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Einmal Mond und zurück

Sich wie ein Astronaut fühlen und dabei etwas für die Gesundheit tun: Das Anti-Schwerkraft-Laufband ist der letzte Schrei der Hightech-Medizin. Eine der von der Nasa entwickelten Maschinen, auf der schon Ribéry und Robben trainierten, steht nun im Rheintal. Passt zu unserem Sommerfigur-Heft.
Von  Urs-Peter Zwingli , 

Cowboy, Güselmann, Astronaut: So sahen meine Berufswünsche als Kind aus. Die ersten zwei habe ich irgendwann abgeschrieben, von einem Ausflug ins All träume ich immer noch. Aber nachdem der Weltraum-Tourismus letztes Jahr einen herben Rückschlag erlitten hat, sind solche Trips vorerst in weite Ferne gerückt. Bezahlbar werden sie eh kaum sein.

Zumindest einen Hauch von Mondspaziergang vermittelt ein neues Gerät aus der Hightech-Medizin: das Anti-Schwerkraft-Laufband. Nur gerade 14 dieser klobigen Ungetüme sind in Spitälern und Reha-Kliniken in der Schweiz im Einsatz. Eines davon ist auch im Rheintal gelandet.

Es steht seit April in Buchs in der Praxis des Physiotherapeuten Michiel Twiss. «Ich konnte das Laufband dank Beziehungen als Occasion kaufen. Zuvor stand es bei Bayern München», sagt der 35-jährige sportliche Holländer, der seit mehreren Jahren in der Schweiz lebt. Trotz Occasion-Kauf musste er mehrere zehntausend Franken für die Maschine aufwerfen. Deren Technik wurde ursprünglich von der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa entwickelt, um Astronauten auf ihre Einsätze vorzubereiten.

Wie auf Wolken gehen

Vorher optimierten also Fussball-Stars wie Ribéry, Schweinsteiger und Co. ihre Leistungen auf diesem Gerät. Bei Michiel Twiss in Buchs trainieren nun vor allem ältere oder kranke Menschen, aber auch Sportler in der Schwerelosigkeit. Er zeigt ein Video eines gebrechlichen, alten Mannes: Nur mit Krücken schafft es der Mann, ganz langsam durch die Praxis zu schlurfen. Danach, auf dem Laufband, spaziert er freihändig locker drauflos und sieht 30 Jahre jünger aus.

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Das Anti-Schwerkraft-Laufband: Im Sacke, in dem der Unterkörper steckt, herrscht Überdruck. So wird die Schwerkraft verringert. (Bild: milchundhonig.ch)

Das Laufband entlastet das eigentliche Körpergewicht eines Menschen um bis zu 20 Prozent. Dafür steigt der Patient oder Sportler auf dem Laufband in eine Art grossen Sack, der sich um seinen Unterkörper legt. In diesem luftdichten Behälter wird durch ein Gebläse ein Überdruck erzeugt.

Meine 75 Kilo fühlen sich im Selbstversuch anfangs noch normal an. Ich jogge locker auf dem Laufband daher, währenddessen wird mein Gewicht schrittweise bis auf 15 Kilo reduziert. Ein ungewohntes, aber sehr angenehmes Gefühl: Ein bisschen so, als würde man auf Wolken gehen. Zwischendurch schaue ich immer wieder nach unten, ob meine Füsse wirklich noch festen Boden berühren. So etwa muss sich ein Mondspaziergang anfühlen.

Diesen entlastenden Effekt nutzen etwa Spitzensportler, um extrem hart zu trainieren, ohne Belastungen für die Gelenke einzustecken. Dabei können sie gleichzeitig bei hohem Tempo an ihrer Technik feilen. Schweizer Sportcracks wie Dario Cologna, Beat Feuz oder Dominique Gisin sind schon auf dem Anti-Schwerkraft-Laufband gerannt. In den USA, aus denen das Gerät stammt, steht die Maschine im Kraftraum von mehreren Profiteams aus Baseball, Football und Basketball. Auch Kobe Bryant, Urgestein des Basketballteams L.A. Lakers, joggte während der Reha nach seiner gerissenen Achillessehne fast schwerelos dahin.

Zurück auf der Erde

In der Praxis von Michiel Twiss werden aber nebst Sportlern vor allem Menschen mit Gehschwächen aller Art auf dem Laufband trainert: schwer Übergewichtige etwa, denen normaler Sport die Gelenke zu stark belastet. Oder Menschen, die an neurologischen Krankheiten, Multipler Sklerose oder Parkinson leiden: Mit weniger Schwerkraft können sie schwierig gewordene Bewegungen besser einüben.

Twiss merkt aber auch im Gespräch mit Ärzten, dass gegenüber dem Anti-Schwerkraft-Laufband noch Vorurteile bestehen: «Viele kennen die Maschine nicht und haben oft auch keine Zeit, sich damit auseinanderzusetzen.» Derzeit müsse er noch viel Überzeugungsarbeit leisten, stelle das Laufband etwa bei Sportmannschaften und Ärzten vor. «Neuerungen brauchen halt ihre Zeit», sagt er.

Hart ist auf dem Anti-Schwerkraft-Laufband jedenfalls nicht das Training, sondern vielmehr das Runterkommen: Während der Betreuer Twiss langsam den Überdruck abbaut, nimmt mein Gewicht wieder zu. Die Beine werden schwer und die Füsse knallen plötzlich wie Ziegelsteine aufs Laufband. Ich bin zurück auf der Erde.

Kampf­sport als Safe Space

In St.Gal­len hat am Sams­tag zum ers­ten Mal ein eman­zi­pa­to­risch-an­ti­fa­schis­tisch-que­er­fe­mi­nis­ti­sches Kampf­sport­tur­nier statt­ge­fun­den. Wie das aus­sieht? Schon ziem­lich bru­tal, aber dann auch wie­der herz­lich.

Von Malena Widmer,
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Be­stän­dig­keit, die ero­diert 

Seit 35 Jah­ren un­ter­sucht Pa­trick Roh­ner Na­tur­pro­zes­se, ins­be­son­de­re im Zu­sam­men­hang mit Geo­lo­gie, zeich­ne­risch, ma­le­risch und bild­haue­risch. Die Aus­stel­lung «Fal­tun­gen» im Mu­se­um Bickel zeigt noch bis zum 22. No­vem­ber ei­nen Quer­schnitt die­ser kon­ti­nu­ier­li­chen Be­schäf­ti­gung. 

Von Angela Kuratli,
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Chil­len am Steinach­strand

Vor dem Karls­tor ein Pick­nick un­ter Bäu­men am Ufer, die Mit­tags­pau­se mit den Füs­sen im Was­ser vor der Kan­tons­schul-Bi­blio­thek oder ein Bier am Bäch­lein zwi­schen der Bar La Bue­na On­da und dem «Bier­hof» – das al­les soll ge­mäss der Mach­bar­keits­stu­die «Al­te Stein­ach» mög­lich wer­den. Am Mon­tag ha­ben sie die Ver­ant­wort­li­chen vor­ge­stellt. 

Von René Hornung,
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Hu­mor und Hal­tung

Del­fi­ne, Her­zen und Flag­gen. Die «Il­lo Kon­stanz Vol. 5» zeigt über 60 Ar­bei­ten von in­ter­na­tio­na­len Il­lus­tra­to­ren. Die Schau lässt viel Raum für ei­ge­ne Zu­gän­ge, übt aber auch Kri­tik und zeigt Hal­tung.

Von Vera Zatti,
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«Die­ser Ort braucht ei­ne Per­spek­ti­ve»

Der Ver­ein Lat­tich im Gü­ter­bahn­hof­are­al St.Gal­len fei­ert das 10-Jahr-Ju­bi­lä­um. Noch im­mer kämpft er mit Ein­spra­chen. Der Vor­stand der Grün­dungs­pha­se hat auf­ge­ge­ben. Seit gut ei­nem Jahr bil­den Adel­heid Kar­li und Flo­rim Ša­ba­ni das Co-Prä­si­di­um.

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Nachruf auf Urs Ullmann

«Wir nann­ten ihn ‹Sun­ny› we­gen sei­nes auf­ge­stell­ten Ge­müts»

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Wenn Mu­se­ums­ob­jek­te ei­nen neu­en Sinn be­kom­men

Ei­ne ben­zin­be­trie­be­ne Glüh­bir­ne? Ein ro­bus­tes Schnaps­glas? Oder ein Kat­zen­hals­band, das die Raub­tie­re vom Vö­gel­fan­gen ab­hal­ten soll? Im His­to­ri­schen Mu­se­um Thur­gau schlum­mern ei­ni­ge Ge­gen­stän­de, de­ren Funk­ti­on auf den ers­ten Blick nicht ganz klar ist. Tho­mas Götz, Mar­ti­na Hü­gi und Ste­fan Kel­ler muss­ten die­se am Icon Po­et her­aus­fin­den.

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Die Grund­la­gen, mit de­nen die Be­für­wor­ter:in­nen die drit­te Au­to­b­anhröh­re durch den Ro­sen­berg in St.Gal­len und die Teil­span­ge mit dem An­schluss im Gü­ter­bahn­hof­are­al for­dern, ba­sie­ren auf frag­wür­di­gen Zah­len. Zu die­sem Schluss kommt der Raum- und Ver­kehrs­pla­ner Tho­mas Hug-Di Le­na.

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