Jonathan, 26. Mai 2014 um 12:52 Uhr Mit der Ironie ist das so eine Sache ... Es heisst so schön: Die Nachricht entsteht beim Empfänger. Und vielleicht bin ich ja auch ein wenig zu sensibel. Aber soweit so gut, lieber Apostel. Das wichtigste Wort in deiner Rückmeldung ist für mich das "bisschen". Gegen ein bisschen mehr hat ja niemand etwas. Aber was in den letzten Jahren bei gewissen Partygängern so abgeht bzgl. Arroganz, Intoleranz, Egoismus, Aggressivität, etc. sprengt den Rahmen. Jetzt kann man natürlich wieder diskutieren, wer denn diesen Rahmen vorgibt und ob es überhaupt Rahmen braucht. Mein Rahmen (ja, ich befürworte das) lautet in etwa: "Ich verhalte mich andern gegenüber so, wie ich es selbst gerne hätte." Und wenn ich nicht gerne Kotze und Pisse im Hausgang habe, kotze und pisse ich eben nicht in Hausgänge. Wenn also die Partygemeinde das Wohnen in der Innenstadt befürwortet, muss sie sich halt ein bisschen zügeln. Jetzt können wir über dieses "bisschen" diskutieren :-)
Apostel, 22. Mai 2014 um 17:58 Uhr Das ist dann doch ein bisschen sehr schwarz weiss, zumal du die Ironie meines Beitrages nicht ganz geschnallt hast. Natürlich muss in der Stadt Raum sein für (primär preiswerte) Wohnungen, sogar dringend! Alles besser als Banken, Parkhäuser und grosse Einkaufsläden. Und natürlich hat der Kulturkonsum, bzw. die Konsummentalität enorm zugenommen. Dazu gehört, dass die Stadt als eine Art Club betrachtet wird. Dazu gehört eben auch das fehlende Verständnis dafür , dass Kultur mitgestalten bedeutet. Die meisten wollen die Stadt nicht mitgestalten, sondern deren Angeboten konsumieren. Da muss man dagegen halten. Genauso wie gegen die Spiesser und gutbürgerlichen Pappnasen, die sich in der Stadt einnisten und sensibel auf alles reagiert, was ein bisschen lauter, dreckiger, frecher, unkonventioneller, schräger ist.
Jonathan, 21. Mai 2014 um 10:09 Uhr Hab's schon länger befürchtet, scheint eine Tatsache: Es gibt Leute, die die Stadt nur noch als Konsummeile sehen. Einkaufen, chillen, Musik hören, Filme anschauen, grölen, saufen, kotzen, pissen, lustig sein. Dass die Stadt aber auch zum Wohnen da sein soll, wird bestritten, dass hier Leute wohnen ignoriert. Was kümmern mich die anderen? Ich will jetzt alles das haben, was mir Spass macht. Da sind offensichtlich auch gewisse Saitenkonsumenten keinen Deut besser als alle anderen. Mich würde das Resultat einer Umfrage in Saiten interessieren, die in etwa so lauten könnte: Soll die Innenstadt St. Gallens auch Wohnraum sein für Singles, Paare, Familien, Azubis und alle anderen? Urs und Apostel würden ja dann klar outen: NEIN! Andrea und ich hingegen klar JA! Unentschieden... Helfen könntn dabei sicher die Sozialraumtheoretiker, die die Schnittstellen nicht sehen resp. sträflich vernachlässigen. Ich bin dem guten Rat von Urs gefolgt, nachdem ich die Schnautze voll gehabt habe vom Kotze und Pisse putzen am und im Hausgang: Wegzug ins nahe Appenzellerland, pendeln, Steuern sparen. Kann's und soll's das gewesen sein?
Andrea Martina Graf, 17. Mai 2014 um 08:32 Uhr @Urs Wir zogen vor mehr als 20 Jahren in die Innenstadt. Der Nachtlärm hielt sich noch in Grenzen. Wer nicht selbst in der Stadt wohnt, kann sich wohl kein Bild machen, wie laut es nachts v.a. an Wochenenden zugeht. Da wird nicht nur gegrölt, sondern auch gebrüllt, gekreischt. Gäb's keinen Alkohol, würd Nachtlärm massiv zurückgehen.
Felix Mätzler, 15. Mai 2014 um 17:27 Uhr Lieber Urs Wo wohnt man denn, wenn man über Nachtlärm klagen möchte?
Urs, 15. Mai 2014 um 10:48 Uhr Liebe Andrea Martina Graf Man wohnt nicht in einer Stadt wenn man über Nachtlärm klagen möchte....
Andrea Martina Graf, 13. Mai 2014 um 05:47 Uhr Das SGFest durch 1 solches Gauklerfest zu ersetzen, wär 1 Segen. V.a. auch für uns eh schon lärmgeplagten Innenstadtbewohner. (der Nachtlärm hat enorm zugenommen in den letzten Jahren).
Apostel, 12. Mai 2014 um 12:27 Uhr Das Fest an sich und die verschiedenen Künstler_innen gefallen. Dass das Festival aber mal eben für ein ganzes Wochenende die ganze Stadt reservieren kann und gleichzeitig mit "öffentlichem Raum" und "Strassenfestival" kokettiert, nervt!