Unsere Branche ist es nicht gewohnt zu streiken, wir sind uns gewohnt zu lächeln.
Florian Reiser, Gastronom, im Januarheft
Bei der Ehe für alle geht es nicht darum, ob Herr oder Frau Schweizer die Vorstellung von Lesben und Schwulen befürworten. Wer Homo-Ehen eklig findet, soll keine eingehen. Es geht darum, dass wir allen Menschen die gleichen Rechte geben.
Anna Rosenwasser, Kolumnistin, im Januarheft
Wir sind Teil der Marktwirtschaft. Kultur ist mehr als «nice to have».
Lisa Roth, Agentur dreh&angel, im Januarheft
Vielen Dank, Schatz, aber Gleichberechtigung wäre mir lieber gewesen.
Cover des Februarhefts
Zeitgemässer Feminismus würde heissen, dass ALLE Frauen einen Platz am Tisch haben, nicht nur die Weissen, die Gutverdienenden, die Hochgebildeten, die Cis-Frauen oder jene ohne Kopftuch.
Corinne Riedener, Saiten-Redaktorin, im Februarheft
Feminismus ist kein Hobby, es ist etwas, das sich aufdrängt, wenn man in diesem Land eine Frau ist.
Jessica Jurassica, Künstlerin, im Februarheft
Früüre isch extrem gsund.
Julia Kubik im Standortcomic im Februarheft
Corona ist ein Bremsklotz.
Miriam Rizvi, Klimaaktivistin, im Märzheft
Die Pandemie hat gezeigt, dass viele Kulturschaffende sozial schlecht abgesichert sind. Das muss sich verbessern.
Katrin Meier, Leiterin des St.Galler Amts für Kultur, im Märzheft
Die erleichterte Einbürgerung für alle, die hier geboren und aufgewachsen sind, wäre ein wichtiges Zeichen des Zusammenrückens in Zeiten gesellschaftlichen Auseinanderdriftens.
Roman Hertler, Saitenredaktor, im Aprilheft
Die St.Galler Velopolitik steht auf der Bremse.
Corinne Riedener im Aprilheft
Bicycle first!
Slogan aus Holland, im Aprilheft
Unter dem Strich muss immer mehr Arbeit in immer kürzerer Zeit verrichtet werden. Darunter leidet natürlich die Qualität der Pflege.
Alexandra Akeret, VPOD-Sekretärin, zum Pflegenotstand im Maiheft
Als Jugendlicher gehörst du jetzt automatisch zu den Flaschenwerfern, einfach weil du jung bist. Alles wird über einen Kamm geschert.
Marc, 18, zu den «Osterkrawallen» in St.Gallen, im Maiheft
Jugendliche brauchen teilautonome Räume, wo sie konsumieren können, was sie wollen, zu ihren eigenen Bedingungen.
Etrit Hasler, Stadtparlamentarier, im Maiheft
Viele junge Japanerinnen und Japaner, die so genannten Hikikomori, verlassen ihre Wohnungen kaum noch. Wenn wir ganz ehrlich sind, dann hat uns die Pandemie auch zu Hikikomori auf Zeit gemacht.
Jeremias Heppeler, Autor, im Maiheft
Das Museum sollte rausgehen, hin zur Bevölkerung und in die Quartiere.
Jolanda Schärli, Historisches Museum St.Gallen, im Juniheft
Die Robben und die Pinguine wurden erst gar nicht gefragt.
Anna Miotto und Hans Fässler, Klimaaktivisten, über eine Medienreise in die Antarktis, im Juniheft
Schön, wenn der Panikpegel steigt.
Andrea Scheck, neue SP-Parteipräsidentin, im Juniheft
60 Prozent der Kulturschaffenden leben mit einem Jahreseinkommen unter 40’000 Franken.
Aus einer Studie von Suisseculture und Pro Helvetia, im Sommerheft
In 100 Jahren steht in dieser Stadt eine Statue für Maria Pappa.
Etrit Hasler, scheidender Stadt-Parlamentarier, im Sommerheft
In Amden, da gibt’s koa Sünd.
Roman Hertler unterwegs im Linthgebiet, im Sommerheft
Er war der steilste Stepper weit & breit.
Florian Vetsch, Autor, im Nachruf auf Sir Dancealot, im Sommerheft
Die Pflegeinitiative ist ein erster Schritt. Und wenn es nur darum geht, dass wir als Berufsstand mehr wahrgenommen werden.
Kathrin Braune, Teamleiterin Betagtenheim Halden, im Septemberheft
Im Sterbehospiz konzentriert man sich auf die Hauptsache, und die ist das Leben.
Julia Sutter, Autorin, im Septemberheft
Ich könnte auf meine Regenbogenfahne körbeln.
Anna Rosenwasser, Kolumnistin, zur Ehe für alle im Septemberheft
Auch nach dem Nein zum CO2-Gesetz: Die Klimabewegung geht weiter.
Franziska Ryser, Nationalrätin, im Septemberheft
Ein Theaterstück über St.Gallen: Da sind die Erwartungen so hoch, damit kann man eigentlich nur scheitern.
Jonas Knecht, Schauspieldirektor Theater St.Gallen, im Septemberheft
Der Platz soll kein Selbstverwirklichungsprojekt werden, sondern ein niederschwelliger Raum für alle.
Meret Trösch, Präsidentin Verein Platzpark, im Septemberheft
In ruppigen Verhältnissen lernt man, sich links zu profilieren.
Kaspar Surber, Woz-Redaktor, im Oktoberheft
Permakultur heisst: pfleglich, nachhaltig, ressourcenschonend mit der Umwelt und mit den Menschen umzugehen.
Judith Stokvis, Gärtnerin, im Oktoberheft
Verzichten ist auch ein Geben. Wenn wir unser Konsumverhalten zurücknehmen, geben wir anderen Gesellschaften auf diesem Planeten mehr Freiheiten.
Miriam Rizvi, Klimaaktivistin, im Oktoberheft
Die radikalste Antwort auf den Klimawandel ist der Veganismus.
Samantha Wanjiru, «Stimmrecht»-Kolumnistin, im Novemberheft
Das ist ein rechter Keller: einer, in den ich nur mit meiner Fantasie gelange.
Christoph Keller, Schriftsteller, im Novemberheft
Im Kern ist die HSG eine gute erzählte Geschichte, die von Leistung handelt und damit soziale Selektivität meint.
Oliver Kerrison, HSG-Masterstudent, im Novemberheft
Eine Buchstadt kann nicht nur auf Vergangenheit beruhen, sondern müsste gezielt etwas aufbauen für die Zukunft.
Sonia Abun-Nasr, abtretende Kantonsbibliothekarin, im Novemberheft
Jetzt bin ich der Polentone d’Oro.
Carlo Lorenzi, Schlagzeuger und Kulturpreisträger, im Novemberheft
Allerheiligen, all die guten Toten ehren, und hoffentlich mit gehörig Nebel über der Ostrandzone.
Charles Pfahlbauer jr im Novemberheft
Mit dem Virus leben zu lernen: Das könnte heissen, die Vielfalt und Widersprüchlichkeit der Pandemie anzuerkennen. Und sie solidarisch anzugehen.
Peter Surber, Saitenredaktor, im Novemberheft
Letztlich prägt das digitale Erinnern unsere Lebenswelt und hat diese unwiderruflich verändert.
Florian Wüstholz, Journalist, im Dezemberheft
Es gibt mit Demenz nicht zwei gleiche Geschichten. Jedes Schicksal ist individuell.
Christina De Biasio, Leiterin der Tagesstruktur für Demenzkranke mosa!k in St.Gallen, im Dezemberheft
Eine demenzfreundliche Gesellschaft müsste toleranter und etwas langsamer sein. Stattdessen wird der Alltag immer noch schneller und digitaler.
Ansgar Felbecker, Leitender Arzt Klinik für Neurologie am Kantonsspital St.Gallen, im Dezemberheft
Psychische Krankheiten können nicht isoliert betrachtet werden, denn oft sind sie die direkte Folge gesellschaftlicher Missstände und also eine politische Angelegenheit.
Jessica Jurassica, Künstlerin, im Dezemberheft
Die klimafreundlichste Armee ist keine Armee.
Nadia Kuhn und Jonas Kampus. GSoA-Aktivist:innen, im Dezemberheft
Wil ist zwar heimelig und schön. Aber die Stadtentwicklung zeigt hier eher in Richtung Autobahnanschluss, als dass ich die Stadt irgendwie progressiv verändern würde.
Jan Räbsamen aka Epik, Rapper, im Dezemberheft
Ein Kanton, der sich selbst vernichtet.
Bettina Surber, SP-Franktionschefin im St.Galler Kantonsrat, im Dezemberheft zum Plan der Finanzkommission, ein Sparpaket zu schnüren und gleichzeitig Steuern zu senken
Im zweiten Seuchenadvent wird alles gut.
Charles Pfahlbauer jr. im Dezemberheft
Bereits 1971 eröffnete Ursula Krinzinger ihre erste Galerie in Bregenz. Bis heute prägt sie die Kunstszene weit über die Bodenseeregion hinaus. Nun befasst sich die Bregenzer Sommerausstellung im Palais Thurn und Taxis mit der Galeristin.
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 5: Emil Brunner – «Berg Kind Welt», Rapid Openair und Kulturufer.
Der Spagat zwischen europäischen Nächten und biederem Superleague Alltag ist oft schwer. So auch heute. Eine Leistungssteigerung und die richtigen Wechsel in der zweiten Halbzeit reichen aber für die ersten drei Punkte der Saison.
In leichten Pastelltönen und dunklen Ölfarben setzt sich der deutsche Künstler Marcel Hüppauff mit dem Profiradsport auseinander. Dabei treten in seiner Schau im Chambre Directe-Schubiger in St.Gallen nicht nur Menschen, sondern auch Katzen in die Pedale.
Mit Hildegard Fässler (1951–2026) verstarb kurz vor ihrem 75. Geburtstag eine der profiliertesten Ostschweizer Politikerinnen an den Folgen einer schweren Erkrankung. Nachruf einer langjährigen Weggefährtin.
Versteckt im Sittertal produziert die Kunstgiesserei Werke renommierter Künstler:innen. Dabei gilt es oft, Neues auszuprobieren und Lösungen zu finden – mit Zucker, Wachs und natürlich Metall. Saiten erhält einen Einblick in das verrückte Schaffen am Rande St.Gallens.
Der FC St.Gallen gewinnt gegen den haushohen Favoriten aus Lissabon mit 2:1. Die grösste Sensation, die dieses Stadion je gesehen hat. Das Spiel zum Nachlesen im SENF-Ticker.
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 4: Cyprien Gaillard – «When you expect flutes, it whistles», «Komm Glüückck» und Jeremy Reeds Buch Du stirbst nur zweimal – Ein Sylvia Plath-/Victoria Lucas-Roman.
Kolumne: Heppelers Bestiarium
Die Baupläne sind gezeichnet, das Baugesuch liegt zur Vorprüfung bei der Stadt – doch noch ist einiges rund um den Wiederaufbau der Rorschacher Badhütte zu klären. Was passiert zum Beispiel mit all den angerosteten und teils verbogenen Scharnieren, Schlössern und anderen Eisenteilen, die die Taucher aus dem See heraufgebracht haben?
Mohsen Masoudi ist 2022 aus dem Iran in die Schweiz geflohen. Heute lebt er in Stein AR und ist Teil der Exil-Opposition. Er erzählt, warum es die Schliessung der iranischen Botschaft braucht und was sich mit den Protesten Anfang Jahr verändert hat.
Das See-Burgtheater macht aus seiner Piratinnengeschichte Die Legende von Anne Bonny ein akrobatisches Spektakel vom Feinsten. Bei aller Sommertheater-Leichtigkeit hätte man aber doch ein bisschen mehr Emanzipationsgeschichte erwartet.
Zu seinem 20. Geburtstag hat das Kulturfestival am Wochenende Bands aus St.Gallen und der Region zu einem zweitägigen Konzertfest eingeladen. Dieses war so vielfältig wie gelungen – auch wegen der Idee, Covers aus der Gründungszeit des Festivals in die Sets einzubauen.
Bregenzer Festspiele
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 3: «Was der Kaiser noch sah», Olaf Breuning – «Humans» und Oriana Bruseghini – Das verlassene Rettungsboot.
Wie setzt Fotografie Mode in Szene? Und wer fotografiert dabei eigentlich wen? Das Textilmuseum St.Gallen gibt mit «Mise en Scène» Einblicke in 120 Jahre Modegeschichte. Es ist die letzte Schau vor dem Museumsumbau.
Seit elf Tagen befindet sich Velat Aydin vor dem Bundesverwaltungsgericht in St.Gallen im Hungerstreik. Im Gespräch mit Saiten erzählt der Kurde, woher er kommt und weshalb politischer Aktivismus so wichtig ist.
Die St.Galler Festspiele sind vorbei. Oper war indoor, draussen im Stadtpark spielte die Endzeitkomödie Planet B. Nähme man die Botschaft des Stücks ernst, müsste die Festspiel-Oper auch künftig ressourcenschonend drinnen bleiben.
Sindujan* lebt schon sein ganzes Leben in der Schweiz. Die Einbürgerung ist fast abgeschlossen, war aber mit hohen Kosten und einem unangenehmen Gespräch verbunden.
Bevor die Kunst Einzug hielt, war das Sittertal industrialisiert. Hier wurde gestickt, gewirkt, gefärbt, mercerisiert – aber auch gestreikt und geliebt.