Gallus Hufenus, 1. März 2024 um 18:14 Uhr Dann sprechen halt wir mal mal über die Zahlen: Mietertrag ca. 50'000 Franken pro Jahr. Gemäss Einschätzung einer Architektin Investitions-Bedarf von ca. 10'000 Franken, damit die Liegenschaft noch ein paar Jahre bewohnt werden kann. Warum eine Sanierung für Jahrzehnte?! Und: selbst wenn wir von Fr. 350'000 sprechen - in den letzten 8 Jahren wurde nichts investiert = 400'000 Miet-Ertrag. Also wäre auch das ein Nullsummenspiel für eine funktionierende Zwischennutzung. Die Stadt benimmt sich wie eine Immobilienspekulantin ohne Gewissen. Und sie riskiert, dass die Mietenden nicht mehr kooperieren, wenn ein konkretes Projekt ansteht - bis jetzt war klar, dass man das Haus räumt auf Baubeginn. Ob dieser Umgang seitens Stadt das Vertrauen der Mieterschaft stärkt?! Schliesslich: Eine Arealentwicklung stellt niemand in Frage. Aber ein Abbruch auf Vorrat! Einer privaten Investorin würde dieser Antrag wohl nicht bewilligt!
Reto Voneschen, 1. März 2024 um 14:13 Uhr Die ach so linke Stadt St.Gallen in Aktion. Wieder einmal. Alte Häuser zuerst vergammeln lassen, so dass sich eine Minimalsanierung angeblich nicht mehr lohnt. Dann Mieter:innen rauswerfen, die Häuser abreissen und so einfachsten, dafür aber auch billigsten Wohnraum vernichten. Konsequente Wohnungspolitik? Wohl wieder einmal eher der für die Verwaltung bequemste Weg... Bis die Planungshelden beim Kanton im zweiten Anlauf ein baufähiges HSG-Projekt beisammen haben, braucht's natürlich auch noch eine Zwischennutzung um Mietzinsausfälle zu kompensieren in Form von Parkplätzen. Egal, wie viele es dann werden: Es scheint sich niemand bei Stadt und Kanton zu fragen, wie sinnvoll es ist, unmittelbar neben dem neuen Parkhaus UG25 neue oberirdische Parkplätze anzubieten. Dies vor allem auch, nachdem man wegen der UG25-Eröffnung andere oberirdische Parklätze aufgehoben hat (Marktplatz, Blumenmarkt, Bahnhofstrasse) und weitere aufzuheben gedenkt. Verkehrspolitische Logik (oder nur schon etwas wirtschaftliche Rücksichtnahme auf die Investoren und Betreiber des UG25) ist nicht Sache unserer Behörden. Aber beim Parkplatz Platztor kann man ja wie schon beim oberirdischen Konkurrenzparkplatz zum neueröffneten Bahnhofparking den Schwarzen Peter wieder von der Stadt zum Kanton und zurück schieben. Das Thema Platztor lässt tief blicken. Zuerst ein Projektierungsmurks des Kantons mit Unterstützung der Stadt und jetzt ein Zwischennutzungsmurks der Stadt mit Unterstützung des Kantons. Irgendwie lässt einem diese ganze verkorkste Geschichte an unseren Behörden zweifeln.
D. A., 1. März 2024 um 14:01 Uhr Wenn der Zustand dieser beiden Häuser dermassen schlecht ist, stellt sich unweigerlich die Frage, warum nicht im Laufe der vergangenen Jahrzehnte (!) schrittweise in erträglichem Kostenrahmen das Wichtigste renoviert & ersetzt wurde?? So könnten weiterhin günstige, einfache Wohnungen angeboten werden. Wenn keine Luxusrenovationen getätigt werden, ist das möglich! Zumal die Häuser sehr schöne Charakteristik haben. Ein Trauerspiel, wenns zum Abriss auf Vorrat kommt!