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Willkommen in Wittentown

Nix los in Wittenbach? Die Klage ist alt. Dabei hätte Wittenbach etwas, was sonst niemand hat.
Von  Peter Surber

Nix los ausser Baufieber und Tankstellen? Der Eindruck hat sich zumindest oberflächlich bestätigt, beim Saiten-Besuch diesen Mittwoch: viel los auf den Ausfallstrassen, viel los in der Migros und im Spar, viele Baustellen, aber sonst…?

Da kann etwas nicht stimmen. Denn Wittenbach hat etwas, das niemand sonst in der Region hat. Ein Wunderding. Eine USP. Ein Prachtsteil.

Eine Passerelle.

Grosszügig dimensioniert, breit und ausladend schwingt sie sich göttlich über die Ausfallstrasse Richtung Amriswil. Von Süden her ideal verlinkt mit den dort anschliessenden Wohnüberbauungen – gegen Norden zwar unselig abgeknickt, eine Folge fatal geänderter Gestaltungspläne, aber dafür mit Treppe und Riesenrampe spektakulär ausschweifend. Ein Hauch von USA in der Ost-Provinz. Das hat sonst niemand.

Wittenbach3Nimmt man noch das Platzgeviert hinzu, das sich zwischen Migros, Spar und Post daran anschliesst, ein Märchenprinz von einem Platz, wenn er klug gestaltet wäre und frech genutzt würde, ein Platz, der den Namen «Zentrum» mit allem Stolz tragen könnte, wenn sie nur wollten, die Wittenbacherinnen und Wittenbacher…

… dies zusammengedacht, Wunderrampe und Dornröschenplatz, könnte zum Kult-Ort werden: für Rampenfeste, für Platzkonzerte, für Spontan-Lesungen im vor sich hin dämmernden Pavillon, für Schach- und Jassturniere hoch über dem tosenden Verkehr, für alles Mögliche, brückensymbolisch Bevölkerungsschichten und Altersgruppen verbindend, Wittentown.

Wittenbach und seine Passerelle: ein Traumpaar.

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