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Ideas are easy. Execution is hard.

Was Jacques der Henker mit Konfuzius dem Zoowärter gemeinsam hat. Jan Rutishauser geht in seiner Septemberkolumne dem Ursprung guter Ideen auf den Grund.
Von  Gastbeitrag , 

Warum schreiben Schriftsteller eigentlich so oft darüber, dass sie keine Ideen haben? Über die Angst vor dem leeren Blatt? Viel spannender wäre es doch zu fragen: Wo kommen Ideen eigentlich her? Und was sind sie?

Nun, bei mir ist es so, dass ich weiss, wann ich Ideen habe. Tatsächlich immer zum gleichen Zeitpunkt. Nämlich… zu spät. Daher klaue ich alle meine Ideen. Und zwar von meinem Hirn. Aber fragt nicht, woher mein Hirn sie hat!

Mark Twain soll gesagt haben: «Wie komme ich auf meine Pointen? Ganz einfach: Zuerst lache ich laut auf. Und dann denke ich rückwärts.» Für mich ist das Schlüsselwort in seiner Aussage «Denken».

Jan Rutishauser, 1987, ist Kabarettist, Kolumnist und Koach für Rechtschreibung und Comedy Writing. (Illustration: Lukas Schneeberger)

Andererseits geht es anscheinend auch ohne, denn Wilhelm Busch meinte: «Gedanken sind nicht stets parat, man schreibt auch, wenn man keine hat.» Es gibt sogar Autoren, die ausschliesslich dann schreiben. #Twilight

Beim Ideenfinden ist es natürlich von Vorteil, dass man eine Idee als solche auch zu erkennen vermag. Der Italiener Vilfredo Pareto definierte eine Idee als: «Nichts mehr oder weniger als die Kombination von alten Elementen.»

Und das stimmt heute noch. Als Beispiel ein Zitat: «Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir – für immer.» – Konfuzius, 36, Zoowärter, frisch arbeitslos.

Eine Idee erkennt man auch daran, dass sie im Nachhinein vollkommen offensichtlich erscheint. Dass der Moment, als es Klick gemacht hat, nicht mehr umkehrbar ist. Mir ging es gestern so, als ich meine Post geholt habe. Es hat Klick gemacht und plötzlich erkannte ich, dass ich einen Türstopper brauche.

Zu Beginn des Ideenfindens ist es elementar, nicht allzu kritisch zu sein. Das Schlimmste, was man jemanden sagen kann, ist: Komm mir nicht auf dumme Ideen. Denn der einzige Weg zu einer grandiosen Idee ist, viele Ideen zu haben. Oder anders gesagt: Der Weg zu guten Ideen ist mit schlechten Ideen gepflastert.

Deswegen lese ich jeden Morgen den «Blick». Nicht dass ich danach gute Ideen hätte. Nein, aber «Blick» lesen hilft, dass man sich für die eigenen schlechten Ideen nicht mehr schämt. Und ohne Scham machen schlechte Ideen sogar extrem viel Spass.

Beispiel: «Suppenrezepte nennt man in Japan auch Ramenbedingungen.»

Schlechte Ideen sind besser als ihr Ruf. Wenn zum Beispiel eine Idee von allen Seiten betrachtet schlecht ist, kann man sie immer noch zu Geld machen. Als Kreiselkunst.

Warum schreiben Schriftsteller eigentlich so oft darüber, dass sie keine Ideen haben? Keine Ahnung. Denn das wahre Problem sind nicht die Ideen. Sondern die Umsetzung. Nicht umsonst heisst es: «Ideas are easy. Execution is hard.» – Jean-Jacques, 45, Henker.

Dieser Beitrag erschien im Septemberheft von Saiten.

Ein ziem­lich ab­ge­fah­re­nes Ding

Seit zehn Jah­ren gibt es die Re­si­den­cy in der Bi­blio­thek An­dre­as Züst im Al­pen­hof, die­sem so schwer zu fas­sen­den Ort in In­ner­rho­den. Der run­de Ge­burts­tag wird nun mit ei­nem viel­fäl­ti­gen Fes­ti­val ge­fei­ert.

Von Hanspeter Spörri,
Alpenhof bibliothek andreas zuest residency

Ein künst­le­ri­sches Ge­ne­ra­tio­nen­tref­fen

Be­vor die Kunst­hal­le St.Gal­len im De­zem­ber we­gen Um­bau­ar­bei­ten vor­aus­sicht­lich bis April 2027 schliesst, dreht sie noch­mals voll auf. In der Aus­stel­lung «House of Ch­an­ge: Pre-Con­s­truc­tion-Warm-Up-Ga­lo­re» prä­sen­tiert sie im lau­fen­den Mo­nat ein dich­tes, bun­tes Pro­gramm an Kunst und Kul­tur.

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House of change larisa baumann 1

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Jala Wahid Smile maniacally were alive Sieglinde Woehrer

Ver­ei­nig­te Kul­tur­sze­ne pro­tes­tiert ge­gen den Spar­ham­mer

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2611 Kulturgelder gaffa rappenspalter 2 farbe

Kunstausstellung

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Von Vera Zatti,
Cecileund Pina300dpi

Die Meis­te­rin der Bei­läu­fig­keit

Ei­gent­lich woll­te Zsuz­san­na Gah­se kei­ne Bü­cher mehr schrei­ben. Nun hat sie mit An­ge­rich­tet ihr Werk doch noch ein­mal er­wei­tert. Ih­re Spra­che dar­in bleibt neu­gie­rig, hu­mor­voll und spie­le­risch. Und wirkt fast wie ein Kom­men­tar zum ei­ge­nen li­te­ra­ri­schen Schaf­fen.

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Bücherherbst: Ausser mir von Micha Friemel

Ana­ly­se des müt­ter­li­chen Wahn­sinns

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Zwi­schen Ruhm und Knast

Ja­kob Stutz, Volks­schrift­stel­ler und Re­form­päd­ago­ge mit «zwie­späl­ti­gem» Cha­rak­ter: Ihn lässt Ex-Kel­ler­büh­nen­lei­ter Mat­thi­as Pe­ter 150 Jah­re nach sei­nem Tod noch ein­mal auf­le­ben – un­ter an­de­rem in Tro­gen, wo Stutz im Ge­fäng­nis sass.

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01 Jakob Stutz 11 cut

Das Mit­tel­mass fei­ern

Auf sei­nem neu­en Al­bum Th­ree Chords and a Shaking Hand be­singt der Rhein­ta­ler Sin­ger-Song­wri­ter Mo Klé die ge­gen­wär­ti­ge De­bat­ten­kul­tur, Re­gen­stür­me und Selbst­ak­zep­tanz. Die Al­bum­tau­fe fin­det am 7. No­vem­ber im st.gal­li­schen Bahn­hof Brug­gen statt.

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FC St.Gal­len vs. Ser­vet­te 2:1 - Nicht bril­liert, aber ge­won­nen

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«Wir le­ben in ei­ner ver­blö­de­ten Mei­nungs­welt!»

Alex­an­der Vel­ja­nov ist die un­ver­wech­sel­ba­re Stim­me der Dark-Wa­ve-Band Dei­ne La­kai­en. Mit sei­nem neu­en So­lo­al­bum gas­tiert er am 9. No­vem­ber in Frau­en­feld. Ein Ge­spräch über Schub­la­den, Lü­ge, Wahr­heit und die Fra­ge, was Mu­sik mit un­se­rem Mensch­sein zu tun hat. 

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VELJANOV 2018 03

Zumthor plant in Wildhaus

Noch mehr Spit­zen­ar­chi­tek­tur fürs Tog­gen­burg

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Die SP setzt auf Pe­ter Oli­bet

Ein Wahl­gang ge­nüg­te: Die SP der Stadt St.Gal­len schickt Pe­ter Oli­bet ins Ren­nen um die Nach­fol­ge von Stadt­rat Pe­ter Jans. Er er­hielt 109 von 182 Stim­men. In der Fra­ge­run­de ging es um Spar­po­li­tik, be­zahl­ba­re Woh­nun­gen und die Fra­ge, wie viel Op­po­si­ti­on ein künf­ti­ges Re­gie­rungs­mit­glied noch ma­chen kann.

Von Philipp Bürkler,
Nomination Peter Olibet 10
Heftvorschau 11/26
Postkolonial, Kulturgelder, Universum

Wäh­rend Zü­rich und Genf ge­raub­te Ben­in-Bron­zen zu­rück­ge­ben, la­viert das Kul­tur­mu­se­um St.Gal­len. Der­weil un­ter­sucht der Thur­gau sei­ne eth­no­gra­fi­sche Samm­lung und schliess Re­sti­tu­tio­nen nicht aus. Aus­ser­dem im No­vem­ber­heft: Der so­li­da­ri­sche Pro­test der St.Gal­ler Kul­tur­sze­ne ge­gen die Spar­plä­ne des Kan­tons, die neue Aus­stel­lung zum Zehn­jäh­ri­gen im Na­tur­mu­se­um St.Gal­len, das ers­te elek­tro­ni­sche So­lo­al­bum von Ka­fi-D und vie­les mehr.

Saiten 2611 01 Cover

Zü­rich und Genf ma­chen vor­wärts, St.Gal­len bremst

Seit ei­ni­gen Jah­ren sind Ben­in-Bron­zen in Schwei­zer Mu­se­en ein heis­ses Ei­sen. Im St.Gal­ler Kul­tur­mu­se­um la­viert man bei der Fra­ge ei­ner mög­li­chen Rück­ga­be zwi­schen Dia­log­be­reit­schaft und Ver­wei­ge­rungs­hal­tung.

Von Richard Butz und Hans Fässler,
Benin bronze kulturmuseum 2026

Bücherherbst: Nie ist alles gut von Raffael Rihs

Mo­ment­auf­nah­men

Von Veronika Fischer,

Ma­gen­brot bis zu­letzt

Ein Fes­ti­val über den Tod – darf das auch lus­tig sein? «Last Call» lädt am 31. Ok­to­ber in St.Gal­len da­zu ein, über das Ster­ben zu spre­chen. In­ter­view mit Mi­chel­le Mauch­le von der Ge­schäfts­stel­le Pal­lia­ti­ve Ca­re Stadt St.Gal­len.

Von Philipp Bürkler,
Festival zum tod michelle mauchle

Kampf­sport als Safe Space

In St.Gal­len hat am Sams­tag zum ers­ten Mal ein eman­zi­pa­to­risch-an­ti­fa­schis­tisch-que­er­fe­mi­nis­ti­sches Kampf­sport­tur­nier statt­ge­fun­den. Wie das aus­sieht? Schon ziem­lich bru­tal, aber dann auch wie­der herz­lich.

Von Malena Widmer,
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Bücherherbst: Unwucht von Sarah Elena Müller

Zwi­schen Lie­be und Lei­den

Von David Gadze,

Be­stän­dig­keit, die ero­diert 

Seit 35 Jah­ren un­ter­sucht Pa­trick Roh­ner Na­tur­pro­zes­se, ins­be­son­de­re im Zu­sam­men­hang mit Geo­lo­gie, zeich­ne­risch, ma­le­risch und bild­haue­risch. Die Aus­stel­lung «Fal­tun­gen» im Mu­se­um Bickel zeigt noch bis zum 22. No­vem­ber ei­nen Quer­schnitt die­ser kon­ti­nu­ier­li­chen Be­schäf­ti­gung. 

Von Angela Kuratli,
Gu Kas Pa Ro 26 385960 Email Orginal 2