«Manchmal liege ich im Bett und denke über dieses Theater nach; ich gehe es durch und es ist schon wieder ganz anders als beim letzten Mal. Mir kommen auch immer wieder neue Ideen.» So erzählt ein 13jähriges Mädchen von seiner Auseinandersetzung mit den «Brettern, die die Welt bedeuten».
Zum zweiten Mal hatten sich Klassen aus der ganzen Ostschweiz im Rahmen der Schultheatertage an ein eigenes Stück gewagt. Das Ergebnis war an acht verschiedenen Tagen zu sehen und an drei Spielorten, nämlich im Alten Kino Mels, im Theaterhaus Thurgau und in der Lokremise St. Gallen. Pro Tag standen vier Klassen auf der Bühne und zeigten ihr Stück, welches sie in den vergangenen Wochen mit ihrer Lehrerin oder Lehrer und zusätzlicher Unterstützung durch eine theaterpädagogische Fachperson selber entwickelt, inszeniert und geprobt hatten.
Obwohl alle Klassen die gleichen Bedingungen hatten, ein Stück zum Thema «vier» zu entwickeln, welches ungefähr 30 Minuten lang dauern soll, wurde eine reiche Vielfalt gezeigt.
Es wurde gespielt, getanzt, gesungen und musiziert. Allen Produktionen gemeinsam waren sprühende Spielfreude, Lampenfieber – und Begeisterung. Mit ebenso viel Aufmerksamkeit, Konzentration und Respekt verfolgten die Zuschauerinnen und Zuschauer die Stücke. Zusätzlich kommentierten je drei «Ein-Blicker» das Geschehen: theatererfahrene Fachpersonen, die den Kindern und Lehrpersonen ihre Eindrücke über das Gezeigte vermittelten.
Beim Finale in der Lokremise in der vergangenen Woche herrschte ebenso wie an den Spielorten zuvor eine unvergleichliche Atmosphäre – Theaterfieber… Mit diesen Veranstaltungen hat sich das Theatervirus bei vielen Lehrpersonen und Kindern weiter verbreitet. Bereits laufen denn auch die Vorbereitungen für die dritte Durchführung der Schultheatertage.
Weitere Stimmen von Mitwirkenden:
«Es hat unserer Klasse schon etwas gebracht. Wir haben gemerkt, dass Jungs mit Mädchen besser zusammen arbeiten können.»
12-jähriger Junge
«Ich habe beim Theaterspielen gelernt, dass es nicht so schlimm ist, wenn man mal etwas Falsches sagt.»
11-jähriges Mädchen
«Ich finde es interessant zu erfahren, wie man vorgeht, bis man ein Theaterstück zusammen hat. Ich lernte mich zu beherrschen.»
11-jähriger Junge
«Am Anfang wollten viele nur ihre eigenen Ideen spielen, mit der Zeit haben wir zusammengefunden zu einer gemeinsamen Geschichte.»
11j-ähriges Mädchen
Kristin Ludin ist Co-Leiterin der Fachstelle Theater an der PHSG. Bilder: Hans Ludin.
Der Kanton St.Gallen hat Kunst- und Kulturschaffende zur jährlichen Kulturkonferenz nach Wil eingeladen. Spielerisch wurde versucht, die Ausrichtung der Kulturförderung zu klären und Möglichkeiten der neuen Kulturstrategie zu diskutieren. Doch die zentrale Frage blieb offen: Wie stark kann die Kulturszene den Inhalt der Strategie tatsächlich mitbestimmen?
Wer als Erntehelfer:in in der Schweiz arbeitet, tut dies in einer rechtlichen Grauzone. Das nützt vor allem einem System, das weder die Landwirt:innen noch die Konsument:innen im Alleingang ändern können. Ausserdem im Oktoberheft: zehn Jahre Unterwasser, eine Flaschenpost aus Halle (Saale), Kunst zum Thema Männlichkeit, Musik von The Black Salt und natürlich der Bücherherbst – mit neuer Literatur von Ostschweizer Autor:innen.
Human Human spielen melancholischen und fragilen Indie-Pop, der trotzdem warm und lichtdurchflutet ist. Das St.Galler Duo hat jetzt seine erste EP veröffentlicht und tritt am Wochenende gleich zweimal im Bahnhof Bruggen auf – erstmals mit einer Band.
Kommentar zur Beratung der Inklusionsinitiative im Nationalrat
1976 lässt sich Gerd Zikeli in der evangelischen Kirchgemeinde St.Gallen-Straubenzell zum Pfarrer wählen. Drei Jahre später wird er als gut vernetzter Holocaust-Leugner und Vorstandsmitglieder der ersten Neonazigruppe der Schweiz enttarnt. Heute beobachtet er Laufenten.
Bildhauer Peter Kamm haut keine Steine mehr im Atelier. Trotzdem entstehen neue Skulpturen, die aktuell in Steckborn zu sehen sind. Wie geht das?
In vielen Ausserrhoder Dörfern klapperten früher Webstühle und später Stickmaschinen. Inzwischen sind sie alle verstummt. Der Film Das Ende einer Ära porträtiert die Sticker Walter Sonderegger Senior und Junior aus Rehetobel und setzt der Branche ein Denkmal.
Der Schweizer Filmemacher Kaspar Kasics überlässt in seinem neuen Film Das unendliche Jetzt Menschen, die mit Demenz leben, die Bühne. Ein Experiment mit einem aussergewöhnlichen Storytelling, auf das es sich einzulassen lohnt.
Die Schweizer Rocklegenden Krokodil haben kürzlich ihr neues Album Beyond The Eye veröffentlicht. Ur-Krokodil Düde Dürst schwärmt von der Energie der 2019 wiederbelebten Band – und hat noch lange nicht genug. Am Freitag spielen sie in der Grabenhalle.
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Patrick Kessler erhält den Ausserrhoder Kulturpreis 2026. Der Kontrabassist, Klangkünstler und Kurator aus Gais reist mit alten Lautsprechern nach Wien und Hanoi, tritt mit Insekten in einen musikalischen Dialog und findet seine wichtigsten Lektionen nicht unbedingt an Hochschulen.
Die Mobilitätsallianz Ostschweiz will Pendler:innen zum Umstieg vom Auto auf Bus, Bahn und Velo bewegen. Bei den zehn beteiligten Grossunternehmen lässt bereits jede fünfte Person das Auto am Morgen stehen. Nun sollen 500 weitere Firmen folgen.
Augustin Rebetez macht keine halben Sachen. Seine Kunst ist ausufernd und dicht zugleich. Er entwickelt anspielungsreiche Bildwelten – aktuell in der Kunsthalle Arbon.
Der Kanton Appenzell Innerrhoden plante am Landsgemeindeplatz in Appenzell ein neues Gebäude für die Gerichte, die Bibliothek und die kantonale Verwaltung. Die eidgenössischen Kommissionen für Natur- und Heimatschutz und jene für Denkmalpflege brachten das Projekt jedoch zu Fall.
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Das Figurentheater St.Gallen wird 70. Was sich verändert hat, warum Puppen Kinder wie Erwachsene faszinieren und wie man auch Jugendliche erreichen kann: ein Gespräch zum Jubiläum.
Die zweite Ausgabe des audiovisuellen Festivals Susurrus in der Mülenenschlucht widmet sich der «mehr-als-menschlichen» Mitwelt. Mit akustischen und performativen Interventionen erkundet das Festival neue Formen der Beziehung zwischen Mensch und Natur.
In der Ausstellung «Die leisen Unterschiede» im Haus zur Glocke in Steckborn befassen sich fünf Künstler:innen mit der Wahrnehmung von Unterschieden.