Mit dem Forum «Zukunft St.Galler Innenstadt» wollen Stadtrat und Wirtschaftsverbände dem Strukturwandel und dem veränderten Einkaufsverhalten in der City begegnen. In den bisherigen Foren ist darüber nachgedacht worden, welches die Ursachen sind für die Entvölkerung, den Attraktivitätsverlust und die Rückentwicklung des Detailhandels.
Das Städtische wird tendenziell weniger
Das Fazit lautet, dass die Innenstadt als Arbeitsort geprägt ist und über eine starke Versorgungsfunktion im Food- und Non-Food-Bereich verfügt. Strukturiert ist die City in drei Bereiche: Mode, Arbeit/Nahversorgung und Gastro. Verknüpft sind die drei Teile über den Hauptbahnhof, die Poststrasse und den Marktplatz. Im 30 Minuten-Radius verfügt St.Gallen über ein grosses Einzugsgebiet. In diesem Gebiet leben dreimal so viele Leute wie in der Stadt selbst.
Die Entwicklung St.Gallens stagniert. Das Städtische wird tendenziell weniger (Besucherzahlen, öffentliches Leben in den Aussenräumen und Parkplätze). Im Bereich Nachfrage macht die Einwohnerschaft einen gewichtigen Anteil aus. Internet- und Auslandshopping wachsen rasant und sind nur sehr schwer zu beeinflussen. Der Anteil an Touristen und regionalen Gästen ist noch zu unbedeutend. Diese Auswärtigen jedoch geben pro Besuch deutlich mehr aus als die Einheimischen.
Geschätzte Fussgängerzone mit gefährlicher Pflästerung
Passanten-Interviews, die im vergangenen November durchgeführt worden sind, haben unter anderem gezeigt, dass die Fussgängerzone zwar geschätzt, aber die Pflästerung unterschiedlich beurteilt wird. Die einen finden sie schön, die anderen gefährlich.
Bedauert wird die Schliessung kleiner Läden zu Gunsten grosser Ketten, und vermisst wird ein Baumarkt in der Innenstadt. Gewünscht werden mehr oberirdische Parkplätze in der Nähe der Geschäfte. Grosseinkäufe werden lieber in Shoppingcentern als in der Innenstadt getätigt.
Das Gastroangebot überzeugt nur bedingt, und Fast-Food-Anbieter werden als zu dominant empfunden. Bei den Events in der Innenstadt sind die Meinungen geteilt; die einen sehen darin eine Belebung, die anderen eine Ruhestörung, vor allem nachts. Die Ausgehmöglichkeiten in der St.Galler City werden als bescheiden taxiert. Deshalb gehen viele der Befragten zum Feiern ins nahe Ausland. Gewünscht sind in der Innenstadt Treffpunkte und Plätze mit Sitzgelegenheiten und ohne Konsumationszwang.
City-Manager soll Events koordinieren und neue kreieren
Und wie soll es nun weiter gehen bei der Verwirklichung eines besseren Zukunftsbildes für die Stadt? Dafür sind zehn Massnahmenfelder definiert worden, die nun von den Forumsteilnehmenden in Gruppenarbeiten mit Inhalten gefüllt werden sollen.
Dabei geht es um die Einsetzung eines City-Managers, der vor allem Events in der Innenstadt koordinieren und neue kreieren soll. Weitere Massnahmenfelder sind: Digitale Vernetzung, die Nutzung und Gestaltung des Aussenraums, die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten, die Verbesserung der Parkierungssituation, der Kommunikation und der Signaletik. Ebenso dazu gehören die Förderung der Smart Mobility, der Ausbau touristischer Angebote und die Ermöglichung von Zwischennutzungen vorübergehend leerstehender Räumlicheiten.
Das Projekt «Zukunft St.Galler Innenstadt» kommt mit der Arbeit an den Massnahmenfeldern nun in die heisse Phase, und wenn man den Ideen von Stadtpräsident Thomas Scheitlin folgen will, kann es sogar futuristisch werden. Im Bereich Smart Mobility etwa schweben ihm ferngesteuerte Busse in der St.Galler Innenstadt vor und Roboter, die den Leuten die Einkäufe nach Hause tragen.
Zum 36-jährigen Bestehen seiner Galerie Macelleria d'arte transformiert Francesco Bonanno ein leerstehendes Gebäude am Roten Platz in St.Gallen in ein buntes Haus voller Kunst. Was als kleines Projekt begann, wuchs zu einem Gemeinschaftswerk von fast 100 Kunstschaffenden.
St.Gallen und Luzern haben mehr gemeinsam, als man zunächst denkt – oder doch nicht? «Null41» war mit der Saiten-Redaktion in St.Gallen unterwegs.
Von St.Gallen bis nach Südafrika. Ein Ostschweizer Ehepaar reist im Landrover Defender um die Welt. Ihre Erlebnisse halten die Baumelers mit einer Kamera fest. Nun erscheint ihr Film Immer weiter in Ostschweizer Kinos – eine ehrliche Dokumentation, der eine Einordnung gut getan hätte.
«Open House St.Gallen»
Museum Herisau
Das Küefer-Martis-Huus in Ruggell widmet sich in einer Retrospektive der Wiederentdeckung einer völlig übersehenen Künstlerin: Maggy Mauritz war eine Pionierin der Graffitikunst und des Lettrismus.
Jakob Lütschg kehrte nie nach Balgach zurück. 82 Jahre nach seinem Tod im Konzentrationslager Buchenwald kehrt wenigstens sein Name heim. Der erste Stolperstein im St. Galler Rheintal erinnert an ein Leben, das beinahe vergessen ging.
Musik am See
Torreich, spannend und doch enttäuschend - nur eine Viertelstunde guter Fussball reicht halt nicht zum Punkt gegen Thun.
Nach Jahrzehnten treffen sich Eva und Franz wieder. Beide im fortgeschrittenen Alter. Viel ist passiert und doch ist da noch Zuneigung. Schwindlig heisst der neue Roman der Ostschweizer Autorin Christine Fischer, in dem vielschichtige Charaktere auf feines Sprachgefühl treffen.
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Eine neue SRF-Serie porträtiert eine elfköpfige WG aus St.Gallen. Endlich wieder mal eine sehenswerte SRF-Produktion, findet Saiten-Autor Andi Giger.
St. Gallen schlägt sich am Ende auch selbst und muss den Traum von Europa begraben. Entscheidend war er Platzverweise gegen Mihailo Stevanovic vor der Pause.
Drei Kulturmagazine tun sich zusammen, vergleichen ihre Städte und die Herausforderungen, denen die Kultur gegenübersteht. Saiten hat die Kolleg:innen vom «Coucou» in Winterthur besucht und das «Null41» war in St.Gallen zu Besuch. Ausserdem im Septemberheft: lauter Jubiläen – von Anita Zimmermann über das Figurentheater bis zur Museumsnacht –, ein Pfarrer auf braunen Abwegen, eine Flaschenpost aus Afghanistan und ein Interview zum Hitzesommer und dem Klimawandel.
An seiner ersten Pressekonferenz als Leiter der St.Galler Kellerbühne schildert Hüseyin Cirpici seine Eindrücke der Stadt und verrät, was das Publikum unter seiner Regie erwartet.
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An den Appenzeller Bachtagen erklärte die Medienwissenschaftlerin Mercedes Bunz, weshalb die künstliche Intelligenz kreativ sein kann – und warum sie dennoch grundlegend anders arbeitet als der Mensch.
Kunstausstellung
Gesellschaftskritik, Wirbelsäulen und Gelenke, die keine sind. Im Rahmen einer Zwischennutzung zeigen vier Kunstschaffende noch bis zum 29. August ihre Arbeiten im Kubik-Areal in St. Gallen.
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