Wochen sehen wir als Test, danach sollten wir eingespielt sein», sagt Schefer.

Der Kurierjob geht an diesem Montag für einmal vor allem in die Arme statt in die Beine. Nach der fünfstündigen Schicht ist Schefer müde, wirkt aber frisch und zufrieden. Ein bisschen Traumjob ist der (Bücher-)Kurieralltag eben doch: Denn Unterwegssein fühlt sich immer gut an.

Titelbild: Velokurier Sebastian Schefer bringt frischen Lesestoff in die Bibliothek Hauptpost.

Him­mels­stür­mend und oh­ren­be­frei­end

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Charles Uzor photo Michel Canonica

Ma­schi­nen­in­tel­li­genz trifft den Ton, aber nicht die Mu­sik

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Bachtage ki und musik 1

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Arthur Stobete nah

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Ge­sell­schafts­kri­tik, Wir­bel­säu­len und Ge­len­ke, die kei­ne sind. Im Rah­men ei­ner Zwi­schen­nut­zung zei­gen vier Kunst­schaf­fen­de noch bis zum 29. Au­gust ih­re Ar­bei­ten im Ku­bik-Are­al in St. Gal­len.

Von  Vera Zatti
Transluzent Saiten 5

Das Kreuz mit den Ga­gen

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Ei­ne Por­ti­on Kunst

Im Kunst Kon­tor Ror­schach lud der Künst­ler Fe­lix Stöck­le zu ei­nem Din­ner, ei­ner Aus­stel­lung, ei­nem Hap­pe­ning – zwi­schen Fi­ne Di­ning, Ke­ra­mik, pop­kul­tu­rel­len Re­fe­ren­zen und der al­ten Idee ei­nes ge­teil­ten Ti­sches.

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Hür­de um Hür­de

Nach zehn Jah­ren in der Schweiz woll­te sich Sa­mi­ra Ra­him mit ih­rer Fa­mi­lie ein­bür­gern las­sen. Die zahl­rei­chen bü­ro­kra­ti­schen Hin­der­nis­se und die ho­hen Kos­ten brach­ten die Fa­mi­lie zeit­wei­se fast da­zu, auf­zu­ge­ben.

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Ber­lin­gen hat ei­ne neue Me­tho­de der In­ter­es­sen­ab­wä­gung ent­wi­ckelt: ei­ne Ana­ly­se des Orts­bilds als Grund­la­ge, um die wert­vol­le Bau­kul­tur zu er­hal­ten und gleich­zei­tig die In­nen­ent­wick­lung vor­an­zu­brin­gen. Nun steht die Ver­an­ke­rung in der Orts­pla­nung an.

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SP-Mann Pe­ter Jans tritt En­de Ju­ni 2027 aus der St.Gal­ler Stadt­re­gie­rung zu­rück. In sei­ner Par­tei star­tet die Su­che nach ei­ner Nach­fol­ge mit ei­nem kla­ren Fa­vo­ri­ten. Bei den Bür­ger­li­chen sind Schmie­de für ei­ne gros­se Al­li­anz ge­fragt.

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Offizielles bild stadtrat 2021 Bild PD Ueli Steinbgruber

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Von  Vera Zatti
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«Ich bin mir voll­kom­men fremd, wenn ich nicht schrei­be»

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Von  Eva Bachmann
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Zu Be­such in der El-Hi­da­je-Mo­schee 

Die SVP macht seit Wo­chen Stim­mung ge­gen die ge­plan­te neue Mo­schee der al­ba­nisch-is­la­mi­schen Ge­mein­schaft El-Hi­da­je in St.Gal­len. An­läss­lich ei­nes öf­fent­li­chen Rund­gangs der SP stell­ten die Ver­ant­wort­li­chen das Pro­jekt vor – und räum­ten mit vie­len Vor­ur­tei­len auf.

Von  David Gadze
El hidaje rundgang david gadze

Ein le­ben für die Kunst

Jim Di­ne ge­hört zu den be­deu­tends­ten zeit­ge­nös­si­schen Künst­ler:in­nen. Seit ein paar Jah­ren er­schafft er sei­ne Skulp­tu­ren vor­nehm­lich im Sit­ter­tal. In die Kunst­gies­se­rei ver­lieb­te sich der Pop-Art-Pio­nier bei sei­nem ers­ten Be­such vor fast 20 Jah­ren.

Von  David Gadze
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Noch mehr Spit­zen­ar­chi­tek­tur für die HSG

Al­les deu­tet drauf hin, dass die Uni St.Gal­len dem­nächst in den bis­he­ri­gen Haupt­sitz der Hel­ve­tia-Ver­si­che­rung, ge­plant vom Bas­ler Ar­chi­tek­tur­bü­ro Her­zog und de Meu­ron, als zwei­ten gros­sen Stand­ort auf dem Ro­sen­berg ein­zie­hen kann. Zu­sätz­lich ist ein Holz­bau mit Se­mi­nar­räu­men in Pla­nung.

Von  René Hornung
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FCSG vs. She­riff Ti­ras­pol 5:1 – St.Gal­len nach Schüt­zen­fest ei­ne Run­de wei­ter

Der FC St.Gal­len zeigt sich ge­gen She­riff Ti­ras­pol von sei­ner bes­ten Sei­te und ge­winnt das Spiel nicht nur sou­ve­rän, son­dern auch hoch mit 5:1. Wei­ter geh­t's im Play­off ge­gen den FC Nordsjæl­land aus Dæ­ne­mark.

Von  SENF Kollektiv
Senf

Jubiläum

«Je­de Ge­ne­ra­ti­on muss­te die Fir­ma neu er­fin­den»

Von  Roman Hertler
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Hin­term Bahn­gleis be­ginnt das Uni­ver­sum 

Durch bun­te Ga­la­xien bis in ein Meer aus Kat­zen­streu. Die Aus­stel­lung «Hin­ter’m Mond» vom Künst­ler:in­nen­kol­lek­tiv U5 und Mo­ni­ka Stal­der im Stell­werk in Heer­brugg lädt zu ei­ner in­ter­ga­lak­ti­schen Rei­se ein. 

Von  Vera Zatti
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Ex­ci­ting, un­hin­ged und häs­sig

Die Ost­schwei­zer Band Drill bringt mit Ca­thar­sis ei­ne neue EP raus. Die sechs Songs sind ein wil­der Ritt auf schwe­ren Gi­tar­ren­riffs, bei dem Me­tal­co­re auch mal auf Hy­per­pop trifft.

Von  Jeremias Heppeler
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Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 7

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 7: Rat­haus­oper Kon­stanz, Charles Uz­ors The Gre­at Wall. A La­by­rinth, Clanx-Fes­ti­val und Rund­gän­ge zu Wi­bora­das Schwes­tern. 

Von  Redaktion Saiten
260708 Sommertipps Till The Morning Rises Pfister Noemi