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Weitere Sparrunde beim «Tagblatt»

Im CH-Media-Topf brodelt es weiter. Die Sparübung «Kolumbus» ist beinahe abgeschlossen, schon folgt die Ankündigung für «Atlas». Bis Ende 2022 sollen 30 Millionen Franken jährlich eingespart werden. Der Fokus liegt wohl auf der Ostschweiz.
Von  Roman Hertler , 
Auf Kolumbus folgt Atlas: Weitere saftige Sparrunde bei CH Media.

Erneut macht sich an der St.Galler Fürstenlandstrasse, wo ein Grossteil der CH-Media-Titel der Ostschweiz untergebracht sind, Verunsicherung breit. Auch Wut. Nicht nur, weil auf die erste grosse Sparübung gleich die nächste folgt. Damit war zu rechnen. Die Belegschaft ist vor allem auch wütend über die Art der Kommunikation.

Vergangene Woche wurde in den Tiefen des CH-Media-Intranets ein Brief von CEO Axel Wüstmann aufgeschaltet – kaum sichtbar für jene, die im onlinetermingetriebenen Redaktionsalltag nicht die Zeit haben, auch noch die internen Kanäle nach News und Stories zu durchforsten.

Wer sich über die versteckte Ankündigung der nächsten Sparübung beschwerte, bekam zu hören, man sei vor einiger Zeit angehalten gewesen, die CH-Media-App herunterzuladen. Dann hätte man eine Push-Nachricht erhalten.

Im Brief, der Saiten vorliegt, wendet sich ein «herzlichst» grüssender Axel Wüstmann an die «lieben Kolleginnen und Kollegen». «Kolumbus» stehe kurz vor dem erfolgreichen Abschluss. Das neue Sparprogramm, wonach jährlich 30 Millionen Franken eingespart werden sollen, erhält ebenfalls einen schönen Namen: Atlas.

Ist damit der griechische Titan gemeint, der die Weltenlast auf seinen Schultern trägt? Oder wird hier noch am letzten verbliebenen Halswirbel gedoktert, bevor man den Kopf endgültig ausschlachtet? CH Media kommentiert die Namensgebung ihrer Sparprogramme nicht.

20 Millionen jährlich

Jährlich sollen gegenüber also 30 Millionen Franken eingespart werden. Darin enthalten seien aber die 10 Millionen Franken an «nachlaufenden Effekten» aus dem Programm Kolumbus. Das bedeutet, CH Media muss zusätzlich 20 Millionen Franken jährlich einsparen. Ein weiterer happiger Brocken.

Begründet wird der Schritt einerseits mit dem voranschreitenden Strukturwandel in der Medienbranche. Andererseits habe die Coronakrise die Dringlichkeit zum Sparen erhöht, weshalb die Massnahmen bereits jetzt aufgegleist werden und nicht erst nach dem offiziellen Abschluss von Kolumbus.

Seit dessen Lancierung 2018 sind schweizweit bereits 200 Stellen gestrichen worden. Die Befürchtung, dass es zum neuerlichen Stellenabbau kommt, ist berechtigt. «Es wird dazu kommen», schreibt CH-Media-Sprecher Stefan Heini auf Anfrage. In welchem Umfang und in welchen Regionen lässt er aber offen.

Mit der Digitalisierungsstrategie ist ein weiterer Abbau beim Print – und damit indirekt auch beim lokalen Onlineangebot, das mittlerweile zum Grossteil von den Printlokalredaktionen bespielt wird – absehbar.

Vor allem die bereits geschröpften Kultur- und Lokalredaktionen des «Tagblatts» befürchten weitere Sparschnitte. An der Fürstenlandstrasse erzählt man sich, dass in Aarau die Meinung vorherrsche, in St.Gallen habe es gegenüber Luzern und Aarau immer noch 20 Stellen zu viel. «Gerüchte kommentieren wir nicht», schreibt Heini. Ebensowenig legt CH Media offen, nach welchen Kriterien sich die Stellenkontingente in den einzelnen Regionen bemessen.

Kein Licht am Ende des Tunnels

Auf die Kritik an der internen Kommunikation der neuen Sparmassnahmen angesprochen, antwortet Heini: «Wir versuchen immer – und insbesondere intern – offen und ehrlich zu kommunizieren. Intern mit Vorlauf gegenüber der externen Kommunikation. Und wir stellen uns Kritik betreffend der internen Kommunikation. Aber intern.»

Ist Ende 2022 Ende mit Sparen? Stefan Heini: «Der Wandel in unserer Branche hat kein absehbares Ende. Insofern werden Investitionen in die Zukunft und Neues wagen auch weiterhin Hand in Hand gehen mit Sparen und Effizienzsteigerung.»

Mit­spie­len dür­fen. Aber auch die Spiel­re­geln mit­be­stim­men?

Der Kan­ton St.Gal­len hat Kunst- und Kul­tur­schaf­fen­de zur jähr­li­chen Kul­tur­kon­fe­renz nach Wil ein­ge­la­den. Spie­le­risch wur­de ver­sucht, die Aus­rich­tung der Kul­tur­för­de­rung zu klä­ren und Mög­lich­kei­ten der neu­en Kul­tur­stra­te­gie zu dis­ku­tie­ren. Doch die zen­tra­le Fra­ge blieb of­fen: Wie stark kann die Kul­tur­sze­ne den In­halt der Stra­te­gie tat­säch­lich mit­be­stim­men?

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Heftvorschau 10/26
Erntehilfe, Unterwasser, Bücherherbst

Wer als Ern­te­hel­fer:in in der Schweiz ar­bei­tet, tut dies in ei­ner recht­li­chen Grau­zo­ne. Das nützt vor al­lem ei­nem Sys­tem, das we­der die Land­wirt:in­nen noch die Kon­su­ment:in­nen im Al­lein­gang än­dern kön­nen. Aus­ser­dem im Ok­to­ber­heft: zehn Jah­re Un­ter­was­ser, ei­ne Fla­schen­post aus Hal­le (Saa­le), Kunst zum The­ma Männ­lich­keit, Mu­sik von The Black Salt und na­tür­lich der Bü­cher­herbst – mit neu­er Li­te­ra­tur von Ost­schwei­zer Au­tor:in­nen.

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Sound­track für den Herbst

Hu­man Hu­man spie­len me­lan­cho­li­schen und fra­gi­len In­die-Pop, der trotz­dem warm und licht­durch­flu­tet ist. Das St.Gal­ler Duo hat jetzt sei­ne ers­te EP ver­öf­fent­licht und tritt am Wo­chen­en­de gleich zwei­mal im Bahn­hof Brug­gen auf – erst­mals mit ei­ner Band.

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Kommentar zur Beratung der Inklusionsinitiative im Nationalrat

Men­schen­wür­de, nicht Bud­get­pos­ten

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Der Neo­na­zipfar­rer

1976 lässt sich Gerd Zi­keli in der evan­ge­li­schen Kirch­ge­mein­de St.Gal­len-Strau­ben­zell zum Pfar­rer wäh­len. Drei Jah­re spä­ter wird er als gut ver­netz­ter Ho­lo­caust-Leug­ner und Vor­stands­mit­glie­der der ers­ten Neo­na­zi­grup­pe der Schweiz ent­tarnt. Heu­te be­ob­ach­tet er Lauf­enten.

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Mobilitaetsallianz 1 philipp buerkler

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Hochdruck Crasch Polizei 04665

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Von Lilli Kim Schreiber,
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In der Aus­stel­lung «Die lei­sen Un­ter­schie­de» im Haus zur Glo­cke in Steck­born be­fas­sen sich fünf Künst­ler:in­nen mit der Wahr­neh­mung von Un­ter­schie­den. 

Von Vera Zatti,
03 Schuetz Chraeje n un Gwaage ss Foto