Kategorie
Autor:innen
Jahr

Das kreative UFO ist gelandet

Im Lattich-Bau beim St.Galler Güterbahnhof treffen Architekten, Grafikerinnen, Künstler, aber auch ein Bestattungsunternehmer aufeinander. Das Ziel: Kreative Unternehmen fördern und vernetzen. Ein Besuch im gelben Block.
Von  Urs-Peter Zwingli
Der Lattich-Bau beim Güterbahnhof. (Bilder: Ladina Bischof)

Ein grosser Quader mit vielen Fenstern und Gerippen aus Metallstangen an der Fassade: Das knallgelbe Lattich-Modul sieht im aprilgrauen Güterbahnhofareal wie ein UFO aus, das eben gelandet ist. Der Charme des Unfertigen umweht das Gebäude, das aus 48 Holzcontainern zusammengesetzt ist: Rund um das Erdgeschoss weisen Lehm und Kies auf gerade erst abgeschlossene Bauarbeiten hin. Überall stapeln sich im Schneeregen feucht gewordene Paletten, die das Versprechen langer Sommerabende am Feuer mit sich tragen, sei es als Sitzgelegenheiten oder als Brennstoff.

Vor dem Gebäude ein Lieferwagen mit Büromobiliar, Kaffeemaschine und Zügelkisten. Auf der Hinterseite des gelben Blocks ziehen sich Gerüstgänge über die Länge von jedem der drei Stockwerke. Zuoberst eine unbenutzte, weil an diesem Tag verregnete Dachterrasse mit Ausblick über das Gleisfeld. Schönstes Baustellengefühl beim Begehen der klackenden Metallgerüste, die an den Eingängen der einzelnen Module vorbeiführen.

Die Türen zu den jeweils 27 Quadratmeter grossen Holzquadern sind verglast. Wer vorbeigeht, sieht direkt in den Arbeitsraum des jeweiligen Mieters hinein. Blickdichte Vorhänge nur bei einem einzigen Modul – die Idee, dass dieser neue Lattich ein Ort ist, an dem sich die Kreativwirtschaft austauschen und vernetzen soll, zeigt sich auch in Details wie durchsichtigen Türen.

Gabriela Falkner

«Wobei wir Kreativwirtschaft als weit gefassten Begriff verstehen», sagt Gabriela Falkner, Präsidentin des Vereins Lattich, der das Projekt 2016 angestossen und über die Jahre begleitet hat. «Der Branchenmix, der jetzt in den Modulen existiert, ist vielseitig und gut. Grundsätzlich sind die Lattich-Mieter sicher Leute, die den Austausch schätzen und suchen. Was nicht in den Lattich passt, sind etwa Ladenketten oder Ableger von kommerziellen Geschäften und Agenturen. Diese haben aber selbst realisiert, dass das temporäre Quartier nicht der richtige Ort für sie ist», sagt Falkner.

Architektur, Grafik – und ein backender Bestatter

Tatsächlich finden sich unter den 32 Mitte April auf der Lattich-Website aufgelisteten Mieterinnen und Mietern neben den erwartbaren Architekten, Grafikern und Programmierern auch ein Bestatter, der nebenbei laut Selbstbeschrieb einen Cookie-Shop und eine Galerie führt, ausserdem eine Naturheilpraktikerin und ein italienischer Delikatessenhandel.

Ein wenig Exot ist auch der St.Galler Umweltingenieur Daniel Rüttimann, der selbständig ein Unternehmen für Geoinformatik führt. «Es hat schon ein paar Leute im Lattich, die in thematisch verwandten Bereichen arbeiten wie ich. Mit den Architekturbüros etwa könnten sich zukünftig konkrete, gemeinsame Projekte ergeben», sagt er. Das sei aber nicht der wichtigste Grund, weshalb er sein Büro hierher verlegt habe. «Zuvor war ich in einem Mehrfamilienhaus eingemietet und als Selbständiger den Arbeitstag über eher isoliert. Hier hingegen gibt es viele Möglichkeiten zum beruflichen und persönlichen Austausch.» Zudem sei die Miete für ein zentral gelegenes Büro mit knapp 30 Quadratmetern Fläche inklusive gemeinsam genutzten Sitzungszimmern mit 595 Franken relativ günstig. «Ausserdem finde ich es gut, dass durch dieses Projekt toter Raum in der Innenstadt belebt wird.» Dann entschuldigt sich Rüttimann – er muss sein Modul, in dem offene Zügelkisten und ein mit Papieren überladener Tisch stehen, fertig einrichten und parallel dazu Aufträge für Kunden ausführen.

Als erstes eine violette Decke

Noch dominiert das Unfertige an diesem Donnerstag Anfang April nicht nur um, sondern auch im Lattich: Es ist ruhig, es sind kaum Menschen auf den Gängen unterwegs. Arbeiter geben dem Gebäude an einigen Stellen den letzten Schliff. Am meisten Bauaktivitäten gibt es im 90 Quadratmeter grossen Gastrobereich. Viele Module sind noch leer, in zwei stehen etwas klischeehaft Retro-Rennvelos an der Wand. Ansonsten viele unausgepackte Kisten, ein paar Sofas und aufeinander gestapelte Stühle in den Büros, Ateliers und Werkstätten. Viele Mieter verschönern und bearbeiten beim Einzug ihre Module, die mit rohen Pressspanwänden und -böden vermietet werden und explizit gestaltet werden dürfen.

Jürgen Wössner

Darunter auch der Typograf und Frontend-Entwickler Jürgen Wössner: «Zuerst haben ich und mein Bürokollege Erdem Celikten die Decke violett angemalt und den Boden geölt. Ich wollte einfach schon immer mal eine violette Decke. Hier ist das möglich.» Daneben sind seine Beweggründe, sein Geschäft in den Lattich zu verlegen, ähnlich wie jene von Geoinformatiker Rüttimann: «Ich habe seit Jahren zuhause gearbeitet, was an sich gut funktioniert hat, aber der fachliche Austausch hat mir gefehlt. Gleichzeitig habe ich die hohen Fixkosten eines Büros gescheut.» Die geteilte Miete für das Modul – die Kosten für Strom, Heizung und Internet sind inklusive – sei nun aber im Rahmen.

Vom Austausch mit den anderen Mietern erhofft sich Wössner gegenseitige Hilfe bei technischen und gestalterischen Problemen. «Wer weiss, was sich daraus für konkrete, berufliche Projekte entwickeln können.» Doch Wössner, ehemaliger Velokurier und Mitgründer von Saiten, hat neben den professionellen auch fast schon poetische Gründe für den Schritt in den Lattich: «Ich mag den Geruch des Güterbahnhofs. Es riecht nach Strasse, nach Eisenbahnschienen, nach Geschichte. Das Gelände hat einfach eine gute Atmosphäre.»

Kathrin Lettner

Der Lattich sei für sie und ihre Institution ein «Fenster in die Stadt», sagt Kathrin Lettner, Abteilungsleiterin Weiterbildung an der Schule für Gestaltung am Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrum St.Gallen (GBS). Die GBS-Gestalter haben im Lattich ein Doppelmodul gemietet, wo ein Teil ihrer öffentlichen Kurse stattfinden wird. «Der Standort ist für uns als Anbieter der Kurse attraktiver als die GBS im Riethüsli, die ein wenig abgelegen ist. So wird unser Kursangebot niederschwelliger zugänglich», sagt Lettner. Zudem sei vorgesehen, künftig ein Kursangebot zu entwickeln, das speziell auf die Lattich-Gegebenheiten zugeschnitten ist. «Die Stärke des Lattichs ist, dass er das grosse kreative Potential von St.Gallen sichtbar macht», sagt Lettner weiter. Sie hofft, dass zwischen dem Lattich – «ein kreativer Melting Pot» – und den Stadtbewohnern ein reger Austausch entsteht. «Das steht und fällt mit dem Gastronomieangebot».

Gestaltet wird dieses vom Team um den umtriebigen Koch, Unternehmer und Gastronomen Gallus Knechtle, dem vergangenes Jahr mit der Pacht des Bergrestaurants Aescher ein Coup gelungen ist. Im Lattich mietet Knechtle drei Module im Erdgeschoss, das Lokal namens «Wilde Möhre» soll Mitte bis Ende Mai eröffnen. Über den Mittag wird es warme Küche geben, am Abend ein reduziertes Speiseangebot und ab und zu Grillabende. Und: Die «Wilde Möhre», bei der laut Knechtle der Genuss im Zentrum stehen soll, wird auch am Freitag und Samstag jeweils bis Mitternacht offen sein – eine Einladung zum Austausch also auch an jene, die nicht in den Modulen arbeiten.

«Die spannendste Sache in St.Gallen»

Lukas Hofstetter

Und Gründe zum Hingehen gibt es: «Für mich ist das die spannendste Sache, die in St.Gallen momentan passiert», sagt der Kulturveranstalter Lukas Hofstetter, der mit seiner Agentur Gapevents ebenfalls neu im Lattich eingemietet ist. Das Modul teilt er sich mit drei weiteren Mietern. «Die Zwischennutzung von Brachen ist in Städten wie Zürich oder Basel normal. Es wurde Zeit, dass auch in St.Gallen so etwas passiert.» Zwar gebe es mit dem Startfeldzentrum im St.Galler Westen bereits einen Ort, an dem sich junge Unternehmer vernetzen können. «Doch das Umfeld dort war für mich zu technisch. Hier im Lattich sind die meisten in ähnlichen Bereichen tätig wie ich.» Der Austausch sei bereits in den ersten Tagen des Einzugs sehr gut. «Alle sind offen, gehen aufeinander zu, fast etwas atypisch für St.Gallen. Ich bin so mit Leuten ins Gespräch gekommen, die ich seit zehn Jahren in der Stadt sehe, mit denen ich aber nie geredet habe.» Daraus könne sich durchaus etwas ergeben, «aber es ist noch zu früh, um darüber zu spekulieren, was genau.» Für den Moment sei es gut zu wissen, dass er bei Problemen versuchen könne, bei den Nachbarn Rat zu holen.

«Wer die Modulnachbarn sind, wussten die Mieterinnen und Mieter nicht im Voraus», erklärt dazu Vereinspräsidentin Gabriela Falkner. Die Vermietung sei eine Art Tetris-Spiel gewesen aufgrund der unterschiedlichen Mieterwünsche: «Die Mieter begegnen sich aufgrund der baulichen Anlage regelmässig, sei es auf den extra dafür eingeplanten Gerüstplattformen auf den Gängen, auf der Dachterrasse oder im Gastrobereich.»

Nachdem der Lattich nun also eröffnet ist und der Branchenmix zu leben beginnt, wird auch das kreative Unternehmertum vor Ort gefördert: In Zusammenarbeit mit Startfeld wurde ein viermonatiges Förderprogramm für Kreativunternehmer aus Bereichen wie Design, Architektur, Fotografie, Vermittlung, Tanz, Theater, Musik, Kunst, Literatur etc. ausgeschrieben. Die ersten zehn Ausgewählten werden ab Mai von Coaches von Startfeld und Fach- und Designexperten der Schule für Gestaltung begleitet und können vier Monate lang kostenlos im Lattich ihre Projekte verfolgen. Das zweite Förderprogramm startet im September.

Die Devise heisst «flexibel bleiben»

Dass der Lattich ein Provisorium ist, das nach derzeitigen Plänen in zehn Jahren einem Autobahnanschluss weichen soll, findet Falkner nicht problematisch. «Zehn Jahre sind eine schöne Zeit, um etwas aufzubauen.» Die aktuelle Zwischennutzung des Güterbahnhofareals sei nur möglich, weil dessen Umgestaltung wegen der Autobahnpläne derzeit blockiert sei. «Zudem ist der Lattich so gebaut, dass er in kurzer Zeit verschoben werden kann. Auch wenn letztlich eine Autobahnausfahrt gebaut wird, könnte er an einem alternativen Standort beim Güterbahnhof oder anderswo weiter existieren», sagt Falkner. Die bisher vier Jahre Lattich hätten ihr eines gezeigt: «Man muss bei einem solchen Projekt flexibel bleiben, sich immer wieder neu erfinden und mit vielen verschiedenen Partnern verhandeln.»

Dieser Artikel erschien im Mai-Heft.

Jetzt mitreden:
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Dein Kommentar wird vor dem Publizieren von der Redaktion geprüft.

Lau­te Ein­sam­keit

Jo­nas Ul­rich taucht mit sei­nem ers­ten Spiel­film in die Black-Me­tal-Welt ab. Wol­ves ist ei­ne bild­star­ke Ge­schich­te über Ein­sam­keit und das Da­zu­ge­hö­ren, vol­ler Ge­gen­sät­ze und mit et­was holp­ri­gen Dia­lo­gen.

Von  Daria Frick
001 wolves

Das Ge­dächt­nis der Zu­kunft

St.Gal­len be­wahrt nicht mehr nur 1000-jäh­ri­ge Hand­schrif­ten. Mit dem In­ter­net Ar­chi­ve Switz­er­land ent­steht hier ein Ar­chiv für Web­sei­ten, künst­li­che In­tel­li­genz und das di­gi­ta­le Ge­dächt­nis der Zu­kunft.

Von  Philipp Bürkler
2606 Internet Archive 01
Heftvorschau 06/26
archive.org, Generalverdacht, 80er-Aufbruch

Mit In­ter­net Ar­chi­ve Switz­er­land ent­steht in St.Gal­len ein Ab­le­ger des gröss­ten Ar­chivs für Web­si­ten und Künst­li­che In­tel­li­genz welt­weit. Aus­ser­dem im Ju­ni­heft: Män­ner un­ter Ge­ne­ral­ver­dacht, das gros­se St.Gal­ler 80er-Buch, das Ab­schieds­in­ter­view mit dem lang­jäh­ri­gen Kel­ler­büh­nen­chef und die Fla­schen­post aus Ve­ne­dig.

Saiten 2606 01 Cover

«Han­deln wi­der bes­se­res Wis­sen ist wie­der po­pu­lär»

Der WWF St.Gal­len wird 50 Jah­re alt. Sein Ge­schäfts­lei­ter Lu­kas In­der­maur zieht bei der Be­ur­tei­lung der ak­tu­el­len Si­tua­ti­on von Na­tur und Um­welt ei­ne durch­zo­ge­ne Bi­lanz.

Von  Reto Voneschen
2605 Redeplatz Lukas Indermaur

Freu­de am Ma­chen

«Urs Frei. A – Z» im Kunst­mu­se­um St. Gal­len ist die ers­te Re­tro­spek­ti­ve zum aus­ser­or­dent­li­chen Schaf­fen von Urs Frei (1958 – 2023). Rund 140 Ar­bei­ten ge­ben Ein­blick in ein Werk, das kaum zu fas­sen ist. Das ge­hört zu sei­ner Qua­li­tät.

Von  Ursula Badrutt
Urs frei online

Ideen für die Zu­kunft

Wie wol­len wir künf­tig le­ben und un­se­re Nah­rungs­mit­tel pro­du­zie­ren? Die Aus­stel­lung «How goes To­mor­row» der Ost­schwei­zer Künst­le­rin Clau­de Büh­ler in der Shed­hal­le in Frau­en­feld sen­si­bi­li­siert für nach­hal­ti­ge Hand­lungs­stra­te­gien. 

Von  Vera Zatti
IMG 9114

Vom Un­glück der Frau, die ihn ge­bo­ren hat

«Das Kind zu­rück­las­sen? Wie kann man so dumm und herz­los sein», schreibt der Schwei­zer Au­tor Lu­kas Bär­fuss über sei­ne Mut­ter, die kei­ne Mut­ter für ihn sein konn­te. In sei­nem neu­en Buch schaut er in die Ver­gan­gen­heit und hat Ver­ständ­nis, nicht für die Mut­ter, aber doch für die­se Frau, die nie Glück und im­mer zu we­nig Geld hat­te.

Von  Sieglinde Wöhrer
Jhqzg1tg 1 1 Stefano de Marchi

Lau­sanne-Ouchy vs. FCSG – St. Gal­len ist end­lich Cup­sie­ger!

Gaal, Gört­ler und Wit­zig schies­sen St. Gal­len zum lang­ersehn­ten Cup­sieg!

Von  SENF Kollektiv
Senf

Bis­se am Bo­den­see­ufer

Die Me­di­ka­men­ten­ver­su­che von Müns­ter­lin­gen als Teil ei­nes Vam­pir-Mu­si­cals? Auf die Idee muss man erst ein­mal kom­men. Die Büh­ne Mam­mern wagt den Ver­such. Ab 29. Mai im Zir­kus­zelt.

Von  Michael Lünstroth
Cast landscape

Zwi­schen Gleis, Ge­gen­wart und Ge­sell­schaft

Die dies­jäh­ri­ge Kul­tur­lands­ge­mein­de fin­det ent­lang der Bahn­li­nie zwi­schen Gos­sau und Was­ser­au­en statt. Es ist ein in­ter­dis­zi­pli­nä­res Ex­pe­ri­m­ent­zwi­schen Kunst, Ge­sell­schaft und Ak­ti­vis­mus. Aus­ser­dem stellt die Kul­tur­lands­ge­mein­de künst­le­risch und or­ga­ni­sa­to­risch die Wei­chen für die Zu­kunft.

Von  Philipp Bürkler
KULA Vorstand Oleksandra Tsapko

Ein Fes­ti­val für Punk­rock

Am Sams­tag fin­det in St.Gal­len erst­mals das Punk­fes­ti­val El Car­tel statt. Es soll da­zu bei­tra­gen, die Sze­ne zu stär­ken. Da­bei fehlt es ge­ra­de in St.Gal­len an Nach­wuchs.

Von  David Gadze
Yellow tales grabepunk

Wy­bora­da: Die fe­mi­nis­ti­sche Bi­blio­thek der Ost­schweiz

Seit 40 Jah­ren macht die Bi­blio­thek Wy­bora­da in St.Gal­len sicht­bar, was lan­ge fehl­te: Li­te­ra­tur von und über Frau­en. Heu­te sind Au­torin­nen und fe­mi­nis­ti­sche The­men zwar stär­ker prä­sent in der Öf­fent­lich­keit, doch die Re­le­vanz der Bi­blio­thek ist nach wie vor gross.

Von  Marion Loher
2605 Wyborada Laura Tura room

Or­ches­trier­ter An­griff ge­gen ex­ter­nen Auf­klä­rungs­un­ter­richt 

Mit ei­ner In­ter­pel­la­ti­on grei­fen SVP und EDU im St.Gal­ler Kan­tons­rat den aus­ser­schu­li­schen Auf­klä­rungs­un­ter­richt an. Und mit Un­ter­stüt­zung des «Leh­rer­netz­werks Schweiz» wol­len El­tern aus Büt­schwil ei­ne Mit­ar­bei­te­rin der Fach­stel­le für Aids- und Se­xu­al­fra­gen vor Ge­richt brin­gen. Da­hin­ter steckt ei­ne or­ches­trier­te Ak­ti­on.

Von  René Hornung
2502 Aufklaerung Badges Inv nr 1300

Brü­cke zwi­schen mu­si­ka­li­scher und sprach­li­cher Tra­di­ti­on

«Die­ci», die ita­lie­ni­sche Zahl für zehn, ist das Mot­to des dies­jäh­ri­gen Hei­den-Fes­ti­vals. Es ver­weist da­bei nicht nur auf das Ju­bi­lä­um, son­dern auch auf ei­ne kul­tur­po­li­ti­sche Hal­tung.

Von  Lilli Kim Schreiber
Heiden Festival Nicoals Senn Tom Rigney USA

Naturmuseum Thurgau

Der Grim­bart zum An­fas­sen

Von  Vera Zatti
Dachs Illustration quer def 1

Ein Ber­ner in St.Gal­len

Das St.Gal­ler Thea­ter Trou­vail­le ent­deckt den Mu­si­ker und Ju­ris­ten Ma­ni Mat­ter neu. «’S isch ei­nisch ei­ne gsy»– 90 Jah­re Ma­ni Mat­ter ver­bin­det zahl­rei­che Lie­der und li­te­ra­ri­sche Tex­te des Ber­ners zu ei­nem abend­fül­len­den Pro­gramm. Sai­ten hat mit dem Thea­ter­lei­ter Mat­thi­as Flü­cki­ger ge­spro­chen.

Von  Vera Zatti
Mani Matter Pressefoto

Ein Kurz­trip durch Schein­wel­ten

Vier Jah­re nach ih­rem De­büt keh­ren Lev Ti­gro­vich mit ei­ner neu­en EP zu­rück. Die­se han­delt von Kon­troll­ver­lust, Il­lu­sio­nen und gros­sen Ge­füh­len – und ent­hält erst­mals ei­nen Song, der nicht auf Rus­sisch ge­sun­gen ist.

Von  David Gadze
Lev Tigrovich Press Photo 4 Lena Frei

FC St. Gal­len vs. FC Thun 1:1 – Kein Sie­ger zwi­schen den bes­ten zwei Teams der Sai­son

Im letz­ten Spiel der Sai­son trifft der FC St.Gal­len auf den neu­en Schwei­zer Meis­ter aus Thun - ei­nen Sie­ger gibt es nicht.

Von  SENF Kollektiv
Senf

Phy­sik und er­schöpf­te Ma­schi­nen

Ca­li­ne Aoun in­ter­es­sie­ren die Mo­men­te der Ver­än­de­rung, die Über­gän­ge und Zu­stän­de. Ih­re Aus­stel­lung in Kunst­mu­se­um und Kunst­hal­le Ap­pen­zell wird zum En­de der sechs­mo­na­ti­gen Lauf­zeit ei­ne an­de­re sein als zu Be­ginn. 

Von  Kristin Schmidt
Kunsthalle Appenzell Caline Aoun 03 High Res RGB

Un­ter­schrift als Re­li­quie

Der 1100. To­des­tag von Wi­bora­da – In­klu­sin, Stadt­hei­li­ge und Pro­jek­ti­ons­flä­che – ist zur­zeit The­ma viel­fäl­ti­ger Ak­ti­vi­tä­ten. Zu den High­lights ge­hört ei­ne mut­mass­li­che Un­ter­schrift, zu be­sich­ti­gen in der Aus­stel­lung im St.Gal­ler Re­gie­rungs­ge­bäu­de.

Von  Peter Müller
Unterschriften2