Andreas Florin, 24. Dezember 2022 um 13:46 Uhr Die Moralisten fahren über die alte Sozialpolitik her. In Graubünden hatte man viele Jenische hereingelassen und die Handels- und Gewerbefreiheit gewährt ungeachtet der gesellschaftlichen Folgekosten. Gezwungenermassen haben die Gemeinden aufnehmen müssen ins Bürgerrecht, wen sie bei sich toleriert hatten. Dann aber mussten sie einschreiten, wenn die Sozialkosten die Mittel überstiegen, und der Kanton genau diese Gemeinden im Finanziellen unterstützen musste wegen ihrer zuvor largen Aufenthaltspraxis. Nun wird sich das Phänomen wiederholen im gesamtschweizerischen Rahmen, und die Straffungen werden nicht ausbleiben, sonst kollabiert das Sozialwesen. Darum sei man vor und beachte die Grenzen in den politischen Entscheidungen. Was die Zuzüger einbringen, muss vorher geklärt werden, denn mit den Konsequenzen ist zu rechnen, wie man bei den Jenischen erfahren hat. Zigeunerromantik dahingestellt.