Für die Ausstellung «App’n’cell now» in der Kunsthalle Ziegelhütte zeichnet Anna Diehl eine weibliche Biografie der 1980er Jahre. Die sechsteilige Serie mit dem Titel Mit Mama im Textilmuseum besteht aus gerahmten Videostills. Die Aufnahmen sind während eines Besuchs der Künstlerin mit ihrer Mutter im Textilmuseum St. Gallen entstanden.
Die Ausstellung in der Kunsthalle Ziegelhütte Appenzell dauert bis zum 24. Mai.
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Kurz nach ihrer Ausbildung zur Textilentwerferin tauschte Diehls Mutter den Beruf gegen die Arbeit als Hausfrau und Mutter. Neben der Reflexion über weibliche Lebensentwürfe interessiert Diehl auch der persönliche Bezug zur Heimat. Ist die Heimat eine Region, eine Landschaft, eine Mutter oder die Mutter die Heimat?
Mit Mama im Textilmuseum (Entwurf einer Bordüre), Videostill 2020, Digitaldruck gerahmt
Mit Mama im Textilmuseum (Rapidograph), Videostill 2020, Digitaldruck gerahmt
Du gehst voraus.
Die Schritte stets ein bisschen weiter gedacht, als die Beine sie zu verrichten vermögen. Die Hände tanzen und deuten. Das Wissen in den Fingerspitzen. Ich freue mich, dass du dich freust. Dass wir zusammen schauen, auf die Heimat. Bevor sie mein Zuhause wurde. Und sie noch deine Zukunft war. Dazwischen nachdenklich. Als hättest du seit damals gar nie mehr an damals gedacht.
Deine Hände streichen über den Stoff, als du erzählst. Plötzlich reissen mich deine Sätze von aussen mitten hinein. Meine Geburt verbindet deine Geschichte mit meiner. Ich werde an etwas angehängt, was mir wie ein Paralleluniversum erscheint. Und irgendwie tut es mir leid. Ich hätte dir gerne weiter zugeschaut.
Die Kamera auf dich gerichtet, verwandelt sie dich von einer Mutter in eine Frau. Wie ein Mikroskop oder ein Fernglas. Umgekehrt, ein Schutzschild. Nicht auf direktem Wege deine Tochter. Als stünden zwischen uns zum ersten Mal nicht wir.
Deine Hände mochte ich schon immer. Knochig mit schlanken Fingern. Elegant.
Anna Diehl (*1986 in Teufen AR) lebt und arbeitet in Basel. In ihrer Arbeit interessiert sie sich für die Verschränkung von Gesellschaft und Psyche und die daraus resultierenden Ambivalenzen, Sehnsüchte und Abgründe. Sie studierte Soziologie an den Universitäten Basel und Wien und Bildende Kunst am Institut Kunst in Basel und an der Athens School of Fine Arts.
Die Rubrik Blackbox ist im März 2020 als Antwort auf die Corona-Krise entstanden, als der Kulturbetrieb stillgelegt worden ist. Für das Publikum ist das schade, für viele Kulturschaffende weit mehr: eine existentielle Bedrohung. Die Saiten-Blackbox macht drum eine Bühne auf für Bilder, Texte, Filmbeiträge, Songs, Debatten und anderes. Kein Streamen um jeden Preis, sondern Originale sind hier zu sehen und zu hören, kurz kommentiert, erklärt oder einfach so.
Jubiläum
Durch bunte Galaxien bis in ein Meer aus Katzenstreu. Die Ausstellung «Hinter’m Mond» vom Künstler:innenkollektiv U5 und Monika Stalder im Stellwerk in Heerbrugg lädt zu einer intergalaktischen Reise ein.
Die Ostschweizer Band Drill bringt mit Catharsis eine neue EP raus. Die sechs Songs sind ein wilder Ritt auf schweren Gitarrenriffs, bei dem Metalcore auch mal auf Hyperpop trifft.
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 7: Rathausoper Konstanz, Charles Uzors The Great Wall. A Labyrinth, Clanx-Festival und Rundgänge zu Wiboradas Schwestern.
Gegen dieses Luzern müsste der FC St.Gallen eigentlich drei Punkte einfahren. Zum Schluss muss er aber froh sein, dass es immerhin einer wird. Der Ausgleich gelingt erst weit in der Nachspielzeit per Penalty. Das Spiel zum Nachlesen im SENF-Ticker.
Herbert Rauch (1929–2012) war Briefträger und Künstler. In den Schwarz-Weiss-Fotografien des Rankweilers erscheinen Objekte wie Steine und Federn als abstrakte, grafische Gebilde. Nun ist ein Fotoband zu seinem Spätwerk erschienen, und im Schauraum René Dalpra in Altach sind seine Arbeiten ausgestellt.
Eine Bundesrätin, mehrere Nationalrät:innen und die Politrapper der Stunde: Alle kommen sie aus der Kleinstadt Wil. Eine Erkundung vor den Lokalwahlen.
Eines der vielen Gebäude des Sitterwerks, die vor genau 100 Jahren erbaute Schwarzfärberei, beherbergt heute die Kunstbibliothek und die Materialmusterschränke. Eine Aufstockung soll künftig mehr Platz schaffen.
Noch bis in den Herbst hinein und auch in den zwei folgenden Sommern bleibt die Voliere im Stadtpark eine Buvette. Ab 2029 wird sie zur «Maison des œufs», zum didaktischen Hühnerhof. Die eingereichten Ideen sahen noch ganz andere Nutzungen vor.
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Kolumne: 24/7 Traumacore
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Notizen zu Christopher Nolans The Odyssey
Anja Braun lebte bereits 18 Jahre in der Schweiz, als sie sich gemeinsam mit ihrer Familie entschied, sich einzubürgern. Es war ein logischer Schritt. Das Verfahren war es nicht immer.
Neues Buch
Bereits 1971 eröffnete Ursula Krinzinger ihre erste Galerie in Bregenz. Bis heute prägt sie die Kunstszene weit über die Bodenseeregion hinaus. Nun befasst sich die Bregenzer Sommerausstellung im Palais Thurn und Taxis mit der Galeristin.
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 5: Emil Brunner – «Berg Kind Welt», Rapid Openair und Kulturufer.
Der Spagat zwischen europäischen Nächten und biederem Superleague Alltag ist oft schwer. So auch heute. Eine Leistungssteigerung und die richtigen Wechsel in der zweiten Halbzeit reichen aber für die ersten drei Punkte der Saison.
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