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Nicht nur für Burrito-Fans

Im EssWerk am Oberen Graben in St.Gallen gibt es seit dieser Woche Burritos, Wraps und Salate zum Mitnehmen – frisch, aus der Region und wenn gewünscht auch vegan und glutenfrei. von Stefanie Rohner
Von  Gastbeitrag , 
Fabian Graf (links) und Manuel Herzog vor dem Milchhüsli in den Weieren. (Bild: Stefanie Rohner)

Seit fünf Jahren trifft man Manuel Herzog aus St.Gallen im Milchhüsli bei den Drei Weieren an. Dort betreibt er zusammen mit Fabian Graf das kleine, feine «Badihüttli» mit warmen Mahlzeiten, Getränken und dem beliebten Zimtfladen. Jetzt ist er auch in der Stadt anzutreffen: Der 34-Jährige eröffnete diese Woche am Oberen Graben das EssWerk. Das kleine Lokal beim Union-Gebäude mit ein paar Sitzgelegenheiten auf der Gasse ist ein Take Away mit zusätzlichem Apéro- und Cateringservice.

Angeboten werden Burritos, Wraps und Salate. Die Gäste können an einem Buffet kalte und warme Zutaten aussuchen und ihren Burrito selbst zusammenstellen. «So können vegetarische und nicht-vegetarische Burritos für den individuellen Geschmack zusammengestellt werden. Das Ganze kann auch als Bowl bestellt werden, somit ist es dann auch vegan und glutenfrei», sagt Manuel Herzog. Natürlich gibt es (weitere) leckere Saucen dazu.

Die Produkte sollen – soweit möglich – aus der Region und der Schweiz kommen. Die Karte wird der Saison angepasst. Es sei wichtig, dass in der Gastronomie nicht nur mit Fertigprodukten gearbeitet wird, sondern mit frischen Zutaten und viel Liebe, sagt Herzog. «Diese Liebe möchte ich ins EssWerk einfliessen lassen. Man merkt schnell, wer mit Leidenschaft dabei ist und wer nicht.»

Er betont, dass es wie in anderen Branchen auch im Food-Bereich wichtig und wertvoll sei, mit nachhaltigen Produkten zu arbeiten, auch weil viele Menschen sich heute Rechenschaft darüber ablegen, woher ein Produkt kommt und wie es behandelt wird.

EssWerk: Oberer Graben 3, St.Gallen
facebook.com/EssWerkSG

Das EssWerk arbeitet mit der im Frühling neu eröffneten Südbar zusammen. Hungrige Gäste können bei Herzog bestellen und in der Südbar essen. «Diese Zusammenarbeit ist grossartig, alle haben einen Vorteil. Und ich finde es sowieso schön, wenn man sich zusammentut», sagt Herzog. Auch Apéros können im EssWerk bestellt und direkt in die Südbar geliefert werden. So trifft Bar auf Food, Cocktails auf frische Burritos.

Herzog freut sich auf sein neues Projekt, wird aber weiterhin auch im Milchhüsli arbeiten. Die Arbeit dort will er trotz Doppelbelastung ungern aufgeben. «Das Milchhüsli hat Tradition in St.Gallen und auch für mich. Ich möchte beides unter einen Hut kriegen. Wie das dann funktioniert, sehen wir, wenn es soweit ist.»

Dieser Beitrag erschien im Sommerheft von Saiten.

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Heftvorschau 10/26
Erntehilfe, Unterwasser, Bücherherbst

Wer als Ern­te­hel­fer:in in der Schweiz ar­bei­tet, tut dies in ei­ner recht­li­chen Grau­zo­ne. Das nützt vor al­lem ei­nem Sys­tem, das we­der die Land­wirt:in­nen noch die Kon­su­ment:in­nen im Al­lein­gang än­dern kön­nen. Aus­ser­dem im Ok­to­ber­heft: zehn Jah­re Un­ter­was­ser, ei­ne Fla­schen­post aus Hal­le (Saa­le), Kunst zum The­ma Männ­lich­keit, Mu­sik von The Black Salt und na­tür­lich der Bü­cher­herbst – mit neu­er Li­te­ra­tur von Ost­schwei­zer Au­tor:in­nen.

Saiten 2610 Cover

Sound­track für den Herbst

Hu­man Hu­man spie­len me­lan­cho­li­schen und fra­gi­len In­die-Pop, der trotz­dem warm und licht­durch­flu­tet ist. Das St.Gal­ler Duo hat jetzt sei­ne ers­te EP ver­öf­fent­licht und tritt am Wo­chen­en­de gleich zwei­mal im Bahn­hof Brug­gen auf – erst­mals mit ei­ner Band.

Von David Gadze,
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Kommentar zur Beratung der Inklusionsinitiative im Nationalrat

Men­schen­wür­de, nicht Bud­get­pos­ten

Von Christoph Keller,

Der Neo­na­zipfar­rer

1976 lässt sich Gerd Zi­keli in der evan­ge­li­schen Kirch­ge­mein­de St.Gal­len-Strau­ben­zell zum Pfar­rer wäh­len. Drei Jah­re spä­ter wird er als gut ver­netz­ter Ho­lo­caust-Leug­ner und Vor­stands­mit­glie­der der ers­ten Neo­na­zi­grup­pe der Schweiz ent­tarnt. Heu­te be­ob­ach­tet er Lauf­enten.

Von Roman Hertler,
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