Kategorie
Autor:innen
Jahr

Hallo Welt!

Die Erfreuliche Uni im St.Galler Palace widmet sich zusammen mit dem Institut Neue Schweiz (INES) der postmigrantischen Gesellschaft: Diesen Donnerstag findet eine «Soirée aus dem Ostschweizer Migrationsuntergrund» statt, am Dienstag darauf wird über Rassismus, Antirassismus und die neue Schweiz diskutiert.
Von  Corinne Riedener

Es gibt Leute, die sagen, dass die Schweiz erst mit der Einführung des Frauenstimmrechts zu einer richtigen Demokratie geworden ist. Das stimmt nicht. Die Schweiz ist auch heute noch keine richtige Demokratie.

Ende 2017 lebten laut Bundesamt für Statistik (BfS) rund zwei Millionen Menschen in diesem Land, die nicht als «Schweizerinnen» oder «Schweizer» gezählt werden, also Leute mit sogenannten L-, B- oder C-Bewilligungen. Sie alle zahlen Steuern, Krankenkassenbeiträge und Billag, sie gehen arbeiten und in die Schule, sie beteiligen sich am gesellschaftlichen und kulturellen Leben – aber ein Mitspracherecht gewährt man ihnen in der Schweiz nicht.

Wie erleben diese Menschen Rassismus und Ausgrenzung? Was bedeutet es für sie, «Fremde» im eigenen Land zu sein? Diesen und anderen Fragen zur postmigrantischen Gesellschaft widmet sich die Erfreuliche Universität im Palace an zwei Abenden im März, entstanden in Zusammenarbeit mit dem Institut Neue Schweiz (INES).

Am Donnerstag laden INES und Palace zur «Soirée aus dem Ostschweizer Migrationsuntergrund». Man müsse nicht dieselbe Geschichte teilen, um über das gemeinsame Zusammenleben mitbestimmen zu dürfen, heisst es in der Ankündigung. «Für viele ist es Alltag, sich der Schweiz zugehörig zu fühlen und trotzdem als ‹Ausländer_in› etikettiert zu werden.»

Soirée aus dem Ostschweizer Migrationsuntergund:
15. März, 20:15 Uhr

Wir müssen reden! Über Rassismus, Antirassismus und die neue Schweiz:
20. März, 20:15 Uhr

palace.sg
institutneueschweiz.ch

Die Gäste, alle mit unterschiedlicher Biografie, aber der Gemeinsamkeit, «Ausländerin» oder «Ausländer» zu sein, werden davon berichten, wie sie die Ostschweiz mitgestalten und mit dem Alltagsrassismus umgehen: Der ehemalige Saiten-Kolumnist Yonas Gebrehiwet (Eritreischer Medienbund), Tatiana Cardoso (Studentin Soziale Arbeit), das St.Galler Rap-Urgestein Khaled Aissaoui aka E.S.I.K, Kosovare Kryeziu (Sozialarbeiterin mit Herzblut) und Cenk Akdoganbulut (Demo- kratisch-kurdisches Gesellschaftszentrum St.Gallen). Moderiert wird die Soirée von Gülsha Adilji (Autorin und Moderatorin) und Uğur Gültekin (Vorstand INES und Journalist), danach gibt es Tanz und Musik mit
DJ Naurasta Selecta.

«Wir müssen reden! Über Rassismus, Antirassismus und die neue Schweiz» ist der Titel des zweiten Abends am 20. März. Man kann schon finden, dass die Idee von Nationalstaaten langsam überholt ist, aber dieser zugegeben prächtige Ansatz macht die Realität auch nicht besser: Die Chancen und Möglichkeiten der Teilhabe werden heute von einem roten Fetzen Papier bestimmt, egal, ob man hier aufgewachsen oder
erst gerade gekommen ist. Noch.

Wie kann die vielschichtige Migrationsrealität politisch anerkannt werden, ohne die Augen vor den Herausforderungen zu verschliessen? Wie kann eine demokratische Einwanderungsgesellschaft aussehen und Rassismus überwunden werden? Darüber diskutieren u.a. Arber Bullakaj (Kantonaler SP-Vizepräsident und Stadtparlamentarier aus Wil) und Etrit Hasler (Journalist und Politiker).

Dieser Beitrag erschien im Märzheft von Saiten.

Jetzt mitreden:
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Dein Kommentar wird vor dem Publizieren von der Redaktion geprüft.

Vie­le For­mu­la­re, zwei Ge­sprä­che und ei­ne Power­point-Prä­sen­ta­ti­on

An­ja Wein leb­te be­reits 18 Jah­re in der Schweiz, als sie sich ge­mein­sam mit ih­rer Fa­mi­lie ent­schied, sich ein­zu­bür­gern. Es war ein lo­gi­scher Schritt. Das Ver­fah­ren war es nicht im­mer.

Von  Andi Giger
260722 illustration einbuergerung 2

Neues Buch

Zwi­schen Cha­os und Hoff­nung – La­ra Stolls Gun­ni

Von  Kathrin Reimann
215790

Ein aus­ser­ge­wöhn­li­ches Ge­spür für künst­le­ri­sche Qua­li­tät

Be­reits 1971 er­öff­ne­te Ur­su­la Krin­zin­ger ih­re ers­te Ga­le­rie in Bre­genz. Bis heu­te prägt sie die Kunst­sze­ne weit über die Bo­den­see­re­gi­on hin­aus. Nun be­fasst sich die Bre­gen­zer Som­mer­aus­stel­lung im Pa­lais Thurn und Ta­xis mit der Ga­le­ris­tin.

Von  Sieglinde Wöhrer
Ursula K dez2018 27 A9595

Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 5

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 5: Emil Brun­ner – «Berg Kind Welt», Ra­pid Open­air und Kul­tur­ufer. 

Von  Redaktion Saiten
DSC05051 Kopie copy

FC St.Gal­len vs. FC Zü­rich 2:1 – Ers­te drei Punk­te im Tro­cke­nen

Der Spa­gat zwi­schen eu­ro­päi­schen Näch­ten und bie­de­rem Su­per­league All­tag ist oft schwer. So auch heu­te. Ei­ne Leis­tungs­stei­ge­rung und die rich­ti­gen Wech­sel in der zwei­ten Halb­zeit rei­chen aber für die ers­ten drei Punk­te der Sai­son. 

Von  SENF Kollektiv
Senf

Bren­nen­de Wa­den und leuch­ten­de Kat­zen

In leich­ten Pas­tell­tö­nen und dunk­len Öl­far­ben setzt sich der deut­sche Künst­ler Mar­cel Hüpp­auff mit dem Pro­fi­rad­sport aus­ein­an­der. Da­bei tre­ten in sei­ner Schau im Chambre Di­rec­te-Schubi­ger in St.Gal­len nicht nur Men­schen, son­dern auch Kat­zen in die Pe­da­le.

Von  Vera Zatti
IMG 0330

Ein Wer­den­ber­ger Po­lit­star – lau­fend, stri­ckend, stets ge­er­det

Mit Hil­de­gard Fäss­ler (1951–2026) ver­starb kurz vor ih­rem 75. Ge­burts­tag ei­ne der pro­fi­lier­tes­ten Ost­schwei­zer Po­li­ti­ke­rin­nen an den Fol­gen ei­ner schwe­ren Er­kran­kung. Nach­ruf ei­ner lang­jäh­ri­gen Weg­ge­fähr­tin.

Von  Käthi Gut
P8262285

Wo Kunst ent­steht

Ver­steckt im Sit­ter­tal pro­du­ziert die Kunst­gies­se­rei Wer­ke re­nom­mier­ter Künst­ler:in­nen. Da­bei gilt es oft, Neu­es aus­zu­pro­bie­ren und Lö­sun­gen zu fin­den – mit Zu­cker, Wachs und na­tür­lich Me­tall. Sai­ten er­hält ei­nen Ein­blick in das ver­rück­te Schaf­fen am Ran­de St.Gal­lens.

Von  Daria Frick , Bilder:  Andri Vöhringer
260708 Sitterwerk Andri Voehringer 11

FC St.Gal­len vs. Ben­fi­ca 2:1 – St.Gal­len schafft die Sen­sa­ti­on!

Der FC St.Gal­len ge­winnt ge­gen den haus­ho­hen Fa­vo­ri­ten aus Lis­sa­bon mit 2:1. Die gröss­te Sen­sa­ti­on, die die­ses Sta­di­on je ge­se­hen hat. Das Spiel zum Nach­le­sen im SENF-Ti­cker.

Von  SENF Kollektiv
Senf

Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 4

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 4: Cy­prien Gail­lard – «When you ex­pect flu­tes, it whist­les», «Komm Glüückck» und Je­re­my Reeds Buch Du stirbst nur zwei­mal – Ein Syl­via Plath-/Vic­to­ria Lu­cas-Ro­man.

Von  Redaktion Saiten
260708 Sommertipps Emma Kunzs grotte copy

Kolumne: Heppelers Bestiarium

Flip­per im Mi­li­tär­dienst

Von  Jeremias Heppeler

Bad­hüt­te Ror­schach: Re­kon­struk­ti­on bis zum Tür­schar­nier

Die Bau­plä­ne sind ge­zeich­net, das Bau­ge­such liegt zur Vor­prü­fung bei der Stadt – doch noch ist ei­ni­ges rund um den Wie­der­auf­bau der Ror­scha­cher Bad­hüt­te zu klä­ren. Was pas­siert zum Bei­spiel mit all den an­ge­ros­te­ten und teils ver­bo­ge­nen Schar­nie­ren, Schlös­sern und an­de­ren Ei­sen­tei­len, die die Tau­cher aus dem See her­auf­ge­bracht ha­ben?

Von  René Hornung
Badhuette rorschach

«Sie wis­sen, dass ih­nen Ge­fäng­nis oder der Tod droht, wenn sie an Pro­tes­ten teil­neh­men. Und sie tun es trotz­dem.»

Moh­sen Ma­sou­di ist 2022 aus dem Iran in die Schweiz ge­flo­hen. Heu­te lebt er in Stein AR und ist Teil der Exil-Op­po­si­ti­on. Er er­zählt, war­um es die Schlies­sung der ira­ni­schen Bot­schaft braucht und was sich mit den Pro­tes­ten An­fang Jahr ver­än­dert hat.

Von  Matthias Fässler , Bilder:  Sara Spirig
260708 Redeplatz Mohsen Masoudi

Ein Pi­ra­ten­schiff am Bo­den­see­ufer

Das See-Burg­thea­ter macht aus sei­ner Pi­ra­tin­nen­ge­schich­te Die Le­gen­de von An­ne Bon­ny ein akro­ba­ti­sches Spek­ta­kel vom Feins­ten. Bei al­ler Som­mer­thea­ter-Leich­tig­keit hät­te man aber doch ein biss­chen mehr Eman­zi­pa­ti­ons­ge­schich­te er­war­tet.  

Von  Maria Schorpp
Piratencrew Bildnachweis Ilja Mess

Ei­ne ein­ma­li­ge Ge­burts­tags­par­ty

Zu sei­nem 20. Ge­burts­tag hat das Kul­tur­fes­ti­val am Wo­chen­en­de Bands aus St.Gal­len und der Re­gi­on zu ei­nem zwei­tä­gi­gen Kon­zert­fest ein­ge­la­den. Die­ses war so viel­fäl­tig wie ge­lun­gen – auch we­gen der Idee, Co­vers aus der Grün­dungs­zeit des Fes­ti­vals in die Sets ein­zu­bau­en. 

Von  David Gadze
Kulturfestival 20 Jahre Jubilaeum 2026 Kasimir Hoehener

Bregenzer Festspiele

Mehr als die See­büh­ne: Ent­de­ckun­gen an den Bre­gen­zer Fest­spie­len

Von  Nathalie Grand
Pressetag broucek anjakoehler 260236

Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 3

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 3: «Was der Kai­ser noch sah», Olaf Breu­ning – «Hu­mans» und Oria­na Bruseghi­ni  – Das ver­las­se­ne Ret­tungs­boot. 

Von  Redaktion Saiten
260708 Sommertipps Colazione Sull Erba Pfister Noemi copy

Von Mo­de und Kör­pern

Wie setzt Fo­to­gra­fie Mo­de in Sze­ne? Und wer fo­to­gra­fiert da­bei ei­gent­lich wen? Das Tex­til­mu­se­um St.Gal­len gibt mit «Mi­se en Scè­ne» Ein­bli­cke in 120 Jah­re Mo­de­ge­schich­te. Es ist die letz­te Schau vor dem Mu­se­umsum­bau. 

Von  Vera Zatti
TMF 22 4 1 V

«Ich ma­che das für al­le, die auf ei­nen Ent­scheid war­ten.»

Seit elf Ta­gen be­fin­det sich Ve­lat Ay­din vor dem Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in St.Gal­len im Hun­ger­streik. Im Ge­spräch mit Sai­ten er­zählt der Kur­de, wo­her er kommt und wes­halb po­li­ti­scher Ak­ti­vis­mus so wich­tig ist.

Von  Daria Frick
DSC 6579

Lus­ti­ges Mas­sen­ar­ten­ster­ben

Die St.Gal­ler Fest­spie­le sind vor­bei. Oper war in­door, draus­sen im Stadt­park spiel­te die End­zeit­ko­mö­die Pla­net B. Näh­me man die Bot­schaft des Stücks ernst, müss­te die Fest­spiel-Oper auch künf­tig res­sour­cen­scho­nend drin­nen blei­ben.

Von  Peter Surber
Festspiele planet b tanja dorendorf 1095