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«Sie werden über uns urteilen» – Gute Sätze 2019

Klimastreik, Frauenstreik, Spitaldebatten, Kulturdebatten... Was zu sagen war im aufgewühlten Jahr 2019, ist gesagt. Und hier nachzulesen: die guten Sätze des Jahres im Saiten-Magazin und auf saiten.ch.
Von  Peter Surber
Bild: co

Die Klimadebatte war das Thema, das dem Jahr 2019 zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung den Stempel aufgedrückt und andere in den Hintergrund gedrängt hat. Dazu gehört die sogenannte Flüchtlingskrise, dazu gehört aber auch die Gleichstellungsdiskussion, die trotz Frauenstreik bereits wieder aus den Schlagzeilen verschwunden ist. Regional standen Gesundheitspolitik und Kulturdebatten weit im Vordergrund und der Höhenflug des FC St.Gallen.

Nachstehend die Themen des Jahres im Spiegel der Saiten-Texte.

Hoffnung auf die grüne Wende – Klimakrise und Klimastreiks

Durch die Bewegung habe ich nun auch wieder Hoffnung. Hoffnung, dass wir es gemeinsam schaffen können, den Klimawandel zu stoppen. Hoffnung auf die grüne Wende, Hoffnung darauf, dass die Zeit gerade noch reicht. Diese Hoffnung hilft mir, die bedrückende Angst ab und an ein wenig zu vergessen.

Anna Miotto vom Kollektik Klimastreik Ostschweiz im Märzheft, online 4. März

 

Die Wirtschaft muss schrumpfen, sonst werden die Ressourcen der Welt restlos aufgefressen. Wie kann sie das, ohne dass sie kollabiert? Wie gelingt der Übergang zu Produktionsweisen und Sozialwerken, die nicht auf Wachstum angewiesen sind? Das sind die wichtigsten Fragen überhaupt für die Wirtschaftswissenschaften. Alle Wirtschaftsfakultäten sollen sich darauf konzentrieren. Auch an der HSG.

Bettina Dyttrich in ihrem 10-Punkte-Plan gegen die Klimakrise im Märzheft, online 13. März

 

Vor einer Weile wurde ich Vegetarier. Es ist nicht
 die Welt, aber es ist ein Anfang, um meinen eigenen CO2-Ausstoss zu senken, und es lässt sich leicht umsetzen. Jeder und jede kann auf Fleisch verzichten.

Gian Lüchinger vom Kollektiv Klimastreik Ostschweiz im Märzheft, online 19. März

 

Ich fühle mich ohnmächtig. Ohnmächtig, wenn ich im Stadtparlament sitze, wo die bürgerlichen alten Herren ‹wohlwollend› meinen Einsatz fürs Klima loben. Herablassend witzeln sie, ob ich auch in die Ferien fliege – und stimmen nachher ohne einen Moment des Zweifels gegen die Ausrufung des Klimanotstands.

Juso-Stadtparlamentarierin Andrea Scheck an der xten Klimademo in St.Gallen, online 18. Oktober

 

Seit die Klimabewegung in der Schweiz existiert, gab es immerhin einen Fortschritt: Die Klimakrise wird als solche erkannt. Von den meisten zumindest. Jetzt braucht es aber endlich wirkungsvolle Massnahmen. Mit den durchgeführten Aktionen wollen wir zeigen, dass wir es sehr ernst meinen. Wir werden nicht mehr nur streiken, sondern auch andere ausserparlamentarische Wege einschlagen.

Miriam Rizvi vom Kollektiv Klimastreik Ostschweiz vor der nationalen Klimademo vom 28. September, online 1. Oktober

 

Man kann darüber lächeln, lächeln ist immer gut, aber ich habe den grössten Respekt vor den jungen Leuten, die uns auf das Problem der Klimakatastrophe aufmerksam machen und dieses Problem nicht einfach hinnehmen wollen. Sie sind die Zukunft, und ich bin die Geschichte. Sie sind die Zukunft, und die heutige Bundesversammlung ist die Vergangenheit. Sie werden über uns urteilen und darüber, was wir gemacht haben, als wir sahen, dass die Erde in weiten Teilen unbewohnbar zu werden drohte.

Historiker Stefan Keller an der Medienkonferenz für eine grüne Bundesrätin, online 9. Dezember

 

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit – Kultur und Kulturpolitik

Das Literaturhaus soll ein Gravitationszentrum des Worts sein, ein Ort, der zusammenbringt, was mit Lesen, Schreiben und mit Texten in einem weiteren Sinn zu tun hat.

Eva Bachmann über das Projekt eines St.Galler Literaturhauses im Aprilheft, online 7. April

 

Wenn man ihn brauchte, war er da
(Man brauchte ihn sehr häufig)
Er war sehr nützlich, immer nah
Der Kampf war ihm geläufig.

Hans Fässler in seinen «Elf Versuchen, den richtigen Ton zu finden» zur Pensionierung des St.Galler Comedia-Buchhändlers Pius Frey, online 15. Mai

 

Ich lebe mit einer offenen Rechnung – nicht nur mit dem Herrgott. Ich möchte nicht als Opfer dargestellt werden, aber ich will, dass man das Unrecht, das mir widerfahren ist, als solches anerkennt.

Uschi Waser, Opfer der administrativen Versorgung, zum Stück «Verminte Seelen» in der St.Galler Lokremise, online 20. Mai

 

Ich habe immer an das Projekt geglaubt und war überzeugt: Die Idee ist zu gut, als dass sie sterben kann. Jetzt weiss ich, dass das stimmt.

Musiker Peter Roth nach dem Ja der Bevölkerung zum Klanghaus Toggenburg, online 30. Juni 2019

 

Zwischennutzungen sind Möglichkeitsräume und geben Impulse für Projekte, die sonst nie stattfinden würden. Sie verstärken die Eigeninitiative. Das entspricht auch einem zeitgemässen Kulturbegriff, der das Gemeinsame vermehrt in den Fokus rückt. Heutzutage ist Kultur kooperationsfähig und pflegt einen konstruktiven Umgang mit Widersprüchen. Damit reagiert sie auch auf ein gesellschaftliches Bedürfnis. Das geniale Einzelkämpfertum ist immer weniger gefragt. Deshalb: Wann immer sich die Möglichkeit für eine Zwischennutzung ergibt – ergreift sie! Unbedingt und grundsätzlich.

Saiten-Co-Verlagsleiter Marc Jenny über die Zwischennutzung im Exrex, online 5. Juli

 

Faszination Glied® hat eine tendenziell aufputschende Wirkung und dient der Behandlung und Zuflucht vor der geschniegelten Welt und all ihrer durchorganisierten Lebensbereiche. Die Einnahme wird insbesondere empfohlen bei präsenilen Pubertätsstörungen, Stadionflucht, Affekthemmungen und Wortfindungsschwierigkeiten.

Prof. Dr. kult Hertler und Dr. mus voc Riedener auf dem Beipackzettel zum neuen Knöppel-Album im Oktoberheft, online 20. September

 

Bibliotheken sind ausgezeichnete Gesellschaftsorte mit einer Integrationskraft wie kaum eine andere Institution.

Katrin Meier, Leiterin des St.Galler Amts für Kultur, über die künftige «public library» im Oktoberheft, online 8. Oktober

 

Es ging ganz offensichtlich um etwas anderes: um ein grundsätzliches Misstrauen, sobald von «Kultur» die Rede ist. Es ist ein Misstrauen, das System hat. Eine Abwehrhaltung, die man einer Handwerker-Offerte, einem juristischen Gutachten oder einem Bauprojekt nie entgegenbringen würde, weil dort ja, zumindest vermeintlich, «messbare» Kriterien existierten. Das Misstrauen besteht aus einer beklemmenden Mischung von sachlicher Unkenntnis, bürgerlicher Geringschätzung und dem Argwohn, Kultur sei das Privatvergnügen der Kulturschaffenden.

Peter Surber über die Debatte zum Kulturkonzept im St.Galler Stadtparlament im Dezemberheft, online 19. November

 

Drei Jahre Kulturplafond sind genug. Wer an der Kultur spart, spart an der Zukunft.

Parole der IG Kultur Ost vor der Debatte im St.Galler Kantonsrat zur Kulturplafonierung, online 26. November

 

Der klassische Tänzer von heute muss wissen, was in der Welt geschieht.

Choreograf und Tänzer Martin Schläpfer anlässlich der Verleihung des Grossen Preises der St.Galler Kulturstiftung, online 3. Dezember

 

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit. Damit wir weiterhin schöne Kulturerlebnisse zu familienfreundlichen Preisen anbieten und Theaterschaffende für ihre Arbeit anständig entlöhnen können, benötigen wir die Unterstützung der Stadt St.Gallen. Keine Kunst ohne Arbeit, keine Arbeit ohne Geld.

Inserat des Figurentheaters St.Gallen vor der Debatte um die Subventionserhöhung im Stadtparlament, online 10. Dezember

 

Die Situation war recht dramatisch. So defizitär hätten wir die Grabenhalle vielleicht noch zwei oder drei Jahre weiterführen können. Wir hatten, wie man so schön sagt: zu viel zum Sterben, aber zu wenig zum Leben. Die Subventionserhöhung hat uns jetzt zum Glück etwas Luft verschafft.

Bastian Lehner vom Grabenhalle-Kollektiv St.Gallen im Redeplatz-Interview im Januarheft, online 20. Dezember 2019

 

The old normal – Frauenstreik und Gleichstellung

Frauen müssen generell sichtbarer werden. Die Musik ist nur ein Spiegel unserer Gesellschaft.
Das Problem ist vielschichtig. Es beginnt bereits in jungen Jahren, wo Mädchen und Jungs die gleichen Chancen haben sollten. Ein Mädchen soll Schlagzeug spielen dürfen und ein Junge Querflöte, wenn sie das wollen. Wir würden einen grossen Schritt weiterkommen, wenn wir uns von diesem stereotypen Denken befreien könnten. Viele Musikerinnen verlieren zudem ihre Sichtbarkeit, wenn sie Mütter werden.

Jazzbassistin Martina Berther über Frauen in der Musikszene, online 3. April

 

Wir Frauen waren immer schon das Geschlecht der Ausdauer, des Mutes & des Widerstands – uns blieb auch gar nie etwas anderes übrig. Der Feminismus ist eine Revolution. Es geht nicht um die kleinen Dinge, es geht darum, alles umzustürzen.

Schauspielerin Diana Dengler am Frauenstreiktag in St.Gallen, online 15. Juni

 

Findet ihr das wirklich normal, dermassen viel mehr männliche als weibliche Acts zu buchen? Dass ihr dann auch noch mit einer superdiskriminierenden WC-Politik nachdoppelt, habe ich nicht kommen sehen. Vielleicht wäre es einfach höchste Zeit, auch im OK eine angemessene (also plusminus 50%) weibliche Vertretung zu haben. Vielleicht wäre das auch echt wichtig, wenn ihr auch in Zukunft noch relevant sein wollt. Ich weiss nämlich noch nicht, wie ich meine Freundinnen überzeugen soll, wieder mit mir an euer Festival zu kommen.

Maja Dörig in ihrem Offenen Brief an das Openair St.Gallen, online 2. Juli

 

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass die Qualität im Vordergrund stehen sollte – und da es mindestens so viele spannende Künstlerinnen wie Künstler in der gegenwärtigen Schweizer Kunstszene gibt, sollte eine Quote gar nicht vonnöten sein.

Céline Gaillard, Co-Kuratorin am Kunstzeughaus Rapperswil-Jona, zur Genderfrage an Schweizer Kunstmuseen, online 23. August

 

Kriminell ist, Menschen im Stich zu lassen – Flucht und Migration

Es braucht eine Stadt, die sich für die Aufnahme der Geflüchteten, den Schutz und der Wahrung der Rechte dieser Menschen einsetzt. St.Gallen kann das. Die Frage ist doch die: Was sollen wir später erzählen, wenn jemand fragt, was da passiert ist, mit diesen Menschen, die Hilfe gebraucht hätten und sie nicht bekommen haben und was wir dagegen unternommen haben? Möchten wir dann nicht stolz sein, darauf, dass wir eine Lösung gesucht und gefunden haben und unsere Herzen geöffnet haben und gesagt haben, ja, es gibt bestimmt eine Möglichkeit!

Kathrin Riesers Offener Brief an den St.Galler Stadtpräsidenten, online 11. April

 

Anders als zum Beispiel in Deutschland gibt es in der Schweiz kaum eine Auseinandersetzung mit der rassistischen Geschichte des Landes, die eben bis heute ihre Auswirkung hat. Hier wird seit jeher dieses Selbstbild der «guten und neutralen Schweiz» gepflegt. Das wirkt sich negativ auf das Rassismus-Bewusstsein des Landes aus. Es gibt hier einen tief verwurzelten, strukturellen Rassismus.

Fatima Moumouni im Redeplatz-Interview zur «ersten kanakischen Late Night Show» im Maiheft, online am 1. Mai

 

Wer Menschen hilft, ist solidarisch, nicht kriminell. Kriminell ist, Menschen in Not im Stich zu lassen.

Ständerat Paul Rechsteiner in seiner Laudatio für die Flüchtlingshelferin Anni Lanz, eine der Preisträgerinnen des diesjährigen Paul-Grüninger-Preises, online 11. Mai

 

Auch wenn ich mich in drei Jahren an so viele Dinge gewöhnt habe, die in der Schweiz undenkbar wären, auch wenn ich unterdessen eine sehr dicke Haut habe, auch wenn ich Zufriedenheit verspüre über all das, was wir mit unserer Arbeit erreicht haben und über all die Dinge, die im Camp nun etwas besser und würdevoller funktionieren als noch vor einem Jahr, so zerreisst es mich trotzdem noch immer fast, wenn ich frühmorgens das Camp betrete und Familien sehe, die auf dem harten Strassenboden schlafen, weil es nirgends Platz für sie gibt, wenn ich Dreijährige sehe, die in eine kleine Decke gewickelt die Nacht unter freiem Himmel und auf nacktem Boden verbracht haben.

Jonas Härter von aid hoc über die Lage im Flüchtlingslager auf Lesbos, online 2. Oktober

 

Angesichts der immer restriktiver werdenden nationalen und europäischen Grenz- und Migrationspolitiken ist es höchste Zeit, dass sich zumindest auf regionaler respektive städtischer Ebene etwas tut – ausgehend von der Frage, welche politischen Massnahmen ergriffen werden müssten, um die rechtliche Anerkennung und den Zugang zu öffentlichen Ressourcen für alle Menschen «vor Ort» zu gewährleisten. Die andere Frage – wer dazugehört und wer nicht – ist nämlich leicht zu beantworten: Alle, die hier sind, sind von hier.

Corinne Riedener im Titelbeitrag «Alle, die da sind» im Januarheft 2020, online 28. Dezember 2019

 

Knorpelschäden – und was sonst noch beschäftigte

Ja zum Platztor-Campus, aber nur wenn die Geisteswissenschaften massiv ausgebaut und Naturwissenschaften eingeführt werden. Das würde zusätzlich eine Dozenten- und Studentenschaft anziehen, für deren «Kultur» sich die Uni tendenziell weniger oft entschuldigen müsste.

Roman Hertler vor der Abstimmung über den HSG-Campus am St.Galler Platztor, online 26. April

 

Alles, was heikel ist, lieber eins zu eins besprechen. Man muss sich bewusst sein, welche Informationen überwacht werden können, und den Kommunikationskanal entsprechend anpassen. Bei heiklen Informationen und bei unverschlüsselten, personenbezogenen Daten sollte man auf Emails verzichten und sich stattdessen mit einem USB-Stick – oder nach Möglichkeit in Ruhe zu einem Kaffee – verabreden.

Franziska Ryser, Nationalrätin der Grünen, zur Vorratsdatenspeicherung im Septemberheft, online am 28. August

 

Wir wollen nicht zusehen, dass irgend ein grosser Investor kommt und hier eine Siedlung hinknallt, die dann einfach möglichst viel Gewinn abwerfen soll.

Christine Egli, Architektin, zum Projekt einer genossenschaftlichen Überbauung der St.Galler Ruckhalde, online 23. September

 

Fehlanreize machen bis zu 30 Prozent der Gesundheitskosten aus, wie verschiedene Studien zeigen. Spitalschliessungen lösen diese Systemfehler nicht, und sie haben auch kaum Auswirkungen auf die Krankenkassenprämien. Es geht darum, Kosten zu vermeiden und nicht nur zu verschieben.

Die St.Galler Gesundheitsdirektorin Heidi Hanselmann im Interview nach ihrer Rücktrittsankündigung, online 19. Oktober

 

Minute 85 – «Steht auf, wenn ihr Sanggaller seid» hallt durch das Stadion. Wir sind froh, dürfen wir sitzen bleiben. Knorpelschäden in beiden Knien und so.

R.S. und R.S. im Ticker zum Spiel des FC St.Gallen gegen Xamax, online 24. November

 

 

 

 

 

 

 

Weis­ses Va­ku­um und ei­ne ro­te Kra­wat­te

Ge­sell­schafts­kri­tik, Wir­bel­säu­len und Ge­len­ke, die kei­ne sind. Im Rah­men ei­ner Zwi­schen­nut­zung zei­gen vier Kunst­schaf­fen­de noch bis zum 29. Au­gust ih­re Ar­bei­ten im Ku­bik-Are­al in St. Gal­len.

Von  Vera Zatti
Transluzent Saiten 5

Das Kreuz mit den Ga­gen

Die Kul­tur hat kei­ne Lob­by? Am Stadt­kul­tur­ge­spräch vom Don­ners­tag­abend im Tal­hof war sie da: Ver­tre­ter:in­nen von acht Be­rufs­ver­bän­den stell­ten sich vor. Bren­nends­tes The­ma wa­ren ein­mal mehr die Ho­no­ra­re.

Von  Peter Surber
Stadtkultur2

Ei­ne Por­ti­on Kunst

Im Kunst Kon­tor Ror­schach lud der Künst­ler Fe­lix Stöck­le zu ei­nem Din­ner, ei­ner Aus­stel­lung, ei­nem Hap­pe­ning – zwi­schen Fi­ne Di­ning, Ke­ra­mik, pop­kul­tu­rel­len Re­fe­ren­zen und der al­ten Idee ei­nes ge­teil­ten Ti­sches.

Von  Veronika Fischer
Kunstkontor dinner felix stoeckle 1

Hür­de um Hür­de

Nach zehn Jah­ren in der Schweiz woll­te sich Sa­mi­ra Ra­him mit ih­rer Fa­mi­lie ein­bür­gern las­sen. Die zahl­rei­chen bü­ro­kra­ti­schen Hin­der­nis­se und die ho­hen Kos­ten brach­ten die Fa­mi­lie zeit­wei­se fast da­zu, auf­zu­ge­ben.

Von  Andi Giger
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Raum­pla­nung als He­bel ge­gen die Woh­nungs­kri­se

Ber­lin­gen hat ei­ne neue Me­tho­de der In­ter­es­sen­ab­wä­gung ent­wi­ckelt: ei­ne Ana­ly­se des Orts­bilds als Grund­la­ge, um die wert­vol­le Bau­kul­tur zu er­hal­ten und gleich­zei­tig die In­nen­ent­wick­lung vor­an­zu­brin­gen. Nun steht die Ver­an­ke­rung in der Orts­pla­nung an.

Von  Rahel Lämmler
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Nach dem Rück­tritt von Pe­ter Jans: Das Ren­nen um den va­kan­ten Stadt­rats­sitz ist er­öff­net

SP-Mann Pe­ter Jans tritt En­de Ju­ni 2027 aus der St.Gal­ler Stadt­re­gie­rung zu­rück. In sei­ner Par­tei star­tet die Su­che nach ei­ner Nach­fol­ge mit ei­nem kla­ren Fa­vo­ri­ten. Bei den Bür­ger­li­chen sind Schmie­de für ei­ne gros­se Al­li­anz ge­fragt.

Von  Reto Voneschen
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Ein Tau­mel von Grün

Im Bo­ta­ni­schen Gar­ten St.Gal­len geht es ab nächs­ten Sams­tag wun­der­sam zu und her: Künst­ler:in­nen aus ver­schie­de­nen Spar­ten la­den zum sze­ni­schen Rund­gang un­ter dem Ti­tel In der Däm­me­rung wächst ein Flüs­tern. Ein Pro­ben­be­such.

Von  Peter Surber
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In den Wald hin­ein

Der Dra­ma­ti­ker An­dre­as Sau­ter liest am 27. Au­gust im Li­te­ra­tur­haus Thur­gau aus sei­nem un­fer­ti­gen Ma­nu­skript Ein­bruch der Wild­nis. Im Zen­trum des Werks steht die Fra­ge, was es für ei­nen ge­sell­schaft­li­chen Wan­del braucht.

Von  Vera Zatti
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«Ich bin mir voll­kom­men fremd, wenn ich nicht schrei­be»

Die deut­sche Fil­me­ma­che­rin Re­gi­na Schil­ling bringt zum 100. Ge­burts­tag von In­ge­borg Bach­mann Je­mand, der ein­mal ich war ins Ki­no. Der Do­ku­men­tar­film ver­knüpft gross­ar­ti­ge Ar­chiv­auf­nah­men mit fik­tio­na­len Sze­nen aus dem letz­ten Le­bens­jahr der Dich­te­rin zu ei­nem zu­gäng­li­chen Plot.

Von  Eva Bachmann
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Zu Be­such in der El-Hi­da­je-Mo­schee 

Die SVP macht seit Wo­chen Stim­mung ge­gen die ge­plan­te neue Mo­schee der al­ba­nisch-is­la­mi­schen Ge­mein­schaft El-Hi­da­je in St.Gal­len. An­läss­lich ei­nes öf­fent­li­chen Rund­gangs der SP stell­ten die Ver­ant­wort­li­chen das Pro­jekt vor – und räum­ten mit vie­len Vor­ur­tei­len auf.

Von  David Gadze
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Ein le­ben für die Kunst

Jim Di­ne ge­hört zu den be­deu­tends­ten zeit­ge­nös­si­schen Künst­ler:in­nen. Seit ein paar Jah­ren er­schafft er sei­ne Skulp­tu­ren vor­nehm­lich im Sit­ter­tal. In die Kunst­gies­se­rei ver­lieb­te sich der Pop-Art-Pio­nier bei sei­nem ers­ten Be­such vor fast 20 Jah­ren.

Von  David Gadze
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Noch mehr Spit­zen­ar­chi­tek­tur für die HSG

Al­les deu­tet drauf hin, dass die Uni St.Gal­len dem­nächst in den bis­he­ri­gen Haupt­sitz der Hel­ve­tia-Ver­si­che­rung, ge­plant vom Bas­ler Ar­chi­tek­tur­bü­ro Her­zog und de Meu­ron, als zwei­ten gros­sen Stand­ort auf dem Ro­sen­berg ein­zie­hen kann. Zu­sätz­lich ist ein Holz­bau mit Se­mi­nar­räu­men in Pla­nung.

Von  René Hornung
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FCSG vs. She­riff Ti­ras­pol 5:1 – St.Gal­len nach Schüt­zen­fest ei­ne Run­de wei­ter

Der FC St.Gal­len zeigt sich ge­gen She­riff Ti­ras­pol von sei­ner bes­ten Sei­te und ge­winnt das Spiel nicht nur sou­ve­rän, son­dern auch hoch mit 5:1. Wei­ter geh­t's im Play­off ge­gen den FC Nordsjæl­land aus Dæ­ne­mark.

Von  SENF Kollektiv
Senf

Jubiläum

«Je­de Ge­ne­ra­ti­on muss­te die Fir­ma neu er­fin­den»

Von  Roman Hertler
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Hin­term Bahn­gleis be­ginnt das Uni­ver­sum 

Durch bun­te Ga­la­xien bis in ein Meer aus Kat­zen­streu. Die Aus­stel­lung «Hin­ter’m Mond» vom Künst­ler:in­nen­kol­lek­tiv U5 und Mo­ni­ka Stal­der im Stell­werk in Heer­brugg lädt zu ei­ner in­ter­ga­lak­ti­schen Rei­se ein. 

Von  Vera Zatti
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Ex­ci­ting, un­hin­ged und häs­sig

Die Ost­schwei­zer Band Drill bringt mit Ca­thar­sis ei­ne neue EP raus. Die sechs Songs sind ein wil­der Ritt auf schwe­ren Gi­tar­ren­riffs, bei dem Me­tal­co­re auch mal auf Hy­per­pop trifft.

Von  Jeremias Heppeler
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Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 7

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 7: Rat­haus­oper Kon­stanz, Charles Uz­ors The Gre­at Wall. A La­by­rinth, Clanx-Fes­ti­val und Rund­gän­ge zu Wi­bora­das Schwes­tern. 

Von  Redaktion Saiten
260708 Sommertipps Till The Morning Rises Pfister Noemi

FC St.Gal­len vs. FC Lu­zern 2:2 – Im­mer­hin ein Punkt

Ge­gen die­ses Lu­zern müss­te der FC St.Gal­len ei­gent­lich drei Punk­te ein­fah­ren. Zum Schluss muss er aber froh sein, dass es im­mer­hin ei­ner wird. Der Aus­gleich ge­lingt erst weit in der Nach­spiel­zeit per Pe­nal­ty. Das Spiel zum Nach­le­sen im SENF-Ti­cker.

Von  SENF Kollektiv
Senf

Ein er­staun­li­ches Werk

Her­bert Rauch (1929–2012) war Brief­trä­ger und Künst­ler. In den Schwarz-Weiss-Fo­to­gra­fien des Rank­wei­lers er­schei­nen Ob­jek­te wie Stei­ne und Fe­dern als abs­trak­te, gra­fi­sche Ge­bil­de. Nun ist ein Fo­to­band zu sei­nem Spät­werk er­schie­nen, und im Schau­raum Re­né Dal­pra in Alt­ach sind sei­ne Ar­bei­ten aus­ge­stellt.

Von  Ariane Grabher
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Stadt der Un­der­dogs

Ei­ne Bun­des­rä­tin, meh­re­re Na­tio­nal­rät:in­nen und die Po­li­trap­per der Stun­de: Al­le kom­men sie aus der Klein­stadt Wil. Ei­ne Er­kun­dung vor den Lo­kal­wah­len.

Von  Kaspar Surber
Lukas reimann mike sarbach ursula haene