Nachhaltiger Lebensstil liegt im Trend: Das zeigen die 80 Ausstellenden am diesjährigen St.Galler Ökomarkt vom Donnerstag 15. Mai. Das Angebot reicht von Recyclingartikeln über Tipps zum Energiesparen, biologische Setzlinge, Naturkosmetik, Probefahrten auf Elektrovelos bis hin zu Degustationen von Alpkäse und Bio-Wein.
Nachhaltiger Lebensstil liegt zwar im Trend – aber er ist beim «täglich Brot» leichter umzusetzen als beim verantwortungsbewussten Kleiderkauf. Wir laden Sie deshalb ein, in Ihren oder Deinen eigenen Kleiderschrank zu greifen. Passend zum Maiheft von Saiten: Es erzählt unter dem Titel «Fairy Tales» faire Geschichten, die allzuoft eben nicht fair im Sinn von Nachhaltigkeit, sozialer Verträglichkeit und gerechter Bezahlung sind. Solche fehlende «Fairness» prägt namentlich das weltweite Kleider- und Modebusiness.
Ein Ausweg heisst: Secondhand. Ein anderer: Sorge tragen zu gebrauchten Kleidern. Wer sich so verhält, schlägt der Wegwerfgesellschaft ein Schnippchen. Denn Modelabels wie Zara, H&M und Esprit produzieren heute Kollektionen im Monats- oder Zweiwochentakt. Fast-Fashion verführt die Kundinnen in immer kürzeren Abständen dazu, neueste Modetrends einzukaufen. Gemäss der Organisation Texaid steigt die jährliche Sammelmenge an Altkleidern in der Schweiz seit Jahren an und betrug 2013 rund 50’000 Tonnen. Mehr dazu hier.
Und mehr dazu, samt ratternder Nähmaschine, am Saitenstand am Ökomarkt. Loch in der Kinderhose? Ärmel zu lang oder zu kurz? Bringen Sie Ihre Sorgenkleider mit, unsere tapfere Schneiderin wird sich darum kümmern.
Der Ökomarkt jubiliert. Er startete im Jahre 1995 mit neun Ständen unter dem Waaghaus. Das Interesse stieg von Jahr zu Jahr und das Angebot wurde stets vielfältiger. Seit 1999 wird der Markt von der Interessengemeinschaft Ökomarkt St.Gallen organisiert, in Zusammenarbeit mit dem städtischen Amt für Umwelt und Energie. Verschiedentlich wurden Schwerpunktthemen wie Energie oder Biodiversität aufgegriffen. Mit 84 Ausstellenden wurde im Jahr 2010 ein Teilnahmerekord verzeichnet.
Heute ist der Ökomarkt ein Pflicht- und Lusttermin im St.Galler Veranstaltungskalender. Diesmal sogar doppelt: Anlässlich des 20. Geburtstags gibt es am 18. September das erste Mal einen Ökomarkt im Herbst.
Die Kultur hat keine Lobby? Am Stadtkulturgespräch vom Donnerstagabend im Talhof war sie da: Vertreter:innen von acht Berufsverbänden stellten sich vor. Brennendstes Thema waren einmal mehr die Honorare.
Im Kunst Kontor Rorschach lud der Künstler Felix Stöckle zu einem Dinner, einer Ausstellung, einem Happening – zwischen Fine Dining, Keramik, popkulturellen Referenzen und der alten Idee eines geteilten Tisches.
Nach zehn Jahren in der Schweiz wollte sich Samira Rahim mit ihrer Familie einbürgern lassen. Die zahlreichen bürokratischen Hindernisse und die hohen Kosten brachten die Familie zeitweise fast dazu, aufzugeben.
Berlingen hat eine neue Methode der Interessenabwägung entwickelt: eine Analyse des Ortsbilds als Grundlage, um die wertvolle Baukultur zu erhalten und gleichzeitig die Innenentwicklung voranzubringen. Nun steht die Verankerung in der Ortsplanung an.
SP-Mann Peter Jans tritt Ende Juni 2027 aus der St.Galler Stadtregierung zurück. In seiner Partei startet die Suche nach einer Nachfolge mit einem klaren Favoriten. Bei den Bürgerlichen sind Schmiede für eine grosse Allianz gefragt.
Im Botanischen Garten St.Gallen geht es ab nächsten Samstag wundersam zu und her: Künstler:innen aus verschiedenen Sparten laden zum szenischen Rundgang unter dem Titel In der Dämmerung wächst ein Flüstern. Ein Probenbesuch.
Der Dramatiker Andreas Sauter liest am 27. August im Literaturhaus Thurgau aus seinem unfertigen Manuskript Einbruch der Wildnis. Im Zentrum des Werks steht die Frage, was es für einen gesellschaftlichen Wandel braucht.
Die deutsche Filmemacherin Regina Schilling bringt zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann Jemand, der einmal ich war ins Kino. Der Dokumentarfilm verknüpft grossartige Archivaufnahmen mit fiktionalen Szenen aus dem letzten Lebensjahr der Dichterin zu einem zugänglichen Plot.
Die SVP macht seit Wochen Stimmung gegen die geplante neue Moschee der albanisch-islamischen Gemeinschaft El-Hidaje in St.Gallen. Anlässlich eines öffentlichen Rundgangs der SP stellten die Verantwortlichen das Projekt vor – und räumten mit vielen Vorurteilen auf.
Jim Dine gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstler:innen. Seit ein paar Jahren erschafft er seine Skulpturen vornehmlich im Sittertal. In die Kunstgiesserei verliebte sich der Pop-Art-Pionier bei seinem ersten Besuch vor fast 20 Jahren.
Alles deutet drauf hin, dass die Uni St.Gallen demnächst in den bisherigen Hauptsitz der Helvetia-Versicherung, geplant vom Basler Architekturbüro Herzog und de Meuron, als zweiten grossen Standort auf dem Rosenberg einziehen kann. Zusätzlich ist ein Holzbau mit Seminarräumen in Planung.
Der FC St.Gallen zeigt sich gegen Sheriff Tiraspol von seiner besten Seite und gewinnt das Spiel nicht nur souverän, sondern auch hoch mit 5:1. Weiter geht's im Playoff gegen den FC Nordsjælland aus Dænemark.
Jubiläum
Durch bunte Galaxien bis in ein Meer aus Katzenstreu. Die Ausstellung «Hinter’m Mond» vom Künstler:innenkollektiv U5 und Monika Stalder im Stellwerk in Heerbrugg lädt zu einer intergalaktischen Reise ein.
Die Ostschweizer Band Drill bringt mit Catharsis eine neue EP raus. Die sechs Songs sind ein wilder Ritt auf schweren Gitarrenriffs, bei dem Metalcore auch mal auf Hyperpop trifft.
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 7: Rathausoper Konstanz, Charles Uzors The Great Wall. A Labyrinth, Clanx-Festival und Rundgänge zu Wiboradas Schwestern.
Gegen dieses Luzern müsste der FC St.Gallen eigentlich drei Punkte einfahren. Zum Schluss muss er aber froh sein, dass es immerhin einer wird. Der Ausgleich gelingt erst weit in der Nachspielzeit per Penalty. Das Spiel zum Nachlesen im SENF-Ticker.
Herbert Rauch (1929–2012) war Briefträger und Künstler. In den Schwarz-Weiss-Fotografien des Rankweilers erscheinen Objekte wie Steine und Federn als abstrakte, grafische Gebilde. Nun ist ein Fotoband zu seinem Spätwerk erschienen, und im Schauraum René Dalpra in Altach sind seine Arbeiten ausgestellt.
Eine Bundesrätin, mehrere Nationalrät:innen und die Politrapper der Stunde: Alle kommen sie aus der Kleinstadt Wil. Eine Erkundung vor den Lokalwahlen.
Eines der vielen Gebäude des Sitterwerks, die vor genau 100 Jahren erbaute Schwarzfärberei, beherbergt heute die Kunstbibliothek und die Materialmusterschränke. Eine Aufstockung soll künftig mehr Platz schaffen.