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Vom Theatervirus angesteckt

Über 400 Schülerinnen und Schüler haben an den zweiten Schultheatertagen Ostschweiz mitgespielt. Das Kooperationsprojekt von PHSG, Theater Bilitz und Theater St. Gallen stand dieses Jahr unter dem Thema «vier». Ein Rückblick von Kristin Ludin.
Von  Gastbeitrag , 

«Manchmal liege ich im Bett und denke über dieses Theater nach; ich gehe es durch und es ist schon wieder ganz anders als beim letzten Mal. Mir kommen auch immer wieder neue Ideen.» So erzählt ein 13jähriges Mädchen von seiner Auseinandersetzung mit den «Brettern, die die Welt bedeuten».

Zum zweiten Mal hatten sich Klassen aus der ganzen Ostschweiz im Rahmen der Schultheatertage an ein eigenes Stück gewagt. Das Ergebnis war an acht verschiedenen Tagen zu sehen und an drei Spielorten, nämlich im Alten Kino Mels, im Theaterhaus Thurgau und in der Lokremise St. Gallen. Pro Tag standen vier Klassen auf der Bühne und zeigten ihr Stück, welches sie in den vergangenen Wochen mit ihrer Lehrerin oder Lehrer und zusätzlicher Unterstützung durch eine theaterpädagogische Fachperson selber entwickelt, inszeniert und geprobt hatten.

Obwohl alle Klassen die gleichen Bedingungen hatten, ein Stück zum Thema «vier» zu entwickeln, welches ungefähr 30 Minuten lang dauern soll, wurde eine reiche Vielfalt gezeigt.

Es wurde gespielt, getanzt, gesungen und musiziert. Allen Produktionen gemeinsam waren sprühende Spielfreude, Lampenfieber – und Begeisterung. Mit ebenso viel Aufmerksamkeit,  Konzentration und Respekt verfolgten die Zuschauerinnen und Zuschauer die Stücke. Zusätzlich kommentierten je drei «Ein-Blicker» das Geschehen: theatererfahrene Fachpersonen, die den Kindern und Lehrpersonen ihre Eindrücke über das Gezeigte vermittelten.

Beim Finale in der Lokremise in der vergangenen Woche herrschte ebenso wie an den Spielorten zuvor eine unvergleichliche Atmosphäre – Theaterfieber… Mit diesen Veranstaltungen hat sich das Theatervirus bei vielen Lehrpersonen und Kindern weiter verbreitet. Bereits laufen denn auch die Vorbereitungen für die dritte Durchführung der Schultheatertage.

Weitere Stimmen von Mitwirkenden:

«Es hat unserer Klasse schon etwas gebracht. Wir haben gemerkt, dass Jungs mit Mädchen besser zusammen arbeiten können.»

12-jähriger Junge

«Ich habe beim Theaterspielen gelernt, dass es nicht so schlimm ist, wenn man mal etwas Falsches sagt.»

11-jähriges Mädchen

«Ich finde es interessant zu erfahren, wie man vorgeht, bis man ein Theaterstück zusammen hat. Ich lernte mich zu beherrschen.»

11-jähriger Junge

«Am Anfang wollten viele nur ihre eigenen Ideen spielen, mit der Zeit haben wir zusammengefunden zu einer gemeinsamen Geschichte.»

11j-ähriges Mädchen

Kristin Ludin ist Co-Leiterin der Fachstelle Theater an der PHSG. Bilder: Hans Ludin.

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