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Die Wyborada ist 30

Vor 30 Jahren ist die Wyborada eröffnet worden. Am Samstag begeht die St.Galler Frauenbibliothek ihr Jubiläum, Lika Nüssli zeichnet.
Von  Peter Surber , 

Die Gründung der Wyborada 1987 ist die Geschichte einer Mobilisierung, wie sie typisch war für die grosse Zeit der Frauenbewegung. Den Anstoss gab die Tatsache, dass «viele Schriftstellerinnen und feministische Theoretikerinnen nicht oder nur vereinzelt in der Kantonsbibliothek Vadiana präsent waren, geschweige denn die Neue Frauenbewegung in ihrer Themenfülle»: So schreibt es Sandra Meier 2005 im Sammelband «Neue Frauenbewegung» (erschienen als 145. Neujahrsblatt des Historischen Vereins des Kantons St.Gallen).

Und auch die staatliche Zurückhaltung bei der Finanzierung, um es vornehm zu sagen, war damals der kulturpolitische Normalfall. Noch einmal Sandra Meier: «Was die öffentlichen Gelder anbelangt, war es die übliche Leidensgeschichte, von denen Frauenprojekte immer wieder besonders betroffen sind. Die Starthilfe von 15’000 Franken, die der Regierungsrat des Kantons St.Gallen für die Eröffnung beisteuern sollte, wurde von der Finanzkommission des Grossen Rates kurzerhand gestrichen. Darauf starteten die Wyboradafrauen zusammen mit der OFRA die Finanzierungskampagne ‹150 x 100 Franken sind auch 15’000 Franken›. Radio und Presse unterstützten die Idee; Schulen, Firmen und Privatpersonen spendeten so eifrig, dass nach einem halben Jahr der Kontostand bereits auf 20’000 Franken gestiegen war und über 200 Frauen dem Verein beigetreten waren. Eröffnet wurde die Wyborada am 7. Februar 1987 mit einer Ausstellung über feministische Kinderbücher – ohne öffentliche Gelder, dank grosszügiger privater Unterstützung und 1500 Stunden Gratisarbeit der Gründerinnen.»

Zum Auftakt des Jubiläums lädt die Frauenbibliothek diesen Samstag zu einem Zeichnungs-Nachmittag. Genauer: Besucherinnen und Besucher der Bibliothek können sich ein Buch auswählen, eine Passage lesen, und Lika Nüssli zeichnet dazu live, das entstehende Bild wird projiziert, die literarischen werden in visuelle Bilder übersetzt.

Der Flyer fragt, mit einer Lika-Zeichnung: «30 Jahre Wyborada – und wie weiter?». Braucht es anno 2017 noch eine spezialisierte Frauenbibliothek, ist solches Separieren nicht eigentlich passé – oder braucht es sie angesichts der anhaltenden gesellschaftlichen Ungleichgewichte zwischen Männern und Frauen erst recht? Lika Nüssli sagt von sich selber, dass sie beiden Haltungen etwas abgewinnen könne. Als Absolventin einer Meitle-Sekundarschule in Gossau habe sie einst als Jugendliche eher negative Erfahrungen mit der Geschlechtertrennung gemacht. Andrerseits dürfe man auch anno 2017 den Einsatz für die Rechte der Frau auf keinen Fall vernachlässigen.

Antworten oder zumindest Diskussionsanregungen gibt es diesen Samstag: 11. Februar, 17 Uhr an der Davidstrasse 42. Saiten kommt im Märzheft auf das Thema und auf die Wyborada zurück.

Lang­sam­keit als Mo­tor

Die St.Gal­ler Rock­band The Black Salt ver­öf­fent­licht ihr zwei­tes Al­bum. Und ver­ab­schie­det sich ein Stück­weit von ih­ren An­fän­gen.

Von David Gadze,
Theblacksalt1

Fah­nen der Ver­gäng­lich­keit

Die Welt ist in ste­tem Wan­del. Und man­che Ver­än­de­run­gen sind ir­rever­si­bel – Glet­scher schmel­zen, Tier- und Pflan­zen­ar­ten ster­ben aus. Die Aus­stel­lung «Flim­mern» wid­met sich der Be­wusst­wer­dung die­ses Wan­dels – und dem Schmerz, den er aus­löst.

Von Judith Schuck,
Flimmern Blossom 0 2 von Hoa Luo Patrik Muchenberger

Du­bio­se Zah­len zum Au­to­bahn­aus­bau

Die Grund­la­gen, mit de­nen die Be­für­wor­ter:in­nen die drit­te Au­to­b­anhröh­re durch den Ro­sen­berg in St.Gal­len und die Teil­span­ge mit dem An­schluss im Gü­ter­bahn­hof­are­al for­dern, ba­sie­ren auf frag­wür­di­gen Zah­len. Zu die­sem Schluss kommt der Raum- und Ver­kehrs­pla­ner Tho­mas Hug-Di Le­na.

Von René Hornung,
Anschluss gueterbahnhof

Grüs­se aus ei­nem kom­pli­zier­ten Land

Die St.Gal­ler Tanz­kom­pa­nie fei­er­te ver­gan­ge­nen Sams­tag mit From Eng­land wi­th Love Pre­mie­re. Das Stück wagt sich aber­mals aus dem Gleich­schritt – mit un­miss­ver­ständ­li­chen Ges­ten.

Von Andi Giger,
From England with Love

Eman­zi­pa­ti­on in geo­me­tri­scher Form

Das Kunst­haus Bre­genz zeigt in der neu­en Aus­stel­lung Ar­bei­ten der US-ame­ri­ka­ni­schen Künst­le­rin Tork­wa­se Dys­on. Aus­gangs­punkt ih­rer gross­for­ma­ti­gen geo­me­tri­schen Skulp­tu­ren und poe­ti­schen Ma­le­rei­en bil­det das Le­ben und die Be­frei­ung Schwar­zer Men­schen.

Von Sieglinde Wöhrer,
Torkwase Dyson EG Y3 A3594 Foto Markus Tretter

Vom Ges­tern in die Zu­kunft tau­chen

Wie stehts heu­te um die Gleich­stel­lung? Und wie war das frü­her? Die Pop-up-Aus­stel­lung «Frau­en­spu­ren im Hal­len­bad» in Gos­sau ar­bei­tet ein Stück Ge­sell­schafts­ge­schich­te auf. Zeigt, wo es heu­te noch hakt, und dass es nicht blei­ben muss, wie es ist.

Von Vera Zatti,
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Kolumne: 24/7 Traumacore

Ich bin Bra­ve­he­art (Mel Gib­son ty­pe shit)

Von Mia Nägeli,

Theater

Kein Kom­pli­ment

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Unreif Presse 05

Von Trans­sil­va­ni­en in den Thur­gau

Jo­han­na und Szi­lamer ar­bei­ten seit vier Jah­ren als Ern­te­hel­fer:in­nen in Fru­thwi­len. In ih­rer Hei­mat Ru­mä­ni­en ist die wirt­schaft­li­che La­ge an­ge­spannt und die kör­per­li­che Ar­beit auf dem Feld sind sie ge­wohnt.

Von Daria Frick, Bilder: Ueli Steingruber,
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Er­satz­wahl in den Stadt­rat: Vor­ent­scheid fällt an SP-No­mi­na­ti­ons­ver­samm­lung

Am 29. Ok­to­ber ent­schei­det die SP der Stadt St.Gal­len, wen sie in die Er­satz­wahl um den Stadt­rats­sitz von Pe­ter Jans schickt. Was ur­sprüng­lich wie ei­ne For­ma­li­tät aus­sah, hat sich zu ei­nem span­nen­den Ren­nen ent­wi­ckelt. Mit of­fe­nem Aus­gang.

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Jock Kobels zweiter Fall

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Der Hai­fisch beisst wie­der zu

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Heppelers Bestiarium

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Nach ei­ner ganz pas­sa­blen ers­ten Halb­zeit der Es­pen so­wie Füh­rung durch ei­nen Elf­me­ter von Gört­ler vor der Pau­se, spie­len die St. Gal­ler die­ses Re­sul­tat an­schlies­send her­un­ter und ho­len sich die 3 Punk­te.

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Mehr als vier­ein­halb Stun­den dau­er­te Der Pro­zess Pe­li­cot im Thea­ter St.Gal­len. Mi­lo Rau und Ser­va­ne Dè­cle in­sze­nier­ten ei­nen Abend über se­xua­li­sier­te Ge­walt und che­mi­sche Un­ter­wer­fung – und über ei­ne Ge­sell­schaft, die von Män­nern mehr Ver­ant­wor­tung ver­langt.

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Die Men­schen­rech­te ste­hen welt­weit un­ter Druck. Doch wie kon­se­quent setzt sich die Schweiz für sie ein? Ein neu­es Buch nimmt die Schwei­zer Men­schen­rechts­po­li­tik kri­tisch un­ter die Lu­pe. An der Buch­vor­stel­lung im Squa­re wur­de über Wi­der­sprü­che, Ver­säum­nis­se und mög­li­che Lö­sun­gen dis­ku­tiert.

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Von Daria Frick, Bilder: Ueli Steingruber,
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