Mehr als ein Dutzend Kunstschaffende zeigen dieses Wochenende im Rahmen der vierten Ausgabe der St.Galler Stadtprojektionen ortsspezifische Bilder und Filme, die Bezug nehmen zum Bade- und Naherholungsareal von Drei Weieren und der Mühlenenschlucht.
Die bewegten oder statischen Bilder werden auf die Holzwände des Frauen- und des Männerbades projiziert, aber auch in einzelnen Umkleidekabinen zu sehen sein.
Bertold Stallmach: Knutschen allein zu Hause, Projektion im Frauenbad Zürich, 27. August
Die Nächte bieten auch Gelegenheit, das eben frisch renovierte Frauenbad zu besichtigen. Dessen Unterbau wurde in den vergangenen Monaten statisch saniert und morsche Holzteile wurden ersetzt.
Vernissage: 17. September, 19 Uhr, Kiosk im Familienbad (Zugang über Haupteingang Familienbad)
Führungen: 18. und 20. September, jeweils 20 Uhr, Treffpunkt Eingang Familienbad
Achtung: Anmeldung nötig via stadtprojektionen.ch und es gilt Maskenpflicht
Der Bau wurde 1895 mach Plänen des damaligen St.Galler Stadtbaumeisters Albert Pfeiffer als zweiflügelige Anlage mit Nichtschwimmerbecken erstellt. 1979 drohte ihm der Abbruch. Der Sommerzirkus Pic-o-Pello rettete die Frauenbadi damals.
In den kommenden Wochen wird in die historischen Frauenbadi eine Sauna für den Winterbetrieb eingebaut – auch dies aufgrund einer Initiative aus der Bevölkerung. Finanziert wird sie weitgehend von der Genossenschaft Weiere-Sauna. Die Pläne für den Saunaeinbau stammen vom St.Galler Architekturbüro Barão-Hutter.
BIGLERWEIBEL: Fluidum III
Das musste ja so kommen! Es konnte nicht bei einem bleiben. Zum Glück! Jetzt gibt es das zweite grosse, schwere Psychobuch von Beni Bischof. Darin verwirbelt der Künstler erneut Eigenes, Fremdes, Befremdliches, Bekanntes, Neues, Unkenntliches mit lockerer Hand, Humor und Hintersinn.
Die Sonderausstellung «Baustelle Erinnerung / ‹Hitler entsorgen› – Arbeiten am belasteten Erbe» im Vorarlberg Museum in Bregenz beschäftigt sich damit, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit Gegenständen aus der NS-Vergangenheit aussehen kann. Ausserdem berät das Museum Privatpersonen, die solche Gegenstände besitzen.
Forrer Stieger Architekten gelingt mit dem Dreifachkindergarten und der Tagesbetreuung im Heiligkreuzquartier in St.Gallen die Quadratur des Kreises.
Es geht um uns Menschen und unser sonderbares und verheerendes Verhalten. «Humans» heisst die grosse Einzelausstellung des Ostschweizer Künstlers Olaf Breuning. Viele Arbeiten sind speziell für die Schau im Museum Allerheiligen in Schaffhausen entstanden.
In Wil fand am Wochenende das Rock am Weier statt. Seit 25 Jahren gibt es das Festival, und trotz inzwischen grösserer Namen ist es immer noch kostenlos. Ein Verein organisiert es nicht-profitorientiert und fördert regionale Acts. Unsere Autorin ist an den Ort ihrer musikalischen Sozialisation zurückgekehrt. Eine Reportage.
Kolumne: 24/7 Traumacore
Ausstellung im Museum Rosenegg
Kabarett in Herisau
Debatten um Machismus, Deepfake-Pornos, häusliche Gewalt und Femizide sind beinahe alltäglich. Was können Männer gerade tun, wenn sie unter Generalverdacht geraten? Frauenhausleiterin Katja Hämmerli Keller, Florance Hildebrand vom feministischen Streikkollektiv Thurgau und Manuel Benjamin Lehmann vom Forum Mann diskutieren Lösungsansätze.
Kommentar zur SVP-Chaosinitiative
Das AFO, das Architektur Forum Ostschweiz, diskutiert und vermittelt seit 30 Jahren Baukultur. Am kommenden Freitag wird das Jubiläum gefeiert und die neuste Artikelserie der guten Bauten als Buch präsentiert.
Minasa bekommt also doch Geld aus dem Lotteriefonds: Der Kantonsrat hat dem von Saiten und Thurgaukultur.ch aufgebauten Projekt, das den grössten Veranstaltungskalender der Ostschweiz ermöglicht, die Finanzierung für drei weitere Jahre gesichert.
Inna Shevchenko fragt im Dokumentarfilm Girls and Gods, ob die monotheistischen Weltreligionen mit Feminismus vereinbar sind. Auf der Suche nach Antworten begegnet sie widersprüchlichen Theorien und mutigen Frauen. Und bleibt nicht nur stille Beobachterin.
In eigener Sache
Abstimmungskommentar zur SVP-Chaosinitiative
Theateraufführung
Kolumne: Heppelers Bestiarium
Ein paar Federn, ein angeknabberter Tannenzapfen, ein Stück Plastik: Tiere und Menschen hinterlassen Spuren. Diesen widmet das Naturmuseum St.Gallen seine aktuelle Sonderausstellung «Spuren – Fährten, Frass und Federn».
In einer neuen Ausstellung wagt sich das Kunstmuseum Thurgau in der Kartause Ittingen an eine Neuvermessung des Verhältnisses von Kunst und Religion.
Hinter dem St.Galler Hauptbahnhof soll ein Konsumraum für Menschen mit schweren Suchterkrankungen entstehen. Diese Woche haben die Stadt und die Stiftung Suchthilfe Anwohner:innen eingeladen, um einen ersten Dialog zu starten.