St.Gallen baut Schriften, fotografiert, näht und gestaltet

Die Bilder wurden von den  jeweiligenDesigner:innen zur Verfügung gestellt. (Bild: LUSA)

Die Bilder wurden von den  jeweiligen
Designer:innen zur Verfügung gestellt. (Bild: LUSA)

In Sachen Design hat St.Gallen eine starke Geschichte. Doch auch in der Gegenwart entsteht einiges – zum Teil aber im Verborgenen. Saiten hat einzelne Studios besucht und sich zeigen lassen, was hinter den hiesigen Türen geschaffen wird.

Rund 5700 Voll­zeit­stel­len bie­tet die so­ge­nann­te Krea­tiv-wirt­schaft in St.Gal­len, das sind rund neun Pro­zent al­ler städ­ti­schen Ar­beits­plät­ze – Ten­denz stei­gend. Die­se zu för­dern, ist das de­zi­dier­te Ziel der St.Gal­ler De­sign Week, die heu­er zum zwei­ten Mal statt­fin­det. Und auch der Stadt­rat hat das Po­ten­zi­al der Krea­tiv­wirt­schaft er­kannt und ver­kün­de­te im No­vem­ber letz­ten Jah­res, die­se künf­tig ak­tiv för­dern zu wol­len.

Ge­mäss den Or­ga­ni­sa­tor:in­nen der De­sign Week kom­men die viel­ver­spre­chen­den Zah­len nicht von un­ge­fähr. So lo­cken die tie­fen Mie­ten zahl­rei­che Krea­ti­ve in die Stadt, de­ren über­schau­ba­re Grös­se das Netz­werk stärkt. Aus­ser­dem ver­dankt die Stadt ih­rer Ge­schich­te ei­nen sehr gu­ten Ruf in Sa­chen De­sign (sie­he In­ter­view).

So war die Re­gi­on zu Be­ginn des 20. Jahr­hun­derts welt­weit füh­rend im Han­del mit Sti­cke­rei­wa­re. Und noch heu­te ist das Ost­schwei­zer Hand­werk in­ter­na­tio­nal be­liebt. Mi­chel­le Oba­ma trug bei der Amts­ein­füh­rung ih­res Man­nes Sti­cke­rei der St.Gal­ler Fir­ma Fors­ter Roh­ner. Ne­ben be­sag­tem Un­ter­neh­men er­lang­te auch die Mo­de aus dem Hau­se Akris be­reits im Zu­ge der Sti­cke­rei­blü­te in­ter­na­tio­na­le Be­kannt­heit – und St.Gal­len bis heu­te ei­ne wei­te­re wirt­schaft­li­che Grös­se. Auch mit Chris­ta Bösch und Co­si­ma Ga­di­ent ist die Re­gi­on ak­tu­ell auf dem Welt­markt ver­tre­ten. Auf­ge­wach­sen im Tog­gen­burg und dem -Ap­pen­zel­ler­land, grün­de­ten die bei­den Mo­de­de­si­gne­rin­nen vor ei­ni­gen Jah­ren das La­bel Ot­to­lin­ger. Ih­re Kol­lek­tio­nen wa­ren seit­her auf Run­ways in New York, Pa­ris oder Lon­don zu se­hen.

Den gu­ten Ruf hat St.Gal­len aber nicht nur der Sti­cke­rei zu ver­dan­ken, son­dern auch der Gra­fik. Denn der Buch­ge­stal­ter und Ty­po­graph Jost Hoch­u­li hat seit den 1960er-Jah­ren ei­nen neu­en Stil ge­prägt und St.Gal­len wie­der zur Bü­cher­stadt ge­macht. Bis heu­te ge­hört sei­ne Ar­beit zum Schul­stoff al­ler Gra­fi­ker:in­nen. Mit Si­cher­heit ist er auch den bei­den Gra­fik­stu­di­os Bän­zi­ger-Hug und Kas­per-Flo­rio ein Be­griff. Die bei­den Du­os ha­ben un­ter an­de­rem ge­mein­sam das De­sign der Ar­chi­tek­tur­bi­en­na­le ge­stal­tet. Auf­grund sol­cher Er­fol­ge hat sich in der Sze­ne be­reits längst der Be­griff «St.Gal­ler Schu­le» durch­ge­setzt. Da­zu könn­te man auch Pro­duk­te-De­si­gner:in­nen zäh­len. Veit Rausch zum Bei­spiel. Sei­ne Stüh­le schmück­ten Da­vid Lynchs Film­sets. Oder Gal­lus Zwi­cker, des­sen Licht­kon­zep­te be­reits mehr­fach in­ter­na­tio­nal aus­ge­zeich­net wur­den.

So viel zur Ge­schich­te. Ne­ben die­sen -be­kann­ten Er­zäh­lun­gen ent­ste­hen neue in der Ge­gen­wart. Mit min­des­tens so viel Po­ten­zi­al. Ak­tu­ell le­ben und ar­bei­ten in St.Gal­len zahl­rei­che Gra­fi­ker:in­nen, -Il­lus­tra­tor:in­nen, Film­schaf­fen­de, Fo­to­graf:in­nen, Pro­duk­te- und Mo­de­de­si­gner:in­nen, de­ren Schaf­fen we­ni­ger be­rühmt ist, viel­leicht öf­ter im Ver­bor­ge­nen ge­schieht als im Ram­pen­licht und den­noch auf­fällt. An der De­sign Night öff­nen sie die Tü­ren zu ih­ren Ate­liers und prä­sen­tie­ren sich und ih­re Ar­bei­ten. Sai­ten hat ein paar von ih­nen be­sucht.

Schrif­ten von Welt

Se­ri­fe, Pun­ze, Ker­ning, Hin­ting. Bahn­hof? Die Be­griffs­welt der Schrift­ge­stal­tung (neu­deutsch: Ty­pe De­sign) ist so ei­gen wie die Sze­ne selbst. Ein A bleibt im­mer ein A, ein Ω im­mer ein Ω. Buch­sta­ben und Zif­fern soll­ten, je nach An­wen­dungs­zweck, im­mer als sol­che er­kenn­bar blei­ben. Das al­pha­be­ti­sche Sys­tem steckt den Rah­men ab, in­ner­halb des­sen sich Schrift­ge­stal­ter:in­nen frei ent­fal­ten kön­nen – und mit­un­ter ei­ne feu­ri­ge Lei­den­schaft ent­wi­ckeln.

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2603 Fabian Harb Dinamo Typefaces Editions Stefan Marx ABC Stefan Simon Merz Mood 01 Cover

Die­se spürt man auch im Ge­spräch mit zwei Ver­tre­tern des Fachs: dem in Por­to le­ben­den St.Gal­ler Fa­bi­an Harb (1988) und dem Co­bur­ger Ni­co­las Bern­klau (1994), der sei­ne Wahl­hei­mat in St.Gal­len ge­fun­den hat und heu­te ne­ben­amt­lich an der Schu­le für Ge­stal­tung un­ter­rich­tet. Harb stu­dier­te in Ba­sel vi­su­el­le Kom­mu­ni­ka­ti­on und leb­te und ar­bei­te­te spä­ter un­ter an­de­rem in Ams­ter­dam und Ber­lin. Bern­klau stu­dier­te Gra­fik­de­sign in Ra­vens­burg und Ty­pe De­sign an der Éco­le can­to­na­le d’art de Lau­sanne (ECAL).

Was ist ei­ne gu­te Schrift? Harb hält we­nig von sol­chen Be­wer­tun­gen. Je­der Font kön­ne gut sein, so­lan­ge man kei­ne Ideen klaue. Am rich­ti­gen Ort ein­ge­setzt, kön­ne so­gar Co­mic Sans, die wohl meist­be­lä­chel­te Schrift­art, «gut» sein. «Die Zeit der glat­ten Schrif­ten» sei vor­bei, Ari­al-Re­vi­val hin oder her, sagt Bern­klau. Es brau­che da und dort klei­ne Rei­bungs­flä­chen. Wie le­ser­lich ei­ne Schrift sein soll, hän­ge vom An­wen­dungs­zweck ab. Ziert ei­ne Schrift­art nur den Ti­tel auf ei­nem Plat­ten­co­ver oder ein Pla­kat oder muss mit ihr ein gan­zer Ro­man ge­le­sen wer­den kön­nen?

Wer sich in der Schweiz und dar­über hin­aus mit Buch­ge­stal­tung und Ty­po­gra­fie be­fasst, kommt kaum an der St.Gal­ler Ko­ry­phäe Jost Hoch­u­li (1933) vor­bei. Wird sein von Nüch­tern­heit, Klar­heit und Funk­tio­na­li­tät ge­präg­ter Stil in der jün­ge­ren St.Gal­ler Sze­ne teils als dog­ma­tisch emp­fun­den, ha­ben Harb und Bern­klau ei­nen ent­spann­te­ren Zu­gang zum Gross­meis­ter, viel­leicht auch, weil sie nie in der Gal­len­stadt zur Schu­le gin­gen. In der Lau­san­ner Bubble sei sehr oft über Hoch­u­li und die St.Gal­ler Sze­ne ge­spro­chen wor­den, er­zählt Bern­klau. Und Harb be­rich­tet, er sei im­mer ein biss­chen stolz ge­we­sen, wenn man sich an der Bas­ler Fach­hoch­schu­le ein­ge­hend mit Hoch­u­lis Bü­chern be­schäf­tig­te.

Ih­ren Le­bens­un­ter­halt be­strei­ten Harb wie Bern­klau heu­te gross­mehr­heit­lich mit Schrift­ge­stal­tung. Bei­de ha­ben schon ein paar fet­te Auf­trä­ge an Land zie­hen kön­nen. So hat Fa­bi­an Harb mit der Fir­ma Di­na­mo, die er zu­sam­men mit Jo­han­nes Brey­er ge­grün­det hat, zum Bei­spiel für die Kunst­hal­le Zü­rich oder Warp Re­cords aus Eng­land ge­ar­bei­tet und un­längst so­gar die neue Haus­schrift für Spo­ti­fy ge­stal­tet – bis­lang bei wei­tem ihr um­fang­reichs­tes Pro­jekt.

Und Ni­co Bern­klaus Schrift­art Re­si­al hat es un­ter an­de­rem in ei­ne Son­der­aus­ga­be der «New York Times» und an ei­ne Aus­stel­lung von Her­zog & de Meu­ron in Lon­don ge­schafft. Aus­ser­dem hat er mit BBC, BWGT­BLD, Pro Hel­ve­tia oder ei­ni­ge Ma­le mit Elec­t­ro-Mu­si­ker Paul Kalk­bren­ner zu­sam­men­ge­ar­bei­tet. Und mitt­ler­wei­le ist er «Ty­pe Di­rec­tor» des re­nom­mier­ten De­si­gners Bri­an Roet­tin­ger aus Los An­ge­les, der un­ter an­de­rem schon mit Jay-Z, La­dy Ga­ga oder den Red Hot Chi­li Pep­pers zu­sam­men­ge­ar­bei­tet hat.

Bei­de sind sich ei­nig, dass die best­be­zahl­ten Auf­trä­ge nicht im­mer die be­frie­di­gends­ten sind. Ge­ra­de in der Tech-Bran­che, wo spe­zi­el­le Schrif­ten ge­fragt sind, muss es heu­te schnell ge­hen, die Zeit­fens­ter für den krea­ti­ven Pro­zess wür­den im­mer klei­ner, da­für sei der ad­mi­nis­tra­ti­ve Auf­wand enorm. Am meis­ten Lei­den­schaft ste­cken sie in län­ger­fris­ti­ge Pro­jek­te, an de­nen sie – zu­nächst oft nur für sich sel­ber – jah­re­lang her­um­tüf­teln kön­nen.

Fest­hal­ten, da­mit es bleibt

LU­SA steht für die Vor­na­men von vier Fo­to­graf:in­nen. La­di­na Bi­schof, Ueli Stein­gru­ber, Sa­ra Spi­rig und An­dri Vöh­rin­ger ha­ben im Mai vor ei­nem Jahr ein ers­tes Zi­ne als Kol­lek­tiv her­aus­ge­ge­ben. Es ist das Re­sul­tat ih­res Zu­sam­men­schlus­ses, dem ge­mein­sa­men Be­spre­chen, Jon­glie­ren und Schmie­den von Ideen. Ei­ne Samm­lung von Ar­chiv­bil­dern, die im bes­ten Fall «in Er­in­ne­rung blei­ben» oder «im Bauch lan­den» – denn das macht laut Stein­gru­ber und Bi­schof gu­te Bil­der aus.

«Der Aus­tausch im Kol­lek­tiv ist für uns wich­tig, um die Freu­de an der Fo­to­gra­fie nicht zu ver­lie­ren, ihr hin und wie­der Le­ben ein­zu­hau­chen und ih­re Flam­men zu ent­fa­chen, wenn es sich bei der Ar­beit ein­mal eher um Pflicht­auf­ga­ben han­delt», er­klärt La­di­na Bi­schof. Mit dem Zi­ne hät­ten freie Ar­bei­ten Raum be­kom­men. Gleich­zei­tig er­mög­li­che das Kol­lek­tiv da­hin­ter, dass man ein­an­der be­glei­te und ge­mein­sam über Bil­der und Pro­zes­se spre­che. Vor al­lem aber kön­ne man sich als Kol­lek­tiv ge­gen­sei­tig den Rü­cken stär­ken – «ei­ne Aus­stel­lung als Ein­zel­per­son fühlt sich für lei­se Leu­te, wie wir es sind, zu ex­po­niert an».

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Bi­schof und Stein­gru­ber le­ben von der Fo­to­gra­fie – ein Be­rufs­stand, der es seit der Di­gi­ta­li­sie­rung schwer hat. Zum ei­nen, weil die­se das Hand­werk ver­ein­facht hat – und da­mit den Zu­gang zum Be­ruf –, und zum an­de­ren, weil sich da­durch auch die An­spruchs­hal­tung an das End­ergeb­nis ver­än­dert hat und die Be­reit­schaft, da­für zu be­zah­len, zu gros­sen Tei­len ge­sun­ken ist. Das Ver­ständ­nis keh­re aber wie­der zu­rück, ist Bi­schof über­zeugt. Doch wie, wo so viel kon­stru­ier­tes, ma­ni­pu­lier­tes und schnell­le­bi­ges Bild­ma­te­ri­al die Matt­schei­ben die­ser Welt flu­tet? «Die un­ge­küns­tel­te, do­ku­men­ta­ri­sche Aus­drucks­wei­se in der Fo­to­gra­fie hat ak­tu­ell viel Po­ten­zi­al», ant­wor­tet Bi­schof. «Im Ge­ne­ri­schen gibt es kei­ne Echt­heit, kein Ein­tau­chen.» Für die­se Un­ter­schei­dung brau­che es je­doch Kom­pe­ten­zen, fügt Stein­gru­ber an: «Uns geht es in un­se­rer Ar­beit aber eben auch mit LU­SA um die Sen­si­bi­li­sie­rung der Men­schen für die Ar­beit, die noch im­mer hin­ter der Fo­to­gra­fie steckt, die Zeit, die es braucht, da­mit ein Bild gut wird und da­mit eben auch um Wert­schät­zung.»

Der zwei­te Teil von LU­SA, Vöh­rin­ger und Spi­rig, die ih­re Aus­bil­dung ge­mein­sam ab­ge­schlos­sen ha­ben, tei­len sich zu­sam­men ein Ate­lier. Al­le vier Fo­to­graf:in­nen ha­ben ei­ne ei­ge­ne Hand­schrift. Und sie ha­ben sich al­le spe­zia­li­siert auf be­stimm­te Spar­ten wie Por­traits (al­le), Re­por­ta­gen (Stein­gru­ber, Spi­rig, Vöh­rin­ger) oder Ar­chi­tek­tur (Bi­schof). Viel wich­ti­ger aber sei die Spe­zia­li­sie­rung auf ei­ne ei­ge­ne Hand­schrift, be­to­nen Bi­schof und Stein­gru­ber. Da­durch ha­be die ei­ge­ne Ar­beit ei­ne an­de­re Qua­li­tät. Und ein Al­lein­stel­lungs­merk­mal.

Noch fin­de in der Ost­schweiz we­ni­ger Spe­zia­li­sie­rung statt als in an­de­ren Städ­ten, sagt La­di­na Bi­schof. Viel­leicht hat ge­ra­de des­halb der Um­stand, dass Bi­schof, Stein­gru­ber, Spi­rig und Vöh­rin­ger sich ei­ne kla­re, ei­ge­ne Hand­schrift an­ge­eig­net ha­ben, zu ih­rer Be­kannt­heit in der Re­gi­on ge­führt. Auf­trä­ge wei­ter­zu­ge­ben füh­re letzt­lich da­zu, dass das Netz­werk und da­mit die Bran­che ge­stärkt wer­de, fügt Bi­schof an: «Wir kön­nen bei­de ein Haus fo­to­gra­fie­ren, aber ich kann es nicht so fo­to­gra­fie­ren wie Ueli.»

Über­flies­sen­des Ma­te­ri­al als Ant­wort auf ma­te­ri­el­len Über­fluss

Auf Ju­ri Roem­mels Pult liegt ei­ne vier­ecki­ge Scha­le, die aus­sieht wie ein auf­ge­fal­te­tes Blatt Pa­pier. Und im Grun­de ist sie nichts an­de­res: hauch­dün­nes, ge­schich­te­tes und mit Uru­shi-Lack be­han­del­tes Ja­pan-pa­pier. Die re­du­zier­te For­men­spra­che und ein gros­ses In­ter­es­se an ver­schie­de­nen Ma­te­ria­li­en und de­ren Ei­gen­schaf­ten zeich­nen Roem­mels Ar­beit aus.

Der St.Gal­ler In­dus­trie­de­si­gner mit Jahr­gang 1993 hat sich vor we­ni­gen Jah­ren selb­stän­dig ge­macht. Ge­lernt hat er ur­sprüng­lich Gra­fi­ker, schrieb sich aber bald an der ECAL ein. Für das Waadt­land und ge­gen die ZHdK ent­schied er sich we­gen der Fremd­spra­che. Und weil ihm der Lehr­gang in Zü­rich zu tech­nisch aus­ge­rich­tet er­schien, kurz ge­sagt: «Mehr Pro­the­se statt So­fa.»

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Für das re­nom­mier­te deut­sche Mö­bel­bau­un­ter­neh­men Tec­ta hat Roem­mel den «Re­ver­sal Chair» ent­wor­fen, ei­nen Frei­schwin­ger­stuhl mit klapp­ba­rem Rü­cken­teil, der sich über ei­nen ein­fa­chen Me­cha­nis­mus zum Knie­stuhl um­funk­tio­nie­ren lässt. In der knien­den Po­si­ti­on zir­ku­liert das Blut bes­ser und be­fin­det sich der Ober­kör­per in auf­rech­ter Hal­tung, was das At­men er­leich­tert.

Ge­mein­sam mit Ra­mo­na Gschwend ar­bei­tet er ak­tu­ell an Ri­ten – ei­ner Mar­ke und Platt­form für Pro­duk­te im Be­reich Me­di­ta­ti­on, Ge­sund­heit und per­sön­li­che Ri­tua­le in Wohn- und Ge­mein­schafts­räu­men. Ei­ne ers­te Idee ist ei­ne por­ta­ble Neu­in­ter­pre­ta­ti­on ei­ner ku­gel­run­den Salz­stein­lam­pe, die ein war­mes, ge­dämpf­tes Licht ab­gibt. Ri­ten po­si­tio­niert sich da­mit an der Schnitt­stel­le von De­sign, Acht­sam­keit und ge­leb­ter Pra­xis. Im­mer auch mit der Fra­ge im Hin­ter­kopf, was gu­tes De­sign in Zei­ten ma­te­ri­el­len Über­flus­ses über­haupt noch leis­ten kann und soll, Stich­wort: Nach­hal­tig­keit.

In sei­ner Stu­di­en­zeit und auch da­nach hat Ju­ri Roem­mel viel Zeit im Ma­te­ri­al­ar­chiv des Sit­ter­werks ver­bracht. Dort kam ihm die Idee, die schirm­lings­för­mi­gen Alu­mi­ni­um­stü­cke, die beim so­ge­nann­ten Sand­guss­ver­fah­ren als Über­lauf je­weils üb­rig­blei­ben, nicht wie­der ein­zu­schmel­zen, son­dern dar­aus Wand­ha­ken zu pro­du­zie­ren.Roem­mels Ar­beit ist nicht rein kom­mer­zi­ell aus­ge­rich­tet, son­dern be­wegt sich ir­gend­wo zwi­schen In­dus­tri­al De­sign und an­ge­wand­ter Kunst, mal mehr mit der Op­ti­on für ma­schi­nel­le Se­ri­en­pro­duk­ti­on, mal mehr mit kunst­hand­werk­li­chem Fo­kus auf Ein­zel­stück­fer­ti­gung. So ent­steht ak­tu­ell et­wa ein neu­es Dreh­re­gal fürs Ki­nok, des­sen Tab­lar die Form von Film­rol­len hat. Und für die gross­an­ge­leg­te Aus­stel­lung «Home Sweet Home» im MAD in Brüs­sel – ku­ra­tiert von der Zür­cher In­nen­ein­rich­te­rin und De­sign-Ex­per­tin Con­nie Hüs­ser – pro­du­ziert er, wie­der­um mit Rest­ma­te­ri­al aus Gross­güs­sen aus dem Sit­ter­werk, me­tal­le­ne Äs­te, die kom­bi­niert ein Vo­gel­nest er­ge­ben. Für Roem­mel ist die­ser Auf­tritt ei­ne gros­se Eh­re, kann er sich doch mit sei­nem Bei­trag ne­ben ei­ni­gen gros­sen Na­men der in­ter­na­tio­na­len Sze­ne wie Max Lamb, Mull­er Van Se­ve­ren oder Soft Ba­ro­que ein­rei­hen.

Tex­til­ge­schich­te als Tür­öff­ner

Es surrt und summt und rat­tert an der Ku­gel­gas­se 19 im zwei­ten Stock. An den Wän­den hän­gen Män­tel, Ju­pes oder ak­tu­ell das Kleid ei­ner Non­ne. Zwi­schen Bü­gel­bret­tern, Näh­ma­schi­nen, Fa­den­spu­len und Stof­fen sit­zen em­sig ar­bei­ten­de jun­ge Men­schen. Sie ab­sol­vie­ren die drei­jäh­ri­ge Leh­re im Ate­lier Cou­ture, ei­nem Lehr­be­trieb für Be­klei­dungs­ge­stal­ter:in­nen – mo­der­ne Schnei­der:in­nen und an­ge­hen­de -Mo­de­de­si­gner:in­nen.

(Bilder: Andri Vöhringer)

(Bilder: Andri Vöhringer)

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Das Cou­ture-Lehr­ate­lier ist bei Ler­nen­den ge­fragt. In die­sem Jahr ha­be man so­gar Res­sour­cen auf­ge­stockt, um mehr Stel­len an­bie­ten zu kön­nen, er­zählt Mar­ti­na Lips-Wie­demann, Lei­te­rin des Lehr­be­triebs. Am Er­be der Sti­cke­rei­zeit und der Stadt als Hot­spot für Tex­ti­li­en lie­ge das al­ler­dings nicht, sagt sie. «Der gu­te Ruf kommt uns aber in­so­fern zu­gu­te, als dass wir im­mer wie­der Stof­fe oder Auf­trä­ge von Un­ter­neh­men wie St.Gal­len-Bo­den­see-Tou­ris­mus, Tex­til­land Ost­schweiz oder klei­ne­ren Bou­ti­quen und Ate­liers er­hal­ten. Man ist uns sehr wohl­ge­son­nen.»

Denn als rei­ner Lehr­be­trieb, der an die Schu­le für Ge­stal­tung und die Stadt an­ge­glie­dert ist, funk­tio­niert das Ate­lier nicht wie ein ge­wöhn­li­cher Be­trieb. Zwar wer­den Auf­trä­ge di­ver­ser Kund:in­nen ent­ge­gen­ge­nom­men und ver­rech­net, doch der Um­satz fliesst di­rekt in die Aus­bil­dung, die Ler­nen­den er­hal­ten kei­nen Lohn. Da­für kön­nen sie Prak­ti­ka bei be­kann­ten Fir­men in der Re­gi­on ab­sol­vie­ren, ha­ben acht Wo­chen Fe­ri­en und rei­sen ein­mal im Jahr ge­mein­sam mit dem Ate­lier an gros­se Mo­de­schau­en oder wich­ti­ge Aus­stel­lun­gen. Das Ziel der meis­ten Ler­nen­den sei es, ein­mal in der Mo­de­bran­che krea­tiv wir­ken zu kön­nen, weiss Lips-Wie­demann.

Die Be­triebs­lei­te­rin hat selbst lan­ge bei Akris ge­ar­bei­tet. Heu­te bringt sie den rund zwölf Aus­zu­bil­den­den Schritt für Schritt das Hand­werk bei. An­hand von 300 bis 400 Auf­trä­gen im Jahr ler­nen sie neue Tech­ni­ken oder fei­len an be­reits Be­kann­tem: Ho­sen wer­den ge­kürzt, Lö­cher ge­flickt, Blu­sen um­ge­näht oder gan­ze Klei­dungs­stü­cke wie Män­tel oder Klei­der mass­an­ge­fer­tigt. Ge­ra­de muss­ten die in die Jah­re ge­kom­me­nen Klei­der von Non­nen aus dem na­he­ge­le­ge­nen Klos­ter er­neu­ert wer­den. Heisst: neue, iden­ti­sche Stof­fe be­stel­len, Schnitt­mus­ter ent­wer­fen und neue Klei­der in vier­fa­cher Aus­füh­rung nä­hen. Meist kom­men die Kund:in­nen aus der Re­gi­on, sel­ten aus Bern oder Zü­rich. Fehlt es an Auf­trä­gen, an­hand de­rer die Ler­nen­den sich ei­ne be­stimm­te Tech­nik an­eig­nen kön­nen, er­hält Lips-Wie­demann wei­ter­ge­ge­be­ne Auf­trä­ge von an­de­ren Ate­liers oder sie lässt die Aus­zu­bil­den­den selbst Klei­dung ent­wer­fen und nä­hen. Die Ei­gen­krea­tio­nen wer­den dann je­weils im Herbst an ei­nem Mo­de-Event ver­kauft.

Na­tür­lich sei die Wert­schät­zung für Tex­til­wa­re nicht mehr das, was sie – ge­ra­de in der Re­gi­on – frü­her ein­mal war, gibt die Be­triebs­lei­te­rin zu be­den­ken. Stich­wort «Fast Fa­shion» oder «ma­de in Ban­gla­desh». Doch die Kli­ma­dis­kus­si­on wir­ke sich po­si­tiv auf die Bran­che aus – «Up­cy­cling ist im Trend». Vie­le Ju­gend­li­che in­ter­es­sie­ren sich da­für, wie man al­te Klei­dung auf­wer­te. «Und sie möch­ten wie­der mit den Hän­den ar­bei­ten, jetzt, wo vie­les nur noch auf dem Bild­schirm ge­schieht.» Na­tür­lich träumt im Cou­ture-Lehr­ate­lier auch ab und zu je­mand von Ruhm und den gros­sen Lauf­ste­gen. Laut Mar­ti­na Lips-Wie­demann ein Kno­chen­job. Und doch ha­be es so man­che Ab­gän­ger:in aus der ehe­ma­li­gen Sti­cke­rei­me­tro­po­le bis nach Pa­ris oder Mai­land ge­schafft.

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Karl kave durian

Der ewi­ge Kreis­lauf des Le­bens

Pa­ris, New York, Shang­hai, It­tin­gen: Mit Fa­bri­ce Hy­ber gas­tiert mal wie­der ein in­ter­na­tio­nal re­nom­mier­ter Künst­ler im Kunst­mu­se­um Thur­gau. Ei­ne Be­geg­nung.

Von  Michael Lünstroth
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Lie­bes­leid im Schaum­bad

Treue­pro­be, Ver­klei­dungs­spuk, Part­ner:in­nen­tausch: Così fan tut­te scheint de­fi­ni­tiv von vor­ges­tern. Trotz­dem lohnt sich Mo­zarts Oper auch jetzt wie­der am Thea­ter St.Gal­len. Am Sams­tag war Pre­mie­re.

Von  Peter Surber
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Das Mit­ein­an­der im Fo­kus ei­ner Kunst­aus­stel­lung

Das Kunst­zeug­haus Rap­pers­wil-Jo­na zeigt seit dem 26. April die ak­tu­el­le Samm­lungs­aus­stel­lung «wo­hin – wo­her – wo­mit». Mit­ge­stal­tet von Men­schen aus der Re­gi­on un­ter­sucht sie, wie Teil­ha­be in Mu­se­en künf­tig aus­se­hen kann.

Von  Larisa Baumann
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FC St.Gal­len vs. Si­on 0:3 – Mer ho­led dä an­der Chü­bel

St.Gal­len ver­liert das Spiel ge­gen Si­on und macht so Thun zum Meis­ter. Doch in St.Gal­len den­ken längst al­le an den an­de­ren Ti­tel, der dann in drei Wo­chen ver­ge­ben wird. Das Spiel ge­gen Si­on zum Nach­le­sen gibt es trotz­dem im SENF-Ti­cker.

Von  SENF Kollektiv
Senf

Filmfestival in Frauenfeld

Que­e­re Fil­me im Thur­gau

Von  Vera Zatti
Black Burns Fast still 1

Buch zur Migration in die Ostschweiz

Statt Ar­beits­kräf­te ka­men Men­schen

Von  Roman Hertler
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«Wir müs­sen Wi­bora­das Ge­schich­te neu er­zäh­len»

In die­sem Jahr fei­ert St.Gal­len den 1100. To­des­tag Wi­bora­das. Ob­wohl die In­klu­sin ei­nen gros­sen Ein­fluss auf die Stadt hat­te, ist sie den we­nigs­ten ein Be­griff. Das soll sich än­dern. Wie dies ge­lin­gen soll und wel­che Be­deu­tung Wi­bora­da heu­te noch hat, er­zäh­len Jo­lan­da Schär­li und Hil­de­gard Aepli vom Ver­ein Wi­bora­da-Ju­bi­lä­um 2026 so­wie Ka­rin K. Büh­ler von der fe­mi­nis­ti­schen Bi­blio­thek Wy­bora­da im Ge­spräch mit Sai­ten.

Von  Daria Frick  und  David Gadze
2605 Wyborada Laura Tura portrait
Heftvorschau 05/26
Wiborada, Amerikanisch träumen

Dop­pel­tes Ju­bi­lä­um: Im Mai jährt sich das Mar­ty­ri­um der St.Gal­ler Stadt­hei­li­gen Wi­bora­da zum 1100. Mal. Und der Ver­ein Wy­bora­da, der 1987 die gleich­na­mi­ge fe­mi­nis­ti­sche Bi­blio­thek er­öff­ne­te, fei­ert sein 40-Jahr-Ju­bi­lä­um. Aus­ser­dem im Mai-Heft: Das Ge­spräch zwi­schen Flo­ri­an Vetsch und dem St.Gal­ler Au­tor Chris­toph Kel­ler über des­sen neu­en Ro­man.

Saiten 2605 Cover

Stadt St.Gal­len stellt neu­es Spar­pro­gramm vor

Ab­bau von über 46 Voll­zeit­stel­len in der Ver­wal­tung, Schlies­sung des Volks­ba­des, zu­sätz­li­che Blit­zer für die Stadt­po­li­zei: Mit sol­chen Mass­nah­men will die St.Gal­ler Stadt­re­gie­rung bis 2029 das jähr­li­che Loch in der Stadt­kas­se um 17,1 Mil­lio­nen Fran­ken re­du­zie­ren.

Von  Reto Voneschen
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Co­ver­cock­tail von Team Ne­gro­ni

Die Ost­schwei­zer Band Team Ne­gro­ni hat ei­ne Vi­nyl-Plat­te mit Co­ver­songs her­aus­ge­bracht. Am 7. Mai wird Don't Drag Me Down in der st.gal­li­schen Gra­ben­hal­le ge­tauft.

Von  Jeremias Heppeler
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Die Ab­sur­di­tät des War­tens

Pu­re Zeit­ver­schwen­dung oder end­lich mal ei­ne Pau­se im durch­ge­tak­te­ten Rhyth­mus der Ta­ge? Drei Per­for­mer:in­nen nä­hern sich dem Phä­no­men des War­tens künst­le­risch-wis­sen­schaft­lich an.

Von  Judith Schuck
Nummer ziehen Christoph Luchsinger Micha Stuhlmann Thomas Kessler web

Al­tern muss kein De­fi­zit sein

Das Kol­lek­tiv Dance Me to the End setzt sich für die Sicht­bar­keit von Al­tern im Tanz ein. Am 1. und 2. Mai prä­sen­tiert es zwei ver­schie­de­ne Tanz­stü­cke in der St.Gal­ler Lok­re­mi­se. Sai­ten hat mit drei Kol­lek­tiv­mit­glie­dern ge­spro­chen.

Von  Vera Zatti
Kopie von Dance me to the end 25 neu 14

Ein be­weg­tes Le­ben

Pan­kraz Vors­ter war der letz­te Fürst­abt von St.Gal­len. Sein Ta­ge­buch lie­fert wert­vol­le Er­kennt­nis­se zur Ent­ste­hungs­ge­schich­te der Schwei­ze­ri­schen Eid­ge­nos­sen­schaft. Das Stifts­ar­chiv St.Gal­len hat die Hand­schrift als Edi­ti­on ver­öf­fent­licht und ver­gan­ge­nen Mitt­woch ei­nen Ein­blick ge­ge­ben.

Von  Tanja Scherrer
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Wut als Treib­stoff

In ih­ren Songs ver­ar­bei­tet die Win­ter­thu­rer Band An­ger Mgmt. die psy­chi­schen Pro­ble­me ih­res Sän­gers. Heu­te er­scheint ihr zwei­tes Al­bum, das er­neut in die in­ne­ren Ab­grün­de führt. Es ist ein dunk­ler Mo­no­lith – mit ei­nem Licht­blick am Schluss. 

Von  David Gadze
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«Die gröss­te Be­dro­hung? Kli­ma­wan­del und po­li­ti­sche Ra­di­ka­li­sie­rung»

Das Kin­der­dorf Pes­ta­loz­zi fei­ert sein 80-jäh­ri­ges Be­stehen. Mit wel­chen Her­aus­for­de­run­gen Kin­der heut­zu­ta­ge kon­fron­tiert sind und wie die Stif­tung da­ge­gen­hält, er­klärt Pro­gramm­lei­te­rin Ber­tha Ca­ma­cho.

Von  Daria Frick , Bilder:  Sara Spirig
2604 Redeplatz Bertha Camacho Sarah Spirig