Christoph Maeder, 23. Dezember 2023 um 12:09 Uhr Diesen unerfreulichen Planungen und deren Zusammenbrüchen mag sich hoffentlich auch noch das völlig überdimensionierte Bibliothekshochhaus beim Union-Gebäude hinzugesellen. Und wer will eigentlich, dass der Marktplatz und die Umgebung des Union-Hausses jahrelang zu Baustellen werden? Was haben wir als Stadtbewohnter davon ausser verspäteten Bussen, dauerndem Baulärm und viel Dreck?
Reto Voneschen, 8. Dezember 2023 um 16:49 Uhr Danke René! Vor allem auch für die Hintergründe zum Scheitern des Campus-Neubaus. Ähnliche Insider-Infos zu den Ursachen des städtischen Flops an der Rechenstrasse wären wertvoll. Bei mir verdichtet sich der Eindruck, dass irgendwo in der Bauplanung der Stadt der Wurm drin ist. Und das Problem scheint sich zu akzentuieren. Für die aus Spargründen nicht ausgeführt Sanierung des Waaghauses (nötig wäre sie immer noch) wurde damals eine Million in den Sand gesetzt. Dito für den vom Volk gestoppten politischen Pfusch auf der Sömmerliwiese. Jetzt sind's fürs Betriebsgebäude an der Rechenstrasse bereits 2,5 Millionen, die verpufft wurden. Das gibt ein etwas gar teures Kapitel für den zweiten Band von "St.Gallen, wie es nie gebaut wurde"... Weitere Probleme sind absehbar: Die Tagesbetreuung Boppartshof gehört kostenmässig tatsächlich auch in dieses Kapitel. Ganz zu schweigen vom Marktpavillon auf dem Marktplatz: Das Projekt und der Weg dazu überzeugen überhaupt nicht. Da verbaut die Stadt am Schluss die zentrale Freifläche der Altstadt mit einem überdimensionierten Schickimickibau, den ausser einigen Architekten und Planern sowie dem Baudirektor niemand wirklich will. Wieso sich die Direktion Planung und Bau mit Projekten immer wieder schwer tut, konnte mir bisher niemand wirklich erklären. Der Hinweis Betroffener, das Bauen werde halt immer komplizierter, scheint mir eher eine Ausrede zu sein. Andere bauen ja auf der gleichen rechtlichen Basis auch. Ist allenfalls ein zu hoher Anspruch, in jedem Fall baukulturelle Topleistungen bieten zu wollen, einer der Stolpersteine? Auf dem Marktplatz waren ja bereits die Vorgaben für den Wettbewerb ziemlich schräg, um nicht zu sagen komplett abgehoben.
Reto Schmid, 8. Dezember 2023 um 14:28 Uhr Danke René auch von mir: Darf ich den Reigen um die St.Fiden–"Überdachung" ergänzen? Und es ist übrigens nicht so, dass lediglich bei Grossvorhaben auf Kosten der Steuerzahlenden gepatzt wird. Das wäre dann mal eine nächste Recherche wert.
Marcel Baur, 7. Dezember 2023 um 11:30 Uhr Danke René Ich würde in die Liste auch noch die Tagesbetreuung Boppartshof nehmen auch wenn dort die Kommastelle verschoben war. Von knapp 9 Millionen (Budget) auf über 15 Millionen (Bauprojekt) ist nicht wirklich akzeptabel, was auch das Stadtparlament so gesehen hat. Das macht Sorgen, Sorgen auch in Bezug auf die kommende Bibliothek.