Der Gassenhauer in der Schmiedgasse von Saiten und Theater am Tisch, das Drama im schönsten Erker der Stadt, seit 2011 Jahr für Jahr hart am Wind des lokalen und globalen Zeitgeschehens, geht in eine neue Runde.
Günther und Emmi, Sie erinnern sich, waren vor drei Jahren mit einem ungeplanten Gutsch Wasser von oben schon einmal beinah vom Pelikanerker vertrieben worden. Ein Jahr später – anno 2015 – waren die beiden turbokapitalistisch unter die Räder gekommen, letztes Jahr hatten sie sich mit vollem Elan an die Neugründung des unfähig gewordenen Kantons St.Gallen gemacht. Günther und die Einbürgerungsprüfung…
… Schnee von gestern, denn jetzt schlägt die Stunde der Populisten, auch in St.Gallen. Günther sieht rabenschwarz, Emmi hält unbeirrbar dagegen, aber vor den grossen Aufräumern und selbsternannten Verhinderern ist auch der Pelikanerker nicht mehr sicher. Wer ihn noch einmal als Schauplatz der nächtlichen Gassenhauerei erleben will, kommt am Samstag, 1. April um 23 Uhr an die Schmiedgasse 15 in St.Gallens Altstadt. Mit Diana Dengler und Marcus Schäfer.
Nora Gomringer (Bild: Judith Kinitz)
Wortlaut bietet im übrigen auch dieses Jahr ein langes Wochenende Literatur mit den Reihen Kabarett, Literatur, Comic und Spoken Word – von Laut zu Luise zu Lechts zu Rinks. So hadert, wie die Veranstalter schreiben, der Basler Slammer Dominik Muheim in seinem aktuellen Bühnenprogramm mit den Erwartungen ans Erwachsensein, Jonas Lüscher präsentiert seinen soeben erschienen Roman Kraft, Nora Gomringer liest und der Comiczeichner Nicolas Mahler bringt es mit gekonnten Strichen auf den Punkt.
Weitere Höhepunkte dürften der Auftritt von Manuel Stahlberger, die Lesung des tschechischen Autors Jaroslav Rudis aus Nationalstrasse und der Auftakt heute abend mit Max Küng und einer Rede von Hildegard Elisabeth Keller sein.
Den nächtlichen Abschluss am Samstag macht die Late Night-Party Dance & Draw!. Und zum Finale am Sonntag gibt es den traditionellen literarischen Stadtrundgang mit Richard Butz und Nathalie Hubler sowie eine Präsentation der Appenzeller Anthologie Ich wäre überall und nirgends mit Urs Richle als Gastleser und mit Diskussionen um Literatur im 21. Jahrhundert zwischen Buch und Netz. Mehr Informationen zum Programm hier und auf wortlaut.ch.
Literaturbeiz ist die Focacceria, Schauplätze sind der Raum für Literatur in der Hauptpost, der Festsaal im Stadthaus, Palace, Grabenhalle, Pelikanerker und das Splügeneck, wo Christoph Keller, Katrin Andrist, Peter Eggenberger und Ivo Ledergerber am Samstagnachmittag die Ostschweizer Bühne mit Kurzlesungen bespielen.
Die SVP macht seit Wochen Stimmung gegen die geplante neue Moschee der albanisch-islamischen Gemeinschaft El-Hidaje in St.Gallen. Anlässlich eines öffentlichen Rundgangs der SP stellten die Verantwortlichen das Projekt vor – und räumten mit vielen Vorurteilen auf.
Jim Dine gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstler:innen. Seit ein paar Jahren erschafft er seine Skulpturen vornehmlich im Sittertal. In die Kunstgiesserei verliebte sich der Pop-Art-Pionier bei seinem ersten Besuch vor fast 20 Jahren.
Alles deutet drauf hin, dass die Uni St.Gallen demnächst in den bisherigen Hauptsitz der Helvetia-Versicherung, geplant vom Basler Architekturbüro Herzog und de Meuron, als zweiten grossen Standort auf dem Rosenberg einziehen kann. Zusätzlich ist ein Holzbau mit Seminarräumen in Planung.
Der FC St.Gallen zeigt sich gegen Sheriff Tiraspol von seiner besten Seite und gewinnt das Spiel nicht nur souverän, sondern auch hoch mit 5:1. Weiter geht's im Playoff gegen den FC Nordsjælland aus Dænemark.
Jubiläum
Durch bunte Galaxien bis in ein Meer aus Katzenstreu. Die Ausstellung «Hinter’m Mond» vom Künstler:innenkollektiv U5 und Monika Stalder im Stellwerk in Heerbrugg lädt zu einer intergalaktischen Reise ein.
Die Ostschweizer Band Drill bringt mit Catharsis eine neue EP raus. Die sechs Songs sind ein wilder Ritt auf schweren Gitarrenriffs, bei dem Metalcore auch mal auf Hyperpop trifft.
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 7: Rathausoper Konstanz, Charles Uzors The Great Wall. A Labyrinth, Clanx-Festival und Rundgänge zu Wiboradas Schwestern.
Gegen dieses Luzern müsste der FC St.Gallen eigentlich drei Punkte einfahren. Zum Schluss muss er aber froh sein, dass es immerhin einer wird. Der Ausgleich gelingt erst weit in der Nachspielzeit per Penalty. Das Spiel zum Nachlesen im SENF-Ticker.
Herbert Rauch (1929–2012) war Briefträger und Künstler. In den Schwarz-Weiss-Fotografien des Rankweilers erscheinen Objekte wie Steine und Federn als abstrakte, grafische Gebilde. Nun ist ein Fotoband zu seinem Spätwerk erschienen, und im Schauraum René Dalpra in Altach sind seine Arbeiten ausgestellt.
Eine Bundesrätin, mehrere Nationalrät:innen und die Politrapper der Stunde: Alle kommen sie aus der Kleinstadt Wil. Eine Erkundung vor den Lokalwahlen.
Eines der vielen Gebäude des Sitterwerks, die vor genau 100 Jahren erbaute Schwarzfärberei, beherbergt heute die Kunstbibliothek und die Materialmusterschränke. Eine Aufstockung soll künftig mehr Platz schaffen.
Noch bis in den Herbst hinein und auch in den zwei folgenden Sommern bleibt die Voliere im Stadtpark eine Buvette. Ab 2029 wird sie zur «Maison des œufs», zum didaktischen Hühnerhof. Die eingereichten Ideen sahen noch ganz andere Nutzungen vor.
Der Streit ums St.Galler Verbot von Tempo 30 auf Hauptverkehrsachsen geht in die nächste Runde: Das Referendumskomitee hat die notwendigen Unterschriften gegen eine Änderung des kantonalen Strassenverkehrsgesetzes eingereicht. Damit wird das Stimmvolk über die Frage entscheiden.
Kolumne: 24/7 Traumacore
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 6: «Wegwarte 002», Sur le Lac, Winterthurer Musikfestwochen und Schlossfestspiele Werdenberg.
Der FCSG kriegt beim Auswärtsspiel in Lissabon die Grenzen deutlich aufgezeigt. Sie verlieren das Spiel 0:5. Damit geht's für den FCSG jetzt gegen Sheriff Tiraspol in der Conference League weiter. Das Spiel zum Nachlesen im SENF-Ticker.
Notizen zu Christopher Nolans The Odyssey
Anja Braun lebte bereits 18 Jahre in der Schweiz, als sie sich gemeinsam mit ihrer Familie entschied, sich einzubürgern. Es war ein logischer Schritt. Das Verfahren war es nicht immer.
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