Chrigel Neff, 16. März 2019 um 09:14 Uhr Fantastischer Kommentar. Ich greife, an diesem schönen Samstag-Morgen, vor allem folgenden Absatz auf: "..Man könnte aber auch an die Gründe erinnern, zum Beispiel: Was sagt es über die heutige Arbeitsrealität aus, wenn immer mehr Menschen aus dem Arbeitsprozess herausfallen und so die Langzeitarbeitslosigkeit zunimmt? Wie steht es um die familiären und nachbarschaftlichen Netze, wenn der Staat immer mehr Hilfsaufgaben übernehmen muss? Wollen wir eine Gesellschaft, in der die Schere zwischen Wohlhabenden und Bedürftigen immer mehr aufgeht? Oder: Wie kann die Stadt für ihre soziale Politik und die daraus entstehenden Sozialkosten von den wohlhabenden Gemeinden rundherum stärker unterstützt werden?" 1) Wer verneint, dass die Art und Weise, wie heute alles für den 'Shareholder-Value' getan wird, jung rein, alt raus, krank raus, 16h Tage, usw. .. ist schlichtweg dumm oder profitiert direkt daran und hat nicht die menschliche Grösse, zu verzichten. 2) Wie können familiäre und nachbarschaftliche Netze gestärkt werden, wenn eben jene sich Tagesschulen wünschen und Kinder dann gar nicht mehr sehen? Wenn Kinder nicht mehr den Wert und die Bedeutung familiärer Bande oder nachbarschaftlicher Bande kennenlernt, weil es immer weg von zuhause ist - wie sollen diese Kinder in der Zukunft sich in der Verantwortung fühlen und sich um 'gestrandete' Familienmitglieder kümmern? Der aktuelle Trend der Entfamilisierung (hab ich ein neues Wort erfunden?) wird dazu führen, dass noch weniger junge Menschen sich berufen fühlen, zu helfen. Die stossen dann alles dem Staat ab. 3) Niemand mit Verstand will eine noch grössere Spanne zwischen Bedürftigen und Reichen. 4) Die Speckgemeinden. Wahrscheinlich Wunschdenken, aber meiner Meinung nach hilft nur eines: 50:50 Besteuerung. Man versteuert 50% zum Satz beim Domizil und 50% zum Satz beim Domizil des Arbeitgebers. So zahlt ein Pendler der von Teufen nach St. Gallen kommt, nicht mehr nur den Luxus-Satz in Teufen. Ja - dann beginnt die Würgerei, wie man das Arbeitgeberdomizil versetzen kann und ähnliches. Es sei eine Idee. Setzt Euch einmal für das ein, Linkspolitiker. Ich helfe gerne dabei.