Kategorie
Autor:innen
Jahr

Die Bibliotheca Masonica und ihre Welten

Noch heute gibt es Verdächtigungen und Verschwörungstheorien über die Freimaurerei. Die Wirklichkeit ist nicht so abenteuerlich, aber immer noch spannend. In St.Gallen feiert die Freimaurer-Bibliothek Bibliotheca Masonica August Belz das 50-jährige Bestehen. Von Peter Müller
Von  Gastbeitrag
Von links: Adalbert Schmid, 1948, Maria Geldmacher-Belz, 1956, und Stefan Kehl, 1979 (Bilder: Sara Spirig)

Buchstadt St.Gallen? Bei diesem Stichwort denken viele an die Stiftsbibliothek und an die Bücher, die von hiesigen Büchermacher:innen und Verlagen gestaltet und herausgegeben werden. Die Bibliotheca Masonica August Belz steht da etwas im Schatten. Zu Unrecht. Sie gehört nämlich zu den bedeutendsten Freimaurer-Bibliotheken Europas, ist eine Schatzkammer, bei der noch vieles zu entdecken wäre. Eine Schatzkammer, die für Aussenstehende aber auch wie ein geistiges Labyrinth wirken kann.

Wie bei so manchem im kulturellen St.Gallen stand auch hier am Anfang eine private Initiative. Der aus Goldach stammende Industrielle August Belz (1907-1971) hatte in jahrzehntelanger Sammeltätigkeit eine umfassende Bibliothek freimaurerischer Literatur zusammengetragen. Testamentarisch vermachte er sie seiner Freimaurer-Loge Humanitas in Libertate in St.Gallen.

Die «stillen Schaffer» im Hintergrund

Die 4000 Werke bildeten den Grundstock der 1972 gegründeten Stiftung Bibliotheca Masonica August Belz (BMAB). Heute umfasst ihr Bestand rund 20‘000 Titel. Sie verdankt das dem Engagement von idealistischen Mitarbeiter:innen und den finanziellen Beiträgen von Sympathisant:innen und Sponsor:innen – und der Kantonsbibliothek St.Gallen, bei der sie ein Unterkommen gefunden hat. Wer einen Titel ausleihen will, muss sich also an diese Adresse wenden. Maria Geldmacher-Belz, die Tochter von August Belz, freut das alles enorm. Sie hofft, dass die Bibliothek auch gut durch die nächsten 50 Jahre kommt. Ein Spaziergang wird das nicht, in diesen digitalen Zeiten. Doch dazu später mehr.

Zuerst ein kurzer Blick in die Welt der Freimaurerei. In ihrer heutigen Ausprägung entstand sie im 18. Jahrhundert, und der Blick auf sie wird bis heute von allerlei Vorurteilen getrübt. Sie reichen von der dubiosen Geheimgesellschaft bis zur Weltverschwörung. Schaut man das Ganze nüchterner an, könnte man sagen: Die Freimaurerei ist eine spirituell-philosophische, aufklärerisch-humanistische Alternative zu den gängigen Konfessionen – ob katholisch, evangelisch oder christ-katholisch. Aber auch eine Alternative zu den geistigen Angeboten unserer globalisierten Gegenwart – von Buddhismus bis Schamanismus.

In der jüngsten Zeit hat sich die Freimaurerei auch in St.Gallen um Öffnung nach aussen bemüht. Eine gewisse Distanz wird aber bleiben, gehört dazu, gerade in diesen hektischen und umtriebigen Zeiten, wo viel zu viel «öffentlich» ist und personenfixiert. Vor allem die älteren Freimaurer halten sich noch heute gern im Hintergrund und wirken gern von dort, als «stille Schaffer» sozusagen. Und zu den Ritualen der Freimaurer:innen sind längst detaillierte Informationen greifbar – analog wie digital. Wenn man sie wirklich verstehen will, muss man sie aber erleben, muss Teil davon sein.

Eine reine Männerwelt ist die Freimaurerei übrigens nicht mehr. Für die Frauen war sie lange Zeit verschlossen, dann kam es zu einer gewissen Öffnung. Es gibt in der Schweiz inzwischen sogar eine feminine Grossloge und gemischte Logen. Erstere wird von der Grossloge Alpina anerkannt, letztere nicht. In den St.Galler Logen sind keine Frauen in den Ritualen zugelassen, bei Konferenzen und Vorträgen teilweise schon.

Wie wird man bekannter?

Der weite Horizont der Freimaurerei zeigt sich eindrücklich, wenn man im Depot der Kantonsbibliothek St.Gallen den Regalen der Bibliotheca Masonica entlang geht. Da gibt es Titel von Freimaurerei, Mystik und Alchemie bis zu Kabbala und Psychologie. Es gibt eine grosse Anzahl seltener und wertvoller Bücher, darunter Erstausgaben, historische Drucke und limitierte Auflagen. Es gibt eine umfangreiche Auswahl an freimaurerischen Zeitschriften und periodischen Veröffentlichungen. Dazu kommen Schriften von den Gegnern der Freimaurerei, die Palette reicht vom Vatikan bis zu den Pamphletisten und Esoteriker:innen der Gegenwart. Manches von alledem sind Kopien von Büchern oder Archivalien, an die man sonst nur schwer herankommt, weil sie in Privatarchiven irgendwo in der Welt untergebracht sind.

Die Bibliotheca Masonica ist damit auch ein wichtiger Ort für Forschung. Oder wäre es, wie Freimaurer Adalbert Schmid meint, der die Bibliothek sehr gut kennt. Die gut 20‘000 Titel würden wertvolles Material für Masterarbeiten, Dissertationen oder anderweitige Forschung bieten. Da sind sich die Insider einig. Nur: Wie sensibilisiert man potenzielle Nutzer:innen dafür? In unserer umtriebigen und schnelllebigen, aufmerksamkeits- und konkurrenzgetriebenen Zeit ist das keine einfache Aufgabe.

50 Jahre Bibliotheca Masonica August Belz – Ausstellung in der Kantonsbibliothek Vadiana St.Gallen: 20. September bis 6. Oktober bmab.ch

Das heisst natürlich nicht, dass die BMAB keine Nutzer:innen hat. Zu ihnen gehören neben Freimaurer:innen auch Wissenschaftler:innen oder Theolog:innen, Journalist:innen oder allgemein Interessierte. Nicht alle konsultieren die Bibliotheca Masonica dabei bewusst. Sie realisieren erst mit dem Blick auf den Bibliotheksstempel: «Das ist etwas Besonderes.» Titel, die älter als 100 Jahre sind, kann man allerdings nur im Lesesaal anschauen. Die Genehmigung für eine Heimausleihe gibt es nur in Ausnahmefällen.

St.Gallen, Zürich und Trogen

Wie vergrössert die Bibliotheca Masonica ihre Bestände? Sie macht das im Wesentlichen über drei Kanäle: Bestände anderer Freimaurer-Logen, Nachlässe von Mitbrüdern und den jährlichen Anschaffungskredit. Vor allem die angebotenen Bücherschenkungen sind heute recht aufwändig. Man muss genau prüfen, was man schon im Regal hat, was wirklich wichtig und wertvoll ist.

Eine grosse Bereicherung war 2018 der Erwerb des Nachlasses von Hans-Detlef Mebes (1938–2017), eines deutschen Freimaurer-Forschers internationalen Ranges. Mit diesem Bestand, der 170 grosse Zügelkisten umfasste, ist die BMAB definitiv auf dem Weg zur Forschungsbibliothek. Solche Bemühungen glücken allerdings nicht immer. Adalbert Schmid findet es noch heute schade, dass die Verhandlungen mit Oskar Rudolf Schlag (1907-1990) zu keinem Ergebnis kamen. Der Psychotherapeut vermachte seine 26‘000 Titel schliesslich der Zentralbibliothek Zürich.

Umso wichtiger ist für die BMAB eine Partnerbibliothek in der Region: die Collectio Magica Occulta, die sich heute in der Kantonsbibliothek Trogen befindet. Sie umfasst unter anderem Literatur zu den Illuminaten, zu östlichen Weisheitslehren und zu Gruppierungen, die nicht der Vereinigten Grossloge von England unterstehen. Damit ergänzen sich die beiden Bibliotheken optimal. Und natürlich seien beide Kataloge inzwischen online, sagt Stefan Kehl, Präsident der Stiftung BMAB, der eigentlichen Trägerschaft der Bibliothek.

Das Buch wird bleiben

Mit welcher Agenda geht die Bibliotheca Masonica in ihre nächsten 50 Jahre? Zentral sind der weitere Ausbau der Sammlung und die Erweiterung des Freundeskreises. Er wurde 1978 gegründet und hat die Aufgabe, die Bibliothek mit regelmässigen Zuschüssen zu fördern. Ein weiteres Ziel ist es, die Bibliothek durch den Einsatz digitaler Technologien und Online-Ressourcen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dazu gehört auch, dass sie Forscher:innen weltweit zur Verfügung steht.

Im Gespräch mit Stefan Kehl, Adalbert Schmid und Maria Geldmacher-Belz kommt man dabei unweigerlich auf die Zukunft des Mediums Buch. Alle drei finden, dass das gedruckte Buch etwas in der Defensive sei. Den digitalen Medien habe es aber immer noch einiges voraus: von der haptischen, lebendigen Begegnung bis zur konzentrierten, fokussierten Auseinandersetzung mit dem Inhalt. Der digital beschlagene Stefan Kehl bringt es auf den Punkt: «Unglaublich viel ist heute digital, ist sozusagen mit einem Fingerschnippen präsent. Toll, ja. Nur: Es ist ebenso schnell auch wieder weg. Beim gedruckten Buch ist das anders.»

Und die Freimaurerei selbst: Wie steht es um ihre Zukunft? Die drei Logen in St.Gallen sind nicht gefährdet, meinen die drei Interviewten. Mit dem Nachwuchs könnte es aber doch besser bestellt sein. Und auch beim Bewusstsein für die Bibliotheca Masonica gibt es Optimierungspotential. Selbst jüngere Freimaurer:innen sind eher digital unterwegs als analog. So ist das eben. Jede Zeit hat ihre eigenen Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt.

 

Jetzt mitreden:
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Dein Kommentar wird vor dem Publizieren von der Redaktion geprüft.

«Ich ma­che das für al­le, die auf ei­nen Ent­scheid war­ten.»

Seit elf Ta­gen be­fin­det sich Ve­lat Ay­din vor dem Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in St.Gal­len im Hun­ger­streik. Im Ge­spräch mit Sai­ten er­zählt der Kur­de, wo­her er kommt und wes­halb po­li­ti­scher Ak­ti­vis­mus so wich­tig ist.

Von  Daria Frick
DSC 6579

Lus­ti­ges Mas­sen­ar­ten­ster­ben

Die St.Gal­ler Fest­spie­le sind vor­bei. Oper war in­door, draus­sen im Stadt­park spiel­te die End­zeit­ko­mö­die Pla­net B. Näh­me man die Bot­schaft des Stücks ernst, müss­te die Fest­spiel-Oper auch künf­tig res­sour­cen­scho­nend drin­nen blei­ben.

Von  Peter Surber
Festspiele planet b tanja dorendorf 1095

Zwi­schen Pon­gal und Turn­ver­ein

Sin­du­jan* lebt schon sein gan­zes Le­ben in der Schweiz. Die Ein­bür­ge­rung ist fast ab­ge­schlos­sen, war aber mit ho­hen Kos­ten und ei­nem un­an­ge­neh­men Ge­spräch ver­bun­den.

Von  Andi Giger
260707 Saiten 0807 08

Ei­ne kur­ze In­dus­trie­ge­schichg­te des Sit­ter­tals

Be­vor die Kunst Ein­zug hielt, war das Sit­ter­tal in­dus­tria­li­siert. Hier wur­de ge­stickt, ge­wirkt, ge­färbt, mer­ceri­siert – aber auch ge­streikt und ge­liebt.

Von  István Scheibler
260708 Sitterwerk Industriegeschichte Das Sittertal zu Zeiten der Motorenstickerei Rittmeyer Staatsarchiv W 054 51 D 8

Kolumne: Stimmrecht

Wer ist die ukrai­ni­sche Dia­spo­ra?

Von  Liliia Matviiv

Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 2

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 2: Ki­nok-Open-Air, So­lar­ki­no, Chris­ta Nä­her – «Ex­cess», Li­ving Mu­se­um, Pool­bar Fes­ti­val, Die Le­gen­de von An­ne Bon­ny und SP-Spa­zier­gän­ge. 

Von  Redaktion Saiten
260708 Sommertipps 7 The Long Seat

Wie ein Fisch im Was­ser

In der Kunst­ka­bi­ne bei der St.Le­on­hard-Brü­cke in St.Gal­len stel­len bis Sep­tem­ber vier Per­so­nen mit Be­ein­träch­ti­gung ih­re Kunst aus. Den An­fang macht Son­ja Lip­pu­ner mit ih­rer «Roll­stuhl­kunst».

Von  Roman Hertler
Whats App Image 2026 07 01 at 22 09 10

«Kul­tur ist nicht de­mo­kra­tisch, aber zen­tra­le Grund­la­ge der De­mo­kra­tie»

Die Kunst­gies­se­rei St.Gal­len und die Stif­tung Sit­ter­werk strah­len weit über die Re­gi­on hin­aus. Fe­lix Leh­ner, Grün­der und Lei­ter der Kunst­gies­se­rei, Ge­schäfts­lei­tungs­mit­glied Till Jäck­li so­wie Pa­tri­cia Hart­mann, Co-Lei­te­rin der Stif­tung Sit­ter­werk, spre­chen im In­ter­view über die letz­ten 40 Jah­re, ak­tu­el­le Her­aus­for­de­run­gen und Zu­kunfts­plä­ne.

Von  Daria Frick  und  David Gadze
260708 Sitterwerk Andri Voehringer 01

«Schwei­gen gibt der Ge­walt Raum»

Ge­schlech­ter­spe­zi­fi­sche Ge­walt ist auch in Ap­pen­zell Rea­li­tät, und doch wird zu we­nig dar­über ge­re­det. Mit der Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung «we­r­om – schwät­ze statt schwi­ige» lu­den drei jun­ge Ap­pen­zel­le­rin­nen zum of­fe­nen Aus­tausch über Ge­walt, Prä­ven­ti­on und Zi­vil­cou­ra­ge.

Von  Marion Loher
Werom 4

Wenn Hei­mat flim­mert

Hei­mat – ein viel­schich­ti­ger Be­griff. Das Kunst­mu­se­um St.Gal­len spürt ihm ge­mein­sam mit der Werk­samm­lung der Schwei­ze­ri­schen Post nach. Zu se­hen ist die ent­stan­de­ne Schau «Hei­mat­flim­mern» bis En­de Ok­to­ber in St.Gal­len.

Von  Lisa Steurer
Ausstellungsansicht stian Stadler 1

Jung­brun­nen für den Dom

Die St.Gal­ler Fest­spie­le la­den, nach der letzt­jäh­ri­gen Pau­se, wie­der zum Tanz in die Ka­the­dra­le. Cho­reo­graf An­to­nio Ruz und die Tanz­kom­pa­nie neh­men den Raum mit Re­spekt in Be­schlag – samt dem Klos­ter­platz.

Von  Peter Surber
Bildschirmfoto 2026 06 29 um 11 44 42

Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 1

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 1: Open­air-Ki­nos, Bla­bla­bor – «Gue­ril­la Ra­dio», Mi­chail Pir­ge­lis – «HYLE», «Hei­mat­flim­mern», Kul­tur­fes­ti­val St.Gal­len, Le­on­ce und Le­na, Kunst­spa­zier­gän­ge und Mu­sik im «Flööz­li» so­wie Rund­gän­ge zum Blu­men­wies und zur Schwamm­stadt. 

Von  Redaktion Saiten
Noemi Pfister Happily Aging Dying

Der «Landesverräter» war gern am Fluss

Ernst S. und die Sit­ter

Von  Roman Hertler
2502 Max Butz 05

Musik im Rorschacherberg

Schloss­mu­sik von Big Band bis In­die

Von  Vera Zatti
Sommerbuehne by Night

Der Wi­der­stand der Ama­zo­nas­frau­en

In Kon­stanz gas­tiert der­zeit die Grup­pe As Ka­ru­a­na – ein po­li­ti­scher Frau­en­chor aus dem Ama­zo­nas. Sie zeigt mit ih­rer Mu­sik, ih­rem Tanz, ih­rer Kunst und ih­rem Wis­sen po­li­ti­sche Ré­sis­tance und kämpft für die Rück­erobe­rung ih­rer in­di­ge­nen Kul­tur.

Von  Veronika Fischer
AS KARUANA Gruppenfoto4

Vol­ler Wi­der­sprü­che

Ma­le­rin, les­bisch und glü­hen­de NS-An­hän­ge­rin. Ste­pha­nie Hol­len­stein (1886-1944) war vie­les. Ein Wi­der­spruch? Der neue Do­ku­men­tar­film von Bir­git­ta Wei­zen­eg­ger be­fasst sich mit dem Le­ben der vor­arl­ber­gi­schen Künst­le­rin.

Von  Vera Zatti
Im Schatten der Bilder Filmstillweizeneggerfilm1

Gastkommentar von Jacques Michel Conrad

Ech­te Lö­sun­gen für ech­te Pro­ble­me

Von  Jacques Michel Conrad

Der In­nen­hof als Head­li­ner

Zum 20. Mal bringt das Kul­tur­fes­ti­val in­ter­na­tio­na­le Ent­de­ckun­gen und lo­ka­le Lieb­lings­bands in ei­nen der schöns­ten Kon­zer­tor­te St.Gal­lens. Zum Ju­bi­lä­um blickt Or­ga­ni­sa­tor Lu­kas Hof­stet­ter zu­rück – und be­haup­tet sich zu­gleich in ei­nem Mu­sik­ge­schäft, das für klei­ne­re Fes­ti­vals im­mer schwie­ri­ger ge­wor­den ist.

Von  Philipp Bürkler
Digitalism 1 2022 Kulturfestival Marcello Engi
Heftvorschau 07/08/26
Kunst im Sittertal, Sommertipps

Vor 40 Jah­ren grün­de­te Fe­lix Leh­ner in Bein­wil am See die Kunst­gies­se­rei, die 1994 nach St.Gal­len zog. Und vor 20 Jah­ren ent­stand er­gän­zend da­zu die Stif­tung Sit­ter­werk, die un­ter an­de­rem ei­ne welt­weit ein­zig­ar­ti­ge Kunst­bi­blio­thek führt. Wir tau­chen ein in die­sen wun­der­sa­men Mi­kro­kos­mos im Sit­ter­tal. Aus­ser­dem in der Ju­li/Au­gust-Dop­pel­num­mer: die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps, die Fla­schen­post von An­na Stern aus Finn­land und das In­ter­view zum 100-Jahr-Ju­bi­lä­um un­se­rer Haus­dru­cke­rei Nie­der­mann. 

Saiten 260708 01 Cover 01

Dy­na­mik in Stein

Flo­ri­an Fuchs ar­bei­tet an ei­ner an­tik an­mu­ten­den, 2,5 Me­ter ho­hen Mar­mor­sta­tue. War­um in­ter­es­siert sich ein jun­ger Bild­hau­er für die­se klas­si­sche Her­an­ge­hens­wei­se? Ein Werk­statt­be­such in Fla­wil.

Von  Roman Hertler
01 Florian Fuchs Theano Foto Maria Mahler