Kategorie
Autor:innen
Jahr

Syngenta, der Besitz und der Hunger

Die grossen Agrarkonzerne wie Syngenta lobbyieren auf der ganzen Welt für Gesetze, die ihnen immer stärkere geistige Eigentumsrechte an Pflanzen garantieren und es ihnen weiterhin erlauben, hochgiftige Pestizide zu verkaufen. So sichern sie sich grosse Gewinne auf Kosten der Kleinbauern, der Landarbeiterinnen und der Natur. von Silva Lieberherr
Von  Gastbeitrag

«Wenn Du unter dieser neuen Gesetzgebung Samen von Syngenta oder Monsanto kaufst, werden die Firmen die geistigen Eigentumsrechte daran behalten. Wenn Du Saatgut von der ersten Ernte aufbewahrst, dann ist es nicht erlaubt, dieses Saatgut mit Deinen Nachbarn oder mit Deiner Schwägerin in einem anderen Dorf zu teilen, und Du kannst es auf keinen Fall verkaufen. Das aber ist die gesamte Grundlage des Saatgutsystems in Afrika», sagt Michael Farrelly von der Bewegung für biologische Landwirtschaft in Tansania.

Beim sogenannten «Plant Breeder’s Rights Act» von 2012 in Tansania geht es keineswegs um gentechnisch verändertes Saatgut, sondern um herkömmliche Sorten von Mais, Reis oder Hirse. Sogar um Sorten, die auf der Basis von Pflanzen gezüchtet worden sind, die von den Bäuerinnen und Bauern vor Ort über Generationen angebaut und ständig verbessert wurden und sehr gut an Begebenheiten wie Trockenheit angepasst sind.

Wenn sich Bäuerinnen und Bauern nicht an diese neuen Gesetze halten und unzertifiziertes Saatgut verkaufen, droht ihnen eine Gefängnisstrafe von fünf bis zwölf Jahren oder eine Strafe von 40’000 bis 200’000 CHF. «Das ist ein Betrag, den sich ein tansanischer Bauer nicht mal ansatzweise vorstellen kann», sagt Janet Maro von der Organisation Nachhaltige Landwirtschaft Tansania. «Lokale Bauern finden es schwierig, die Idee zu verstehen, dass man Saatgut patentieren und besitzen kann. Saatgut sollte schlicht etwas sein, das einfach verfügbar ist.»

Geistige Eigentumsrechte: Wem gehören Pflanzen?

Tansania ist kein Einzelfall. Systematisch werden mit neuen sogenannten Sortenschutzgesetzen vor allem im globalen Süden die Rechte der Bäuerinnen und Bauern massiv eingeschränkt. Eingeführt werden diese Gesetze vor allem auf Druck der Agrarkonzerne und deren Verbündeten, die mit «öffentlich-privaten Entwicklungspartnerschaften» die Landwirtschaft «entwickeln» wollen.

Doch diese Sortenschutzgesetze schützen hauptsächlich das geistige Eigentum der Agrarkonzerne und privatisieren das Gemeingut Saatgut. Den Bauern ist es nämlich oft nicht mehr erlaubt, das zertifizierte Saatgut im nächsten Jahr wieder anzubauen oder unzertifiziertes Saatgut zu verkaufen, zu tauschen oder zu verschenken. So verlieren sie den Zugang zu Saatgut immer mehr – zu ihrem lokalen Saatgut wie auch indirekt zum Saatgut der Züchter – und werden gezwungen, ihr Saatgut jedes Jahr von den grossen Pflanzenzuchtbetrieben neu zu kaufen. Für die Bauern und kleinen Züchter ist die Registration zu aufwendig und teuer, und so bevorzugen die Sortenschutzgesetze die kapitalstarken Züchter übermässig und verstärken die Monopolstellung der Agrarkonzerne.

Hier in Europa ist eine andere Möglichkeit, geistiges Eigentum an Pflanzen zu schützen und somit Pflanzen zu besitzen, noch bekannter als Sortenschutzgesetze: die Patente. Syngenta beantragt immer mehr Patente auf Eigenschaften und Gensequenzen von Pflanzen. Patente ebnen ihrem Besitzer Monopolrechte an Pflanzen, in denen das patentierte Gen oder die Eigenschaft vorkommt – teilweise sogar an aus diesen Pflanzen hergestellten Produkten wie Brot oder Bier. Was mit Patenten auf gentechnisch veränderte Eigenschaften und Gene begonnen hat, weitet sich unterdessen auf konventionell gezüchtete Pflanzen aus.

Patentrechte sind noch stärker als Sortenschutzgesetze. Sie machen es auch für Züchter und die Forschung schwierig, mit diesen Pflanzen zu arbeiten – selbst wenn sie eine neue Eigenschaft oder Sorte daraus entwickeln. Dazu müssen sie die Patentinhaber, in den allermeisten Fällen Agrarkonzerne, um Erlaubnis fragen und eine Lizenzgebühr zahlen. Dies behindert ihre Arbeit und Forschung – ganz zu schweigen von der Züchtungsarbeit der Bäuerinnen und Bauern.

Syngenta verteidigt geistige Eigentumsrechte damit, sie seien «bewährte rechtliche Instrumente, die Anreize geben für Innovation in der Landwirtschaft: Innovationen (…), die Bauern helfen, mehr zu ernten und dabei weniger natürliche Ressourcen zu brauchen.» Verstehen kann man eine solche Argumentation nur, wenn man wie die Agrokonzerne zu den grossen Profiteuren des kapitalistischen Landwirtschaftssystems gehört. Allen anderen geht es nicht anders als den tansanischen Kleinbauern: Die Idee, dass ein Konzern Pflanzen besitzen kann, ist absurd.

Pestizide: ein Verstoss gegen das Menschenrecht auf Gesundheit

Syngenta und die anderen grossen Agrarkonzerne verkaufen neben Saatgut auch Pestizide und haben deshalb kein Interesse, Saatgut zu züchten, das ohne Pestizide auskommt. Syngenta ist der Weltmarktführer bei den Pestiziden. Konzerne und ihre Lobbyorganisationen argumentieren unermüdlich, dass ohne Pestizide keine Landwirtschaft möglich wäre. Viele Expertinnen und Experten und sogar UNO-Organisationen sehen das allerdings anders: Im Januar 2017 hat die UN-Menschenrechtsrat-Sonderberichterstatterin für das Recht auf Nahrung, Hilal Elver, einen Bericht zu Pestiziden herausgegeben, der zum Schluss kommt, dass gefährliche Pestizide «katastrophale Auswirkungen haben auf die Umwelt, die menschliche Gesundheit und die Gesellschaft als Ganzes».

Der Bericht zeigt auf, dass die Schäden, die Pestizide verursachen, immens, aber schwierig abschliessend zu beweisen sind – unter anderem weil die Agrarkonzerne die öffentliche Forschung zum Teil massiv beeinflussen. Viele Studien sind beunruhigend: Chronische Pestizidausgesetztheit kann Krebs, Alzheimer und Parkinson, Hormonstörungen, Entwicklungsstörungen und Sterilität fördern. Dazu kommen die akuten Vergiftungen. Pestizide, argumentiert der Report, seien verantwortlich für 200’000 Tote jährlich weltweit, allein durch akute Vergiftung – 99 Prozent dieser Menschen sterben in Ländern des globalen Südens.

MultiWatch (Hrsg.): Schwarzbuch Syngenta – Dem Basler Agromulti auf der Spur. Edition 8, Zürich 2016.

Trotz diesen Gesundheitsgefahren und den vielfältigen Schäden für die Umwelt – für die Bienen, die Amphibien, die Bodenlebewesen – führen Regierungen kaum strengere Pestizidgesetze ein. Der Report wirft globalen Pestizidproduzenten wie Syngenta vor, die durch Pestizide verursachten Schäden systematisch zu verleugnen und globale Reformen der Pestizidgesetzgebung zu verhindern. Ausserdem, so belegt die UNO hier nicht zum ersten Mal, sei die Behauptung der Konzerne ein Mythos, Pestizide seien essentiell, um eine wachsende Weltbevölkerung ernähren zu können.

Anders als von den Konzernen behauptet, ist der neuste Stand der Forschung, dass es durchaus eine «alternative» Landwirtschaft gibt, die die Umwelt erhält und die Menschen ernährt. Sie wird Agrarökologie genannt und ist eine Verbindung von vielen verschiedenen, lokal angepassten landwirtschaftlichen Methoden. Methoden, die fast ohne Pestizide auskommen und mit der Natur statt gegen sie arbeiten. Methoden, die von Bäuerinnen entwickelt und von Forscherinnen weiterentwickelt wurden – oder umgekehrt. Je mehr Forschung es dazu gibt, desto deutlicher wird, dass die Agrarökologie sowohl hohe Ernten wie auch ein gutes Einkommen für die Bäuerinnen und Bauern ermöglicht.

Hunger: lösbar ohne Agrarkonzerne

Ein weiterer Mythos ist die Behauptung der Agrarkonzerne, dass die Ernährungssicherheit unserer wachsenden Weltbevölkerung nur mit gesteigertem durchschnittlichem Ertrag pro Hektar gesichert werden könne. Aber es ist unbestritten, dass die Welt mehr als genug produziert, um ihre Bevölkerung ernähren zu können. Je nach Schätzung könnte die globale Ernte 12 bis14 Milliarden Menschen satt machen (siehe z.B. den Weltagrarbericht «Wege aus der Hungerkrise»). Das heisst, dass Hunger nicht an der vielzitierten Überbevölkerung liegen kann. Vielmehr ist er eine Folge der extrem ungleichen Verteilung von Ressourcen, des Überflusses und der Armut.

Auf jeden Fall sind steigende – oder angesichts von Klimawandel und Erosion mindestens gleichbleibende – Erträge sehr wichtig. Dafür braucht es Forschung – demokratisch gesteuerte und öffentlich finanzierte Forschung. Denn die Forschung, die von profitorientierten Konzernen gesteuert wird, konzentriert sich auf diejenigen Nutzpflanzen, die Profite versprechen, anstatt auf solche, die den Hunger lindern.

Syngenta hat eine Stiftung, mit der sie verspricht, die Kleinbäuerinnen ungeachtet von Profiten zu unterstützen. Der Fokus der Stiftung liegt auf «präkommerziellen Bauern, (…) die ein Potential für landwirtschaftliches Wachstum zeigen». Diejenigen Bauern also, die für sich selbst und für lokale Märkte produzieren, die ihr eigenes Saatgut weiterentwickeln und tauschen, sollen integriert werden in die globalen Kapitalkreisläufe. Dies erlaubt es den Agrarkonzernen langfristig, mit diesen ehemals «prä-kommerziellen Bauern» Profite zu machen.

Syngenta verliert kein Wort darüber, wie gesteigerte Erträge dazu beitragen können, den Hunger auf der Welt zu bekämpfen. Das hat einen guten Grund: Hunger kann nur bekämpft werden, wenn die Menschen, die auf und von dem Land leben, Zugang zu natürlichen Ressourcen wie Saatgut, zu Land und Wasser haben. Aber das passt nicht in die Art von «Entwicklung», für die die Agrarkonzerne und die öffentlich-privaten Entwicklungspartnerschaften einstehen. Im Gegenteil: Wenn Bauern wegen Sortenschutzgesetzen und Patenten den Zugang zu Saatgut verlieren und neue Landgesetze Investoren die Aneignung von Land erleichtern, dann werden die Kleinbäuerinnen und -bauern schrittweise enteignet.

In einem Punkt haben die Agrarkonzerne recht: Investitionen in die Weiterentwicklung der kleinbäuerlichen Landwirtschaftssysteme sind unbedingt nötig. Es braucht Investitionen in Form von Zeit, Wissen und Arbeit der Bauern und Bäuerinnen, von Aufmerksamkeit und Expertise der Forschung, in Form von landwirtschaftlicher Beratung und Zugang zu lokalen Märkten. Nur Agrarkonzerne braucht es dazu nicht. Alle Menschen sollen mitbestimmen können, wie die Landwirtschaft der Zukunft aussehen soll. Ihnen soll sie gehören.

Es gibt eine andere Landwirtschaft. Der Hunger ist lösbar. Fangen wir an.

Silva Lieberherr, 1984, hat an der ETH Zürich Agrarwissenschaften studiert und eine Doktorarbeit zu indischen Bauernbewegungen geschrieben. Sie arbeitet bei der entwicklungspolitischen Organisation Brot für alle zu Landwirtschaft und Land Grabbing. Sie ist Teil der Gruppe MultiWatch, die Menschenrechtsverletzungen von Konzernen mit Sitz in der Schweiz veröffentlicht
und die Stimmen der Betroffenen verstärkt.

Dieser Beitrag erschien im Sommerheft von Saiten.

Jetzt mitreden:
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Dein Kommentar wird vor dem Publizieren von der Redaktion geprüft.

Ein Pi­ra­ten­schiff am Bo­den­see­ufer

Das See-Burg­thea­ter macht aus sei­ner Pi­ra­tin­nen­ge­schich­te Die Le­gen­de von An­ne Bon­ny ein akro­ba­ti­sches Spek­ta­kel vom Feins­ten. Bei al­ler Som­mer­thea­ter-Leich­tig­keit hät­te man aber doch ein biss­chen mehr Eman­zi­pa­ti­ons­ge­schich­te er­war­tet.  

Von  Maria Schorpp
Piratencrew Bildnachweis Ilja Mess

Ei­ne ein­ma­li­ge Ge­burts­tags­par­ty

Zu sei­nem 20. Ge­burts­tag hat das Kul­tur­fes­ti­val am Wo­chen­en­de Bands aus St.Gal­len und der Re­gi­on zu ei­nem zwei­tä­gi­gen Kon­zert­fest ein­ge­la­den. Die­ses war so viel­fäl­tig wie ge­lun­gen – auch we­gen der Idee, Co­vers aus der Grün­dungs­zeit des Fes­ti­vals in die Sets ein­zu­bau­en. 

Von  David Gadze
Kulturfestival 20 Jahre Jubilaeum 2026 Kasimir Hoehener

Bregenzer Festspiele

Mehr als die See­büh­ne: Ent­de­ckun­gen an den Bre­gen­zer Fest­spie­len

Von  Nathalie Grand
Pressetag broucek anjakoehler 260236

Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 3

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 3: «Was der Kai­ser noch sah», Olaf Breu­ning – «Hu­mans» und Oria­na Bruseghi­ni  – Das ver­las­se­ne Ret­tungs­boot. 

Von  Redaktion Saiten
260708 Sommertipps Colazione Sull Erba Pfister Noemi copy

Von Mo­de und Kör­pern

Wie setzt Fo­to­gra­fie Mo­de in Sze­ne? Und wer fo­to­gra­fiert da­bei ei­gent­lich wen? Das Tex­til­mu­se­um St.Gal­len gibt mit «Mi­se en Scè­ne» Ein­bli­cke in 120 Jah­re Mo­de­ge­schich­te. Es ist die letz­te Schau vor dem Mu­se­umsum­bau. 

Von  Vera Zatti
TMF 22 4 1 V

«Ich ma­che das für al­le, die auf ei­nen Ent­scheid war­ten.»

Seit elf Ta­gen be­fin­det sich Ve­lat Ay­din vor dem Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in St.Gal­len im Hun­ger­streik. Im Ge­spräch mit Sai­ten er­zählt der Kur­de, wo­her er kommt und wes­halb po­li­ti­scher Ak­ti­vis­mus so wich­tig ist.

Von  Daria Frick
DSC 6579

Lus­ti­ges Mas­sen­ar­ten­ster­ben

Die St.Gal­ler Fest­spie­le sind vor­bei. Oper war in­door, draus­sen im Stadt­park spiel­te die End­zeit­ko­mö­die Pla­net B. Näh­me man die Bot­schaft des Stücks ernst, müss­te die Fest­spiel-Oper auch künf­tig res­sour­cen­scho­nend drin­nen blei­ben.

Von  Peter Surber
Festspiele planet b tanja dorendorf 1095

Zwi­schen Pon­gal und Turn­ver­ein

Sin­du­jan* lebt schon sein gan­zes Le­ben in der Schweiz. Die Ein­bür­ge­rung ist fast ab­ge­schlos­sen, war aber mit ho­hen Kos­ten und ei­nem un­an­ge­neh­men Ge­spräch ver­bun­den.

Von  Andi Giger
260707 Saiten 0807 08

Ei­ne kur­ze In­dus­trie­ge­schichg­te des Sit­ter­tals

Be­vor die Kunst Ein­zug hielt, war das Sit­ter­tal in­dus­tria­li­siert. Hier wur­de ge­stickt, ge­wirkt, ge­färbt, mer­ceri­siert – aber auch ge­streikt und ge­liebt.

Von  István Scheibler
260708 Sitterwerk Industriegeschichte Das Sittertal zu Zeiten der Motorenstickerei Rittmeyer Staatsarchiv W 054 51 D 8

Kolumne: Stimmrecht

Wer ist die ukrai­ni­sche Dia­spo­ra?

Von  Liliia Matviiv

Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 2

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 2: Ki­nok-Open-Air, So­lar­ki­no, Chris­ta Nä­her – «Ex­cess», Li­ving Mu­se­um, Pool­bar Fes­ti­val, Die Le­gen­de von An­ne Bon­ny und SP-Spa­zier­gän­ge. 

Von  Redaktion Saiten
260708 Sommertipps 7 The Long Seat

Wie ein Fisch im Was­ser

In der Kunst­ka­bi­ne bei der St.Le­on­hard-Brü­cke in St.Gal­len stel­len bis Sep­tem­ber vier Per­so­nen mit Be­ein­träch­ti­gung ih­re Kunst aus. Den An­fang macht Son­ja Lip­pu­ner mit ih­rer «Roll­stuhl­kunst».

Von  Roman Hertler
Whats App Image 2026 07 01 at 22 09 10

«Kul­tur ist nicht de­mo­kra­tisch, aber zen­tra­le Grund­la­ge der De­mo­kra­tie»

Die Kunst­gies­se­rei St.Gal­len und die Stif­tung Sit­ter­werk strah­len weit über die Re­gi­on hin­aus. Fe­lix Leh­ner, Grün­der und Lei­ter der Kunst­gies­se­rei, Ge­schäfts­lei­tungs­mit­glied Till Jäck­li so­wie Pa­tri­cia Hart­mann, Co-Lei­te­rin der Stif­tung Sit­ter­werk, spre­chen im In­ter­view über die letz­ten 40 Jah­re, ak­tu­el­le Her­aus­for­de­run­gen und Zu­kunfts­plä­ne.

Von  Daria Frick  und  David Gadze
260708 Sitterwerk Andri Voehringer 01

«Schwei­gen gibt der Ge­walt Raum»

Ge­schlech­ter­spe­zi­fi­sche Ge­walt ist auch in Ap­pen­zell Rea­li­tät, und doch wird zu we­nig dar­über ge­re­det. Mit der Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung «we­r­om – schwät­ze statt schwi­ige» lu­den drei jun­ge Ap­pen­zel­le­rin­nen zum of­fe­nen Aus­tausch über Ge­walt, Prä­ven­ti­on und Zi­vil­cou­ra­ge.

Von  Marion Loher
Werom 4

Wenn Hei­mat flim­mert

Hei­mat – ein viel­schich­ti­ger Be­griff. Das Kunst­mu­se­um St.Gal­len spürt ihm ge­mein­sam mit der Werk­samm­lung der Schwei­ze­ri­schen Post nach. Zu se­hen ist die ent­stan­de­ne Schau «Hei­mat­flim­mern» bis En­de Ok­to­ber in St.Gal­len.

Von  Lisa Steurer
Ausstellungsansicht stian Stadler 1

Jung­brun­nen für den Dom

Die St.Gal­ler Fest­spie­le la­den, nach der letzt­jäh­ri­gen Pau­se, wie­der zum Tanz in die Ka­the­dra­le. Cho­reo­graf An­to­nio Ruz und die Tanz­kom­pa­nie neh­men den Raum mit Re­spekt in Be­schlag – samt dem Klos­ter­platz.

Von  Peter Surber
Bildschirmfoto 2026 06 29 um 11 44 42

Der «Landesverräter» war gern am Fluss

Ernst S. und die Sit­ter

Von  Roman Hertler
2502 Max Butz 05

Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 1

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 1: Open­air-Ki­nos, Bla­bla­bor – «Gue­ril­la Ra­dio», Mi­chail Pir­ge­lis – «HYLE», «Hei­mat­flim­mern», Kul­tur­fes­ti­val St.Gal­len, Le­on­ce und Le­na, Kunst­spa­zier­gän­ge und Mu­sik im «Flööz­li» so­wie Rund­gän­ge zum Blu­men­wies und zur Schwamm­stadt. 

Von  Redaktion Saiten
Noemi Pfister Happily Aging Dying

Musik im Rorschacherberg

Schloss­mu­sik von Big Band bis In­die

Von  Vera Zatti
Sommerbuehne by Night

Der Wi­der­stand der Ama­zo­nas­frau­en

In Kon­stanz gas­tiert der­zeit die Grup­pe As Ka­ru­a­na – ein po­li­ti­scher Frau­en­chor aus dem Ama­zo­nas. Sie zeigt mit ih­rer Mu­sik, ih­rem Tanz, ih­rer Kunst und ih­rem Wis­sen po­li­ti­sche Ré­sis­tance und kämpft für die Rück­erobe­rung ih­rer in­di­ge­nen Kul­tur.

Von  Veronika Fischer
AS KARUANA Gruppenfoto4