«An seiner Wirkungsstätte, dem Zeughaus Teufen, gelingt es Ulrich Vogt immer wieder, baukulturelle Aspekte auf überraschende und unvoreingenommene Weise in eine Beziehung zu künstlerischen und gesellschaftlichen Themen zu setzen. Dank seiner kuratorischen Kompetenz ist das Zeughaus heute ein exemplarisches Beispiel für ein kleineres Zentrum für Baukultur, das sich erfolgreich in seinem ländlichen Kontext behauptet und dabei kontinuierlich an überregionaler Ausstrahlung gewinnt.»
So würdigt der BSA in seiner Mitteilung vom Donnerstagabend die Arbeit des Preisträgers. Von deren Qualität können sich die Architektinnen und Architekten gleich selber ein Bild machen: Sie besichtigen am Schluss ihrer Tagung das Zeughaus, die dortige Grubenmannsammlung und die aktuelle «iigfädlet»-Ausstellung «Homedress – von Wand zu Gewand».
Vogt arbeite im Zeughaus «an erfrischenden Zugängen zu komplexen Themen». Die reiche Tradition der appenzellischen Baumeister-Kultur diene dabei als Basis. «Dabei ist die Baukultur für Ulrich Vogt etwas Handfestes – ganz im Sinne der Grubenmänner: Immer geht es auch um das Machen. Vogt spricht nicht von Baumeistern, sondern von Bauleuten. Das Bauen, auch wenn es komplex ist, soll niederschwellig zum Faszinosum werden», heisst es in der Preisbegründung weiter.
Ueli Vogt, 51jährig, von Beruf Landschaftsgärtner und Architekt, hatte zuvor bis 2011 das Werkstoffarchiv im Sitterwerk St.Gallen geleitet.
Auf dem Programm des BSA stehen neben dem Zeughaus weitere prominente stadtsanktgallische Bauten. Am Freitag werden die HSG, das Bundesverwaltungsgericht und die Stiftbibliothek besucht, drei «Orte, die auf das Wort bauen», wie es in der Einladung heisst, und die der engsten und längsten Schweizer Stadt Weite verschafften. Am Samstag ist herausragendes neues Bauen zu besichtigen: das Naturmuseum von Semadeni Meier Hug, das kantonale Verwaltungsgebäude am Oberen Graben von Jessen Vollenweider und das Krematorium von Andy Senn. Ebenfalls architektonisch von Interesse sind die beiden Tagungsorte: die Lokremise und die Militärkantine. Dort findet am Freitagabend die Preisfeier statt.
Bild: Katalin Deer
St. Gallen startete gut in die Partie, agierte aber oftmals zu umständlich gegen tief verteidigende Sittener und blieb letztlich glücklos.
Die zweite Ausgabe des audiovisuellen Festivals Susurrus in der Mülenenschlucht widmet sich der «mehr-als-menschlichen» Mitwelt. Mit akustischen und performativen Interventionen erkundet das Festival neue Formen der Beziehung zwischen Mensch und Natur.
Das Theater an der Grenze in Kreuzlingen startet heute in die neue Spielzeit. Kürzlich verstarb die prägende Co-Präsidentin Anna Rink. Ausserdem fällt der bisherige Spielort im Kulturzentrum Kult-X bis Ende 2027 weg. Wie der Verein diese Hürden meistert, erzählen Präsidentin Vroni Ellenbroek und Klaus Okrafka aus der Programmleitung im Interview.
Auf seinem neuen Soloalbum thematisiert Manuel Stahlberger die Überhitzung. Die klimatische, die gesellschaftliche, die politische. Gemeinsam mit Bit-Tuner hat der St.Galler Musiker dafür einen düsteren, elektronischen Sound gefunden.
An Kleinbauten gehen wir oft achtlos vorbei: Buswartehäuschen, öffentliche WCs, nicht mehr gebrauchte Telefonkabinen oder Feuerwehr- und Strassenwärtermagazine. Aktuell gibt es dazu eine Ausstellung im 1. Stock des Rathauses St.Gallen.
Bis 2050 will die Stadt St.Gallen klimaneutral sein. Karin Hungerbühler und Tobias Fischer-Künzler von der Dienststelle Umwelt und Energie beantworten Fragen zur bevorstehenden Klimawoche und zum Klimaschutz in der Stadt.
Anita Zimmermann alias Leila Bock prägt die St.Galler Kulturszene seit Jahrzehnten – als Künstlerin, als Vermittlerin, als Ermöglicherin. Sie hat Widerstände überwunden und andere Künstler:innen immer wieder herausgefordert. Eine Würdigung
Die St.Galler Museumsnacht findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt. Zum Jubiläum blickt Vereinspräsidentin Barbara Affolter zurück und nach vorne. Sie sagt, was die Museumsnacht bis heute ausmacht und wohin sie sich entwickeln soll.
Die Ausstellung «Voller Leben» des Vereins IG Halle Rapperswil wirft Schlaglichter auf künstlerische Schaffensprozesse und ihre Verbindungen zur Natur.
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Der St.Galler Kunstkiosk wird fünfzehn Jahre alt. Gefeiert wird das mit einer Jubiläumsausstellung im ehemaligen Tiffany Night Club. Die Vernissage ist am 12. September. Saiten hat schon vor der Eröffnung vorbeigeschaut.
Musiktheater
Zum 36-jährigen Bestehen seiner Galerie Macelleria d'arte transformiert Francesco Bonanno ein leerstehendes Gebäude am Roten Platz in St.Gallen in ein buntes Haus voller Kunst. Was als kleines Projekt begann, wuchs zu einem Gemeinschaftswerk von fast 100 Kunstschaffenden.
St.Gallen und Luzern haben mehr gemeinsam, als man zunächst denkt – oder doch nicht? «Null41» war mit der Saiten-Redaktion in St.Gallen unterwegs.
Von St.Gallen bis nach Südafrika. Ein Ostschweizer Ehepaar reist im Landrover Defender um die Welt. Ihre Erlebnisse halten die Baumelers mit einer Kamera fest. Nun erscheint ihr Film Immer weiter in Ostschweizer Kinos – eine ehrliche Dokumentation, der eine Einordnung gut getan hätte.
«Open House St.Gallen»
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Das Küefer-Martis-Huus in Ruggell widmet sich in einer Retrospektive der Wiederentdeckung einer völlig übersehenen Künstlerin: Maggy Mauritz war eine Pionierin der Graffitikunst und des Lettrismus.
Jakob Lütschg kehrte nie nach Balgach zurück. 82 Jahre nach seinem Tod im Konzentrationslager Buchenwald kehrt wenigstens sein Name heim. Der erste Stolperstein im St. Galler Rheintal erinnert an ein Leben, das beinahe vergessen ging.
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