Wenn man bei Dämmerung im Wald herumstreift, knackt es unentwegt im Gebüsch. Die Verursacher:innen des Knackens sieht man jedoch selten. Und wenn, dann höchstens aus der Ferne oder nur flüchtig.
Dabei gibt es so einiges, was da in unseren Wäldern kreucht und fleucht: Mäuse, Eichhörnchen, Hasen, Rehe und Hirsche, aber auch Wildschweine oder Füchse, dazu die gefiederten Waldbewohner:innen wie Amsel, Specht, Milan oder Bussard.
In der Sonderausstellung «Wild. Wald. Wir. Wildtiere und Jagd erleben» im Appenzeller Brauchtumsmuseum in Urnäsch dreht sich vom 21. März bis 7. Februar 2027 alles um ebendieses Ökosystem Wald. Dabei geht es nicht nur um die darin lebende Fauna und Flora, sondern auch um deren Bewirtschaftung durch den Menschen.
Die Jagd spiele dabei eine ganz besondere Rolle, heisst es in der Ankündigung. So erklärt Kurator Walter Frick in der Medienmitteilung: «Jagd ist gelebtes Brauchtum und gleichzeitig hochaktuell. Diese Ausstellung zeigt beide Seiten: die Verbundenheit mit der heimischen Natur und die Verantwortung für Wild und Wald.» Die Ausstellung lade Besucher.innen jeden Alters ein, Wildtiere und ihre Lebensräume besser kennenzulernen.
Klassische Tierpräparate sind zentraler Bestandteil der Ausstellung (Bild: pd)
Mit «Wild. Wald. Wir. Wildtiere und Jagd erleben» möchte das Museum die Veränderungen der Jagdpraktiken aufzeigen und verspricht einen «lebendigen Einblick in die vielfältigen Tätigkeiten von Jäger:innen im Jahresverlauf». Dabei setzt die Ausstellung sowohl auf klassische Tierpräparate als auch auf audiovisuelle Inhalte wie Tonaufnahmen von Tierstimmen oder vermittelnde Videosequenzen zum Thema Jagd.
Entstanden ist die Ausstellung in Kooperation mit dem Patentjägerverein Appenzell Ausserrhoden, der dieses Jahr sein 125-Jahr-Jubiläum feiert.
«Wild. Wald. Wir. Wildtiere und Jagd erleben»: 21. März bis 7. Februar 2027, Appenzeller Brauchtumsmuseum, Urnäsch; Vernissage mit Jagdhornbläsern und Jägerchörli: Samstag, 21. März, 10 Uhr, Evangelische Kirche, Urnäsch.