Hinter dem Anlass stehen Jürg Hochuli und Nicole Borra aus Gais. Hochuli ist Veranstalter eigener Konzertreihen in der Tonhalle Zürich und in der Klosterkirche Münsterlingen. Von Gais aus organisiert er Konzerte mit Stars wie dem Pianisten und Dirigenten Andras Schiff, der Geigerin Patricia Kopatchinskaja, der Cellistin Sol Gabetta oder dem Dirigenten Philippe Herreweghe. Ein Flair hat Hochuli aber auch für junge Musikerinnen und Musiker. Er bietet ihnen in der Zürcher Tonhalle Auftrittsmöglichkeiten, unter anderem zusammen mit Andras Schiff in der Reihe «Building Bridges».
Musique am Berg: 28. und 29. Januar, Hotel Säntis Schwägalp
musiqueamberg.ch
Brückenbauen will auch das Festival «Musique am Berg». Am 29. Januar gibt das junge Pariser Streichquartett Quatuor Van Kuijk im Saal des neuen Schwägalp-Hotels eine Matinee mit einem ausschliesslich französischen Programm (Debussy, Ravel und Poulenc). Am Abend davor tritt der Freiburger Liedermacher Pierre-Do auf. Er ist mit seinen eigenen, zwischen Melancholie und Selbstironie pendelnden Chansons seit 20 Jahren auf den Bühnen der Westschweiz präsent und tritt auf der Schwägalp in exquisiter Formation auf: begleitet von einem Streichquintett.
Die Brücke zur hiesigen Musikszene baut schliesslich am Vorabend das Programm «A Paris» (Bild). Die Sängerin Annette Grieder singt, begleitet von Lorena Dorizzi (Cello), Brigitte Schmid (Akkordeon) und Simon Meier (Klavier) ein eigens für das Festival erarbeitetes Programm, das frankophile Ohren beglücken dürfte: mit Chansons von Yves Montand, Barbara, Charles Aznavour und anderen.
Zu wenig Auftrittsmöglichkeiten für junge Klassikstars
Französisch in der Ostschweiz? Ca n’existe pas, sagt Hochuli und kritisiert, dass die Debatte ums Frühfranzösisch stets nur unter Aspekten der Grammatik und Lernschwierigkeiten geführt wird, statt die Chance für kulturellen Austausch und Horizonterweiterung ins Zentrum zu rücken. Aber auf der Schwägalp soll es nicht um Kontroversen gehen; man wolle vielmehr, sagt Nicole Bora, die eigene Begeisterung weitergeben für einen musikalisch überaus reichen Kulturkreis.
Und, ergänzt Hochuli: eine neue Auftrittsmöglichkeit schaffen. Es gebe viele grossartige Talente unter den jungen Musikern – und viel zu wenig Podien für sie. In St.Gallen etwa existiert gerade einmal der Meisterzyklus in der Tonhalle, mit in der Regel einem einzigen Streichquartett-Abend pro Saison. Schade für das Publikum, findet Hochuli, und schade um all die Könner, zum Beispiel das Pariser Quatuor Van Kuijk.
Die «Musique am Berg» kann man einzeln besuchen – oder zusammen mit Essen und Übernachtung als «Gesamtpaket», das ausdrücklich auch Ruhe mit einschliesst. Denn Ende Januar ist die Säntisbahn in Revision. Die Schwägalp ist Endstation, die Touristenmassen bleiben aus – dafür könne man auf geradezu mystische Stimmungen hoffen, sagen Hochuli und Borra.
Der St.Galler Komponist Charles Uzor hat eine Art politisches Oratorium geschrieben. Am Sonntag wurde es in der Kirche Trogen aufgeführt: The Great Wall. A Labyrinth mit dem grandiosen New Yorker Vokalensemble Ekmeles.
An den Appenzeller Bachtagen erklärte die Medienwissenschaftlerin Mercedes Bunz, weshalb die künstliche Intelligenz kreativ sein kann – und warum sie dennoch grundlegend anders arbeitet als der Mensch.
Kunstausstellung
Gesellschaftskritik, Wirbelsäulen und Gelenke, die keine sind. Im Rahmen einer Zwischennutzung zeigen vier Kunstschaffende noch bis zum 29. August ihre Arbeiten im Kubik-Areal in St. Gallen.
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Nach zehn Jahren in der Schweiz wollte sich Samira Rahim mit ihrer Familie einbürgern lassen. Die zahlreichen bürokratischen Hindernisse und die hohen Kosten brachten die Familie zeitweise fast dazu, aufzugeben.
Berlingen hat eine neue Methode der Interessenabwägung entwickelt: eine Analyse des Ortsbilds als Grundlage, um die wertvolle Baukultur zu erhalten und gleichzeitig die Innenentwicklung voranzubringen. Nun steht die Verankerung in der Ortsplanung an.
SP-Mann Peter Jans tritt Ende Juni 2027 aus der St.Galler Stadtregierung zurück. In seiner Partei startet die Suche nach einer Nachfolge mit einem klaren Favoriten. Bei den Bürgerlichen sind Schmiede für eine grosse Allianz gefragt.
Im Botanischen Garten St.Gallen geht es ab nächsten Samstag wundersam zu und her: Künstler:innen aus verschiedenen Sparten laden zum szenischen Rundgang unter dem Titel In der Dämmerung wächst ein Flüstern. Ein Probenbesuch.
Der Dramatiker Andreas Sauter liest am 27. August im Literaturhaus Thurgau aus seinem unfertigen Manuskript Einbruch der Wildnis. Im Zentrum des Werks steht die Frage, was es für einen gesellschaftlichen Wandel braucht.
Die deutsche Filmemacherin Regina Schilling bringt zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann Jemand, der einmal ich war ins Kino. Der Dokumentarfilm verknüpft grossartige Archivaufnahmen mit fiktionalen Szenen aus dem letzten Lebensjahr der Dichterin zu einem zugänglichen Plot.
Die SVP macht seit Wochen Stimmung gegen die geplante neue Moschee der albanisch-islamischen Gemeinschaft El-Hidaje in St.Gallen. Anlässlich eines öffentlichen Rundgangs der SP stellten die Verantwortlichen das Projekt vor – und räumten mit vielen Vorurteilen auf.
Jim Dine gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstler:innen. Seit ein paar Jahren erschafft er seine Skulpturen vornehmlich im Sittertal. In die Kunstgiesserei verliebte sich der Pop-Art-Pionier bei seinem ersten Besuch vor fast 20 Jahren.
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Der FC St.Gallen zeigt sich gegen Sheriff Tiraspol von seiner besten Seite und gewinnt das Spiel nicht nur souverän, sondern auch hoch mit 5:1. Weiter geht's im Playoff gegen den FC Nordsjælland aus Dænemark.
Jubiläum
Durch bunte Galaxien bis in ein Meer aus Katzenstreu. Die Ausstellung «Hinter’m Mond» vom Künstler:innenkollektiv U5 und Monika Stalder im Stellwerk in Heerbrugg lädt zu einer intergalaktischen Reise ein.
Die Ostschweizer Band Drill bringt mit Catharsis eine neue EP raus. Die sechs Songs sind ein wilder Ritt auf schweren Gitarrenriffs, bei dem Metalcore auch mal auf Hyperpop trifft.
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